Die 16 besten Autos für Fahranfänger

Der ADAC hat 16 Gebrauchtwagen-Modelle ausgewählt, die sich für Fahranfänger besonders gut eignen. Alles zu deren Vor- und Nachteilen und worauf es beim Autokauf wirklich ankommt.
Sicherheit geht vor: Auf Airbags und ESP achten
Bis 7000 Euro gibt es reichlich Auswahl an guten Gebrauchten
Versicherung und Co.: Auch auf Folgekosten achten
Für Fahranfänger ist es oft nicht leicht, ein passendes Auto zu finden. Der Markt ist riesig und für Menschen, die sich nicht täglich mit Autos beschäftigen, nahezu unüberblickbar. Zudem haben Fahranfänger meist andere Kriterien bei der Auswahl eines Autos als geübte Fahrer.
So sollte das erste Auto beispielsweise nicht zu groß und in den Anschaffungskosten günstig sein. Deshalb scheidet ein Neufahrzeug oft von vornherein aus, schon damit die wohl unvermeidliche erste Delle etwas leichter zu verkraften ist.
Doch bei Gebrauchtfahrzeugen gibt es neben dem Preis besonders viel zu beachten. So sind die Zuverlässigkeit und die Langzeitqualität für einen stressfreien Autoalltag unabdingbar. Zudem sollte das Auto gerade für unerfahrene Lenker, denen eher Fehler unterlaufen, ein Mindestmaß an Sicherheit bieten und sparsam im Verbrauch sein. Der ADAC hat unter Hunderten Fahrzeugen diejenigen ausgesucht, die für Anfänger besonders gut geeignet sind.
Folgende Kriterien wurden bei der Suche verwendet
Autos ab Baujahr 2011
Günstige Haftpflicht-Klasse (max. 19)
ESP serienmäßig
Mindestens 4 Sterne im Crashtest
Mindestens 4 Sterne im ADAC Ecotest
Kaufpreis bis 7000 Euro
Laufleistung unter 200.000 Kilometer
Front-, Seiten- und Kopfairbags
Zuverlässige Technik
Die besten Autos für Fahranfänger in der Übersicht
Per Klick auf den jeweiligen Namen in der Tabelle gelangen Sie zu einer ausführlicheren Beschreibung.
| Fahrzeugklasse | Modell |
|---|---|
Kleinstwagen | |
Kleinwagen | |
Kompaktklasse | |
Mittelklasse |
Die besten Autos für Fahranfänger im Detail
Audi A1

Die erste Generation von Audis kleinstem Vertreter der Produktpalette ging 2010 an den Start. Damals noch als Dreitürer und auf der technischen Basis des VW Polo V sollte er dem BMW Mini vor allem junge Kunden abspenstig machen.
Das direkte und sichere Fahrverhalten liefert auch ein Jahrzehnt später noch gute Argumente. Speziell mit dem kräftigen 1.4-TFSI-Motor ist man zudem auch noch recht flott unterwegs. Der A1 bietet eine für einen Kleinwagen überdurchschnittlich hohe Verarbeitungsqualität und schneidet auch bei der ADAC Pannenstatistik sehr gut ab.
Vorteile: gute Verarbeitung, recht gute Rundumsicht, einfache Bedienung, vorne gutes Platzangebot, kräftige und saubere Motoren, sehr sichere Fahreigenschaften
Nachteile: hinten wenig Platz, nur vier Sitzplätze
Ford Fiesta

