Deutsche Bahn: Alle Baustellen in 2026 und den Jahren danach

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Von André Gieße

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Bevor das Bahnfahren dank Modernisierung besser wird, wird es für Zugreisende vielerorts erst einmal schlechter© dpa/Dwi Anoraganingrum

Die Deutsche Bahn modernisiert das Schienennetz überall in Deutschland. Die Folgen: Großbaustellen, Streckensperrungen und Fahrplanänderungen. Auf diesen Strecken dauert das Bahnfahren länger.

  • Infos zu den wichtigsten Baustellen dieses und nächstes Jahr sowie bis 2036

  • Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin ist noch bis Mitte Juni gesperrt

  • Weitere Schwerpunkte der Generalsanierung in West- und Süddeutschland

Generalsanierung dauert bis 2036

Voraussichtlich bis zum Jahr 2036 will die Deutsche Bahn mehr als 40 der wichtigen Teilstrecken im Schienennetz für Monate sperren und grundlegend sanieren – mindestens fünf Jahre länger als ursprünglich geplant. Millionen Kundinnen und Kunden in Deutschland müssen sich aufgrund der bundesweiten Generalsanierung auf massive und langwierige Beeinträchtigungen einstellen.

Zum Beispiel ist die wichtige Pendlerstrecke zwischen Hamburg und Berlin bis 13. Juni 2026 komplett gesperrt, wodurch sich die Fahrzeit für Tausende Reisende deutlich verlängert. Auch andernorts stehen Generalsanierungen an. Diese Übersicht zeigt Bahnreisenden die wichtigsten Großbaustellen und Fahrplanänderungen im Fernverkehr – im Jahr 2026 und darüber hinaus.

Größere Baustellen im Jahr 2026

Hamburg – Berlin

1. August 2025 bis 13. Juni 2026: Die Deutsche Bahn sperrt die übliche Strecke zwischen Hamburg über Büchen, Ludwigslust und Wittenberge nach Hamburg für den Zugverkehr. Während dieser Zeit bündelt sie zahlreiche Arbeiten an Gleisen, Weichen und Oberleitungen. Es werden zudem die Leit- und Sicherungstechnik erneuert und die Bahnhöfe auf der Strecke modernisiert.

Bauarbeiten an den Gleisen während der Generalsanierung der Riedbahn
Bis Ende 2030 will die Deutsche Bahn das überalterte Streckennetz sanieren, für Fahrgäste soll es sukzessive besser werden© imago images/sepp spiegl

Zwei der vier ICE-Linien entfallen zwischen Hamburg und Berlin. Die restlichen Züge zwischen Berlin und Hamburg verkehren stündlich über Salzwedel und Stendal sowie wechselnd über Lüneburg oder Uelzen statt halbstündlich. Die Fahrzeit verlängert sich um rund 45 Minuten. Die Haltepunkte und Bahnhöfe in Büchen, Ludwigslust und Wittenberge werden nicht mehr von Fernverkehrszügen angefahren. Zwischen Hamburg, Wittenberge und Ludwigslust fahren Ersatzbusse.

Aktuelle Verkehrsmeldungen

Die Deutsche Bahn informiert über alle aktuellen Bauarbeiten, Streckensperrungen, Fahrplananpassungen, Zugausfälle, Streiks sowie sonstige Beeinträchtigungen auf ihrem Online-Portal. Dort finden sich auch Informationen der Tochterunternehmen.

Hamburg – Schwerin

1. August 2025 bis 13. Juni 2026: Auf der Strecke Hamburg – Schwerin – Rostock – Stralsund kommt es aufgrund der Generalsanierung zwischen Hamburg und Berlin zu Beeinträchtigungen. Der direkte Fahrtverlauf ist infolge der baubedingten Streckensperrung nicht möglich.

Bis 14. Mai 2026 gilt: Drei IC-Zugpaare verkehren täglich zwischen Hamburg und Rostock via Lübeck. Die Fahrzeit verlängert sich aufgrund der Umleitung um rund 60 Minuten. ICE-Linie Köln-Münster-Bremen-Hamburg-Ostseebad Binz beginnt bzw. endet in Hamburg-Altona.

