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Der ADAC

Pannenstatistik 2020: Die Zuverlässigkeits-Hitliste

ADAC Pannenhelfer vor Ort
Gut, wenn die Gelben Engel bei einer Panne schnell da sind ∙ © ADAC/Martin Hangen

Die ADAC Pannenstatistik ermittelt, welche Autos am zuverlässigsten sind und welche am häufigsten liegen geblieben sind – eine gute Hilfe beim Kauf eines gebrauchten Pkw.

  • Das waren 2019 die Tops & Flops aller Klassen

  • Übersicht für 113 Modellreihen von 25 Marken

  • Hauptproblem bleiben die 12-Volt-Batterien

Mit einem Defekt am Auto irgendwo auf der Strecke liegen zu bleiben, kostet Zeit, Nerven und möglicherweise viel Geld für eine Reparatur. Gut, wenn Autofahrer dann den ADAC rufen können, der den Defekt behebt oder das Auto notfalls in die Werkstatt schleppt.

Dabei gibt es Automodelle, die besonders häufig liegen bleiben, andere hingegen so gut wie gar nicht. Wer clever ist, sollte das beim anstehenden Kauf eines Gebrauchtwagens berücksichtigen. Nur: Welche Modelle sind es, die überdurchschnittlich oft liegen bleiben? Und welche sind besonders zuverlässig? Die Antwort gibt die aktuelle ADAC Pannenstatistik.

Pannenstatistik 2020: Tops und Flops

In der Statistik des Jahres 2020 werden alle 3.756.226 Pannen des Jahres 2019 erfasst und ausgewertet, zu denen die Gelben Engel und deren Mobilitätspartner ausrücken mussten. Für insgesamt 113 Pkw-Modellreihen von 25 Automarken sind also genügend Daten vorhanden, die ein objektives Bild der Zuverlässigkeit der Modelle ergeben.

Die gute Nachricht: Unter den gelisteten 113 Modellreihen sind nur 18 wirkliche Flops also Autos, die als unzuverlässig gelten. Die schlechte: Top, also besonders zuverlässig, sind auch nur 37 Fahrzeugentwicklungen. Die überwiegende Mehrheit der Fahrzeugmodelle ist differenziert zu betrachten, je nach Baujahr mit schwankender Performance über die analysierten acht Jahre ihres Betriebs.

Als Top-Modelle werden übrigens Fahrzeugreihen gewertet, deren Pannenkennziffer in allen Zulassungsjahren zu den besten 40 Prozent gehört. Flops sind Modelle, deren Pannenkennziffer in einem Zulassungsjahr zu den schlechtesten fünf Prozent gehört.

Gewinner unter den Kleinstwagen: Toyota Aygo  

Eindeutiger Gewinner in der Klasse der Kleinstwagen ist wieder einmal der Toyota Aygo. Der schneidet zwar nicht makellos, aber über sämtliche erfassten Baujahre (2010 bis 2017) mit sehr gut oder gut ab.

Eindeutiger Verlierer ist der Smart Forfour, der vor allem mit Baujahr 2015 und 2016 viele Pannen erleidet. Der Fiat 500 schwächelt – wenn er 2014 oder 2015 zugelassen wurde – hauptsächlich wegen einer schlappen Bordbatterie. Beim Smart Forfour streikt neben der Batterie auch gern mal der Anlasser, beim Fiat 500 ist es häufig auch das Schaltgestänge.

Kleinwagen: Erstaunlich viele Modelle zuverlässig

In der Klasse der Kleinwagen kann man sich über die Auswahl an zuverlässigen Fahrzeugmodellen nicht beschweren: Audi A1, Citroen C3, Fiat Punto, Honda Jazz, Mazda CX-3, Mini, Mitsubishi Space Star, Peugeot 2008, Renault Captur, Suzuki Vitara und Toyota Yaris sind alle im grünen Bereich.

Als Sorgenkind macht der Hyundai i20 der Jahre 2011 bis 2014 auf sich aufmerksam. Der Opel Meriva von 2017 hat ebenfalls bedenklich hohe Pannenwerte. Beim Hyundai i20 liegt das Problem oft an den Zündkerzen oder dem Zündschloss. Beim Opel Meriva ist der Defekt auffällig häufig mit dem Kühlsystem verbunden: Hier werden immer wieder undichte Schläuche und defekte Wasserpumpen als Ursache notiert.

