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Der ADAC

Euro NCAP 2020: Mazda MX-30, Honda Jazz

Frontalcrashtest eines Mazda MX-30
Mit Knautschzone: Der Mazda MX-30 beim Frontalcrash ∙ © Euro NCAP

Die Crashtest-Organisation Euro NCAP testet und bewertet die aktive und passive Sicherheit neuer Fahrzeuge. Aktuell und neu im Test: Der vollelektrische Mazda MX-30 und der Honda Jazz.

  • Beide Modelle erreichen 5 Sterne

  • Mazda MX-30: Sehr sicheres Crashverhalten

  • Honda Jazz: Guter Fußgängerschutz

Euro NCAP ist Verbraucherschutz

Positives Euro NCAP Logo in 3D
Geprüfte Sicherheit: Das Euro NCAP-Logo ∙ © Euro NCAP

Seit fast 25 Jahren fährt das Verbraucherschutzprogramm Euro NCAP (Abkürzung für European New Car Assessment Programme, deutsch: Europäisches Bewertungs-Programm für neue Automodelle) mit Beteiligung des ADAC Autos gegen die Wand und nimmt die verfügbaren Assistenzsysteme unter die Lupe. Das Resultat: Ein kompletter Blick auf die Sicherheit neuer Fahrzeuge. Und damit ein toller Service für Autokäufer.

Weil sich die Technik ständig weiterentwickelt, wurden die Regeln 2020 im neuen Euro NCAP-Testverfahren angepasst und verschärft. Geprüft wird in den vier Kategorien, wo jeweils bestenfalls 100 Prozent erreicht werden können:

  • Insassenschutz

  • Kindersicherheit

  • Fußgängerschutz/ungeschützte Verkehrsteilnehmer

  • Aktive Sicherheit

Erreicht das Auto insgesamt eine 5-Sterne-Wertung, steht das für eine hervorragende Gesamtnote beim Aufprallschutz und eine gute Ausstattung mit umfassender und praxisgerechter Unfallvermeidungstechnologie.

Mazda MX-30: Noch Potential beim Fußgängerschutz

Mazda MX 30 Crash-Test-Bewertung-EuroNCAP-Testnoten
Das Ergebnis des Mazda MX-30 in den vier Kategorien ∙ © ADAC e.V.

Der neue MX-30 ist das erste rein batterieelektrische Elektroauto von Mazda. Als Crossover mit relativ kleiner Batterie und Reichweite ist sein Konzept mit gegenläufigen Türen ungewöhnlich. Basispreis: Ab 32.645 Euro, mit Prämie: 23.166 Euro

Im Euro NCAP-Test erreicht er mit 5 Sternen die Höchstwertung, spezielle Probleme durch die Antriebsbatterie konnten die Euro NCAP-Tester nicht feststellen. Die Ergebnisse der Kategorien im Detail:

Insassenschutz: Die Fahrgastzelle bleibt im Offset-Frontal-Crashtest stabil. Der Schutz des Brustbereichs des Fahrers wird als ausreichend eingestuft. Die Messungen an Knien und Oberschenkeln von Fahrer- und Beifahrer deuten auf ein gutes Schutzniveau hin.

Beim Crash auf die starre Barriere ist der Schutz für alle kritischen Körperregionen sowohl für den Fahrer als auch für den Insassen auf dem Rücksitz gut bis ausreichend. Und auch im Seitencrashtest bietet der Mazda den Insassen einen guten Schutz.

Der Mazda MX-30 ist mit einem Zentralairbagsystem zwischen den Vordersitzen ausgestattet, das gut funktioniert hat. Die Köpfe beider Insassen auf den Vordersitzen bleiben gut gegeneinander geschützt. Weitere Tests an den Vordersitzen und Kopfstützen zeigten auch einen guten Schutz gegen Schleudertraumata im Falle eines Auffahrunfalls.

Die Messwerte beim schwereren Pfahlanprall lieferten gute Ergebnisse. Der Schutz kritischer Körperbereiche wie den Oberkörper kann als gut bewertet werden.

Mazda MX-30 nach einem Frontalcrashtest
Der MX-30 nach dem Frontal-Offset-Crash ∙ © Euro NCAP

Kindersicherheit: Im Frontal-Offset-Crashtest ist der Schutz beider Kinderdummys für alle kritischen Körperteile gut. Und auch im Seitencrash kann der Mazda überzeugen und erreicht auch für diesen Teil der Bewertung die maximale Punktzahl.

Der Beifahrerairbag kann deaktiviert werden, um die Verwendung eines nach hinten gerichteten Kinderrückhaltesystems auf dieser Sitzposition zu ermöglichen. Alle anderen Kindersicherungseinrichtungen, für die den MX-30 ausgelegt ist, konnten ordnungsgemäß installiert und untergebracht werden.

Fußgängerschutz : Die Motorhaube bietet überwiegend einen guten Schutz für den Oberkörper eines Fußgängers. Der simulierte Aufprall von Beinen und Becken des Fußgängers zeigt prinzipiell einen guten bis ausreichenden Schutz durch die Stoßfänger.

Das autonome Notbremssystem (AEBS) des Mazda MX-30 kann gefährdete Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Radfahrer erkennen. In den Tests ist die Reaktion des Systems aber nur am Tage auf Fußgänger gut bis ausreichend, auf Fußgänger bei Nacht und auf querende Radfahrer dagegen grenzwertig. Im Abbiegevorgang werden Fußgänger dagegen gar nicht erkannt. Auch beim Zurücksetzen erkennt das System keine Fußgänger im Bereich hinter dem Fahrzeug

Aktive Sicherheit : Ein autonomes Notbremssystem (AEBS) ist serienmäßig verbaut. Das System hat zur Erkennung und Reaktion auf andere Fahrzeuge gute Ergebnisse erzielt, wobei Unfälle in den meisten Fällen vermieden oder die Schwere vermindert wurden.

