ADAC Stauprognose 20. bis 22. Februar: Staugefahr im Süden und Norden

• Lesezeit: 5 Min.

Von Katharina Dümmer

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Stau auf der Autobahn
Enden die Faschingsferien im Süden Deutschlands, ist das Staurisiko groß© imago images/Frank Sorge

Am Wochenende erwartet der ADAC viel Rückreiseverkehr aus den Alpen. Im Norden Deutschlands sorgt eine Autobahnsperre für große Verkehrsbehinderungen. Die Stauprognose der Fachleute im Detail.

  • Ferienende in sechs Bundesländern

  • Elbtunnel in Hamburg (A7) für 55 Stunden gesperrt

  • Winter-Olympiade endet in Italien

Staugefahr: Ferien-Ende und Elbtunnel-Sperre

Auch an diesem Wochenende ist auf den Wintersportrouten einiges los. In Bayern, Teilen Baden-Württembergs, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Thüringen und im Saarland sowie in der Mitte und im Süden der Niederlande enden die Faschingsferien. Auf dem Weg ins Pistenvergnügen sind Winterurlauber und Winterurlauberinnen aus dem Norden der Niederlande sowie Reisende, die nicht an Ferientermine gebunden sind.

Insgesamt dürften die Autobahnen in Richtung Norden aber deutlich stärker belastet sein als die in Richtung Süden.

Abseits der Skiurlauberstrecken erwartet der ADAC keine größeren Probleme mit Ausnahme des Großraums Hamburg. Am Wochenende ist die A7 Hannover – Flensburg im Bereich des Elbtunnels gesperrt.

Die Baustellentätigkeit auf den Autobahnen ist weiter relativ gering. Deutschlandweit gibt es derzeit rund 568 Baustellen. Nur wenige Autobahnen sind am Wochenende gesperrt.

Winterliche Straßenverhältnisse können die Lage verschärfen und regional für Behinderungen sorgen. Bei Schnee- oder Eisregen erhöht sich die Staugefahr erheblich.

Die Staustrecken in Deutschland

Unter anderem sind zeitweise diese Fernstraßen belastet (beide Fahrtrichtungen):

  • A1 Köln – Dortmund und Osnabrück – Bremen

  • A3 Oberhausen – Köln

  • A4 Heerlen/Aachen – Köln – Olpe und Erfurt – Chemnitz – Dresden

  • A5 Basel – Karlsruhe

  • A7 Füssen/Reutte Ulm – Ulm – Würzburg und Hannover – Flensburg

  • A8 Salzburg – München – Stuttgart – Karlsruhe

  • A9 München – Nürnberg – Halle/Leipzig

  • A12 Berliner Ring – Frankfurt (Oder)

  • A61 Ludwigshafen – Koblenz – Mönchengladbach

  • A81 Singen – Stuttgart

  • A93 Kiefersfelden – Rosenheim

  • A95/B2 München – Garmisch-Partenkirchen

  • A96 Lindau – München

  • A99 Autobahnring München

Wichtige Info für Autoreisende: Entlang einiger Autobahnen gibt es Durchfahrtsverbote.

Vollsperrungen auf Autobahnen

Zurzeit sind folgende Vollsperrungen angekündigt:

Die kurzfristigen Sperren

Die langfristigen Sperren

Umleitungen sind ausgeschildert. Kurzfristige Änderungen etwa wegen widriger Witterung und weitere Sperrtermine sind möglich. Berücksichtigt werden bei der Auflistung der langfristigen Sperren nur die überregional bedeutsamen Autobahnen. Auch auf Zubringerautobahnen oder untergeordneten Regionalautobahnen können Dauerbaustellen eingerichtet sein.

Alle Sperrungen, Baustellen und aktuelle Verkehrsinformationen finden Sie hier. Darüber hinaus bietet der ADAC NRW Infos zu speziellen Sperren in Nordrhein-Westfalen.

Staugefahr auf Autobahnen im Ausland

Die Reiserouten im benachbarten Ausland sind auch voll mit Skiurlaubern und Skiurlauberinnen. Bei der An- und Abreise aus den Wintersportzentren sind Staus vorprogrammiert. In Italien sowie den österreichischen Bundesländern Oberösterreich und Steiermark enden die Ferien.