Untere Mittelklasse: Kia und Nissan schwächeln

Wer mit einem Wagen aus der unteren Mittelklasse liebäugelt, liegt bei den deutschen Premiummarken prinzipiell richtig. Konkret ragen Audi A3 und Q3, BMW 1er und 2er sowie der BMW X1 positiv heraus. Bei Mercedes glänzen A- und B-Klasse sowie die Baureihen CLA und GLA mit einer reinen Weste. Ebenfalls zuverlässig sind Hyundai Tucson, Mitsubishi ASX, Skoda Rapid und VW Beetle.

Besonders schlechte Werte weist wie in den Vorjahren der Nissan Qashqai auf. Die höchste Pannenkennziffer insgesamt erhält dieses Jahr der Kia Ceed des Baujahrs 2011. Beim Qashqai ist für die Pannen über alle Baujahre fast ausschließlich die Batterie verantwortlich – verwunderlich, warum das identifizierte Problem nicht beherrschbar ist. Beim Kia Ceed aber ist es ein bunter Strauß verschiedenster Pannenursachen – da weiß man also nicht so recht, was man sich einhandelt beim Gebrauchtkauf.

Mittelklasse: Audi und BMW top

Die Hitliste der Mittelklasse wird eindeutig von Autos aus deutscher Produktion dominiert. Audi A4, A5, Q5 sowie BMW 3er, 4er und X3 sind fast durchgängig pannensicher. Und Daimler bekommt seine Probleme bei den älteren Mercedes C-Klassen scheinbar in den Griff.

Unter den Vans der Mittelklasse erschrecken Ford S-Max, Seat Alhambra und der weit verbreitete VW Sharan mit einer hohen Pannenhäufigkeit. Beim Ford S-Max streikt nicht nur häufig die Batterie, sondern auch der Partikelfilter, die Kraftstoffpumpe oder der Generator. Das schlechte Ergebnis bei Seat Alhambra und VW Sharan liegt meist an Problemen mit der Abgasrückführung.

Obere Mitttelklasse: Alte E-Klasse mit vielen Pannen

In der oberen Mittelklasse liefern Audi A6 und die 5er-Reihe von BMW ein gewohnt gutes Bild. Zumindest bei den jungen Exemplaren hat Mercedes mit Vito, Viano und der V-Klasse die Nase leicht vorn vor den Konkurrenten Ford Tourneo, Opel Vivaro, Renault Trafic und VW Transporter.

Die neun und zehn Jahre alten E-Klassen von Mercedes geben ein mittlerweile schon gewohnt schlechtes Bild ab. Probleme mit Bauteilen wie dem Anlasser, dem Zündschloss und der Batterie gesellen sich zu verschlissenen Schläuchen und Defekten an der Lenkung. Erst bei den E-Klassen ab den Baujahren 2013/2014 bessert sich die Bilanz.

Verteilung der Pannenursachen nach Bauteilen

Top-zuverlässig bis ins hohe Alter: Toyota Yaris

Dank einer neuen Datenbank des ADAC war es dieses Jahr erstmals möglich, die Pannenkennziffern auch für Fahrzeuge bis ins hohe Alter von 20 Jahren zu berechnen. In diesem Altersbereich erfüllen jedoch nur noch wenige Baureihen die Anforderung, dass mindestens 7000 Fahrzeuge je Erstzulassungsjahr im Bestand vorhanden sind. Deshalb sind in diese Auswertung nicht 113, sondern nur 26 Baureihen gelangt, die sich in Deutschland über alle Jahre relativ gut verkauft haben.

Absolut top ist der Toyota Yaris, der ohne Ausnahme über alle Baujahre eine sehr gute oder gute Zuverlässigkeit beweist. Von deutschen Marken positiv zu erwähnen sind Audi A3 und A4. Auch die Mercedes A-Klasse weiß in den meisten Jahren zu überzeugen. Exemplarisch für eine positive Entwicklung steht die BMW 5er-Reihe: Die alten Jahrgänge leiden stark unter Batterieproblemen, doch mit dem neuen Modell zum Jahreswechsel 2010/2011 wurden sie behoben.

Erfreulich ist, wie gut der Renault Twingo der Zulassungsjahre 2002 bis 2013 abschneidet. Er schwächelt erst in jüngerem Alter (ab 2014), doch die Pannenursachen sind überschaubar: Anlasser und Batterie.