Vom 15. Mai bis 13. Juni 2026 gilt: Bis zu drei ICE-Zugpaare verkehren täglich zwischen Hamburg und Rostock via Schwerin. Zwei Zugpaare verkehren weiter von/nach Ostseebad Binz bzw. Greifswald. Die weiteren ICE-Züge der Linie 33 (Köln-Münster-Bremen-Hamburg-Ostseebad Binz) können aufgrund der begrenzten Trassenkapazität durch umgeleitete Güterverkehrszüge nicht verkehren. Daher entfallen sie auf dem gesamten Laufweg.

Knoten Dresden

9. Februar bis 6.November 2026: An Dresdner Hauptbahnhof wird ein neues Kreuzungsbauwerk errichtet. Die IC-Züge von und nach Chemnitz werden während der Arbeiten zwischen Dresden-Neustadt und Freiberg (Sachs) umgeleitet. Der Halt in Dresden Hauptbahnhof entfällt bei diesen Zügen.

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Nürnberg – Regensburg

6. Februar bis 10. Juli 2026: Zwischen Nürnberg und Regensburg ist der Fernverkehr monatelang eingeschränkt, weil die Deutsche Bahn auf der Strecke eine Generalsanierung durchführt. Ein Teil der sonst mindestens zweistündlichen ICE-Züge zwischen Nürnberg und Regensburg wird über Ingolstadt umgeleitet. Die Fahrzeit zwischen Nürnberg und Österreich verlängert sich um rund eine Stunde. In Regensburg, Passau und Plattling ist das Fernverkehrsangebot in dieser Phase reduziert, in Straubing können vorübergehend keine Fernzüge halten.

Ein ICE-Zugpaar verkehrt während der Generalsanierung zusätzlich von München via Landshut (mit Halt) und Regensburg nach Passau und dann Wien. Alle weiteren Züge beginnen/enden bereits in Nürnberg. Für Reisen zwischen Deutschland und Österreich stehen weiterhin auch die zweistündlichen ICE/RJ/EC-Züge zwischen München und Wien via Salzburg zur Verfügung.

Köln – Hagen

6. Februar bis 10. Juli 2026: Eine Generalsanierung der Strecke zwischen Köln und Hagen schränkt den Schienenverkehr mehrere Monate stark lang ein. In Solingen, Wuppertal und anderen Städten auf dem Abschnitt entfallen während der Bauarbeiten sämtliche Fernverkehrshalte. ICE-Züge werden zwischen Köln und Hamm über Düsseldorf, Essen und Dortmund umgeleitet. Für Hagen bestehen noch zweistündliche Direktverbindungen in und aus Richtung Berlin. Die Fahrzeiten zwischen Köln und Berlin verlängern sich um 20 bis 40 Minuten.

Das Angebot in den restlichen Städte in Nordrhein-Westfalen bleibt größtenteils unverändert. Reisende in und aus Richtung Magdeburg, Leipzig oder Dresden sowie Mittelrheintal müssen allerdings vereinzelt umsteigen, weil vorübergehend keine Direktverbindungen mehr möglich sind.

Hannover – Hamburg

1. Mai bis 10. Juli 2026: Wegen Bauarbeiten auf der Strecke zwischen Hannover und Hamburg kommt es zu Beeinträchtigungen im Fernverkehr. Zwischen Bremen und Hannover gibt es deshalb keine Direktverbindungen. ICE-Züge halten nicht in Celle, Uelzen, Lüneburg, Nienburg und Verden.

Auf der Achse Süddeutschland – Kassel – Hannover – Hamburg werden während der Bauarbeiten noch circa halbstündliche ICE-Direktverbindungen angeboten. Die Züge werden zwischen Hannover und Hamburg umgeleitet und benötigen daher rund 45 Minuten länger.

Die ICE-Sprinter zwischen Hamburg und Frankfurt am Main und touristischen ICE-Verbindungen zwischen Hamburg und Österreich verkehren nur zwischen Hannover und Frankfurt beziehungsweise Österreich.

Auf der Achse Süddeutschland – Köln – Bremen – Hamburg werden noch stündliche ICE-Direktverbindungen angeboten. Die Züge benötigen rund 20 Minuten länger. Die ICE-Züge der Relation NRW – Bremen – Hamburg – Binz verkehren nur zwischen Hamburg und Binz.

Zwischen Hamburg und Berlin verkehren drei statt vier ICE-Züge – und zwar alle zwei Stunden.

