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Pannenstatistik 2019: Die Zuverlässigkeits-Hitliste

ADAC-Nothelfer beim Einsatz
Gut, wenn die Gelben Engel bei einer Panne schnell da sind ∙ © ADAC/Martin Hangen

Die aktuelle ADAC Pannenstatistik verrät, welche Autos am zuverlässigsten und welche am häufigsten liegen geblieben sind. Plus: Diese Bauteile machten die meisten Probleme.

  • Fast vier Millionen Einsätze leistete der ADAC im Jahr 2018

  • Batterieprobleme bleiben Pannenursache Nr. 1

  • Übersicht: Die Modelle mit den wenigsten und meisten Pannen 

Exakt 3.926.533 Mal rückten die  ADAC Straßenwachtfahrer und die ADAC Mobilitätspartner in 2018 aus, um havarierten Autofahrern auf und neben der Straße zu Hilfe kommen. Damit leisteten sie pro Tag im Durchschnitt 10.758 Einsätze.

Damit wurden die Gelben Engel fast genauso oft gerufen wie im Vorjahr (2017: 4.008.747) – obwohl 2018 Jahr das statistisch wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen war. Am meisten Arbeit hatten die 1737 ADAC Pannenhelfer und die Mobilitätspartner mit allein 24.065 Hilfeeinsätzen am bitterkalten 26. Februar 2018 bei Temperaturen von bis zu 18° C minus.

Pannenstatistik 2019: Tops und Flops

In der aktuellen Statistik aus den Pannen des vergangenen Jahres werden Ergebnisse für insgesamt 123 Modelle (11 mehr als im Vorjahr) von 25 Marken veröffentlicht.

Die Zuverlässigen. Nachdem es 2017 kein einziges Modell geschafft hat, in allen Jahren zu den besten 15 Prozent in der Pannenanfälligkeit gehören, sind es dieses Mal gleich zwei BMW-Modelle: Die 1er- und die 3er-Reihe schaffen dieses Kunststück. Nicht in allen Jahren vertreten, aber wenn dann ebenfalls voll im grünen Bereich: BMW 2er, 4er, X1 und der Mitsubishi Colt.

Die Problemfälle. Vorweg eine gute Nachricht: Kein Modell ist in allen Jahren schlecht. Es gibt aber mehrere, die in einem oder mehreren Baujahren schlecht abschneiden. Besonders auffällig waren dieses Jahr der 2009er-Ford S-Max: Rein (ADAC-)statistisch gesehen, blieben 113 Autos pro 1000 zugelassener Fahrzeuge dieses Jahrgangs liegen.

Bei den ganz jungen Fahrzeugen ist immer noch der Nissan Qashqai aus 2015 und 2016 der größte Problemfall: 30 bzw. 40 havarierte Fahrzeuge pro 1000 Zulassungen sind ein Vielfaches über dem, was gleich alte Modelle anderer Hersteller bieten. Warum? Batterieprobleme sind beim Qashqai seit Jahren bei jungen Fahrzeugen der Pannentreiber.

* Als zuverlässige Modelle werden alle drei- bis zehnjährigen Modelle bezeichnet, deren Pannenkennziffer in allen berichteten Jahren zu den besten 40 Prozent gehören. 

** Das sind die Modelle, deren Pannenkennziffer in einem Jahr zu den schlechtesten fünf Prozent gehören.

Alle Ergebnisse der Fahrzeugklassen

Ihr Auto steht nicht in der Tabelle? Hier finden Sie alle erfassten Modelle, geordnet nach sechs Fahrzeugklassen:

Pannenursache Nr. 1: Batterieprobleme 

ADAC-Nothelfer beim Einsatz
Er springt nicht an? Vielleicht ist es ja die Batterie ... ∙ © ADAC/Martin Hangen

Die ingesamt häufigste Pannenursache war im Jahr 2018 mit 42 Prozent aller Fälle wieder die Autobatterie. Das hat auch mit dem Durchschnittsalter der in Deutschland zugelassenen Pkw zu tun, das laut Kraftfahrt-Bundesamt erneut gestiegen ist – auf 9,5 Jahre. Platz zwei belegten Defekte am Motor und dem Motormanagement (19 Prozent). Dazu zählt der ADAC vor allem Probleme mit Einspritzung, Sensorik oder Zündung. Mit 14 Prozent dritthäufigster Grund, der die Hilfe der Straßenwacht erforderte, waren Pannen bei Lenkung, Karosserie, Bremsen, Fahrwerk oder Antrieb.
Da der Bestand an Elektroautos auf deutschen Straßen derzeit noch relativ gering ist, hielt sich auch das Pannenvolumen in diesem Segment in Grenzen: Insgesamt 400 Mal kam die ADAC Straßenwacht im vergangenen Jahr Fahrern von liegen gebliebenen E-Fahrzeugen zu Hilfe.

