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Tokyo | 23.10.2019

Mazda MX-30: Lifestyle-CUV mit E-Antrieb

Der neue Mazda MX30 Modell 2019
Das erste Elektroauto von Mazda: MX-30

Auf der Tokyo Motor Show enthüllt: Der Crossover-SUV Mazda MX-30 fährt nur 200 Kilometer weit elektrisch – lockt aber mit ungewöhnlichen Details.

  • Der MX-30 ist das erste batterie-elektrische Fahrzeug von Mazda
  • Besonderheiten: Gegenläufig öffnende Türen, Ökomaterialien
  • Auslieferung im zweiten Halbjahr 2020

 

Auf der Tokyo Motor Show – eine der weltweit wichtigsten Automessen – wurde heute der Mazda MX-30 vorgestellt, das erste batterie-elektrische Fahrzeug der Marke: ein Crossover-SUV (CUV) mit gegenläufig öffnenden Türen und nach hinten stark abfallender Dachlinie.

Abmessungen wie der Mazda CX-30 

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Der neue Mazda MX30 Modell 2019
Ungewöhnlich: Weit öffnende Portaltüren, keine B-Säule

Kurz zuvor hatte Mazda einen vollelektrischen Prototypen auf Basis der CX-30-Karosserie gezeigt. Der Mazda MX-30 baut aber tatsächlich nicht auf dem CX-30 auf, sondern ist eine komplette Neuentwicklung, wie es heißt. Allerdings sind Außenabmessungen und Radstand beider Fahrzeuge so gut wie identisch.

Der schnittig gezeichnete MX-30 soll vor allem den modernen Lebensstil seiner Besitzer unterstreichen. Ein reines Vernunft-Auto, das die Bedürfnisse des Alltags möglichst gut abdeckt, ist er jedenfalls nicht.

Bester Beleg dafür sind die weit öffnenden Portaltüren. Die machen zwar den Zustieg auf die vorderen Sitze besonders bequem, der Einstieg in den Fond gestaltet sich jedoch umständlich. Auf die Rückbank gelangt man nämlich erst, wenn der Vordersitz nach vorn geschoben und seine Lehne vorgeklappt wird. Zudem scheint es hinten für Passagiere eher eng zuzugehen, besonders im Hinblick auf die Kopffreiheit. Für zwei Kindersitze sollte der Platz im Fond allerdings genügen.

Ökomaterial im Innenraum, Reichweite 200 km

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Der neue Mazda MX30 Modell 2019
Innenraum: Cockpit mit zwei Displays, Öko-Materialien

Beim Antrieb spart Mazda mit Informationen. Daten über Motorleistung oder Tempoangaben: Fehlanzeige. Die Lithium-Ionen-Batterie im Unterboden soll eine Kapazität von 35,5 kWh haben – was in dieser Fahrzeugklasse eher wenig ist – und daher auch nur für eine Reichweite von etwa 200 Kilometer (nach WLTP) sorgen soll. Die Ladeleistung am Wechselstromanschluss ist auf maximal 6,6 kW begrenzt. Gleichstromladen soll mit über 40 kW möglich sein, je nach Land und Marktgegebenheiten per Chademo- oder CCS-Stecker. 

Besonders hervor hebt Mazda die Verwendung von natürlichen Materialien im Innenraum, zum Beispiel Kork in der Mittelablage oder Sitzbezüge aus recycelten Plastikflaschen.

Zur Bedienung des MX-30 gibt es zwei Displays. Eines befindet sich wie gewohnt oben im Armaturenbrett, dessen Funktionen mit einem Drehdrücksteller auf der Mittelkonsole angewählt werden. Zentrales Element zur Klimatisierung ist ein zweites neues Display unten vor dem Automatikwahlhebel, das per Fingertouch bedient wird. 

Mazda selbst sieht den MX-30 konsequenterweise als Zweitwagen, verspricht dazu markentypischen Fahrspaß dank eines ausgezeichneten Fahrwerks sowie einer steifen Karosseriestruktur. Die bekannte Dynamikregelung G-Vectoring leiste dazu ebenfalls einen wichtigen Beitrag, so der Hersteller.

Bildergalerie: Klicken oder tippen Sie auf das Bild für eine größere Darstellung und mehr Informationen.

Ab Mitte 2020 für 33.990 Euro

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Der neue Mazda MX30 Modell 2019
Wechselstrom-Laden ist auf 6,6 kW begrenzt

Zum Absatzpotential äußert sich Mazda eher zurückhaltend. Der japanische Hersteller geht davon aus, dass im Jahr 2030 immer noch 95 Prozent aller Mazda-Fahrzeuge einen  Verbrennungsmotor unter der Haube haben werden – wenn auch in elektrifizierter Form. Nur fünf Prozent würden rein batterie-elektrische Fahrzeuge sein.

Der Mazda MX-30 startet in Deutschland mit einer "First Edition"-Ausgabe zum Preis von 33.990 Euro. Erste Auslieferungen sollen im zweiten Halbjahr 2020 stattfinden. Reservierungen sind ab sofort gegen 1000 Euro Gebühr möglich. 

 

Text: Wolfgang Rudschies. Fotos: Mazda.

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