Die achte Generation des mitunter meistverkauften Modells von Ford kam 2017 auf den Markt. Das straff-ausgewogene Fahrwerk und die passend abgestimmte Lenkung bringen für einen Kleinwagen ungewöhnlich viel Fahrspaß. Ansonsten bietet er alles Nötige: Er ist kompakt, der Kofferraum ist von klassenüblicher Größe und die Passagiere haben zumindest in der ersten Reihe ausreichend viel Platz.
Der Fond ist leider etwas knapp bemessen und die Bedienung erfordert zum Teil etwas Eingewöhnung. Der Innengeräuschpegel ist zwar auf angemessenem Niveau, etwas störend sind aber die brummigen Dreizylinder-Motoren. Abgesehen von Problemen mit der Starterbatterie bei Modellen aus dem Jahr 2017 schneidet der Fiesta in der ADAC Pannenstatistik gut bis sehr gut ab.
Vorteile: ordentliche Verarbeitung, sicheres Fahrwerk und fairer Preis
Nachteile: enger Fond, Probleme mit der Starterbatterie beim Modelljahr 2017
Auch interessant aus dem Hause Ford: Der Focus, Baujahr 2011 bis 2014.
Wer stressfrei Auto fahren möchte, sollte zu einem Gebrauchten mit neu durchgeführter Hauptuntersuchung greifen. Dann kann erwartet werden, dass die sicherheitsrelevanten Bauteile für die nächste Zeit in Ordnung sind. Außerdem kommt beim Kauf über einen Händler die gesetzliche Sachmängelhaftung (mindestens ein Jahr) dazu. Idealerweise wurde ein Kundendienst vor dem Kauf des Fahrzeugs durchgeführt. Dann steht dem Fahrvergnügen kaum etwas im Weg.
Bei älteren Autos ist übrigens für die Empfehlung zum Kauf der Allgemeinzustand eher entscheidend als die Laufleistung. Auch Fahrzeuge mit vielen Kilometern können solide Gebrauchtwagen sein, wenn die Wartung stimmt und die Kilometer auf Langstrecken gefahren wurden. Ein drei Jahre altes Fahrzeug mit 120.000 Kilometern kann unter dem Strich durchaus einen besseren Gesamtzustand aufweisen als ein acht Jahre altes Vergleichsmodell mit 70.000 Kilometern.
Nur Fahrzeuge mit neuer Hauptuntersuchung kaufen
Auf aktuell durchgeführten Service bestehen
Alle Inspektionen sollten nachweislich durchgeführt worden sein
Den Gesamtzustand des Fahrzeugs genau inspizieren
Alle Belege wie Rechnungen, Tankquittungen, Ölwechsel-Anhänger und Wartungsaufkleber sowie Serviceheft auf plausible Kilometerstände prüfen – denn der Kilometerstand kann bei den meisten Autos in Minutenschnelle manipuliert werden, was sich aber technisch leider nur äußerst selten nachweisen lässt.
Honda Jazz

Der Honda Jazz der dritten Generation wurde in Deutschland von 2008 bis 2015 vertrieben. 2011 brachte ein Facelift eine damals revolutionäre Neuerung: Der Jazz war der erste Kleinwagen mit Hybrid-Antrieb. Das wirkt sich positiv auf den Verbrauch aus: Im ADAC Test begnügte er sich mit nur 4,9 Liter Benzin auf 100 Kilometer.
Damals war der Kaufpreis hoch, als Gebrauchter ist der Jazz aber erschwinglich geworden. Auch ohne Elektro-Unterstützung bekommt man heute immer noch einen sparsamen Kleinwagen mit moderner Technik.
Das variable Raumkonzept überzeugte schon in den Vorgängern, vier Erwachsene finden bequem Platz, und bei Bedarf können dank hochklappbarer Rücksitzbank sogar Fahrräder aufrecht transportiert werden – in einem Kleinwagen eine Besonderheit.
In der ADAC Pannenstatistik schlägt sich der Honda Jazz solide.
Vorteile: Hybrid-Konzept kann innerorts seine Stärken ausspielen, geräumiger und variabler Innenraum, sehr umfangreiche Ausstattung
Nachteile: Bremsen bereiten oft Probleme, durchzugsschwache Benzinmotoren, bei hohen Drehzahlen dröhnige Benzinmotoren
Mazda 2

Der Mazda 2 begann einst als Minivan, schrumpfte sich 2007 aber zum Kleinwagen zurecht, der auch als Dreitürer erhältlich war. Seit der dritten Generation 2015 ist der Japaner in Deutschland nur noch als fünftürige Schräghecklimousine zu haben.
Doch auch als Kleinwagen bietet der Mazda 2 zumindest vorn ausreichend Platz, mit kleinen Einschränkungen kann man auch zu viert mit dem Raumangebot glücklich werden. Und das Ein- und Aussteigen fällt dank der serienmäßigen vier Türen natürlich auch leichter.
Erhältlich sind ein Ottomotor in drei Leistungsstufen (bis zu 115 PS) und ein Dieselmotor, der im ADAC Ecotest 2022 auf gute 3,8 Liter auf 100 Kilometer kam. Doch auch die Benziner präsentieren sich recht sparsam, einzig die Abgasreinigung kommt bei der schwächsten Motorenvariante (90 PS) vor allem bei hohem Tempo nicht ganz hinterher. Bleibt man bei gemächlicher Geschwindigkeit, fährt der Mazda aber am effizientesten, Performance-Höhen sollte man nicht erwarten.
Dafür bekommt man einen äußerst zuverlässigen Kleinwagen, der gegen Aufpreis mit LED-Scheinwerfern ausgerüstet werden konnte. Eine Seltenheit in dieser Klasse. Negativ fällt hingegen die mäßige Rundumsicht ins Gewicht.
Vorteile: umfangreiche Serienausstattung, günstige Unterhaltskosten, knackiges Schaltgetriebe
Nachteile: durchzugsschwache Benziner, kein Fenstereinklemmschutz hinten, mäßige Rundumsicht
Mini

