ADAC Stauprognose 30.1. bis 1.2.: Staugefahr durch Winterferien

Laut ADAC Stauprognose ist am kommenden Wochenende punktuell mit erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen. In einigen Bundesländern beginnen die Winterferien. Wo es eng wird.
Ferien in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt
544 Baustellen erschweren Autofahrten
Staufallen im Ausland: Brenner und Gotthard
Staugefahr: Winterrouten werden voller
Wer am kommenden Wochenende eine Autobahnfahrt plant, sollte in der Regel gut durchkommen. Etwas länger ist man Richtung Süden unterwegs.
In Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt beginnen die einwöchigen Winterferien. Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein freuen sich über zwei schulfreie Tage (Montag, 2., und Dienstag, 3. Februar), und in Hamburg haben die Schüler und Schülerinnen zumindest einen Tag frei (Freitag, 30. Januar).
Viele Familien mit Kindern werden in den Skiurlaub fahren. Deshalb muss ab Freitag, 30. Januar, nachmittags mit mehr Verkehrsaufkommen in Richtung Alpen gerechnet werden. Aber auch in Richtung Küsten wird etwas mehr los sein.
Die Staugefahr im Berufsverkehr und die Baustellentätigkeit sind dagegen relativ gering. Deutschlandweit gibt es derzeit rund 544 Baustellen. Nur wenige Autobahnen sind am Wochenende gesperrt.
Winterliche Straßenverhältnisse können die Lage verschärfen und regional für Behinderungen sorgen. Bei Schnee- oder Eisregen erhöht sich die Staugefahr erheblich.
Die Staustrecken in Deutschland
Unter anderem sind zeitweise diese Fernstraßen belastet (beide Fahrtrichtungen):
A1 Köln – Dortmund – Münster – Osnabrück – Bremen – Hamburg
A2 Oberhausen – Dortmund – Hannover – Braunschweig – Magdeburg
A3 Oberhausen – Köln – Frankfurt – Würzburg – Nürnberg, Passau – Linz
A4 Heerlen/Aachen – Köln – Dresden – Görlitz
A7 Hannover – Kassel – Fulda – Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte
A8 Stuttgart – München – Salzburg
A9 Halle/Leipzig – Nürnberg – München
A10 Berliner Ring
A12 Berliner Ring – Frankfurt (Oder)
A13 Dresden – Schönefelder Kreuz
A27 Bremen – Bremerhaven
A93 Rosenheim – Kiefersfelden
A95 München – Garmisch-Partenkirchen
A99 Autobahnring München
Wichtige Info für Autoreisende: Entlang folgender Autobahnen gibt es Durchfahrtsverbote.
Vollsperrungen auf Autobahnen
Zurzeit sind folgende Vollsperrungen angekündigt:
Die kurzfristigen Sperren
A7 Fulda – Würzburg in beiden Richtungen zwischen Bad Brückenau-Volkers und Bad Brückenau/Wildflecken von Samstag, 31. Januar, 20 Uhr, bis Sonntag, 1. Februar, 6 Uhr
A40 Duisburg Richtung Essen zwischen Kreuz Duisburg und Duisburg-Kaiserberg seit Montag, 19. Januar, bis Montag, 2. Februar, 5 Uhr
Die langfristigen Sperren
Umleitungen sind ausgeschildert. Kurzfristige Änderungen etwa wegen widriger Witterung und weitere Sperrtermine sind möglich. Berücksichtigt werden bei der Auflistung der langfristigen Sperren nur die überregional bedeutsamen Autobahnen. Auch auf Zubringerautobahnen oder untergeordneten Regionalautobahnen können Dauerbaustellen eingerichtet sein.
Alle Sperrungen, Baustellen und aktuelle Verkehrsinformationen finden Sie hier. Darüber hinaus bietet der ADAC NRW Infos zu speziellen Sperren in Nordrhein-Westfalen.
