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Führerscheinumschreibung für Flüchtlinge

Theoretischer Führerscheinunterricht
Das sollten Flüchtlinge beim Umschreiben der Führerscheine beachten. ∙ © ADAC/Markus Hannich

Der Führerschein auch für Flüchtlinge der Schlüssel für eine unabhängige Mobilität und oft auch Voraussetzung bei der Job-Vergabe. Was bei der Anerkennung und Umschreibung eines Führerscheins aus einem Drittstaat (Nicht EU- oder EWR-Staat) zu beachten ist.

  • meist theoretische und praktische Führerscheinprüfung erforderlich

  • Minderjährige dürfen in Deutschland nicht Auto fahren

  • Fahrerlaubnis aus Drittstaaten gilt in Deutschland 6 Monate

Flüchtlinge, die nur durchreisen (z.B. in skandinavische Länder) und keinen Wohnsitz in Deutschland haben, dürfen grundsätzlich unbefristet ihre Fahrerlaubnis nutzen. Führerscheine aus Nicht-EU-Staaten brauchen aber zusätzlich eine Übersetzung, sofern der Führerschein nicht in englischer Sprache ausgestellt ist.

Umschreibung nach spätestens sechs Monaten

Für Flüchtlinge, die einen ordentlichen Wohnsitz in Deutschland haben, gilt die Fahrberechtigung des Herkunftslandes für sechs Monate. Nach Ablauf der sechs Monate erlischt die Berechtigung. Wer darüber hinaus fahren möchte, muss umschreiben lassen.

Führerscheinumschreibung für Flüchtlinge
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Ein ordentlicher Wohnsitz besteht bereits dann, wenn der Aufenthalt mit der ernsthaften Absicht begründet wird, für einen zusammenhängenden Zeitraum von mindestens 185 Tagen an einem festgelegten Ort zu wohnen. Für Flüchtlinge, die nach Deutschland gekommen sind, um Asyl zu beantragen und dauerhaft zu bleiben, beginnt damit die Sechsmonatsfrist mit dem Zeitpunkt der Einreise.

Übersetzung und Klassifizierung des Führerscheins

Während der sechs Monate muss eine Übersetzung mitgeführt werden, sofern der Führerschein nicht in englischer Sprache ausgestellt ist. Für die Umschreibung wird eine Klassifizierung verlangt.

Zum ADAC Übersetzungs- und Klassifizierungs-Service

Auch beim ADAC können Sie Ihren Führerschein übersetzen und klassifizieren lassen. Diese Regionalclubs bieten den Service kostenpflichtig vor Ort an:

Theoretische und praktische Prüfung

Da mit den typischen Herkunftsländern von Flüchtlingen kein Anerkennungsabkommen besteht, ist für die Umschreibung der Führerscheine eine zusätzliche theoretische und praktische Prüfung erforderlich. 

Die theoretische Prüfung kann in den Sprachen Englisch, Französisch, Griechisch, Italienisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Russisch, Kroatisch, Spanisch, Türkisch und Hocharabisch absolviert werden. Die praktische Prüfung erfolgt ausschließlich in Deutsch.