Notbremssysteme im Vergleich: Gravierende Unterschiede

ADAC Test Notbremsassistent Bremsassistent Bremsweg vor Fahrrad Fahrradfahrer
Notbremsassistenten können Leben retten – der ADAC testet sie ∙ © ADAC/Uwe Rattay

Euro NCAP testet regelmäßig Notbremsassistenten und stellt fest: Nicht alle Autos bremsen gleich gut. Und funktionieren sie eigentlich auch bei Glätte? Die Ergebnisse.

  • 48 Modelle im Notbremstest: Porsche Taycan und Golf Flop

  • Bei Glätte reagieren Systeme zu spät

  • Zusatztest Ausweichunterstützung im VW ID.4

  • ADAC Forderung: Sicherheit darf keine Frage der Kosten sein

Die beste Option, die Anzahl von Getöteten und Schwerverletzten im Straßenverkehr zu verringern, ist die Unfallvermeidung. Dabei spielt die Funktion des Notbremsassistenten AEBS (Autonomous Emergency Braking System) eine zentrale Rolle. Und deshalb werden die im Fahrzeug serienmäßig vorhandenen AEBS vom ADAC, den europäischen Automobilclubs und weiteren Partnern für Euro NCAP umfangreich getestet.

Sollte das AEBS nicht zur Grundausstattung des Fahrzeugs gehören, fällt das Modell bei diesen Tests automatisch durch. Mit diesem K.-o.-Kriterium sollen die Hersteller motiviert werden, den Notbremsassistenten serienmäßig zu verbauen. Der Verbraucherschutztest zeigt damit einmal mehr seine Wirkung, denn beim Thema Sicherheit dürfen keine Kompromisse gemacht werden.

Der ADAC bewertet in dieser Sonderauswertung vier Funktionalitäten mit einer Gewichtung, die sich am Potenzial zur Reduzierung der Zahl der Getöteten und Schwerverletzten im Verkehr orientiert:

City-Notbremsassistent: 20%
Notbremsassistent für Fußgänger: 25%
Notbremsassistent für Radfahrer: 25%
Notbremsassistent außerorts: 30%

Bestenliste: 48 Modelle im Notbremstest

Die Rangliste in der Tabelle richtet sich nach dem Grad der Erfüllung der Euro-NCAP-Anforderungen für Notbremsassistenten – unabhängig von der Fahrzeugklasse. Über die Reiter im Infogramm gelangen Sie zu den Einzelbewertungen der Testkapitel. Per Eingabe des Namens in das Suchfeld können Sie auch einzelne Modelle herausfiltern.

Etliche Kleinwagen in der Spitzengruppe

Der Notbremsassistent Bremsassistent wird vom ADAC getestet das Auto stoppt genau vor dem Fußgänger
Ein Fußgänger überquert die Straße, das Auto bremst – hoffentlich ∙ © ADAC/Uwe Rattay

Beim Blick auf das Gesamtergebnis fällt auf, dass es sehr große Differenzen zwischen den einzelnen Fahrzeugmodellen gibt. Aber auch bei ein und demselben Auto fallen zum Teil erhebliche Unterschiede bei der Notbremsung auf. So erkennt ein Auto zum Beispiel Fußgänger sehr gut und bremst rechtzeitig vor ihnen. Doch dasselbe System versagt beim Bremsen, wenn es sich bei dem Objekt auf der Straße um einen Fahrradfahrer handelt.

Erfreulich am Gesamtergebnis: 19 der 48 im Jahr 2019 getesteten Fahrzeuge haben ein Notbremssystem, das die Sicherheitsanforderungen von Euro NCAP zu mehr als 90 Prozent erfüllt. Immerhin fünf Modelle in dieser Spitzengruppe gehören der Klasse der preisgünstigen Kleinwagen an. Das absolut beste System (Erfüllungsgrad 95,3%) hat der VW T-Cross, dicht dahinter der Nissan Juke (95,1 %), ebenfalls ein Kleinwagen. Das beweist eindrucksvoll: Gute Sicherheitsassistenten sind keine Domäne der hochpreisigen Fahrzeuge.

