Die besten Autos für Fahranfänger

7.3.2019

Wir haben 10 Gebrauchtwagen-Modelle ausgewählt, die sich für Fahranfänger besonders gut eignen und zeigen deren Vor- und Nachteile. Dazu geben wir wichtige Tipps zum Autokauf.

Illustration Autos für Fahranfaenger

Für Fahranfänger ist es oftmals nicht leicht, ein für sie sinnvolles Auto zu finden. Der Markt ist riesig und für Menschen, die sich nicht täglich mit Autos beschäftigen, nahezu unüberblickbar. Zudem gelten für Fahranfänger meist andere Kriterien bei der Auswahl eines Autos als bei geübten Fahrern. So sollte das erste Auto beispielsweise nicht zu groß und in den Anschaffungskosten günstig sein. Deshalb scheidet ein Neufahrzeug für viele Anfänger von vornherein aus.

Doch bei Gebrauchtfahrzeugen gibt es neben dem Preis besonders viel zu beachten. So sind die Zuverlässigkeit und die Langzeitqualität für einen stressfreien Autoalltag unabdingbar. Trotzdem sollte das Auto aber ein Mindestmaß an Sicherheit bieten (gerade für den unerfahrenen Lenker, dem eher Fehler unterlaufen) und die Umwelt nicht über Gebühr belasten. Der ADAC hat unter hunderten verschiedenen Fahrzeugen die ausgesucht, die für Anfänger besonders gut geeignet sind.

Folgende Kriterien wurden bei der Suche verwendet:

  • Autos ab Baujahr 2000
  • günstige Haftpflicht-Klasse (max. 19)
  • ESP serienmäßig
  • min. vier Sterne im Crashtest
  • min. vier Sterne im Ecotest
  • Kaufpreis bis 5000 €
  • Laufleistung unter 150.000 km
  • Front-, Seiten- und Kopfairbags
  • zuverlässige Technik

 

Nicht alle auf dem Gebrauchtwagenmarkt befindlichen Autos der hier genannten Modelle erfüllen unsere Kriterien. Dafür sind weiterhin die Ausstattung, die Motorisierung, das Baujahr und weitere Faktoren relevant. Die Auflistung der Fahrzeuge erfolgt in alphabetischer Reihenfolge.

Citroen C1/Peugeot 108/Toyota Aygo

Die Fahrzeuge Citroen C1, Peugeot 108 und Toyota Aygo sind technisch nahezu identische Fahrzeuge in der Kleinstwagen-Klasse. Sie unterscheiden sich hauptsächlich durch die unterschiedliche Gestaltung an der Front. Alle drei werden bereits in zweiter Generation in einem gemeinsamen Werk in Tschechien hergestellt.

Der 1,0 Liter große Dreizylinder bringt schon in der unteren Leistungsstufe ausreichende Fahrleistungen und ist im Unterhalt sehr günstig. Die Technik gilt prinzipiell als zuverlässig. Leider sparen die Vorbesitzer oft an der Wartung, wodurch die Bilanz bei den Hauptuntersuchungen etwas leidet.

In der ADAC Pannenstatistik erweist sich der Toyota Aygo als etwas zuverlässiger als der Citroen C1; für den Peugeot 108 liegen keine Pannen-Daten vor.

Vor- und Nachteile

  • kompakte Abmessungen
  • übersichtliche Karosserie
  • gutes Raumangebot vorn
  • niedrige Unterhaltskosten
  • agile Motoren 
  • lauter Innenraum
  • geringe Zuladung
  • wenig Beinfreiheit im Fond
  • für Kleinstwagen großer Wendekreis 

Honda Jazz

Der Honda Jazz der zweiten Generation ist 2008 in Deutschland auf den Markt gekommen. Der Kleinwagen überzeugt vor allem durch sein cleveres, Van-artiges Raumkonzept. Da der Tank nicht, wie sonst üblich, unter der Rücksitzbank sitzt, sondern unter den Vordersitzen, ergibt sich eine etwas erhöhte Sitzposition und dadurch ein bequemer Zustieg. Größter Vorteil dieser Konstruktion ist, dass dadurch die Sitzflächen der Rückbank nach oben geklappt und so im Fond hohe Gegenstände einfach transportiert werden können.

Wie in den meisten Autos üblich kann trotzdem die Rücksitzlehne zu einer ebenen Ladefläche umgeklappt werden, wodurch auch lange Gegenstände gut zu transportieren sind. Das Platzangebot ist für die Fahrzeugklasse zumindest vorn relativ gut, im Fond immer noch ausreichend. Der Kofferraum erweist sich als überdurchschnittlich groß. In der ADAC Pannenstatistik schlägt sich der Honda Jazz solide.

