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Kfz-Zulassung: Jetzt auch online

Frau tippt an einem Laptop
Ohne Gang zur Behörde: Auto online zulassen ∙ © Shutterstock/WAYHOME studio

Ab sofort können Autos auch im Internet zugelassen, umgeschrieben und abgemeldet werden – so funktioniert die Kfz-Zulassung online.

  • Benötigt wird ein neuer Personalausweis mit eID-Onlinefunktion

  • Fahrzeugschein- und brief müssen verdeckte Sicherheitscodes haben

  • Bezahlt wird online mit EC- oder Kreditkarte

Diese Voraussetzungen müssen Sie erfüllen

Rund 4,3 Millionen Fahrzeuge wurden 2018 in Deutschland neu zugelassen. Was bisher nur direkt in der Zulassungsstelle möglich war, geht seit 1.10.2019 auch online: Neben der Erstzulassung ist dann auch die Umschreibung auf einen neuen Halter über das Internet möglich. Damit tritt die dritte Stufe der internetbasierten Kfz-Zulassung*, kurz i-Kfz, in Kraft – andere Vorgänge wie z.B. Abmelden oder Wiederzulassung konnten schon bisher online erledigt werden. 

Um den Online-Service nutzen zu können, müssen allerdings einige Voraussetzungen erfüllt sein: Für alle Vorgänge benötigt der Fahrzeug-Besitzer einen neuen Personalausweis mit aktivierter eID-Onlinefunktion* sowie zugehöriger PIN. Außerdem ein Kartenlesegerät oder alternativ ein Smartphone mit einer kostenlosen Ausweis-App*. Zweitens müssen die Zulassungsbescheinigungen (Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief) über einen verdeckten Sicherheitscode* verfügen, der frei gerubbelt werden muss. Beim Teil I der Zulassungsbescheinigung ist das seit 2015 der Fall, beim Teil II seit 2018.

So funktionieren Zulassung, Abmeldung und Umschreibung

Im Online-Portal der örtlichen Zulassungsbehörde müssen Sie sich zunächst identifizieren: mit Hilfe Ihres neuen Personalausweises beziehungsweise Ihres elektronischen Aufenthaltstitels. So geht es dann im Falle einer Erstzulassung weiter: Eingabe der Fahrzeug-Identifizierungsnummer FIN und dann des Sicherheitscodes auf der Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief) – den müssen Sie vorher freilegen. Anschließend brauchen Sie die eVB-Nummer der Versicherung zum Nachweis der Kfz-Haftpflicht und Kontodaten für den Einzug der Kfz-Steuer. 

Jetzt können Sie das nächste freie Kennzeichen auswählen oder ihr reserviertes Wunschkennzeichen angeben. Nach der automatischen Prüfung der Antragsdaten bezahlen Sie mittels ePayment, etwa mit Giropay oder eine Kreditkarte. Welches Zahlungsmittel akzeptiert wird, hängt von der IT der jeweiligen Zulassungsstelle ab. 

Nach der Bestätigung aller Eingaben wird der Antrag durch einen Sachbearbeiter der Zulassungsbehörde geprüft. Dann werden Zulassungsbescheid und -bescheinigungen, Stempelplakettenträger sowie der Plakettenträger für die Hauptuntersuchung (HU) zum Aufkleben auf das Kennzeichen mit der Post an Sie verschickt. Nach dem Aufbringen der Plakettenträger auf das Kennzeichen können Sie losfahren.

Bei der Abmeldung eines Fahrzeugs, im Amtsdeutsch Außerbetriebsetzung, gehen Sie wie folgt vor: Eingabe des Kfz-Kennzeichens und der freigelegten Sicherheitscodes der Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) sowie der Kennzeichen. Soll das Fahrzeug später mit demselben Kennzeichen im selben Zulassungsbezirk wieder zugelassen werden, kann eine Reservierung des Kennzeichens erfolgen. Anschließend Bezahlung der Gebühr über ein ePayment-System, Überprüfung und Bestätigung des Antrags. Nach positiver Überprüfung der Daten kann die Bestätigung der Abmeldung online abgerufen werden.

Bei einer Online-Umschreibung mit Halterwechsel sowie für eine Wiederzulassung sind folgende Dokumente erforderlich: Zulassungsbescheinigung Teil I und Teil II mit jeweils verstecktem Sicherheitscode, eine eVB-Nr. (elektronische Versicherungsbestätigung), Nachweis über eine gültige Hauptuntersuchung, IBAN für die Abbuchung der Kfz-Steuer.

Wichtig: Bei der Wiederzulassung wird die Zulassungsbescheinigung Teil II nur bei gleichzeitigem Wechsel des Halters benötigt.

Online-Zulassung: Das kostet der Service

Die Preise beziehungsweise Gebühren sind bundesweit einheitlich: Günstiger als in der Zulassungsstelle ist die Außerbetriebsetzung, umgangssprachlich Abmeldung – sie kostet online 5,70 statt 6,90 Euro. Andere Vorgänge kosten via Internet etwas mehr als vor Ort in der Zulassungsstelle: So beträgt die Gebühr für die Zulassung 27,90 statt 27 Euro und die Umschreibung in einen anderen Zulassungsbezirk 28,20 statt 27 Euro.

Das Bundesverkehrsministerium verweist auf Sach- und Personalkosten bei der Online-Abwicklung. Zum Beispiel für die Erstellung von Begleitschreiben, damit der Nutzer des neuen Services weiß, was er machen muss. Im Gegenzug spare sich der Autofahrer den Gang zur Zulassungsstelle, der gerade in Ballungsräumen oft mit langen Wartezeiten verbunden ist. Da die Versendung der Zulassungsbescheinigung Teil II als Einschreiben oder Postzustellungsurkunde erfolgen soll, entsteht in diesen Fällen eine zusätzliche Gebühr in Höhe von 10,20 Euro.

Fachliche Beratung: Ressort Recht

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