Weitere elf Modelle arbeiten mit einem Erfüllungsgrad zwischen 80 und 90% – auch das sind insgesamt erfreuliche Ergebnisse. Die Modelle auf den Plätzen 31 bis 37 kommen den Anforderungen schon weniger gut nach, nämlich nur noch mit einem Erfüllungsgrad zwischen 70 und 80%.

Porsche Taycan patzt bei niedrigen Geschwindigkeiten

Auto fährt auf ADAC Target auf und kommt kuzr vor demaufprall zum Stehen Notbremsassistent Brmsassistent Test
Hier wird ein Auffahrunfall in der Stadt simuliert ∙ © ADAC/Peter Hirth

Aus der Reihe fällt das AEBS vom Porsche Taycan. Beim Notbremsen im niedrigen Geschwindigkeitsbereich bis 20 km/h funktioniert das System im Test nicht gut – die Zuverlässigkeit reicht nicht aus. Negativ fällt ebenfalls auf, dass bei einem Aufprall ein nicht unerhebliches Risiko für Halswirbelverletzungen der Insassen auf beiden Sitzreihen besteht. Offensichtlich sind die Sitze ungünstig konstruiert.

Letztendlich enttäuscht auch der VW Golf 8. Ein Gesamterfüllungsgrad von nur 77,1% ist kein Ruhmesblatt für das Notbremssystem des brandneuen Bestsellers.

Ausgesprochen negativ fallen der VW Sharan und der Kia Ceed auf: Der schon etwas betagte Sharan (Modell ab 2015) versagt bei der Fußgängererkennung, der Kia Ceed (Modell ab 2019) scheint Fußgänger und Radfahrer regelrecht zu ignorieren. Da wirkt es wenig tröstlich, dass der Ceed – im Gegensatz zum VW – Auffahrunfälle recht zuverlässig verhindert.

Das Schlusslicht bilden Fahrzeuge, die keinen Notbremsassistenten serienmäßig an Bord haben: der DS 3 Crossback, der Jeep Renegade sowie das elektrische Trio Seat Mii, VW up und Skoda Citigo. Das ist nicht mehr zeitgemäß.

Zusatztests: Notbremsen bei Glätte

ADAC Test Notbremsassistent bei Glätte
Testaufbau beim ADAC: Notbremsungen bei Glätte ∙ © ADAC/ Test und Technik

Um die Frage zu klären, was passiert, wenn der Bremsassistent bei winterlicher Glätte eingreifen muss, hat der ADAC Zusatztests durchgeführt, beispielhaft mit einem Audi A6. Ergebnis: Während es der A6 bei normalen Temperaturen und auf trockener Straße schafft, den Aufprall bis zur maximalen Testgeschwindigkeit von 50 km/h komplett zu vermeiden, sind die Grenzen des Systems bei Glätte schnell erreicht.

Bei minus ein Grad Celsius und leicht rutschiger Fahrbahn schafft es der Audi A6 mit einem Tempo von 25 km/h gerade noch, die Kollision mit dem stehenden Fahrzeug zu vermeiden – bei einem Tempo von 45 km/h aber nicht mehr. Dabei hätte ein Sekundenbruchteile früheres Bremsmanöver ausgereicht, auch diesen Aufprall zu vermeiden.

Für eine optimale Sicherheit im Straßenverkehr wäre es daher geboten, die Umweltparameter Temperatur, Nässe und auch Dunkelheit in die Algorithmen einzubeziehen. Die Sensorik des vorgeschriebenen ESP könnte überdies zur Reibwertschätzung herangezogen werden. Auch die Überwachung der Fahreraufmerksamkeit (z.B. Blickrichtung) sollte einen Systemeingriff erfolgreich beeinflussen.

Bild: © ADAC/Test und Technik, Video: © Nicht veröffentlichen

Ausweichassistent als sinnvolle Ergänzung

Ausweichassistent, Unterstützung, Notbremsassistent, hohes Tempo
Der Notbremsassistent kann nicht jede Kollision verhindern ∙ © ADAC e.V.