Gut, dass die Gelben Engel durch Schulungen bestens auf die Elektromobilität vorbereitet sind. Denn obwohl sich die Bauart der Fahrzeuge aktuell besonders rasant ändert, zeigt ein Blick auf die Pannenursachen im Lauf der über 40 Jahre Pannenstatistik: Die Straßenwachtfahrer meisterten schon immer neue Herausforderungen. 

Waren früher noch gerissene Keilriemen die Übeltäter für liegengebliebene Fahrzeuge, sind es heute eben die zahlreichen Steuergeräte, die Starterbatterien in die Knie zwingen. Wir haben uns die Verschiebung der Bauteile angesehen und die aktuellen Pannenursachen mit denen von vor 20 Jahren verglichen. 

Pannenursachen damals und heute

Die häufigsten Pannenursachen: Vor 20 Jahren und heute

Motoren und Einspritzsysteme

Die Technik der Motoren und Einspritzsysteme hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert, so dass es hier seltener zu Ausfällen kommt. Das gilt auch für die neuen elektronischen Zündsysteme: Marderverbisse an den besonders beliebten Zündkabeln sind weitgehend Geschichte, denn heutige Digital-Zündanlagen haben keine Hochvolt-Zündkabel mehr. Kaum noch Probleme gibt es mit Verteilern, die wegen Verschleiß oder Feuchtigkeit Probleme machen, oder Zylinderköpfen, die mit verbesserten Materialien und Dichtsystemen ausgestattet sind. Zugenommen haben dagegen Defekte der Abgasrückführung – das Thema gab es bei den ungeregelten Dieselmotoren noch nicht. Und kaputte Turbolader tauchen ebenfalls erst heute in der Statistik auf, nachdem fast jedes Auto inzwischen einen hat.

Elektrische Verbraucher

Die Zahl der elektrischen Verbraucher ist extrem gestiegenen. Besonders stromfressend: Elektronische Steuergeräte, die auch nach dem Ausstellen der Zündung noch für eine gewisse Zeit Strom verbrauchen.  Oft sind außerdem mangelhaft ausgelegte Batteriemanagement-Systeme die Ursache der steigenden Zahlen von Batteriepannen. 

Auspuffanlage

Auspuffanlagen bestehen heute zu einem großen Teil aus rostfreien oder rostarmen Materialien und halten oft ein Autoleben lang. Früher konnte man froh sein, wenn der Endtopf bis zum ersten TÜV intakt geblieben ist. 

Räder/Reifen

Bei den Rädern und Reifen hat sich in puncto Haltbarkeit nichts geändert – und das zeigt sich in sich in der Stagnation der Pannenzahlen.

Kühlung/Heizung

Vor zwanzig Jahren ein normales Bild: Beim stundenlangen Stau auf dem Weg in den Sommerurlaub stehen reihenweise Autos mit kochendem Kühler auf dem Pannenstreifen der Autobahn. Heute sind die Kühlsysteme leistungsfähiger und besser geregelt, so dass es diese Pannen kaum noch gibt.

Kraftstoffanlage

Auch bei der Kraftstoffanlage kommen ausgereiftere Systeme und Materialien zum Einsatz, weshalb die Pannen wegen defekter Kraftstoffpumpe oder undichten Spritleitungen abnehmen.

Sonstige

Rund um Karosserie, Fahrwerk, Lenkung und Bremsen hat sich relativ wenig verändert, so dass hier die Entwicklung der Pannenzahlen weitgehend konstant ist. Zumindest zerrissene Kupplungsseilzüge gibt es kaum noch: Heute werden Kupplungen hydraulisch betätigt. 