Der Mini ist einer der Klassiker in der Kategorie "Das erste eigene Auto", auch wenn er in der Anschaffung immer schon etwas teurer als die Konkurrenz war. Doch mit der Basismotorisierung war der Mini schon 2014 erschwinglich, die dritte Generation brachte unter anderem einen neu entwickelten Dreizylinder-Dieselmotor mit 95 PS. Dieser erfüllt die Abgasnorm Euro 6 und lieferte im ADAC Ecotest einen Verbrauch von nur 3,9 l/100 km.
Und das bei einer überraschend flotten Beschleunigung. Ansonsten ist das Fahrwerk Mini-üblich agil, die straffe und sehr direkte Lenkung sorgt aber oft für ein etwas nervöses Fahrgefühl.
Hinten ist der Platz arg begrenzt, auf der Rückbank sollte man nicht zu hoch gewachsen sein, und das Kofferraumvolumen fällt mit gemessenen 145 Litern selbst für diese Fahrzeugklasse klein aus. In der Pannenstatistik schneidet der Mini in den meisten Baujahren gut bis sehr gut ab.
Vorteile: agile und sichere Fahreigenschaften, gute Rundumsicht, vorne viel Beinfreiheit
Nachteile: kleiner Kofferraum, im Fond beengt, großer Wendekreis
Mitsubishi Space Star

Der Mitsubishi Space Star kam 2013 als Fünftürer auf den Markt und beerbte den bisher angebotenen Colt. Der in Thailand gefertigte Space Star gehört in die Liga der Kleinwagen. Daher sollte man keine üppigen Platzverhältnisse erwarten, auch wenn der Name zunächst den Anschein erweckt. Vorn sind die Platzverhältnisse noch erträglich, in der zweiten Reihe und im Kofferraum steht aber nicht viel Raum zur Verfügung.
Mit einer relativ hohen Geräuschkulisse muss man leben, die Sitze sind nicht sonderlich bequem, und die Verarbeitung und die Materialauswahl im Innenraum liegen auf niedrigem Niveau.
Auch während der Fahrt kann der kleine Japaner wegen seiner gefühllosen Lenkung und des gefühllosen Kupplungspedals nicht wirklich überzeugen. Weiterhin wurde bei der Entwicklung der Dreizylinder nicht unbedingt Wert auf Durchzugskraft und Laufruhe gelegt.
Dafür sind die Triebwerke sehr sparsam (vor allem der kleinere Motor), und wegen des kleinen Wendekreises eignet sich der Mitsubishi besonders für Fahrten in Städten. Auf längeren Überlandfahrten stören sowohl die schlechten Komforteigenschaften wie auch die durchzugsschwachen Motoren.
Im TÜV-Report gibt es keine genauen Zahlen, das Vorgängermodell schnitt immerhin aber überdurchschnittlich gut ab. In der ADAC Pannenstatistik punktet der Space Star mit sehr guten Werten. Bei allen Nachteilen: Unter dem Strich kann mit dem sehr günstigen Kleinwagen durchaus froh werden, wer hauptsächlich ein Fortbewegungsmittel von A nach B sucht.
Vorteile: sparsame Motoren, günstiger Anschaffungspreis, gutes Stadtauto
Nachteile: wenig Platz, schlechte Komforteigenschaften, gefühllose Lenkung, durchzugsschwacher Motor
Opel Corsa