Neben den Einschränkungen bei Glätte haben Notbremsassistenten auch auf trockener Straße ein Problem: Vor allem bei höheren Geschwindigkeiten können sie nicht jeden Unfall vermeiden. Warum? Weil die automatische Bremsung möglichst spät ausgelöst wird, um die Gefahr von Falschauslösungen zu reduzieren, können Notbremsassistenten nicht jede Kollision vermeiden. Gerade bei höheren Geschwindigkeiten kann eine knappe Vorbeifahrt noch möglich sein, wenn es für eine kollisionsvermeidende Bremsung schon zu spät ist.

In diesem Fall ist neben dem vollen Bremsen die zusätzliche Lenkkorrektur, also das Ausweichen eine gute Option. Eine typische Situation wäre ein Rechtsabbieger, der beim Abbiegen plötzlich stehen bleibt und dessen Heck in die Straße hineinragt. Da der Vordermann nach rechts versetzt steht, könnte eine Lenkbewegung nach links den Unfall aber noch verhindern.

Doch die Erfahrungen des ADAC Fahrsicherheitstrainings haben gezeigt, dass viele Autofahrer in einer solchen Notfallsituation überfordert sind. Beim Versuch, plötzlich auszuweichen, wird eher zu schnell und zu viel gelenkt als nötig – und das kann zum gefährlichen Schleudern führen (Übersteuern) oder zum Verlust der Haftung der Vorderräder (Untersteuern).

Die Lösung: Ein Ausweichassistent als zusätzliche Option, wenn der Notbremsassistent bei höheren Geschwindigkeiten den Aufprall nicht vollständig vermeiden kann. Das System kann bei höheren Geschwindigkeiten ab 50 km/h den Fahrer dabei unterstützen, den richtigen Lenkwinkel einzustellen.

Immer mehr Fahrzeuge bieten inzwischen einen solchen Ausweichassistenten als Teil des Notbremsassistenten an. Und ob es funktioniert, hat der ADAC im Rahmen der Euro-NCAP-Tests beim VW ID.4 ausprobiert.

Test: Ausweichassistent im VW ID.4

Ein Fahrzeugmodell, das den Ausweichassistenten schon anbietet, ist der VW ID.4. Das System heißt hier "Ausweichunterstützung" und ist Bestandteil des Notbremsassistenten (Front-Assist). Es arbeitet im Geschwindigkeitsbereich von 30 km/h bis 150 km/h und wird dann aktiviert, wenn der Fahrer nach der Akutwarnung lenkt, um dem Hindernis auszuweichen. Es bremst dann einzelne Räder ab und unterstützt mit korrigierendem Lenkeingriff.

Als Testszenario dient die Fahrt auf eine nach rechts versetzte, stehende Fahrzeugattrappe bei 45 km/h. Durch den Versatz kommt der Notbremsassistent des ID.4 bereits an sein Limit und könnte einen Aufprall nicht ganz vermeiden.

Im ersten Test ist die Notbremsfunktion – also auch der Ausweichassistent – deaktiviert. Kurz vor der Kollision wird eingelenkt, dann jedoch die Regelung des Lenkroboters abgebrochen; das Lenkrad stellt sich dadurch wieder gerade. Das simuliert ein knappes Ausweichen, bei dem jedoch dem Fahrer das Lenkrad im entscheidenden Moment verrutscht. Die Folge: Das Heck der Fahrzeugattrappe wird getroffen – nicht mehr komplett, aber immerhin noch mit einer Überdeckung von etwa 15% der Fahrzeugbreite.

Sehen sie hier, wie das passieren konnte ∙ Bild: © ADAC/Test und Technik, Video: © ADAC e.V.

In einem zweiten Versuch reproduziert die Lenkmaschine dieselbe Bewegung. Das nun mit dem AEBS aktivierte Ausweichassistentez-System unterstützt jedoch. Das Lenkrad stellt sich nach dem "Loslassen" der Lenkroboter-Regelung nicht mehr gerade, sondern lenkt weiter um das Hindernis herum. Durch den Systemeingriff kann im Test die Kollision vermieden werden. Dann stellt sich der Lenkwinkel zurück auf Geradeaus. Ein weiteres Lenken, zum Beispiel zurück in die Ausgangspur, findet nicht statt.