Knoten Stuttgart

11. Mai bis 23. Mai 2026: Rund um Stuttgart ist der Zugverkehr wegen Tunnelarbeiten zeitweise eingeschränkt. Davon sind mehrere ICE-Verbindungen betroffen. Zwischen Stuttgart Hauptbahn und München werden während der Bauarbeiten noch mindestens stündliche Direktverbindungen angeboten statt regulär rund halbstündliche. Darüber hinaus werden circa stündliche Verbindungen zwischen Esslingen/Neckar und München angeboten.

Zwischen Stuttgart Hauptbahnhof und Österreich bestehen Direktverbindungen von/nach Esslingen/Neckar. Ab Stuttgart Hauptbahnhof bestehen während der Bauarbeiten keine Direktverbindungen. Auf der Relation zwischen Karlsruhe und Stuttgart besteht während der Bauarbeiten ein circa zweistündliches Angebot. Zwischen Stuttgart und Paris werden lediglich Umsteigeverbindungen angeboten.

Frankfurt (Main) – Heidelberg

16. Mai bis 18. Mai und 23. bis 25. Mai 2026: Kabel- und Brückenarbeiten beeinträchtigen den Zugverkehr zwischen Frankfurt am Main und Heidelberg zeitweise. Einschränkungen gibt es bei ICE-Linie 13 (Berlin – Kassel – Frankfurt – Heidelberg – Karlsruhe), ICE-Linie 26 (Bremen – Hannover – Kassel – Gießen – Frankfurt – Heidelberg – Karlsruhe) und ICE-Linie 62 (Frankfurt – Heidelberg – Stuttgart – München – Villach – Graz). Sie werden umgeleitet. Die Halte in Darmstadt, Bensheim und Weinheim sowie am sam 16. und 17. Mai auch Heidelberg Hauptbahnhof entfallen. Die Züge halten am 16. und 17. Mai zusätzlich in Mannheim.

Knoten Hamburg

16. Mai bis 18. Mai und 23. bis 25. Mai 2026: Wegen Brückenarbeiten gibt es am Hauptbahnhof Hamburg ein reduziertes Zugangebot. Zum Beispiel verkehren Züge in/aus Richtung Kiel ab Hamburg Harburg direkt nach Neumünster und Kiel ohne Halt Hamburg Hauptbahnhof. Züge in/aus Richtung Süddeutschland via Bremen bzw. Hannover beginnen/enden teilweise in Hamburg Harburg. Die Halte Hamburg Hauptbahnhof sowie Hamburg Dammtor entfallen bei diesen Zügen.

Köln – Aachen

18. Mai bis 3. Juni 2026: Die Züge der ICE-Linie 79 (Frankfurt – Köln – Aachen – Brüssel) werden wegen Brückenarbeiten zwischen Köln und Aachen umgeleitet. Dadurch verlängert sich die Fahrzeit um rund 60 Minuten. In Düren entfallen sämtliche Fernverkehrshalte.

Leipzig – Dresden

19. Mai bis 24. Juli 2026: Wegen Brückenarbeiten rund um Riesa ist der Zugverkehr zwischen Leipzig und Dresden eingeschränkt. Die Züge der ICE-Linie 50 (Wiesbaden – Frankfurt – Erfurt – Leipzig – Dresden) werden innerhalb Riesas umgeleitet. Sie halten nicht in Riesa. Die Züge der IC-Linie 55 (Stuttgart – Köln – Hannover – Magdeburg – Leipzig – Dresden) verkehren weiterhin via Riesa. Die Züge der EC-Linie 97 (Leipzig – Elsterwerda – Wroclaw – Krakow (– Przemysl)) werden zwischen Leipzig und Ruhland umgeleitet. Die Halte in Riesa und Elsterwerda entfallen bei dieser Verbindung.

Stuttgart – Nürnberg

30. Mai bis 6. Juni 2026: Wegen Arbeiten an Brücken sowie an der Leit- und Sicherungstechnik fallen auf der Strecke zwischen Stuttgart und Nürnberg einige Halte aus und Züge der der IC-Linie 61 (Karlsruhe – Stuttgart – Nürnberg – Leipzig) werden zwischen Stuttgart und Crailsheim umgeleitet. Dadurch entfallen die Halte Schondorf, Schwäbisch Gmünd, Aalen und Ellwangen.

