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So klappt's mit dem Wunschkennzeichen

VW Bus mit Wunschkennzeichen und H Kennzeichen
Rollende Visitenkarte: Wunschkennzeichen personalisieren Fahrzeuge ∙ © Shutterstock/Cineberg

Ob LA-DY oder LA-RS: Wunschkennzeichen erfreuen sich großer Beliebtheit. Doch was muss man beim Wunschkennzeichen beachten, und kann man es reservieren?

Häufig beziehen sich Wunschkennzeichen auf Namen und/oder Geburtsdatum des Fahrzeughalters, wie zum Beispiel FR-ED 1965, ein andermal laden sie zum Schmunzeln ein, wie zum Beispiel HE-XE oder OCH-NE. Nicht selten dient ein personalisiertes Kennzeichen Firmen zu Werbezwecken oder der Zuordnung von Fahrzeugen zu einem Fuhrpark. In jedem Fall unterstreicht ein persönliches Nummernschild die Individualität des Fahrzeughalters und seines Vehikels und lässt sich in aller Regel auch leicht(er) merken.

Welchen Gestaltungsspielraum bietet das Standard-Nummernschild?

Beim deutschen Standard-Nummernschild lassen sich personalisierte Kombinationen aus dem sog. Unterscheidungszeichen und der Erkennungsnummer kreieren. Das Unterscheidungszeichen (Ortskürzel) verweist auf den Zulassungsbezirk, umfasst bis zu drei Buchstaben und ist nicht veränderbar.

Spielraum für eine individuelle Gestaltung bietet die anschließende Erkennungsnummer. Sie enthält bis zu zwei Buchstaben (ausgenommen Umlaute) und bis zu vier Ziffern (keine Null an erster Stelle). Insgesamt darf das Nummernschild inklusive Unterscheidungszeichen acht Stellen nicht überschreiten.

Was ist beim Wunschkennzeichen erlaubt / nicht erlaubt?

In den einzelnen Bundesländern gelten unterschiedliche Regelungen, was erlaubt oder verboten ist. Grundsätzlich dürfen Abkürzungen, die gegen die guten Sitten verstoßen, nach § 8 Absatz 1 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) nicht geprägt werden. Bundesweit werden zudem Buchstabenkombinationen nationalsozialistischen Hintergrunds wie AH, HJ, KZ, NS, SA, SS kritisch gesehen. Dies gilt auch für einzelne Wörter, Abkürzungen oder Buchstabenkombinationen wie z.B. HEIL, N-PD oder N-SU, insbesondere, wenn diese mit Zahlen wie 18 (steht für Adolf Hitler) und 88 (steht für Heil Hitler) kombiniert werden. 

Ob Ihre gewünschte Buchstaben- und Zahlenkombination unproblematisch und noch verfügbar ist, können Sie in aller Regel kostenfrei auf den Seiten der zuständigen Kfz-Zulassungsbehörde oder des Bürgerbüros testen und sie gegebenenfalls auch gleich beantragen.

Hier finden Sie alles, was Sie zur Kennzeichengröße wissen müssen. Nicht verhandelbar sind Farbe und Schrifttyp des Kennzeichens sowie das blaue Eurofeld. Ein Rechtsanspruch auf ein persönliches Wunschkennzeichen besteht nicht.

Kann man ein Kennzeichen reservieren und wenn ja, wie?

Das Wunschkennzeichen kann bei der für Sie zuständigen Kfz-Zulassung bzw. dem entsprechenden Bürgerbüro persönlich, telefonisch oder bis auf einzelne Ausnahmen auch online für eine bestimmte Dauer reserviert werden. Die Reservierung erfolgt ausschließlich auf den Namen und die Anschrift des zukünftigen Fahrzeughalters.

Das teuerste Kennzeichen der Welt

Schon gewusst? Der Geschäftsmann Said Abdel Ghaffar Kuri aus Abu Dhabi zahlte 2008 bei einer Auktion für das Kennzeichen mit der Nummer 1 fast zehn Millionen Euro (52,2 Millionen Dirham). Dies ist bislang der höchste Preis, der jemals für ein Kennzeichen gezahlt wurde.

Wie lange kann ein Kennzeichen reserviert werden?

Das variiert von Behörde zu Behörde. Für gewöhnlich beträgt die Zeitspanne zwischen zehn und 90 Tagen, in Ausnahmen auch mehr. In Berlin sind es beispielsweise zwei Monate, in Hamburg zwei Wochen, in Augsburg ein Jahr (bei einer Online-Reservierung). Nicht selten lässt sich gegen eine Gebühr die Reservierung verlängern. Am besten informieren Sie sich bei Ihrer Zulassungsstelle.

Wie lange kann das Kennzeichen nach der Abmeldung reserviert werden?

Wenn das abgemeldete Fahrzeug später wieder angemeldet werden soll, gilt die Reservierung für maximal ein Jahr und ist gebührenfrei. Wenn später ein anderes Fahrzeug mit dem zuvor bereits genutzten Wunschkennzeichen angemeldet werden soll, beschränkt sich die Reservierung auf maximal drei Monate. Bei der Zulassung eines neuen Fahrzeugs muss eine Gebühr von 10,20 Euro gezahlt werden. 

Was kostet ein Wunschkennzeichen?

Für das Wunschkennzeichen muss bundesweit ein Aufschlag von 10,20 Euro gezahlt werden. Die Online-Reservierung kostet weitere 2,60 Euro. Insgesamt sind es also bis zu 12,80 Euro zusätzlich zu den Kosten für die Prägung der Schilder und sonstigen Gebühren (Ummeldung, Zulassung). Letztere sind nicht bundeseinheitlich geregelt.