Kia EV2: Schlägt er den VW ID. Cross?
Von Jochen Wieler

Kia hat auf der Brussels Motor Show mit dem EV2 ein neues Elektroauto enthüllt. Doch es ist nicht irgendeines: Der Kleinwagen zielt voll auf den kommenden VW ID. Cross ab. Was er kann, erste offizielle Bilder, erste Infos.
Kia EV2 ab unter 30.000 Euro zu haben
Zwei Batteriegrößen zur Wahl
Reichweiten: 317 und 448 Kilometer nach WLTP
Mit dem neuen Kia EV2 bringt der koreanische Hersteller sein bislang kleinstes Elektroauto auf den europäischen Markt. Das Modell soll den Einstieg in die Elektromobilität erleichtern und gleichzeitig mit moderner Technik, großzügigem Raumangebot und einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis punkten.
Und damit könnte er dem VW-Konzern das Leben schwer machen: Der will ebenfalls 2026 in der Kleinwagenklasse mit dem VW ID. Polo, dem ID. Cross, dem Cupra Raval und dem Ŝkoda Epiq in der Preisklasse ab 25.000 Euro bei den Käufern punkten.
Kia EV2: Preis unter 30.000 Euro

Ob 25.000 Euro Grundpreis für den neuen Kia EV2 zu schaffen sind, bleibt abzuwarten. Zwar hat der Hersteller noch keine Preise kommuniziert, doch wegen seiner schon beim Einstiegsmodell brauchbar großen Antriebsbatterie mit 42,2 kWh sollte man eher von einem Basispreis um die 28.000 oder 29.000 Euro ausgehen. Mit dieser Batterie soll der EV2 laut Hersteller 317 Kilometer nach dem WLTP-Zyklus fahren können.
Wer mehr Reichweite haben möchte und öfter auf längeren Strecken unterwegs ist, hat eine zweite Option. Mit einer 61-kWh-Batterie verspricht Kia eine Reichweite von bis zu 448 Kilometern. Damit übertrifft er den ID. Cross zumindest auf dem Papier um 28 Kilometer. Diese Variante dürfte allerdings deutlich mehr als 30.000 Euro kosten.
Zur Leistung des Elektroantriebs schweigt Kia sich derzeit ebenfalls noch aus, gibt aber zumindest schon die zu erwartenden Fahrleistungen an. So beschleunigt die Version mit kleinem Akku aus dem Stand in 8,7 Sekunden auf 100 km/h, die Version mit großem Akku braucht dafür 9,5 Sekunden. Als Höchstgeschwindigkeit nennt Kia für beide Varianten 161 km/h. Das ist für die Fahrzeugklasse mehr als genug.
So schnell lädt das Kia-SUV

Beide Versionen des EV2 nutzen eine 400-Volt-Architektur und ermöglichen schnelles DC-Laden. So soll das Standardmodell an Schnellladesäulen den Hub von 10 auf 80 Prozent in 29 Minuten schaffen, die Version mit größerer Batterie in 30 Minuten. Eine konkrete Ladeleistung nennt Kia für DC-Säulen zwar noch nicht, aber zumindest die für das Laden mit Wechselstrom (AC). Neu für Kia: Der EV2 unterstützt 11-kW- und 22-kW-AC-Laden, was besonders für öffentliche Ladeinfrastruktur in der Stadt interessant ist.
Der EV2 zeigt denselben selbstbewussten optischen Auftritt wie die SUV-Geschwister EV3, EV5 und EV9. Auffällig sind die vertikalen Tagfahrlichter, die neue "Star Map Signature"-Beleuchtung sowie eine markante Schulterlinie. Robuste Radkästen und Felgen von 16 bis 19 Zoll unterstreichen den dynamischen Charakter.
Bilder: Der EV2 von innen

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Kia EV2: Maße, Innenraum, Kofferraum
Mit einer Länge von rund 4,06 Metern, einer Breite von 1,80 Meter und einer Höhe von 1,58 Meter bewegt sich der EV2 im beliebten Kleinwagen-SUV-Segment und ist damit ideal für den Stadtverkehr, aber auch für längere Strecken.
Im Innenraum setzt Kia auf ein luftiges, modernes Konzept mit nachhaltigen Materialien. Das Cockpit wird von einem dreiteiligen Display-Layout dominiert, mit 12,3-Zoll-Fahrerdisplay, 12,3-Zoll-Zentralbildschirm und einem 5,3-Zoll-Touchscreen für die Klimasteuerung. Das neue Infotainment-System unterstützt Over-the-Air-Updates und "Kia Upgrades".
Besonders praktisch: Die verschiebbaren und neigbaren Rücksitze ermöglichen flexible Nutzung – vom komfortablen Fond mit 362 Liter Gepäck bis hin zu maximalem Stauraum mit bis zu 403 Litern Volumen. Außerdem gibt es unter der Fronthaube einen Frunk mit 15 Liter Extraplatz für Kabel und Kleinkram.
Gefertigt wird der EV2 ab Februar 2026 in der Slowakei, die Version mit größerem Akku folgt im Juni 2026. Zu den Konkurrenten zählen neben den oben genannten Modellen unter anderem auch der Fiat 600, der Peugeot 2008, der Alfa Junior, der Ford Puma und der Jeep Avenger.
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