Leere Batterie? Muss nicht sein

ADAC-Nothelfer beim Einsatz
Batterietest: Reicht die Spannung noch zum Starten? ∙ © ADAC/Martin Hangen

Im Schnitt halten Batterien fünf bis sechs Jahre. Trotzdem bleiben schon viele junge Fahrzeuge mit leerer oder defekter Batterie liegen. Der Hauptgrund ist die hohe Belastung durch viele elektrische Verbraucher – doch auf die kann auch der Autofahrer einwirken. 
Wer viele Kurzstrecken fährt, sollte ab und an längere Etappen fahren, um die Batterie vollständig zu laden. Und wer neben dem heimischen Parkplatz eine Steckdose hat, kann die Batterie gelegentlich aufladen. Auch ein rechtzeitiger Austausch bzw. eine Batteriekontrolle hilft, diese Pannenursache zu verhindern. Sehr oft ist das unzureichende Batteriemanagement des Autoherstellers die Ursache einer defekten Batterie. Darauf angesprochen wiegeln die meisten Firmen ab: Batteriepannen wären vor allem "Bedien- oder Wartungsfehler" der Kunden. Ein Hersteller könne auf Batteriepannen nicht einwirken, da der Zustand des Akkus allein vom Fahrzeugbesitzer abhänge.

Doch das stimmt nicht. Eine Sonderauswertung der ADAC Pannenstatistiken beweist: Einige Hersteller haben durch ein intelligentes Energiemanagement das Batterieproblem schon seit einigen Jahren weitgehend gelöst, während andere noch viel Arbeit vor sich haben. BMW zum Beispiel überwacht ständig den Ladezustand der Batterie, schaltet Verbraucher notfalls ab und weist den Fahrer darauf hin.

Immer auf dem neuesten Stand bleiben

Automarken im Batterie-Check

Richtig deutlich werden die unterschiedlichen Haltungen der Hersteller in der folgenden Tabelle. Hier wurden alle Batteriepannen der fünf- und zehnjährigen Autos (Erstzulassung EZ 2009, 2013 und 2014) einer Marke mit dem Bestand ins Verhältnis gesetzt und die Anzahl Pannen je 1000 zugelassener Fahrzeuge dargestellt. Die Zahl entspricht also der Batterie-Pannenkennziffer (PKZ) aller erfassten Fahrzeuge dieser Jahrgänge – und es gilt: Je kleiner die PKZ, umso zuverlässiger sind die verbauten Batterien der Marke.

MarkePannenkennziffer PKZ bei Erstzulassung EZ 2009PKZ bei EZ 2013PKZ bei EZ 2014PKZ-Durchschnitt
Mini2,82,11,42,1
BMW5,21,61,02,6
Audi12,42,12,15,5
Mitsubishi7,88,84,77,1
Porsche26,33,91,810,7
Škoda18,59,15,811,1
Smart16,18,110,011,4
Citroën21,28,55,111,6
VW20,29,16,712,0
Mercedes23,96,95,312,0
Peugeot19,912,35,512,6
Opel19,813,18,813,9
Renault22,210,512,114,9
Dacia16,319,69,415,1
Ford25,212,58,415,4
Suzuki15,717,612,915,4
Toyota21,914,310,315,5
Nissan22,612,012,215,6
Seat30,010,912,917,9
Volvo34,212,07,718,0
Mazda23,518,414,218,7
Fiat16,522,721,920,4
Kia20,623,817,320,6
Hyundai23,424,514,420,8
Honda31,626,823,127,2

Tipps für den Gebrauchtwagenkauf

Selbst wenn ein Modell in der ADAC Pannenstatistik als zuverlässig aufgeführt ist, können einzelne Exemplare einer Modellreihe in ihrer Zuverlässigkeit doch sehr unterschiedlich sein. Denn: Je älter ein Fahrzeug, umso größer der Einfluss des Halters auf die Pannenanfälligkeit.

Deshalb gilt beim Kauf eines älteren Fahrzeugs ganz allgemein:

Pannenstatistik-Archiv, Methodik & Hintergrund

PDFs ADAC Pannenstatistik 2007 bis 2018

Bis 2011 wurden die Pannenstatistiken mit der Jahreszahl der Datenerfassung versehen (Testjahr), die Veröffentlichung fand aber immer erst im Folgejahr statt. Seit 2013 ist das Veröffentlichungsjahr namensgebend, das heißt, die Pannenstatistik 2013 berichtet über die Zahlen aus dem Jahr 2012. Die Pannenstatistik 2012 fehlt also nicht, nur die Benennungslogik hat sich geändert.