Fazit: Ausweichassistenten sind eine sinnvolle Ergänzung von Notbremsassistenten. Sie können den mit voller Kraft bremsenden Fahrer dabei unterstützen, den richtigen Lenkwinkel einzustellen. Dabei sollten sie in beide Richtungen funktionieren, also bei zu wenig Lenkwinkel unterstützen und bei zu viel Lenkwinkel dämpfend wirken. Ersetzen können sie einen Notbrems- oder Spurhalteassistenten jedoch nicht, weshalb sie immer nur ein Zusatz zu den Basis-Sicherheitsassistenten sein sollten.

ADAC: Sicherheit darf nicht teuer sein

Gute aktive Sicherheit muss nicht teuer sein! Der ADAC und seine Partner bei Euro NCAP fordern seit Langem von den Autoherstellern, leistungsfähige Notbremsassistenten serienmäßig zu verbauen.

Widersprüchlich muten dabei die unterschiedlichen Ergebnisse im VW-Konzern an: Während der Notbremsassistent des VW T-Cross das beste Ergebnis einfährt, machen die Systeme des sündhaft teuren Elektrosportwagens Porsche Taycan und des Bestsellers Golf 8 keine gute Figur. Bei Glätte zeigen die Systeme starken Optimierungsbedarf. Sollte ein Kostenkalkül der Hersteller dahinterstecken, wäre das höchst bedenklich.

Die Euro-NCAP-Testkriterien

City-Notbremssystem

Die Notbremsassistenten für die Stadt werden bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten und mit seitlichem Versatz zum Dummy- oder Zielfahrzeug getestet. Ist ein Fahrer abgelenkt und bemerkt daher nicht, dass das Fahrzeug vor ihm gestoppt hat, versuchen die Systeme, den Aufprall durch eine automatische Notbremsung zu verhindern.

Das Testfahrzeug wird in drei Szenarien mit einer Geschwindigkeit zwischen 10 und 50 km/h gegen das Heck eines "Dummy"-Fahrzeugs gefahren. Dabei müssen die Sensoren des Testfahrzeugs die Seite des Ziels "sehen" können.

Beim Test des autonomen City-Notbremsassistenten ist das Zielobjekt, ein überfahrbares, wiederverwendbares 3D-Modell eines gegnerischen Fahrzeugs, stationär auf einer Plattform installiert. Der Fahrer unterlässt absichtlich Bremsversuche, damit die Verringerung der Aufprallgeschwindigkeit durch das System gemessen und bewertet werden kann.

Um die effektivsten Lösungen auszuzeichnen, wird die maximale Punktzahl nur verliehen, wenn das System eine Kollision vermeidet. Allerdings werden auch Punkte vergeben, wenn die Aufprallgeschwindigkeit und damit das Verletzungsrisiko deutlich reduziert wird.

Notbremssystem für Fußgänger

Zur Fußgängererkennung verwendet Euro NCAP Versuchsszenarien, bei denen Fußgänger den Weg des Fahrzeugs kreuzen oder sich in Fahrtrichtung des Fahrzeugs bewegen: Ein Erwachsener, der schnell gehend von der Fahrerseite her das Fahrzeug kreuzt, ein Erwachsener, der von der Beifahrerseite kommt, und ein Kind, das von der Beifahrerseite her zwischen parkenden Fahrzeugen auf die Straße rennt.

Im Längsrichtungsszenario werden zwei Tests durchgeführt: Bei einem befindet sich der Fußgänger auf der Mittellinie des Fahrzeugs, beim anderen am Straßenrand. Hier reicht eine rechtzeitige Warnung.

Das Längsrichtungsszenario und eines der Szenarien mit kreuzendem Fußgänger werden bei Nacht wiederholt, denn viele Unfälle mit Fußgängern ereignen sich unter diesen Bedingungen – bei Dämmerung oder Dunkelheit.

Auch wenn das autonome Fußgänger-Notbremssystem den Zusammenstoß nicht vollständig vermeiden kann: Euro NCAP honoriert, wenn die Fußgänger-Kollisionstests zeigen, dass das Fahrzeug mit einem geeigneten Frontdesign das Verletzungsausmaß reduziert.