Nürnberg – München

30. Mai bis 8. Juni 2026: Zwischen Nürnberg und München kommt es wegen Weichenerneuerungen an zwei Wochenenden Ende Mai und Anfang Juni zu Einschränkungen im Schienenfernverkehr. Die ICE-Züge mit Fahrtrichtung von Nürnberg nach München werden teilweise umgeleitet. Die Fahrzeit verlängert sich um bis zu 50 Minuten. In Ingolstadt Hauptbahnhof halten in Fahrtrichtung München nur noch zweistündlich Fernverkehrszüge. In Gegenrichtung nach Nürnberg verkehren die ICE-Züge wie gewohnt.

Knoten Karlsruhe

3. bis 19. Juni 2026: Zwischen Karlsruhe und Heidelberg bestehen wegen Gleiserneuerungen nur noch vierstündliche statt der üblichen zweistündlichen Direktverbindungen. Die Züge der ICE-Linie 26 (Bremen – Hannover – Kassel – Frankfurt – Heidelberg – Karlsruhe) verkehren nur auf dem Abschnitt zwischen Hannover und Frankfurt am Main. Zwischen Karlsruhe und Stuttgart bestehen noch mindestens zweistündliche statt der üblichen mindestens stündlichen Direktverbindungen. In Pforzheim Hauptbahnhof und Mühlacker entfallen sämtliche Fernverkehrshalte.

Leipzig – Jena

5. Juni bis 13. Juli 2026: Zwischen Leipzig und Jena müssen Gleise, Weichen und Brücken saniert werden. Deshalb ist der Zugverkehr während dieses Zeitraums auf der Strecke eingeschränkt. Die Züge der IC-Linie 61 (Karlsruhe – Stuttgart – Nürnberg (- Leipzig)) beginnen und enden bereits in Nürnberg. Hierdurch entfallen die Halte in Erlangen, Bamberg, Lichtenfels, Kronach, Ludwigsstadt, Saalfeld, Rudolstadt, Jena Göschwitz, Jena Paradies, Naumburg, Weißenfels und Leipzig.

Die Züge der ICE-Linien 904/905 (München – Leipzig – Berlin) werden zwischen Nürnberg und Leipzig umgeleitet. Hierdurch entfallen die Halte, Lichtenfels, Saalfeld (Saale), Jena Göschwitz, Jena Paradies und Naumburg (Saale) Hbf sowie an einigen Tagen Erlangen und Bamberg. Diese Züge halten zusätzlich in Erfurt und an einigen Tagen in Halle bzw. Würzburg.

Knoten Berlin

14. Juni bis 12. Dezember 2026: Rund um Berlin finden Bauarbeiten zur Instandhaltung der Schieneninfrastruktur statt. Die erste Phase findet vom 14. Juni bis 1. Oktober 2026 statt, die zweite Phase vom 2. Oktober bis 12. Dezember 2026. In der gesamten Zeit halten Fernverkehrszüge nicht im oberirdischen Teil, sondern ersatzweise im unterirdischen Teil des Berliner Hauptbahnhofs. Einige ICE-Verbindungen fallen auch aus.

In der ersten Phase verkehren zwischen Berlin und NRW mindestens stündlich ICE-Züge – ohne Halt am Ostbahnhof. Auch die Verbindung Berlin – Frankfurt über Kassel bleibt stündlich bestehen, ebenfalls ohne Halt am Berliner Ostbahnhof. Fahrten zwischen Berlin und Polen erfolgen weiterhin im Zweistundentakt, jedoch ohne Halt am Hauptbahnhof und Ostbahnhof Berlin; stattdessen nutzen die Züge Berlin-Gesundbrunnen.

In der zweiten Phase verkehren zwischen Berlin und NRW weiterhin mindestens stündlich ICE-Züge. Wegen Bauarbeiten zwischen Hannover und Berlin werden sie über Braunschweig umgeleitet, was die Fahrzeit um 60 bis 80 Minuten verlängert. Halte in Berlin-Spandau und Ostbahnhof entfallen.

Direktverbindungen zwischen Berlin und Frankfurt über Kassel sind nicht möglich, stattdessen fahren mindestens stündlich gleichschnelle ICE-Züge über Erfurt. Die Verbindungen nach Polen bleiben im Zweistundentakt bestehen, jedoch ohne Halt am Hauptbahnhof und Ostbahnhof. Ersatzweise nutzen die Züge Berlin-Gesundbrunnen.