Das Spurhaltesystem korrigiert gut die Lenkung des Fahrzeugs, wenn es aus der Spur gerät, und greift in einigen kritischen Situationen ausreichend beherzt ein.

Hier finden Sie die detaillierten Euro NCAP-Ergebnisse des Mazda MX-30.
PDF, 4.08 MB
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Dieses Video wird über YouTube abgespielt. Es gelten die Datenschutzbestimmungen von Google. Bild: © Euro NCAP

Honda Jazz: Schwächen beim Insassenschutz

Honda Jazz Crash-Test-Bewertung-EuroNCAP-Testnoten
So schneidet der Honda Jazz bei Euro NCAP ab ∙ © ADAC e.V.

Honda legt seinen raumtechnisch pfiffigen Kleinwagen Jazz in der aktuell fünften Generation neu auf und bietet ihn zumindest in Europa ausschließlich mit Hybridantrieb an. Basispreis in Deutschland: 21.445 Euro. Im Euro NCAP-Test erreicht er mit 5 Sternen die Höchstwertung. Die Ergebnisse der Kategorien im Detail:

Insassenschutz: Die Fahrgastzelle bleibt im Offset-Frontal-Crashtest stabil. Der Schutz des Brustbereichs des Fahrers wird jedoch als schwach eingestuft. Die Messungen an Knien und Oberschenkeln von Fahrer- und Beifahrer deuten auf ein gutes bis grenzwertiges Schutzniveau hin.

Beim Crash auf die starre Barriere ist der Schutz für alle kritischen Körperregionen sowohl für den Fahrer als auch für den Insassen auf dem Rücksitz gut bis ausreichend. Auch im Seitencrashtest bietet der Honda den Insassen einen ausreichenden Schutz.

Der Honda Jazz ist mit einem Zentralairbagsystem zwischen den Vordersitzen ausgestattet, das gut funktioniert hat: Die Köpfe beider Insassen auf den Vordersitzen bleiben gut gegeneinander geschützt.

Die Messwerte beim schwereren Pfahlanprall liefern gute Ergebnisse: Der Schutz kritischer Körperbereiche wie den Oberkörper kann deshalb als gut bewertet werden. Die Tests an den Vordersitzen und Kopfstützen zeigten einen guten Schutz gegen Schleudertraumata im Falle eines Auffahrunfalls.

Vogelperspektive auf einen Polecrash eines Honda Jazz
Der Honda Jazz nach dem Pfahlaufprall ∙ © Euro NCAP

Kindersicherheit: Im Frontal-Offset-Crashtest ist der Schutz beider Kinderdummys für alle kritischen Körperteile gut bis ausreichend. Auch im Seitencrash kann der Honda weitgehend überzeugen und erreicht für diesen Teil der Bewertung fast die maximale Punktzahl.

Der Beifahrerairbag kann deaktiviert werden, um die Verwendung eines nach hinten gerichteten Kinderrückhaltesystems auf dieser Sitzposition zu ermöglichen. Alle anderen Kindersicherungseinrichtungen, für die der Jazz ausgelegt ist, konnten ordnungsgemäß installiert werden.

Fußgängerschutz : Die Motorhaube bietet überwiegend einen guten Schutz für den Oberkörper eines Fußgängers. Der simulierte Aufprall von Beinen und Becken des Fußgängers zeigt überwiegend einen guten bis ausreichenden Schutz durch die Stoßfänger.

Das autonome Notbremssystem (AEBS) des Honda Jazz kann gefährdete Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Radfahrer erkennen. In den Tests ist die Reaktion des Systems auf Fußgänger und querende Radfahrer am Tag und bei Nacht gut. Im Abbiegevorgang werden Fußgänger gut erkannt. Allerdings erkennt das System beim Zurücksetzen keine Fußgänger im Bereich hinter dem Fahrzeug.

Aktive Sicherheit : Ein autonomes Notbremssystem (AEBS) ist serienmäßig verbaut. Das System hat zur Erkennung und Reaktion auf andere Fahrzeuge gute Ergebnisse erzielt, wobei Unfälle in den meisten Fällen vermieden oder die Schwere vermindert wurden.

Das Spurhaltesystem korrigiert gut die Lenkung des Fahrzeugs, wenn es aus der Spur gerät, und greift beherzt in einigen kritischen Situationen gut ein.

Hier finden Sie die detaillierten Euro NCAP-Ergebnisse des Honda Jazz.
PDF, 4.35 MB
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Der Honda Jazz im EuroNCAP-Crashtest ∙ Dieses Video wird über YouTube abgespielt. Es gelten die Datenschutzbestimmungen von Google. Bild: © Euro NCAP
Hier finden Sie die detaillierten Euro NCAP-Ergebnisse des VW ID.3, der ebenfalls schon mit den neuen Euro NCAP-Regeln 2020 getestet wurde.
PDF, 4.49 MB
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Hier finden Sie die detaillierten Euro NCAP-Ergebnisse des Toyota Yaris (Euro NCAP-Regel 2020).
PDF, 4.36 MB
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Alle Crashtest-Ergebnisse, die der ADAC veröffentlicht hat, finden Sie auf der Seite ADAC Crash-Test.

Technische Beratung: Burkhard Böttcher, ADAC Technik Zentrum