Vor- und Nachteile

  • gute Platzverhältnisse vorn
  • problemlose Bedienung
  • großer Kofferraum
  • sehr praktisches Sitzsystem hinten
  • ordentliche Verarbeitung 
  • Bremsen bereiten oft Probleme
  • durchzugsschwache Benzinmotoren
  • mäßige Rundumsicht
  • gefühllose Lenkung 

Kia Picanto

Der Kia Picanto der zweiten Generation ist 2011 in Deutschland auf den Markt gekommen. Als Anfängerfahrzeug kann der Kleinstwagen durchaus überzeugen. Das Platzangebot ist für die Fahrzeugklasse zumindest vorn relativ gut. Die Bedienung erweist sich – typisch für Kia – als einfach und stellt vor keine großen Herausforderungen.

Das Fahrwerk ist komfortabel und bietet stets ausreichende Fahrsicherheit. Die Sitze sind relativ straff gepolstert, bieten aber genügend Körperunterstützung. In der zweiten Reihe wird das Raumangebot vor allem durch eine geringe Beinfreiheit eingeschränkt. Zudem ist der Zustieg nach hinten im Dreitürer beschwerlich. Im Fünftürer gelingt das deutlich kommoder. Der Kofferraum ist zwar etwas klein geraten und die Bremsanlage könnte etwas kräftiger ausfallen, aber immerhin präsentiert sich die Verarbeitung des Picanto als zufriedenstellend.

Beim TÜV-Mängelreport liegt der Kleinstwagen ungefähr im Mittelfeld. Vor allem die Beleuchtung bereitet zu häufig Probleme. In der ADAC Pannenstatistik schneidet der Kia Picanto ebenfalls durchschnittlich ab.

Vor- und Nachteile

  • gutes Raumangebot vorn
  • leistungsfähige Heizung
  • sicheres und komfortables Fahrwerk
  • moderater Anschaffungspreis 
  • kleiner Kofferraum
  • langer Bremsweg 

Mazda 2

Der Mazda 2 kam 2007 als Fünftürer auf den Markt und ist im Gegensatz zu seinem Van-artigen Vorgänger ein typischer Vertreter der Kleinwagen-Klasse. Ein Jahr später folgte der Dreitürer als Mazda 2 Sport. An der Grundform der Karosserie sieht man dem Mazda an, dass er sich die technische Basis mit dem Ford Fiesta teilt.

Das Platzangebot in der ersten Sitzreihe ist recht gut, auf den Fondsitzen wird es aber schnell eng und die Größe des Kofferraums ist nur Klassendurchschnitt. Typisch japanisch erweist sich wiederum die gute Grundausstattung. Selbst die Basisausstattung bringt das Allerwichtigste mit. Zudem kann der in Japan hergestellte Kleinwagen mit guter Verarbeitung auftrumpfen, auch wenn die verwendeten Materialien sehr einfach, aber dafür haltbar sind. Beim Fahren bereiten die knackige Schaltung und das agile Fahrwerk durchaus Freude. Die unübersichtliche Karosserie und der relativ große Wendekreis sind innerorts jedoch störend.

In der TÜV-Statistik liefert der Mazda 2 sehr gute Werte ab und ist weit besser als der Durchschnitt. Lediglich die Lenkgelenke bereiten ab und zu Probleme. Auch in der ADAC Pannenstatistik landet der Mazda 2 auf einem der vordersten Plätze und gilt somit als sehr zuverlässig.

Vor- und Nachteile

  • gute Verarbeitung
  • leichte Bedienung
  • viel Serienausstattung
  • sehr sichere Straßenlage
  • hohe Zuverlässigkeit
  • vorn gutes Raumangebot 
  • hinten wenig Kniefreiheit
  • kurze Rücksitzkopfstützen 
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Tipps zum Gebrauchtwagenkauf

Wer problemlos Auto fahren möchte, sollte zu einem Gebrauchten mit neu durchgeführter Hauptuntersuchung greifen. Dann kann erwartet werden, dass die sicherheitsrelevanten Bauteile für die nächste Zeit in Ordnung sind. Außerdem kommt beim Kauf über einen Händler die gesetzliche Sachmängelhaftung (üblicherweise ein Jahr) dazu. Idealerweise wurde ein Kundendienst vor dem Kauf des Fahrzeugs durchgeführt. Dann steht dem Fahrvergnügen kaum etwas im Weg.

