BMW Concept iX3: So kommt der erste Elektro-SUV von BMW

26.4.2018

Bis zum Jahr 2025 hat BMW 25 neue Elektroautos angekündigt. Jetzt wird es konkret: Die Bayern geben einen ersten Ausblick auf den elektrischen SUV iX3 mit über 400 Kilometern Reichweite, der dem Tesla Model X, Audi e-tron quattro und Jaguar i-Pace Konkurrenz machen soll. Alle Daten und Fakten

BMW ix3
BMW iX3: Von außen unterscheidet er sich kaum von der Version mit Verbrennungsmotor

"Der Trend zur Elektromobilität ist unumkehrbar." Diesen Satz hört man zwar in letzter Zeit öfter, doch aus dem Mund von BMW Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich hallt er besonders nach. Schließlich sind die "Bayerischen Motorenwerke" für starke Verbrennungsmotoren bekannt. Wie ernst kann man das Statement daher wirklich nehmen?

Sehr ernst. Denn bis 2025 will BMW 25 elektrifizierte Fahrzeuge anbieten, davon 12 reine Elektroautos und 13 neue Plug-In-Hybride. Schon 2019 soll der Elektro-Mini auf den Markt kommen, der als Studie auf der IAA 2017 gezeigt wurde. 2020 folgt der elektrische X3. Auf der Automesse in Peking wurde dazu gerade eine Studie enthüllt, von dem sich das Serienauto kaum unterscheiden wird: Der Concept iX3.

Die Batterie des BMW iX3 reicht für 400 km

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BMW ix3
Auf gut 4,70 Metern Länge bietet auch die E-Version viel Platz

Rein äußerlich kommt der iX3 wie ein normaler X3 daher. Grund: Eigene Karosserieformen für Elektroautos haben sich als teurer Irrweg erwiesen. Als 2013 der ungewöhnlich gestaltete i3 mit Karbonkarosserie auf den Markt kam, sah man das noch anders.  Doch künftig soll jede Modellreihe so konstruiert sein, dass sie für Verbrennungsmotoren genauso taugen wie für Elektroversionen und Plug-In-Hybrid-Ableger.

Weil alle Varianten dann von einem Band laufen können, spart das nicht nur Kosten, sondern macht die Produktion sehr flexibel. Wie schnell sich der Anteil an E-Autos entwickeln werde, wisse man heute nämlich noch nicht, sagt Klaus Fröhlich. Zu unterschiedlich sind die verschiedenen Märkte, zu uneinheitlich staatliche Fördermaßnahmen. Man gehe jedoch von einem Anteil zwischen 15 und 25 Prozent im Jahr 2025 aus.

Die Antriebsbatterie des iX3 steckt im Fahrzeugboden und soll mit einer Kapazität von rund 70 kWh eine Reichweite von gut 400 Kilometern im realitätsnahen WLTP-Zyklus ermöglichen – damit wäre der SUV aus Bayern auf dem Niveau von Tesla. Mit einem neu entwickelten Bordlader soll der iX3 bis zu 150 kW aufnehmen können – mit einer entsprechenden Ladesäule wäre die Batterie dann in 30 Minuten komplett gefüllt.

Doch solche Super-Schnelladesäulen werden erst in den nächsten Jahren entstehen. Mercedes, BMW, Ford und der Volkswagenkonzern wollen mit dem gemeinsamen Joint-Venture Ionity europaweit bis 2020 immerhin 400 solcher Super-Ladesäulen aufstellen. Zum Vergleich: Bei einer 50-kW-Säule, wie sie derzeit an den Autobahnen zu finden ist, bräuchte eine volle Ladung rund 1,5 Stunden.

Der iX3 könnte günstiger werden als der Audi e-tron

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BMW ix3 beim Laden
Schnell voll: Der iX3 kann mit bis zu 150 kW geladen werden

Auch der BMW iNext soll auf die Technik setzen. Das Luxusauto wird 2021 präsentiert und soll mit einer 120 kWh-Batterie 700 Kilometer weit und sogar schon hochautomatisiert fahren können.

Die Elektrokomponenten für den iX3 entstehen im bayerischen Dingolfing, im chinesischen Shenyang und im US-Werk Spartanburg. Das spätere Serienmodell soll allerdings bei Joint-Venture-Partner Brilliance in Shenyang produziert werden. Seltene Erden werden für den Elektromotor des iX3 übrigens nicht mehr benötigt, betont BMW. Mit einer Leistung von 200 kW/270 PS dürfte der SUV nicht untermotorisiert sein.

Auch wenn BMW die Fahrleistungen noch nicht verraten will: Trotz der schweren Batterien dürfte der iX3 aus dem Stand in rund 7 Sekunden auf Tempo 100 sprinten. Auch zum Preis schweigen die Bayern noch, doch ein billiges Vergnügen wird der elektrische X3 sicher nicht. Die Konkurrenz in Form des Jaguar i-Pace liegt bei 77.850 Euro und Audi peilt für den Ende 2018 avisierten e-tron quattro mit 95 kWh-Batterie rund 80.000 Euro an. Weil der iX3 mit kleinerer Batterie als die Konkurrenz kommt, könnte er darunter, also bei rund 70.000 Euro liegen.

Diese Batteriegrößen plant BMW für künftige Modelle:

Batteriekapazität  
60 kWh, ca. 450 km Reichweite für kompakte Fahrzeuge
90 kWh, ca. 550 km Reichweite für kompakte Fahrzeuge + Luxusklasse
120 kWh, bis zu 700 km Reichweite für Luxusklasse

 

Text: Jochen Wieler. Fotos: PR.

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