Neben den Urlauberinnen und Urlaubern mischen aber auch viele Tages- und Wochenendausflügler im Verkehrsgeschehen mit.

Den stärksten Verkehr erwartet der ADAC in den Vormittags- und späten Nachmittagsstunden des Samstags und Sonntags. Diese Strecken sind zeitweise staugefährdet:

  • In Österreich die West-, Inntal- und Brennerautobahn, Tauernautobahn, Fernpass-Route, Arlbergschnellstraße sowie die Tiroler, Salzburger und Vorarlberger Bundesstraßen; auf der Route über den Achenpass gibt es eine Dosierampel

  • In der Schweiz die Gotthard-Route und San-Bernardino-Route, die Zufahrtsstraßen der Skigebiete Graubündens, des Berner Oberlands, des Wallis und der Zentralschweiz; auch die Routen Bern – Zürich – St. Margarethen und Basel – Zürich – Chur

  • In Italien die Brennerroute sowie die Straßen ins Puster-, Grödner- und Gadertal und in den Vinschgau

Baustelle Reschenpass: So ist die aktuelle Lage

Winterolympiade in Mailand und Cortina

Am Sonntag, 22. Februar, enden die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina. Auf den Routen zu und aus den Austragungsstätten wird es zeitweise mehr Verkehr geben.

Grenzkontrollen: Wartezeiten möglich

Im Frühjahr 2025 hatten die deutschen Behörden die Einreisekontrollen an allen deutschen Grenzen verschärft. Der Pendel- und Reiseverkehr soll dabei möglichst wenig beeinträchtigt werden. Die Kontrollen sind stichprobenartig, nicht alle Fahrzeuge werden angehalten.

Vor allem an den drei Autobahnübergängen Suben (A3 Linz – Passau), Walserberg (A8 Salzburg – München) und Kiefersfelden (A93 Kufstein – Rosenheim) sind Wartezeiten sehr wahrscheinlich.

Auch bei der Ausreise aus Deutschland finden zum Teil Kontrollen unterschiedlicher Intensität statt. Betroffen sind vor allem Dänemark, die Niederlande, Frankreich und Polen. Mit Staus zu rechnen ist etwa an den Grenzübergängen A4 Ludwigsdorf (Görlitz), A11 Pomellen (Stettin), A12 Frankfurt (Oder) und A15 Forst.

Verschärfte Kontrollen an Deutschlands Grenzen: Was man wissen muss

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Fahren bei winterlichen Bedingungen

Entsprechend der Jahreszeit müssen Autofahrer und Autofahrerinnen mit witterungsbedingten Behinderungen rechnen. Schneefälle und Glatteis, selbst in tieferen Lagen, sind jetzt ebenfalls jederzeit möglich. In Deutschland gilt die situative Winterreifenpflicht.

Fahrten in höhere Lagen der Alpen sollten generell nur noch mit geeigneter Winterausrüstung angetreten werden. Fast alle Alpenpässe, die in der kalten Jahreszeit geschlossen werden, wie zum Beispiel das Timmelsjoch, haben Wintersperre.

Hier finden Sie Infos zur Winterreifen- und Schneekettenpflicht in 21 europäischen Ländern.

Im Stau: Rettungsgasse bilden!

Was viele nicht wissen: Die Rettungsgasse muss bereits dann gebildet werden, wenn der Verkehr stockt, und nicht erst, wenn die Rettungskräfte mit Blaulicht und Martinshorn von hinten kommen.

Und so funktioniert die Rettungsgasse: Wer den linken Fahrstreifen befährt, weicht nach links aus, Autofahrende auf allen anderen Fahrstreifen fahren nach rechts. Ist es in engen Baustellenbereichen aufgrund deutlich schmalerer Fahrspuren nicht möglich, die Rettungsgasse korrekt zu bilden, wird empfohlen, mit genügend Abstand versetzt zu fahren. So können Autofahrende im Ernstfall in die rechte Spur einfädeln und damit den linken Fahrstreifen für Rettungskräfte frei machen.

Bußgelder für Autofahrende, die sich nicht an die Vorschriften halten, betragen bis zu 320 Euro.

Rettungsgasse im Ausland: So geht's!