Bei älteren Autos ist übrigens für die Empfehlung zum Kauf der Allgemeinzustand eher entscheidend als die Laufleistung. Auch Fahrzeuge mit vielen Kilometern können solide Gebrauchtwagen sein, wenn die Wartung stimmt und die Kilometer auf Langstrecken gefahren wurden. Ein drei Jahre altes Fahrzeug mit 120.000 Kilometern kann unter dem Strich durchaus einen besseren Gesamtzustand aufweisen als ein acht Jahre altes Vergleichsmodell mit 70.000 Kilometern.

  • nur Fahrzeuge mit neuer Hauptuntersuchung kaufen
  • auf aktuell durchgeführten Service bestehen
  • alle Inspektionen sollten nachweislich durchgeführt worden sein
  • den Gesamtzustand des Fahrzeugs genau inspizieren
  • alle Belege wie Rechnungen, Tankquittungen, Ölwechsel-Anhänger und Wartungsaufkleber sowie Serviceheft auf plausible Kilometerstände prüfen – denn der Kilometerstand kann heute bei den meisten Autos in Minutenschnelle manipuliert werde, was sich aber technisch leider nur äußerst selten nachweisen lässt

Mitsubishi Space Star

Der Mitsubishi Space Star kam 2013 als Fünftürer auf den Markt und beerbte den bisher angebotenen Colt. Der in Thailand gefertigte Space Star gehört in die Liga der Kleinwagen. Daher sollte man keine üppigen Platzverhältnisse erwarten, auch wenn der Name zunächst den Anschein macht. Vorn sind die Platzverhältnisse noch erträglich, in der zweiten Reihe und im Kofferraum steht aber nicht viel Raum zur Verfügung. Zudem ist der Innenraum relativ laut, die Sitze sind nicht sonderlich bequem und die Verarbeitung und die Materialauswahl im Innenraum liegen auf sehr niedrigem Niveau.

Auch während der Fahrt kann der kleine Japaner wegen seiner gefühllosen Lenkung und dem gefühllosen Kupplungspedal nicht wirklich überzeugen. Weiterhin wurde bei der Entwicklung der Dreizylinder nicht unbedingt Wert auf Durchzugskraft und Laufruhe gelegt. Dafür sind die Triebwerke sehr sparsam (vor allem der kleinere Motor) und wegen des kleinen Wendekreises eignet sich der Mitsubishi besonders für Fahrten in Städten. Auf längeren Überlandfahrten stören sowohl die schlechten Komforteigenschaften wie auch die durchzugsschwachen Motoren.

In der TÜV-Statistik gibt es noch keine genauen Zahlen, das Vorgängermodell schnitt immerhin aber überdurchschnittlich gut ab. In der ADAC Pannenstatistik landete der Vorgänger Mitsubishi Colt unter den besten Fahrzeugen. Wer die Nachteile dieses Autos einfach übersieht, kann mit dem insgesamt sehr günstigen Kleinwagen durchaus glücklich werden.

Vor- und Nachteile

  • sparsame Motoren
  • günstiger Anschaffungspreis
  • gutes Stadtauto 
  • wenig Platz
  • schlechte Komforteigenschaften
  • gefühllose Lenkung
  • durchzugsschwacher Motor 

Opel Astra

Mit der vierten Generation des Astra (Astra J) ist Opel ein durchschnittlich zuverlässiges und haltbares Auto gelungen. Zwar taucht er im TÜV-Mängelindex im oberen Bereich auf, in der ADAC Pannenstatistik liegt der Opel Astra jedoch im unteren Mittelfeld. Größere Sorgen bereiten die Sechsganggetriebe, das Fahrwerk und Ölverlust.

Der Astra J ist für einen Wagen der Kompaktklasse relativ groß und bietet im Innenraum vorn ausreichend Platz. Leider wurde auf das Platzangebot im Fond und im Kofferraum (Fünftürer) nicht ganz so viel Wert gelegt. Der Sports Tourer genannte Kombi bietet jedoch einen genügend großen Kofferraum. Der Astra überzeugt mit ausgewogenem Fahrverhalten und komfortabler Federung. Dabei kommt das hohe Gewicht des Astra zum Tragen, was beim Fahren etwas an den "schweren Wagen" erinnert. Dadurch entsteht jedoch der Nachteil, dass der Spritverbrauch teils relativ hoch liegt und die schwächeren Saug-Motoren mit dem Fahrzeug ihre Mühe haben.