Die Pannenursachen: Damals und heute

Motoren und Einspritzsysteme

Die Technik der Motoren und Einspritzsysteme hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert, so dass es hier seltener zu Ausfällen kommt. Das gilt auch für die neuen elektronischen Zündsysteme: Marderverbisse an den besonders beliebten Zündkabeln sind weitgehend Geschichte, denn heutige Digital-Zündanlagen haben keine Hochvolt-Zündkabel mehr. Kaum noch Probleme gibt es mit Verteilern, die wegen Verschleiß oder Feuchtigkeit Probleme machen, oder Zylinderköpfen, die mit verbesserten Materialien und Dichtsystemen ausgestattet sind. Zugenommen haben dagegen Defekte der Abgasrückführung – das Thema gab es bei den ungeregelten Dieselmotoren noch nicht. Und kaputte Turbolader tauchen ebenfalls erst heute in der Statistik auf, nachdem fast jedes Auto inzwischen einen hat.

Elektrische Verbraucher

Die Zahl der elektrischen Verbraucher ist extrem gestiegenen. Besonders stromfressend: Elektronische Steuergeräte, die auch nach dem Ausstellen der Zündung noch für eine gewisse Zeit Strom verbrauchen. Oft sind außerdem mangelhaft ausgelegte Batteriemanagement-Systeme die Ursache der steigenden Zahlen von Batteriepannen. 

Auspuffanlage

Auspuffanlagen bestehen heute zu einem großen Teil aus rostfreien oder rostarmen Materialien und halten oft ein Autoleben lang. Früher konnte man froh sein, wenn der Endtopf bis zum ersten TÜV intakt geblieben ist. 

Räder/Reifen

Bei den Rädern und Reifen hat sich in puncto Haltbarkeit nichts geändert – und das zeigt sich in sich in der Stagnation der Pannenzahlen.

Kühlung/Heizung

Vor zwanzig Jahren ein normales Bild: Beim stundenlangen Stau auf dem Weg in den Sommerurlaub stehen reihenweise Autos mit kochendem Kühler auf dem Pannenstreifen der Autobahn. Heute sind die Kühlsysteme leistungsfähiger und besser geregelt, so dass es diese Pannen kaum noch gibt.

Kraftstoffanlage

Auch bei der Kraftstoffanlage kommen ausgereiftere Systeme und Materialien zum Einsatz, weshalb die Pannen wegen defekter Kraftstoffpumpe oder undichten Spritleitungen abnehmen.

Sonstige

Rund um Karosserie, Fahrwerk, Lenkung und Bremsen hat sich relativ wenig verändert, so dass hier die Entwicklung der Pannenzahlen weitgehend konstant ist. Zumindest zerrissene Kupplungsseilzüge gibt es kaum noch: Heute werden Kupplungen hydraulisch betätigt. 

Hauptproblem bleiben Batterien, neu sind Reifen

Ein sich langsam entwickelnder Trend ist der steigende Anteil an Reifenpannen, die dieses Jahr erstmals über sechs Prozent aller Pannen ausmachen. Denn immer mehr Fahrzeuge haben kein Reserverad mehr, sondern oft nur ein umständlich zu bedienendes Repair-Kit, das viele ADAC Mitglieder davon abhält, die Reparatur selbst durchzuführen. Auch stellen die Autofahrer oft erst bei der Panne fest, dass das Repair-Kit sein Haltbarkeitsdatum überschritten hat oder gar nicht mehr vorhanden ist.

Beim Dauer-Problemkind Batterie ist festzustellen, dass der größte Anstieg von Defekten zwischen dem fünften und sechsten Jahr erfolgt. Das entspricht genau der durchschnittlichen Lebensdauer einer 12-Volt-Bordbatterie. Doch inzwischen scheuen sich die Werkstätten zunehmend, die Batterie als Verschleißteil im Rahmen des Service zu ersetzen. Und die Kunden wünschen das auch ausdrücklich nicht, weil sie hoffen, dass das empfindliche Bauteil vielleicht ja doch noch eine Weile durchhält.

Tipps für den Gebrauchtwagenkauf

Selbst wenn ein Modell in der ADAC Pannenstatistik als zuverlässig aufgeführt ist, können einzelne Exemplare einer Modellreihe in ihrer Zuverlässigkeit doch sehr unterschiedlich sein. Denn: Je älter das Fahrzeug ist, umso größer ist der Einfluss des Halters auf die Pannenanfälligkeit.

Deshalb gilt beim Kauf eines älteren Fahrzeugs ganz allgemein:

Und hier finden Sie alles zum Thema Gebrauchtwagen

Pannenstatistik-Archiv, Methodik & Hintergrund

PDFs ADAC Pannenstatistik 2007 bis 2019

Bis 2011 wurden die Pannenstatistiken mit der Jahreszahl der Datenerfassung versehen (Testjahr), die Veröffentlichung fand aber immer erst im Folgejahr statt. Seit 2013 ist das Veröffentlichungsjahr namensgebend, das heißt, die Pannenstatistik 2013 berichtet über die Zahlen aus dem Jahr 2012. Die Pannenstatistik 2012 fehlt also nicht, nur die Benennungslogik hat sich geändert.