Pannenstatistik-2007

Pannenstatistik-2008

Pannenstatistik-2009

Pannenstatistik-2010

Pannenstatistik-2011

Pannenstatistik-2013

Pannenstatistik-2014

Pannenstatistik-2015

Pannenstatistik-2016

Pannenstatistik-2017

Pannenstatistik-2018

Grundlagen der Auswertungen

Die ADAC Straßenwachtfahrer erfassen jede Pannenhilfe elektronisch und legen diese in einer Datenbank ab. Registriert werden u. a. Typ, Zulassungsjahr, Motorart, Kilometerstand, das defekte Bauteil und die Fehlerursache. Diese Daten helfen auch bei künftigen Pannen, die Ursachen schneller zu finden und zu beheben. Die Karosserieform und Antriebsart (z. B. Kombi oder Coupé, Front- oder Allradantrieb) sind für die Pannenursache nicht entscheidend und werden daher nicht erfasst. Unterschiedliche Typen, die auf einer gemeinsamen Technik aufbauen, werden zusammengefasst (z. B. VW Golf/Jetta).

Die ADAC Pannenstatistik wurde bis 2013 für Fahrzeugmodelle der ersten sechs Zulassungsjahre veröffentlicht. Dadurch sollte der Fahrereinfluss (z.B. Pflege und Wartung) auf den technischen Zustand des Fahrzeugs möglichst ausgeblendet werden. Festgestellte Mängel waren in der Regel dem Hersteller anzulasten. Der damit ausgeübte mediale Druck auf die Hersteller zur Produktverbesserung führte zu einer positiven Entwicklung kapitaler Pannen seit Beginn der Pannenstatistik. Die Zahl der Pannen ist von über 23 (1978) auf unter 3 (2013) pro 1.000 Fahrzeuge gesunken.

Durch die geringen Pannenzahlen in den ersten beiden Betriebsjahren und das für Autofahrer gesunkene finanzielle Risiko durch die längeren Garantiezeiten ist eine Differenzierung in den ersten Betriebsjahren inzwischen weniger sinnvoll. Die Pannenkennzahlen unterscheiden sich oft nur noch in der zweiten oder dritten Nachkommastelle.

Aus diesem Grund und da die Fahrzeuge in Deutschland im Durchschnitt immer älter werden, wird seit der Pannenstatistik 2014 der Fokus auf die Zulassungsjahre drei bis zehn gelegt. Zwar nimmt der Einfluss durch die entsprechende Fahrzeugpflege und -wartung zu. Andererseits macht es für einen Gebrauchtwagenkäufer nicht den entscheidenden Unterschied, warum eine mögliche Panne entsteht – wichtig sind die Informationen über typische und mögliche Schwachstellen an einem Modell. Und hier gibt die Pannenstatistik wertvolle Hinweise.

Überdies steigt damit auch die Anzahl der in der Statistik berücksichtigten Pannenfälle; der Einfluss der Assistance-Fälle sinkt, die Möglichkeit der Differenzierung zwischen den Modellen und Zulassungsjahren nimmt zu.

Auf die Erstellung einer Rangliste wird verzichtet. Um weiterhin einen schnellen Überblick über gute und weniger gute Fahrzeugmodelle zu gewährleisten, werden die Pannenkennzahlen je Jahr farbig unterlegt, von grün = sehr wenige Pannen, bis rot = sehr viele Pannen.

Datenbasis

Grundsätzlich gilt: Fälle, in denen der ADAC gerufen wurde, weil ein Fahrzeug z. B. im Notlaufmodus noch zur Werkstatt fahren konnte, tauchen nicht in der Statistik auf.

Schritte bei der Generierung der finalen Datenbasis für die Pannenstatistik:

1. Neben den 1800 ADAC Straßenwachtfahrern erbringen auch rund 1000 Straßendienstpartner im Auftrag des Clubs Pannenhilfe. Letztere führen keine detaillierten Aufzeichnungen, können daher zur Statistik keine Daten beitragen.

2. Jeder Hersteller oder Importeur bietet eigene "Assistance"-Dienste an, teilweise erbringt sie der ADAC im Auftrag. Um Verzerrungen der Statistik zu vermeiden und Gleichstand herzustellen, müssen die Assistance-Fälle unberücksichtigt bleiben.