Störend ist zudem die Bedienung mit einer Vielzahl verschiedener Knöpfe, an die man sich erst gewöhnen muss. Dafür entschädigt der Astra mit sehr bequemen Sitzen und einer guten Verarbeitung. Für alle Fahranfänger, die etwas höhere Ansprüche an die Platzverhältnisse haben, ist der Opel eine interessante Alternative.

Vor- und Nachteile

  • gutes Platzangebot vorn
  • hervorragendes Lichtsystem (optional)
  • sicheres Fahrverhalten
  • hoher Sicherheitsstandard
  • auch für Langstrecken gut geeignet
  • sehr bequeme Sitze 
  • mäßige Rundumsicht
  • großer Wendekreis
  • leichte Schwächen bei der Zuverlässigkeit 

Skoda Fabia

Der 2007 eingeführte Skoda Fabia der zweiten Generation baut die Stärken des Vorgängers konsequent aus. Er überzeugt durch gute Raumergonomie und Platzverhältnisse, sowohl für die Passagiere als auch für das Gepäck.

Die Fahreigenschaften sind ausgewogen und die Sicherheit auf einem hohen Niveau (ESP war in den stärker motorisierten Versionen Serie, in den schwächeren zumindest gegen Aufpreis erhältlich). Als eines der wenigen Modelle der Kleinwagen-Klasse ist der Fabia auch als praktische Kombilimousine mit stattlichem Kofferraum erhältlich.

In der ADAC Pannenstatistik belegt der Skoda Fabia Top-Platzierungen.

Vor- und Nachteile

  • einfacher Zustieg
  • gutes Raumangebot
  • praktische Details
  • ordentliche Verarbeitung
  • einfache Bedienung
  • kräftige Bremsanlage
  • sehr großer Kofferraum im Combi
  • zuverlässige Technik 
  • mäßige Rundumsicht
  • durchzugsschwache Basismotoren 

Suzuki Swift

Die fünfte Generation des Suzuki Swift kam 2010 als Drei- und Fünftürer auf den Markt. Optisch wurde das Modell stark an den Vorgänger angelehnt, wirkt aber durchaus sympathisch. Daher ist der Kleinwagen auch als Gebrauchter beliebt. Im Jahr 2013 bekam der Suzuki ein Facelift.

Wegen des agilen Fahrwerks und der präzisen, relativ direkten Lenkung bereitet der Japaner durchaus Fahrspaß. Auch die einfache Bedienung kann überzeugen. Leider bieten die Sitze relativ wenig Seitenhalt und die Bremsleistung ist nur mäßig, was nicht so richtig zum sportlichen Anspruch passt. Im Alltag störend sind zudem der kleine Kofferraum und die eingeschränkten Platzverhältnisse im Fond.

In der ADAC Pannenstatistik landet der Suzuki Swift etwa im Mittelfeld. Beim TÜV fällt die Bilanz insgesamt etwas durchwachsen aus.

Vor- und Nachteile

  • mit Allrad erhältlich
  • gutes Platzangebot vorn
  • komplette Sicherheitsausstattung samt Knieairbag und ESP Serie
  • sehr niedrige Schadstoffe im Abgas 
  • kleiner Kofferraum
  • Fensterheber ohne Einklemmschutz

Toyota Auris

Die erste Generation des Toyota Auris kam 2007 auf den Markt und wurde als Drei- und als Fünftürer angeboten. Das Kompaktklasse-Modell war der Nachfolger des früher als Corolla in Europa verkauften Modells. Auf anderen Märkten wurde das Auto auch weiterhin als Corolla vertrieben – ebenso wie in Deutschland wieder ab dem Jahr 2019.

Der Auris überzeugt mit guter Verarbeitung und einem ordentlichen Platzangebot vorn und hinten. Der Kofferraum ist von klassenüblicher Größe. Die Rundumsicht und der Sitzkomfort zählen allerdings nicht zu den Stärken des Japaners. Dafür ist die Federung ausgewogen abgestimmt und die Lenkung bietet durchaus Präzision. Die Sicherheits-Ausstattung zeigt sich auf vorbildlichem Niveau.

Typisch Toyota ist die Qualität der Fahrzeuge, was sich in sehr guten Werten in der TÜV-Mängelstatistik widerspiegelt. Lediglich stark verschlissene Bremsbauteile und rostende Auspuffanlagen bereiten hin und wieder Probleme. In der ADAC Pannenstatistik liegt der Toyota Auris weit vorn auf einem Niveau mit der deutschen Premiumkonkurrenz.

