Plötzliches Herzrasen oder Herzstolpern – solche Beschwerden kennen viele Menschen. Was steckt dahinter und wann kann es gefährlich werden? Auslöser sind unterschiedlich Herzrasen oft harmlos Bei bestimmten Symptomen zum Arzt Wann ist Herzrasen normal? Beim gesunden Menschen schlägt das Herz etwa 60- bis 90-mal pro Minute. Starke Emotionen wie Freude, Angst oder Aufregung können dazu führen, dass das Herz einen Schlag aussetzt, um dann mit Extraschlägen (Extrasystolen) stark zu beschleunigen. Herzrasen ist in diesem Fall eine natürliche Reaktion auf eine bestimmte Situation. Der Moment vor dem Herzrasen wird als Herzstolpern bezeichnet. Was hilft sofort bei Herzrasen? Bei gesunden Menschen vergeht das Herzrasen innerhalb weniger Minuten von selbst. Was auch helfen kann: Kaltes Wasser trinken Regelmäßige tiefe Atemzüge Pressen in den Bauch, wie beim Druckausgleich im Flugzeug Was kann Herzrasen auslösen? Das Herz kann aus unterschiedlichen Gründen aus dem Takt geraten. Ursachen für Herzrasen, die nicht von einer Herzerkrankung ausgehen: Übermäßiger Konsum von Alkohol oder Kaffee Starke Emotionen wie Stress, Nervosität oder Angst Körperliche Anstrengung Flüssigkeitsmangel Hormonelle Veränderungen, wie sie bei einer Schilddrüsenfehlfunktion, Schwangerschaft oder in den Wechseljahren vorkommen Drogen Medikamente Vergiftungen Stromunfälle Elektrolytstörungen, etwa nach Flüssigkeitsverlust durch Durchfall oder Erbrechen In der Regel lassen gutartige Herzrhythmusstörungen nach, wenn der Grund dafür nicht mehr besteht. Also beispielsweise wenn sich die Person nach einem Schreck wieder beruhigt. Wann ist Herzrasen gefährlich? Viele Menschen empfinden plötzliches Herzrasen als unangenehm oder bedrohlich, vor allem im Ruhezustand. Tritt Herzrasen häufiger und ohne ersichtlichen Grund auf, sollte es medizinisch abgeklärt werden, um Herzerkrankungen auszuschließen. Wann ins Krankenhaus bei Herzrasen? Tritt Herzrasen plötzlich auf, klingt es nicht innerhalb weniger Minuten wieder ab und wird es von weiteren Symptomen begleitet, kann es sich um einen Notfall handeln. Rufen Sie medizinische Hilfe (Telefon: 112) bei folgenden Symptomen: Herzschlagfrequenz pro Minute von 200 und mehr Verwirrtheit, Benommenheit, Bewusstlosigkeit Schwindel Kurzatmigkeit durch den Sauerstoffmangel aufgrund der eingeschränkten Pumpfunktion Ohnmachtsanfälle Krampfanfälle Brustschmerz Herzenge (Angina pectoris) oder Druckgefühl auf der Brust Unruhe, Nervosität oder Angst Herzrasen durch Herzrhythmusstörungen In manchen Fällen ist Herzrasen keine körperliche Reaktion auf einen äußeren Reiz, sondern Symptom einer Erkrankung, zum Beispiel von Herzrhythmusstörungen. Herzrhythmusstörungen treten anfallartig und wiederholt auf. Manchmal halten sie auch über mehrere Stunden an. Ist der Herzschlag verlangsamt, wird das als Bradykardie bezeichnet. Einen zu schnellen Herzschlag nennt man Tachykardie. Zu letzterer gehören Vorhofflimmern sowie das akut lebensbedrohliche Kammerflimmern. Was löst Herzrhythmusstörungen aus? Folgende Erkrankungen des Herzens können die Ursache für Rhythmusstörungen sein: AV-Knoten-Reentry-Tachykardie Herzinfarkt Entzündung des Herzmuskels Herzklappenfehler Herzmuskelschwäche Angeborene Herzfehler Koronare Herzkrankheit, bei der es zu Ablagerungen in den Herzkranzgefäßen kommt und diese sich dadurch verengen Hinweis: Diese Informationen wurden sorgfältig recherchiert, ersetzen jedoch nicht die Beratung durch eine Ärztin oder einen Arzt. Alle Angaben ohne Gewähr.