3. Selbstverschuldete Pannen (z. B. wegen Spritmangel) oder Reifendefekte werden nicht eingerechnet.

4. Die Pannenstatistik enthält nur Modelle des dritten bis zehnten Zulassungsjahres.

5. Die Modelle müssen in einem Jahr mindestens 10.000 Zulassungen in einem und 7000 in mindestens einem weiteren Jahr (bei EZ vor 1 bis 10 Jahren) haben.

Aus der Gesamtzahl gemeldeter Pannen wird eine repräsentative Datenbasis ermittelt:

  • 3.926.533 Pannen insgesamt

  • 2.395.604 Pannen ADAC Straßenwacht (siehe 1.)

  • 2.279.198 ohne Assistance-Fälle (siehe 2.)

  • 1.827.032 ohne selbstverschuldete Pannen (siehe 3.)

  • 512.870 Pannen bis 3.-10. Zulassungsjahr (siehe 4.)

  • 385.955 Pannen im Jahr 2018 nach ADAC Kriterien (siehe 5.)

Zertifizierung und Prüfung durch Dritte

Das ADAC Test Zentrum, in dem die Pannenstatistik berechnet wird, ist nach der Qualitätsmanagementnorm ISO 9001:2015 zertifiziert. Alle drei Jahre findet hierzu eine entsprechende Auditierung durch die international anerkannte Zertifizierungsstelle DQS statt. Jährlich dazwischen gibt es eine Re-Zertifizierung und ein internes Audit, in der auch die Prozesse zur Berechnung der Pannenstatistik überprüft werden.

Zusätzlich wurde das Berechnungsverfahren durch ein wissenschaftliches Gutachten von Professoren der Universitäten Twente und Groningen überprüft und das Vorgehen und die Ergebnisse als valide bezeichnet.

FAQs

Wie wird festgelegt, welches Feld welche Farbe bekommt?
Die Farben dienen lediglich als Hilfestellung, um die Ergebnisse schneller zu erfassen und sind nach Erstzulassungsjahren festgelegt (Spalten!) Dabei erhalten immer die niedrigsten 15% eine dunkelgrüne Färbung, die schlechtesten 5% eine rote Färbung. Dazwischen werden die drei Farben hellgrün, gelb und orange so verteilt, dass die Abstände gleich groß sind.

Warum sind nicht alle Felder gefüllt?
Es werden nur dann Werte angezeigt, wenn mindestens 7.000 Fahrzeuge am Jahresanfang des untersuchten Jahres zugelassen waren. Dadurch wird verhindert, dass statistische Ausreißer das Bild verzerren.

Warum fehlt das Modell "xy"?
Es werden nur Modelle angezeigt, die in mindestens einem der berichteten Jahre mehr als 10.000 zugelassene Fahrzeuge enthalten.

Welche Pannen sind enthalten?
Nur technische Pannen, die vom ADAC behandelt wurden. Das sind ca. 50% aller in Deutschland auftretenden Pannen. Die realen Pannenwahrscheinlichkeiten liegen also höher. Um die Pannenanfälligkeit von Modellen zu vergleichen, ist die Datenbasis des ADAC jedoch völlig ausreichend und gleichzeitig die größte ihrer Art.

Wieso werden die Daten für die Erstzulassungsjahre der ersten beiden Jahre nicht angezeigt?
Die Pannenwahrscheinlichkeit in den ersten beiden Jahren nach der Zulassung eines Fahrzeuges ist so niedrig, dass die Werte, die der ADAC hier berechnen könnte, nicht aussagekräftig und verlässlich genug sind. Daher werden diese Zahlen nicht veröffentlicht.

Wie berechnet sich die durchschnittliche Jahreslaufleistung?
Die durchschnittliche Jahreslaufleistung wird als Mittelwert aller in der Pannenstatistik berücksichtigten Fahrzeuge berechnet. Der ADAC notiert bei jeder Panne den Kilometerstand des Fahrzeugs. In der Regel werden junge Fahrzeuge etwas mehr bewegt, da sie dann oft dienstlich genutzt werden.

Warum wurden auch ältere Modelle bis zu 10 Jahren betrachtet?
Mit dieser Erweiterung bietet der ADAC auch dem Gebrauchtwagenkäufer der sich für ein älteres Modell interessiert, eine Entscheidungsgrundlage zur Pannensicherheit. Das durchschnittliche Pkw-Fahrzeugalter in Deutschland liegt bei etwa 9 Jahren, was damit auch berücksichtigt wird.

Fachliche Beratung: ADAC Ressort Test und Technik

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