Regensburg – Passau

14. Juni bis 13. Dezember 2026: Zwischen Regensburg, Passau und Wels in Österreich können monatelang keine Fernverkehrszüge verkehren, weil auf der Strecke eine Generalsanierung stattfindet. Die Halte Straubing, Plattling und Passau entfallen. Züge müssen ersatzweise über Salzburg, Simmbach (Inn) sowie Ingolstadt fahren.

Darum gibt es auch zwischen Nordrhein-Westfalen, Nürnberg und Wien keine Direktverbindungen. Alternativ stehen Verbindungen mit Umstieg in München zu Verfügung. Ab 11. Juli 2026 können einzelne ICE-Züge über Nürnberg hinaus zumindest wieder bis Regensburg verkehren.

Das Fernverkehrsangebot zwischen München und Wien wird verdichtet, so dass ein Stundentakt entsteht. Die ICE/RJ/EC-Züge zwischen München und Nürnberg beziehungsweise Wien sind im Zeitraum während der Generalsanierung bis zu 15 Minuten langsamer unterwegs, um die Umleitungsrouten über Salzburg und Ingolstadt zu entlasten.

Knoten Stuttgart

26. Juni bis 12. September 2026: Aufgrund von Instandhaltungs- und Ausbauarbeiten ist der Zugverkehr rund um Stuttgart für längere Zeit eingeschränkt. Am Stuttgarter Hauptbahnhof halten deshalb weniger Züge. Für manche gibt es Ersatzhalte in Esslingen/Neckar, Vaihingen (Enz) und Stuttgart-Vaihingen.

Zwischen Mannheim und Stuttgart sowie Stuttgart und München bestehen während der Bauarbeiten noch mindestens stündliche Direktverbindungen. Karlsruhe und Stuttgart verbinden ICE-, IC- und TGV-Züge alle zwei Stunden. Zwischen Heidelberg und Stuttgart bestehen nur Umsteigeverbindungen via Vaihingen (Enz). Zwischen Stuttgart und Zürich bestehen Direktverbindungen ab Stuttgart-Vaihingen.

Köln – Wiesbaden

10. Juli bis 12. Dezember 2026: Zwischen Troisdorf und Wiesbaden werden fünf Monate lang Gleise, Weichen, Oberleitung und Brücken sowie mehrere Bahnhöfe erneuert. Aufgrund einer Generalsanierung auf der Strecke rechts des Rheins müssen die Züge des Güterverkehrs unter anderem über die linke Rheinstrecke umgeleitet werden.

Deshalb muss ein Teil des Personenfernverkehrs auf der Schiene entfallen, so dass zwischen Köln, Bonn, Koblenz und Mainz nur noch ein ICE je Richtung und Stunde verkehren kann. Fernverkehrszüge entfallen mitunter und halten nur noch vereinzelt in Remagen und Andernach.

Jena – Gera

21 September bis 12. Dezember 2026: Wegen Arbeiten an den Bahnsteigen entfallen zwischen Jena und Gera entfallen die IC-Züge der Linie 51 (Köln - Paderborn - Kassel - Erfurt - Gera) auf dem gesamten Laufweg. Die ICE-Züge der Linie 51 (Köln - Paderborn - Kassel - Erfurt - Leipzig) verkehren weiterhin ohne Einschränkungen.

Hannover – Berlin

2. Oktober bis 12. Dezember 2026: Die Deutsche Bahn führt auf der Strecke zwischen Hannover und Berlin verschiedene Arbeiten an Gleisen, Oberleitungen sowie der Leit- und Sicherungstechnik durch. Deshalb halten vorübergehend keine Fernverkehrszüge in Wolfsburg, das Angebot in Stendal und Helmstedt ist stark eingeschränkt. Die Folgen sind Umleitungen, längere Fahrzeiten und weniger Stopps auch an anderen Bahnhöfen wie Bremen, Hildesheim und Berlin-Ostbahnhof.

Zwischen NRW, Hannover und Berlin gibt es nur noch stündliche ICE-Verbindungen, die 60 bis 80 Minuten mehr benötigen. Zwischen Amsterdam und Berlin fahren ICE-Züge alle vier Stunden – mit einer Fahrzeitverlängerung von rund 70 Minuten. Zwischen Amsterdam und Hannover verkehren zwei ICE-Verbindungen pro Richtung.

Die ICE-Verbindungen zwischen Frankfurt und Berlin via Kassel entfallen. Dafür gibt es auf der Relation mindestens jede Stunde ein erweitertes Fernverkehrsangebot via Erfurt. Zwischen Hannover und Leipzig werden noch zweistündliche IC-Verbindungen statt regulär stündlich angeboten.

