Kia Seltos: Außen cool, innen groß
Von Redaktion

Kompakt-SUVs sind sehr beliebt. Das weiß auch Kia und schickt mit dem Seltos einen Konkurrenten zu VW T-Roc, Škoda Karoq, Opel Frontera und Renault Symbioz ins Rennen. Was der Koreaner zu bieten hat, klärt die Testfahrt.
Kia Seltos seit Juli 2026 zu haben
Flexibler Innenraum mit viel Platz
Preis: ab 34.190 Euro für den 180-PS-Benziner
Dass Kompakte SUVs boomen, ist nachvollziehbar. Besonders Familien haben diese Klasse als Ersatz für einen Van entdeckt. Nicht zu groß und nicht zu klein und dabei noch erschwinglich – fast jeder Hersteller hat eines oder mehrere SUVs im kompakten Segment im Angebot.
Der Kia Seltos zielt auf Familien ab

Das ist allerdings auch ziemlich dehnbar, wie Kia beweist. Die Koreaner haben nämlich bereits den Niro im Rennen und wollen auch auf den jüngst gelifteten XCeed noch lange nicht verzichten. Eine halbe Nummer kleiner gibt es noch den Stonic, der für alle geeignet ist, die etwas höher sitzen wollen, aber nicht so viel Platz brauchen. Ach ja, und als merklich größer und familientauglich hat sich der Bestseller Kia Sportage einen Namen gemacht.
Ebenfalls für Familien dürfte der nächste Kandidat von Kia in diesem Segment von Bedeutung sein: Der Seltos zielt direkt auf die Mitte des Marktes – wo Nutzwert zählt und vor allem der Škoda Karoq, der mittlerweile eingestellte Seat Ateca und der Renault Symbioz den Ton angeben.
Das Rezept: auffälliger Auftritt im Elektro-Stil, darunter bewusst konventionelle Technik – und ein Fokus auf das, was im Alltag wirklich zählt.
SUV Kia Seltos: Modern und konservativ zugleich

Optisch macht der Seltos jedenfalls sofort klar, wo er hinwill. Die kantige Silhouette, die prägnante Lichtsignatur und die markante Front zitieren unverkennbar die neuen Elektro-Modelle der Marke. Das SUV wirkt wie ein Stromer – ist aber keiner. Genau dieses Spiel mit der Erwartung macht den Reiz aus: viel Zukunft fürs Auge, viel Gegenwart unter dem Blech.
Innen setzt sich dieser Eindruck fort. Ein breites Display zieht sich über das Cockpit, bündelt Navigation, Apps und Assistenzsystem und gibt dem Seltos eine moderne Bühne. Gleichzeitig bleibt Kia angenehm pragmatisch: Statt dass alles digitalisiert wird, gibt es weiterhin echte Tasten und Schalter. Das erleichtert die Bedienung im Alltag – auch wenn der Gangwahlhebel eher an ein grobes Werkzeug als an ein Designobjekt erinnert.
Und wer sich ausgedacht hat, auf einem dritten Display zwischen dem Kombiinstrument und dem Touchscreen die Klimasteuerung unterzubringen, dürfte nie wirklich am Steuer gesessen haben: Der Lenkradkranz verdeckt die Anzeigen zuverlässig.
Voll familientauglich: Innenraum und Kofferraum
Seine eigentliche Stärke beweist der Seltos in der zweiten Reihe: Die Rückbank ist nicht nur so großzügig geschnitten, dass man sich über die guten Platzverhältnisse bei einem nur 4,40 Meter langen Fahrzeug durchaus wundern kann. Sie ist auch flexibel. Die Lehne lässt sich um bis zu 24 Grad verstellen, der Beifahrersitz ist vom Fond aus bedienbar, dazu kommen zahlreiche USB-Anschlüsse und sogar eine Sitzheizung hinten.
Vorn gibt es auf Wunsch klimatisierte Sitze – ein Detail, das sonst eher in höheren Klassen zu finden ist. Und eine Taste, über die der Fahrersitz nach hinten in eine Liegeposition surrt, sollte mal ein Nickerchen auf der Autobahnraststätte nötig sein.

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