Bei höheren Geschwindigkeiten kann die volle Punktzahl auch durch Geschwindigkeitsabbau erreicht werden.

Notbremssystem für Radfahrer

Für die Erkennung von Radfahrern verwendet Euro NCAP zwei Testszenarien: In einem kreuzt der Radfahrer den Weg des Fahrzeugs, im anderen bewegt sich der Radfahrer in dieselbe Richtung wie das Fahrzeug. Beide Szenarien sind typische Situationen, die zu Unfällen mit Todesfolge führen.

Für diese Tests ist ein Fahrrad mit drehenden Rädern auf einer beweglichen Plattform montiert. Die Erkennung eines Radfahrers ist im Vergleich zur Fußgängererkennung eine technische Herausforderung, da er mit höheren Geschwindigkeiten unterwegs ist. Damit das System korrekt über Notbremsungen entscheiden kann, benötigt es Sensoren, die ein breiteres Sichtfeld abdecken und kürzere Verarbeitungszeiten haben.

Euro NCAP vergibt Bestnoten, wenn eine Kollision vollständig vermieden wird. Wenn das AEB- oder Notbremssystem das Fahrzeug jedoch nicht rechtzeitig per Notbremsung zum Stehen bringt, kann es trotzdem einige Punkte geben: Denn jede Reduzierung der Geschwindigkeit senkt das Verletzungsrisiko.

Notbremssystem für höhere Geschwindigkeiten (außerorts)

Die interurbanen AEB- oder Notbremssysteme arbeiten bei höheren Geschwindigkeiten und helfen dem Fahrer bei der Vermeidung von Auffahrunfällen: entweder durch rechtzeitige Warnungen oder durch das Erhöhen der Bremsleistung, im Notfall durch das eigenständige Abbremsen des Fahrzeugs.

Euro NCAP bewertet die automatische Bremsfunktion sowie die Frontalaufprall-Warnfunktion in drei verschiedenen Fahrsituationen: bei der Annäherung an ein stehendes Fahrzeug (mit Tempo 30 bis 80 km/h), bei der Annäherung an ein langsamer vorausfahrendes Fahrzeug (Tempo 30 bis 80 km/h) sowie beim Folgen eines vorausfahrenden Fahrzeugs, das bei Tempo 50 plötzlich sanft bzw. scharf bremst (50 km/h, Bremsen).

Generell gilt es zu bedenken, dass das AEB oder der Notbremsassistent nur ein unterstützendes System darstellt, auf das sich der Fahrer nicht komplett verlassen sollte. Denn in kritischeren Situationen kann der AEB-Eingriff unzureichend sein oder zu spät erfolgen, um einen Aufprall gänzlich zu vermeiden. Die volle Punktzahl gibt es hier nur, wenn ein Unfall vermieden wird bzw. die Anprallgeschwindigkeit kleiner als 5 km/h ist.

Verschärfte Kriterien ab 2020

Von Zeit zu Zeit verschärft Euro NCAP die Prüfkriterien. Ab 2020 wird dem Notbrems-assistenten im Euro NCAP Test noch mehr abgefordert. Er muss nun auch auf Radfahrer reagieren, die zwischen zwei Fahrzeugen herausschnellen. Der querende Radfahrer ist zudem schneller unterwegs. Darüber hinaus muss der Notbremsassistent von 2020 an die Kollisionsgefahr mit dem Gegenverkehr beim Linksabbiegen absichern können.

Des Weiteren wird ab 2020 getestet, ob im Fahrzeug Systeme verbaut sind, die hinter dem Fahrzeug stehende Personen oder solche, die sich von der Seite dem Fahrzeugheck nähern, erkennen und das Fahrzeug automatisch stoppen. Der Notbremsassistent muss zudem bis 130 km/h aktiv bleiben, bisher wurden nur die Fähigkeiten bis 80 km/h abgeprüft.

Thomas Kroher
Redakteur
Kontakt
Wolfgang Rudschies
Redakteur
Kontakt

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?