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Rastatt | 14.11.2019

Neuer Mercedes GLA: Das kann der SUV auf A-Klasse-Basis

Mercedes GLA fährt über unebenen Boden
Der stark getarnte Mercedes GLA auf der Offroad-Strecke

Der neue Mercedes GLA soll im Frühjahr 2020 auf den Markt kommen – mit neuem Konzept. Aus dem flachen A-Klasse-Derivat wird ein richtiger SUV. Testfahrt im Erlkönig und erste Infos zu Motor, Preis und Technik.

  • Neuer Mercedes GLA wird höher und geräumiger
  • Die Motoren leisten ab 116 und als AMG bis zu 421 PS
  • Marktstart: Frühjahr 2020 zum Preis ab 35.000 Euro

Die kleinste Baureihe wird zur größten Modellfamilie im Mercedes-Programm. Nicht einmal zwei Jahre nach dem Generationswechsel der A-Klasse haben die Schwaben auf ihrer MFA-Plattform bereits sieben Derivate konstruiert – und sind noch immer nicht am Ende. Als achtes und letztes Mitglied der Familie läuft sich jetzt der GLA warm, der im Frühjahr 2020 zum geschätzten Preis von deutlich über 35.000 Euro in den Handel kommen soll.

Der neue GLA wird höher und hat mehr Platz

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Mercedes GLA von hinten
Deutlich höher geworden hat der GLA jetzt das typische SUV-Format

Nachdem der GLB als erster Siebensitzer in der Familie die Praktiker bedient, hätte der GLA mehr denn je das Zeug zum Schöngeist unter den kompakten Stadtgeländewagen gehabt und dem Trend zum Coupé folgen können.

Doch weil Mercedes bei allem Erfolg für die erste GLA-Generation ordentlich gescholten wurde, hat Jochen Eck dieser Versuchung widerstanden. "Wir haben die Kritik ernst genommen", sagt der Baureihenchef und verspricht jetzt auch für die Hinterbänkler ein zumutbares Platzangebot.

Dafür hat er das Konzept überarbeitet und um jeden Millimeter Platz gerungen. Obwohl der GLA sogar knapp zwei Zentimeter kürzer geworden ist, bietet er innen jetzt zehn Zentimeter mehr Raum – nicht zuletzt, weil der Radstand drei Zentimeter gewachsen ist und das Dach um zehn Zentimeter angehoben wurde.

Der Kofferraum bleibt von überschaubarer Größe, legt aber zumindest um 10 Liter zu. Als Erwachsener kann man im Fond nun tatsächlich halbwegs zumutbar sitzen.

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Der GLA soll auch Gelände können

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Mercedes GLA von der Seite
SIeht nur kippelig aus: Der GLA auf der schiefen Ebene

Allerdings nicht, wenn Eck mit dem GLA über den A-Rock turnt. So nennt sich im Werk Rastatt der Abenteuerspielplatz für die Allradmodelle, auf dem nach Art des Urban Jungle ein paar spektakuläre Hindernisse aufgebaut wurden.

Nicht dass tatsächlich auch nur ein Kunde mit den GLA ins Gelände gehen würde – vom Slalom in Kanalröhren und dem Bummel über eine knietiefe Buckelpiste ganz zu schweigen.

Doch auch auf dem kernigen Rundkurs lässt sich beweisen, dass die Nummer acht der Familie eben nicht nur eine A-Klasse auf Stelzen ist.

Und dass man mit der variablen Verteilung von bis zu 50 Prozent der Kraft an die Hinterachse mit etwas mehr Bodenfreiheit, soliden Rampenwinkeln und entsprechend programmierter Traktionskontrolle weiter kommt, als sich ein Kunde je wagen wird.

Motoren: Vom Hybrid bis zum AMG

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Mercedes GLA von vorne
Trotz Tarnung zu sehen: Die Front ähnelt stark der des GLB

Davon abgesehen macht sich der GLA die Familienbande zunutze und bedient sich aus dem bekannten Baukasten. Das gilt für die Ausstattung mit dem flimmernd bunten Cinemascope-Cockpit samt dem Bediensystem MBUX mit intelligenter und selbstlernender Spracherkennung. Es gibt Wellness-Funktionen sowie ein vielfältiges Heer von Assistenten.

Und es gilt für die Antriebe. Die dürften wie beim großen Bruder GLB mit drei 2,0-Liter-Dieseln mit 116, 150 und 190 PS sowie zwei Benzinern mit 1,3 Liter Hubraum und 163 PS oder 2,0 Liter Hubraum und 225 PS starten.

Im nächsten Schritt bedient Mercedes die extremen Positionen und bringt für Sparer den Plug-in-Hybrid aus der A-Klasse sowie für Sportler gleich zwei AMG-Modelle: den 35er mit 306 und den 45er mit bis zu 421 PS. Aber wirklich spannend wird es danach.

Dann kommt der GLA auch als EQA und wechselt vor den anderen Familienmitgliedern von der Tank- an die Ladesäule und bestätigt so eine alte Weisheit: Die Letzten werden die Ersten sein.

 

Text: Thomas Geiger. Fotos: Daimler AG.

Kontakt zur Redaktion: redaktion@adac.de