Pannenstatistik-2007

Pannenstatistik-2008

Pannenstatistik-2009

Pannenstatistik-2010

Pannenstatistik-2011

Pannenstatistik-2013

Pannenstatistik-2014

Pannenstatistik-2015

Pannenstatistik-2016

Pannenstatistik-2017

Pannenstatistik-2018

Pannenstatistik 2019

Grundlagen der Auswertungen

Die ADAC Straßenwachtfahrer erfassen jede Pannenhilfe elektronisch und legen diese in einer Datenbank ab. Registriert werden u. a. Typ, Zulassungsjahr, Motorart, Kilometerstand, das defekte Bauteil und die Fehlerursache. Diese Daten helfen auch bei künftigen Pannen, die Ursachen schneller zu finden und zu beheben. Die Karosserieform und Antriebsart (z. B. Kombi oder Coupé, Front- oder Allradantrieb) sind für die Pannenursache nicht entscheidend und werden daher nicht erfasst. Unterschiedliche Typen, die auf einer gemeinsamen Technik aufbauen, werden zusammengefasst (z. B. VW Golf/Jetta).

Die ADAC Pannenstatistik wurde bis 2013 für Fahrzeugmodelle der ersten sechs Zulassungsjahre veröffentlicht. Dadurch sollte der Fahrereinfluss (z. B. Pflege und Wartung) auf den technischen Zustand des Fahrzeugs möglichst ausgeblendet werden. Festgestellte Mängel waren in der Regel dem Hersteller anzulasten. Der damit ausgeübte mediale Druck auf die Hersteller zur Produktverbesserung führte zu einer positiven Entwicklung kapitaler Pannen seit Beginn der Pannenstatistik. Die Zahl der Pannen ist von über 23 (1978) auf unter drei (2013) pro 1000 Fahrzeuge gesunken.

Durch die geringen Pannenzahlen in den ersten beiden Betriebsjahren und das für Autofahrer gesunkene finanzielle Risiko durch die längeren Garantiezeiten ist eine Differenzierung in den ersten Betriebsjahren inzwischen weniger sinnvoll. Die Pannenkennzahlen unterscheiden sich oft nur noch in der zweiten oder dritten Nachkommastelle.

Aus diesem Grund und da die Fahrzeuge in Deutschland im Durchschnitt immer älter werden, wird seit der Pannenstatistik 2014 der Fokus auf die Zulassungsjahre drei bis zehn gelegt. Zwar nimmt der Einfluss durch die entsprechende Fahrzeugpflege und -wartung zu. Andererseits macht es für einen Gebrauchtwagenkäufer nicht den entscheidenden Unterschied, warum eine mögliche Panne entsteht – wichtig sind die Informationen über typische und mögliche Schwachstellen an einem Modell. Und hier gibt die Pannenstatistik wertvolle Hinweise.

Überdies steigt damit auch die Anzahl der in der Statistik berücksichtigten Pannenfälle; der Einfluss der Assistance-Fälle sinkt, die Möglichkeit der Differenzierung zwischen den Modellen und Zulassungsjahren nimmt zu.

Auf die Erstellung einer Rangliste wird verzichtet. Um weiterhin einen schnellen Überblick über gute und weniger gute Fahrzeugmodelle zu gewährleisten, werden die Pannenkennzahlen je Jahr farbig unterlegt, von grün = sehr wenige Pannen, bis rot = sehr viele Pannen.

Datenbasis

Grundsätzlich gilt: Fälle, in denen der ADAC gerufen wurde, weil ein Fahrzeug z. B. im Notlaufmodus noch zur Werkstatt fahren konnte, tauchen nicht in der Statistik auf.

Schritte bei der Generierung der finalen Datenbasis für die Pannenstatistik:

1. Neben den rund 1750 ADAC Straßenwachtfahrern erbringen auch rund 1000 Straßendienstpartner im Auftrag des Clubs Pannenhilfe. Letztere führen keine detaillierten Aufzeichnungen, können daher zur Statistik keine Daten beitragen.

2. Jeder Hersteller oder Importeur bietet eigene "Assistance"-Dienste an, teilweise erbringt sie der ADAC im Auftrag. Um Verzerrungen der Statistik zu vermeiden und Gleichstand herzustellen, müssen die Assistance-Fälle unberücksichtigt bleiben.