Schon in sechs Generationen hat es der Opel-Kleinwagen-Klassiker geschafft. Die fünfte richtete sich optisch merklich am Opel Adam aus, vor allem die Seite wurde deutlich straffer gezeichnet. Innen überzeugt gerade das optionale Multimediasystem, das umfangreiche Inhalte bietet, aber dennoch leicht zu bedienen ist.
Der Corsa bietet allgemein gute Fahreigenschaften, die Version mit Ein-Liter-Dreizylinder wird per Turbolader beatmet und schafft dadurch 66 kW/90 PS. Vom Dreizylinder-typisch ruppigen Motorlauf spürten die ADAC Tester nichts, und mit 5,1 l/100 Kilometer im ADAC Ecotest reichte es zu einer Vier-Sterne-Bewertung.
Im TÜV-Report kommt der Opel auf durchschnittliche Werte. In der ADAC Pannenstatistik landet der Corsa unter den Kleinwagen zwar im unteren Mittelfeld, die Werte bewegen sich aber dennoch im akzeptablen Rahmen.
Vorteile: hoher Sicherheitsstandard, sehr gutes Resultat beim ADAC Ausweichtest, sparsamer und sauberer Motor
Nachteile: mittlere Kopfstütze im Fond kostet Aufpreis, mühsamer Einstieg nach hinten, großer Wendekreis
Auch interessant aus dem Hause Opel: Der Astra, Baujahr 2015 bis 2019.
Peugeot 108, Toyota Aygo, Citroën C1

Die Fahrzeuge Peugeot 108, Citroën C1 und Toyota Aygo sind technisch nahezu identische Fahrzeuge in der Kleinstwagen-Klasse. Sie unterscheiden sich hauptsächlich durch die Gestaltung der Front. Die Franzosen wurden 2022 eingestellt, den Aygo gibt es bereits in dritter Generation.
Der 1,0 Liter große Dreizylinder bringt, bei überwiegend Stadtverkehr, ausreichende Fahrleistungen und ist im Unterhalt sehr günstig. Die Technik gilt prinzipiell als zuverlässig. Leider sparen die Vorbesitzer oft an der Wartung, wodurch die Bilanz bei den Hauptuntersuchungen etwas leidet.
In der ADAC Pannenstatistik erweisen sich der Toyota Aygo und der C1 als recht zuverlässig; für den Peugeot 108 liegen keine Pannen-Daten vor.
Vorteile: kompakte Abmessungen, gutes Raumangebot vorn, niedrige Unterhaltskosten
Nachteile: lauter Innenraum, unübersichtliche Karosserie, geringe Zuladung, wenig Beinfreiheit im Fond
Auch interessant aus dem Hause Peugeot: Der 208, Baujahr 2012 bis 2019.
Renault Clio

Das Baujahr 2019 bis 2023 des Renault Clio der fünften Generation überzeugt mit hochwertigem Innenraum und sicherem Fahrverhalten. Für einen Kleinwagen fallen Material‑ und Verarbeitungsqualität überdurchschnittlich gut aus, kleinere Alltagsschwächen sind die hohe Ladekante und fehlende Fondbeleuchtung. Angeboten wurde der Clio mit verschiedenen Benzin‑, Diesel- und Hybridmotoren. Stärkere Varianten bieten gute Fahrleistungen bei niedrigen Emissionen, in Verbindung mit dem Doppelkupplungsgetriebe fällt das Anfahren jedoch etwas verzögert aus. In der ADAC Pannenstatistik schneidet der Clio insgesamt befriedigend bis gut ab.
Vorteile: sehr gute Materialqualität, sichere Fahreigenschaften, umfangreiche Komfortausstattung, geringe Emissionen
Nachteile: hohe Ladekante, keine Beleuchtung im Fond, verzögertes Anfahrverhalten
Seat Leon

Auf Basis des Golf entsteht seit 1999 der Seat Leon. Wie gewohnt ist die dritte Generation im Design etwas frischer als bei der Konzernmutter VW. Neben seinem Look punktet er mit sicherem Fahrverhalten und einfacher Bedienung. In der Variante als Kombi (ST) bietet er ein beachtliches Platzangebot mit überdurchschnittlich großem Kofferraum. Die Motorenpalette reicht von 85 bis 310 PS, wahlweise mit Schalt- oder DSG-Getriebe.
Mit dem Golf teilt sich der Leon außerdem nicht nur die technische Basis, sondern auch seine gute Platzierung in der ADAC Pannenstatistik. Auch im TÜV-Report schneidet er leicht überdurchschnittlich ab.
Vorteile: einfache Bedienung, gutes vorderes Platzangebot, sicheres Fahrwerk
Nachteile: teils ruckartiges Anfahren mit DSG, erschwerter Zustieg zum Fond (Dreitürer)
Auch interessant aus dem Hause Seat: Der Ibiza, Baujahr 2017 bis 2021.
Škoda Octavia