Vor- und Nachteile

  • bequemer Ein- und Ausstieg
  • gutes Raumangebot
  • standfeste Bremsen
  • sicheres Fahrwerk
  • hohe passive Sicherheit
  • sehr zuverlässige Technik
  • sehr sparsamer Hybrid 
  • eingeschränkte Rundumsicht
  • Kofferraum wenig variabel
  • teils durchzugsschwache Motoren

Toyota Yaris

Der 1999 in Deutschland eingeführte Yaris entwickelte sich schnell zum meistverkauften Toyota. Nicht zuletzt lag das an seiner großen Zuverlässigkeit, die bis dahin in der Klasse der Kleinwagen unerreicht war. Der ab Anfang 2006 angebotene Nachfolger kann das gute Niveau halten.

Das Spektrum der angebotenen Antriebe führt vom 1,0 l-Dreizylinder-Benziner mit 51 kW (70 PS) über die Topmotorisierung TS (1,8 l mit 98 kW/133 PS) bis zum einzigen Dieseltriebwerk mit 60 kW Leistung. Fazit: ein gut ausgestatteter Kleinwagen mit Stärken bei der Zuverlässigkeit, der Sicherheit und der Variabilität des Kofferraums. In der ADAC Pannenstatistik schneidet der Toyota Yaris gut ab.

Vor- und Nachteile

  • gutes Raumangebot für einen Kleinwagen
  • sicheres Fahrverhalten
  • gute Kindersicherheit
  • geringe Unterhaltskosten
  • sehr sparsamer Hybrid
  • sehr zuverlässige Technik 
  • unkomfortables Fahrwerk
  • kleiner Kofferraum
  • träge Saugmotoren
  • lauter Innenraum 

VW Golf

Eigentlich ist der VW Golf VI eine Mogelpackung. Denn in Wirklichkeit verbirgt sich dahinter der aufwendig überarbeite Vorgänger der fünften Generation. Aber das tut den Qualitäten des Kompaktklasse-Modells keinen Abbruch, ganz im Gegenteil. Die Vorzüge der erfolgreichen Baureihe wurden ausgebaut, die wenigen Schwächen nachgebessert und die Qualität weiter erhöht.

So ist es kein Wunder, dass der zwischen 2008 und 2012 angebotene VW Golf VI in der ADAC Pannenstatistik wenig Anlass zur Sorge gibt und sehr gute Ergebnisse erzielt. Eine gute Wahl ist ein Golf VI fast immer, da das Fahrzeug kaum Schwächen hat. Die Platzverhältnisse sind sehr gut, die Verarbeitung auch. Durch die hohe Verbreitung ist die Auswahl auf dem Gebrauchtwagenmarkt hervorragend. Es finden sich verschiedene Karosserievarianten mit vielen verschiedenen Motoren, vom gepflegten Rentnerfahrzeug mit jungfräulicher Laufleistung bis zum günstigen Kilometerkönig mit kräftigem Turbodiesel.

Durch die große Verbreitung ist auch die Ersatzteilversorgung mit gebrauchten Teilen sehr gut: Interessant für alle, die den Schraubendreher auch einmal gern selbst in die Hand nehmen.

Vor- und Nachteile

  • gutes Platzangebot vorne
  • sehr hohes Sicherheitsniveau
  • sicheres Fahrwerk
  • einfache Bedienung
  • exakte Schaltung
  • solide Verarbeitung
  • guter Werterhalt
  • riesige Auswahl
  • sehr großer Kofferraum im Variant
  • mit Allrad erhältlich
  • hohe Preise
  • teils Probleme mit Steuerketten bei TSI-Motoren

Fazit

Die besonderen Anforderungen an ein für Fahranfänger geeignetes Auto machen die Suche nicht einfach. Trotzdem finden sich von der Kleinstwagen- bis zur unteren Mittelklasse passende Fahrzeuge. Bei Kleinstwagen können relativ junge Modelle gewählt werden, möchte man ein Budget von 5000 € einhalten.

Wer lieber ein größeres Fahrzeug fahren will, muss bei gleichem Preis zu einem etwas älteren Modell greifen. Doch auch da finden sich zuverlässige und empfehlenswerte Modelle. Letztendlich ist es eine Frage des Geschmacks und der persönlichen Anforderungen an ein Auto, welches Modell die richtige Kaufentscheidung darstellt.

Fotos: ADAC Test & Technik. Illustration: ADAC Motorwelt.

Quelle: Die grundsätzliche Auswahl der Fahrzeuge erfolgte durch eine Auswertung der ADAC Autodatenbank. Für die Informationen zur Zuverlässigkeit und Haltbarkeit wurden die ADAC Pannenstatistik 2018 und der TÜV Report 2019 herangezogen.