Staugefahr auf Autobahnen im Ausland
Die Autobahnen in den benachbarten Alpenländern gehören am Wochenende wieder den Wintersporturlaubern. Jetzt kommen die Urlauber und Urlauberinnen aus dem Norden und Osten Deutschlands hinzu.
Den stärksten Verkehr erwartet der ADAC in den Vormittags- und späten Nachmittagsstunden des Samstags und Sonntags. Diese Strecken sind zeitweise staugefährdet:
In Österreich die West-, Inntal- und Brennerautobahn, Fernpass-Route, Arlbergschnellstraße sowie die Tiroler, Salzburger und Vorarlberger Bundesstraßen
In der Schweiz die Gotthard-Route und San-Bernardino-Route, die Zufahrtsstraßen der Skigebiete Graubündens, des Berner Oberlands, des Wallis und der Zentralschweiz; auch die Routen Bern – Zürich – St. Margarethen und Basel – Zürich – Chur
In Italien die Brennerroute sowie die Straßen ins Puster-, Grödner- und Gadertal sowie in den Vinschgau
Baustelle Reschenpass: So ist die aktuelle Lage
Grenzkontrollen: Wartezeiten möglich
Im Frühjahr 2025 hatten die deutschen Behörden die Einreisekontrollen an allen deutschen Grenzen verschärft. Der Pendel- und Reiseverkehr soll dabei möglichst wenig beeinträchtigt werden. Die Kontrollen sind stichprobenartig, nicht alle Fahrzeuge werden angehalten.
Vor allem an den drei Autobahnübergängen Suben (A3 Linz – Passau), Walserberg (A8 Salzburg – München) und Kiefersfelden (A93 Kufstein – Rosenheim) sind Wartezeiten sehr wahrscheinlich.
Auch bei der Ausreise aus Deutschland finden zum Teil Kontrollen unterschiedlicher Intensität statt. Betroffen sind vor allem Dänemark, die Niederlande, Frankreich und Polen. Mit Staus zu rechnen ist etwa an den Grenzübergängen A4 Ludwigsdorf (Görlitz), A11 Pomellen (Stettin), A12 Frankfurt (Oder) und A15 Forst.
Verschärfte Kontrollen an Deutschlands Grenzen: Was man wissen muss
Fahren bei winterlichen Bedingungen
Entsprechend der Jahreszeit müssen Autofahrer und Autofahrerinnen mit witterungsbedingten Behinderungen rechnen. Schneefälle und Glatteis, selbst in tieferen Lagen, sind jetzt ebenfalls jederzeit möglich. In Deutschland gilt die situative Winterreifenpflicht.
Fahrten in höhere Lagen der Alpen sollten generell nur noch mit geeigneter Winterausrüstung angetreten werden. Fast alle Alpenpässe, die in der kalten Jahreszeit geschlossen werden, wie zum Beispiel das Timmelsjoch, haben Wintersperre.
Hier finden Sie Infos zur Winterreifen- und Schneekettenpflicht in 21 europäischen Ländern.
Im Stau: Rettungsgasse bilden!
Was viele nicht wissen: Die Rettungsgasse muss bereits dann gebildet werden, wenn der Verkehr stockt, und nicht erst, wenn die Rettungskräfte mit Blaulicht und Martinshorn von hinten kommen.
Und so funktioniert die Rettungsgasse: Wer den linken Fahrstreifen befährt, weicht nach links aus, Autofahrende auf allen anderen Fahrstreifen fahren nach rechts. Ist es in engen Baustellenbereichen aufgrund deutlich schmalerer Fahrspuren nicht möglich, die Rettungsgasse korrekt zu bilden, wird empfohlen, mit genügend Abstand versetzt zu fahren. So können Autofahrende im Ernstfall in die rechte Spur einfädeln und damit den linken Fahrstreifen für Rettungskräfte freimachen.
Bußgelder für Autofahrende, die sich nicht an die Vorschriften halten, betragen bis zu 320 Euro.
Rettungsgasse im Ausland: So geht's!