3. Selbstverschuldete Pannen (z. B. wegen Spritmangel) oder Reifendefekte werden nicht eingerechnet.

4. Die Pannenstatistik enthält nur Modelle des dritten bis zehnten Zulassungsjahres.

5. Die Modelle müssen in einem Jahr mindestens 10.000 Zulassungen in einem und 7000 in mindestens einem weiteren Jahr (bei EZ vor 1 bis 10 Jahren) haben.

Aus der Gesamtzahl gemeldeter Pannen wird eine repräsentative Datenbasis ermittelt:

  • 3.756.226 Pannen insgesamt

  • 2.332.763 Pannen ADAC Straßenwacht (siehe 1.)

  • 2.206.702 ohne Assistance-Fälle (siehe 2.)

  • 269.721 Pannen, die in die Pannenstatistik 2020 eingehen (siehe 3., 4., 5.)

Zertifizierung und Prüfung durch Dritte

Das ADAC Test Zentrum, in dem die Pannenstatistik berechnet wird, ist nach der Qualitätsmanagementnorm ISO 9001:2015 zertifiziert. Alle drei Jahre findet hierzu eine entsprechende Auditierung durch die international anerkannte Zertifizierungsstelle DQS statt. Jährlich dazwischen gibt es eine Re-Zertifizierung und ein internes Audit, in der auch die Prozesse zur Berechnung der Pannenstatistik überprüft werden.

Zusätzlich wurde das Berechnungsverfahren durch ein wissenschaftliches Gutachten von Professoren der Universitäten Twente und Groningen überprüft und das Vorgehen und die Ergebnisse als valide bezeichnet.

FAQs

Wie wird festgelegt, welches Feld welche Farbe bekommt?
Die Farben dienen lediglich als Hilfestellung, um die Ergebnisse schneller zu erfassen, und sind nach Erstzulassungsjahren festgelegt (Spalten!). Dabei erhalten immer die niedrigsten 15 Prozent eine dunkelgrüne Färbung, die schlechtesten fünf Prozent eine rote Färbung. Dazwischen werden die drei Farben Hellgrün, Gelb und Orange so verteilt, dass die Abstände gleich groß sind.

Warum sind nicht alle Felder gefüllt?
Es werden nur dann Werte angezeigt, wenn mindestens 7000 Fahrzeuge am Jahresanfang des untersuchten Jahres zugelassen waren. Dadurch wird verhindert, dass statistische Ausreißer das Bild verzerren.

Warum fehlt das Modell "xy"?
Es werden nur Modelle angezeigt, die in mindestens einem der berichteten Jahre mehr als 10.000 zugelassene Fahrzeuge enthalten.

Welche Pannen sind enthalten?
Nur technische Pannen, die vom ADAC behandelt wurden. Das sind ca. 50 Prozent aller in Deutschland auftretenden Pannen. Die realen Pannenwahrscheinlichkeiten liegen also höher. Um die Pannenanfälligkeit von Modellen zu vergleichen, ist die Datenbasis des ADAC jedoch völlig ausreichend und gleichzeitig die größte ihrer Art.

Wieso werden die Daten für die Erstzulassungsjahre der ersten beiden Jahre nicht angezeigt?
Die Pannenwahrscheinlichkeit in den ersten beiden Jahren nach der Zulassung eines Fahrzeuges ist so niedrig, dass die Werte, die der ADAC hier berechnen könnte, nicht aussagekräftig und verlässlich genug sind. Daher werden diese Zahlen nicht veröffentlicht.

Wie berechnet sich die durchschnittliche Jahreslaufleistung?
Die durchschnittliche Jahreslaufleistung wird als Mittelwert aller in der Pannenstatistik berücksichtigten Fahrzeuge berechnet. Der ADAC notiert bei jeder Panne den Kilometerstand des Fahrzeugs. In der Regel werden junge Fahrzeuge etwas mehr bewegt, da sie dann oft dienstlich genutzt werden.

Warum wurden auch ältere Modelle bis zu zehn Jahren betrachtet?
Mit dieser Erweiterung bietet der ADAC auch dem Gebrauchtwagenkäufer der sich für ein älteres Modell interessiert, eine Entscheidungsgrundlage zur Pannensicherheit. Das durchschnittliche Pkw-Fahrzeugalter in Deutschland liegt bei etwa 9,6 Jahren, was damit auch berücksichtigt wird.

Fachliche Beratung: ADAC Ressort Test und Technik

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