Duisburg/Essen – Oberhausen

9. bis 30. Oktober 2026: Wegen Brückenarbeiten kommt es zu erheblichen Einschränkungen im Fernverkehr zwischen Duisburg, Essen und Oberhausen. Sämtliche Fernverkehrshalte in Duisburg und Oberhausen entfallen, auch in Essen, Bochum und Düsseldorf gibt es Haltausfälle oder weniger Züge. Als Ersatz halten viele Züge in Hagen, Wuppertal, Gelsenkirchen und Herne-Wanne-Eickel.

Zwischen NRW und Hamburg beziehungsweise Berlin bestehen noch stündliche Direktverbindungen, teilweise mit Umstieg in Dortmund. In Richtung Süddeutschland bleibt das Zugangebot bestehen, für Essen und Bochum ist jedoch ein Umstieg in Dortmund nötig. Die Fahrzeiten können sich auf einzelnen Linien um bis zu 30 Minuten verlängern.

Nürnberg – München

30. Oktober bis 12. Dezember 2026: Zwischen Nürnberg und München werden wegen Schienenerneuerung zahlreiche Fernzüge umgeleitet oder fallen aus. Während der Bauarbeiten fahren zwischen Nürnberg und München maximal zwei Züge pro Stunde, die Fahrzeit verlängert sich um etwa 30 Minuten. Besonders betroffen sind die Halte Ingolstadt und München Hauptbahnhof, wo weniger Züge halten.

Zusätzlich kommt es durch die Generalsanierung zwischen Nürnberg und Regensburg zu weiteren Einschränkungen und Umleitungen, etwa via Ingolstadt, mit verlängerten Fahrzeiten Richtung Österreich.

Oberhausen – Arnheim

9. bis 16. November 2026: Weil die Bahnstrecke zwischen Oberhausen und Arnheim dreigleisig ausgebaut wird, ist die ICE-Verbindung zwischen Nordrhein-Westfalen und Amsterdam eingeschränkt. Die Züge der ICE-Linie 78 werden zwischen Köln und Utrecht umgeleitet. Dabei verlängert sich die Fahrzeit um rund 30 Minuten. Die Halte Düsseldorf Hauptbahnhof, Duisburg Hauptbahnhof, Oberhausen Hauptbahnhof und Arnhem Centraal entfallen. Ersatzweise halten die ICE-Züge in Mönchengladbach Hauptbahnhof und ‘s-Hertogenbosch.

Großbaustellen im Jahr 2027

  • Rosenheim – Salzburg (5. Februar bis 9. Juli 2027)

  • Lehrte – Berlin (5. Februar bis 10. Dezember 2027)

  • Bremerhaven – Bremen (9. Juli bis 10. Dezember 2027)

  • Fulda – Hanau (16. August 2027 bis 30. Januar 2028)

Großbaustellen im Jahr 2028

  • Köln – Koblenz/Koblenz – Mainz

  • München – Rosenheim

  • Hagen – Unna – Hamm

  • Lübeck – Hamburg

Großbaustellen im Jahr 2029

  • Hamburg – Hannover

  • Würzburg – Ansbach – Treuchtlingen

  • Forbach – Ludwigshafen

  • Aachen – Köln

Großbaustellen im Jahr 2030

  • Stuttgart – Ulm

  • Stendal – Magdeburg

  • Uelzen – Stendal

  • Frankfurt – Heidelberg

Großbaustellen im Jahr 2031

  • Mannheim – Karlsruhe

  • Lehrte – Groß Gleidingen

  • Bremen – Hamburg

  • Würzburg – Nürnberg

Großbaustellen im Jahr 2032

  • Bebra – Erfurt

  • Bebra – Fulda

  • Münster – Recklinghausen

  • Weddel – Magdeburg

Großbaustellen im Jahr 2033

  • Bremen – Osnabrück

  • Osnabrück – Münster

  • Hamm – Düsseldorf – Köln

Großbaustellen im Jahr 2034

  • Bremen/Rotenburg – Wunstorf

  • Kassel – Friedberg

  • Ulm – Augsburg

Großbaustellen im Jahr 2035

  • Minden – Wunstorf

  • Nordstemmen – Göttingen

Großbaustellen im Jahr 2036

  • Flensburg – Hamburg