Der einzige Vertreter der Mittelklasse in dieser Liste. Dafür ist der Octavia aber auch ein echter Evergreen dieses Segments und auch eines der meistverkauften Modelle überhaupt. Die dritte Generation ist erschwinglich und eignet sich gut für Neulinge im Straßenverkehr.
Der Octavia ist ein guter Kompromiss für Sparfüchse, Fix- und Betriebskosten bewegen sich in engen Grenzen. Dafür gibt es außerdem ein sehr gutes Raumangebot und bequeme Sitze, die auch die Langstrecke nicht zur Tortur werden lassen.
In der ADAC Pannenstatistik schneidet der Škoda durchweg gut ab.
Vorteile: gute Verarbeitung, großer und gut zugänglicher Kofferraum, einfache Bedienung, bequeme Sitze
Nachteile: schwacher Basismotor, teils Ruckeln beim Anfahren mit DSG
Auch interessant aus dem Hause Škoda: Der Fabia, Baujahr 2014 bis 2018.
Suzuki Swift

Die fünfte Generation des Suzuki Swift kam 2010 als Drei- und Fünftürer auf den Markt. Optisch wurde das Modell stark an den Vorgänger angelehnt, wirkt aber durchaus sympathisch. Daher ist der Kleinwagen auch als Gebrauchter beliebt. Im Jahr 2013 bekam der Suzuki ein Facelift.
Wegen des agilen Fahrwerks und der präzisen, relativ direkten Lenkung bereitet der Japaner durchaus Fahrspaß. Auch die einfache Bedienung kann überzeugen. Leider bieten die Sitze relativ wenig Seitenhalt, und die Bremsleistung ist nur mäßig, was nicht so richtig zum sportlichen Anspruch passt. Im Alltag störend sind zudem der kleine Kofferraum und die eingeschränkten Platzverhältnisse im Fond.
In der ADAC Pannenstatistik landet der Suzuki Swift etwa im Mittelfeld. Beim TÜV fällt die Bilanz insgesamt etwas durchwachsen aus.
Vorteile: mit Allrad erhältlich, gutes Platzangebot vorn, komplette Sicherheitsausstattung samt Knie-Airbag und ESP Serie, sehr niedrige Schadstoffe im Abgas
Nachteile: kleiner Kofferraum, Fensterheber ohne Einklemmschutz
Toyota Yaris

Optisch deutlich verändert ging die dritte Generation des japanischen Kleinwagens 2011 an den Start. Mehr Ecken und Kanten und damit ein dynamischeres Gesamtbild kamen dabei heraus, das sich mehr oder weniger auch bis zur aktuellen Version erhalten hat.
Auf technischer Ebene brachte die Überarbeitung vor allem eine nun serienmäßige Rückfahrkamera und einen integrierten Touchscreen-Monitor. Das Fahrwerk ist merklich straffer abgestimmt, was der Fahrdynamik hilft, aber auch den Komfort vermindert.
Die Hybridversion punktet mit voller Punktzahl im ADAC Ecotest, 4,4 Liter Super auf 100 Kilometer sind ein überzeugender Wert. Im Innenraum dominiert Hartplastik, die Verarbeitung ist aber immer noch solide.
Wissen sollte man aber: Im TÜV-Report und in der ADAC Pannenstatistik schneidet der Yaris unterdurchschnittlich ab.
Vorteile: sehr günstig, gute Kindersicherheit, gutes Raumangebot für einen Kleinwagen, sicheres Fahrwerk, sehr gute Ecotest-Ergebnisse der Hybridversion
Nachteile: häufiger Pannen, unkomfortables Fahrwerk, kleiner Kofferraum
VW Golf

Auch der VW Golf VII wird in Sachen Qualität seinen Vorgängern gerecht. So ist es kein Wunder, dass der zwischen 2012 und 2016 angebotene VW Golf VII in der ADAC Pannenstatistik wenig Anlass zur Sorge gibt und gute Ergebnisse erzielt.
Eine gute Wahl ist ein Golf VII fast immer, da das Fahrzeug kaum Schwächen hat. Die Platzverhältnisse sind sehr gut, die Verarbeitung auch, und die Bedienung fällt einfach aus. Es finden sich verschiedene Karosserievarianten mit vielen verschiedenen Motoren, vom gepflegten Rentnerfahrzeug mit niedriger Laufleistung bis zum günstigen Kilometerkönig mit kräftigem Turbodiesel.
Durch die große Verbreitung ist auch die Ersatzteilversorgung mit gebrauchten Teilen sehr gut: interessant für alle, die den Schraubendreher auch einmal gern selbst in die Hand nehmen.
Vorteile: gutes Platzangebot vorne, sehr hohes Sicherheitsniveau, sicheres Fahrwerk, einfache Bedienung, exakte Schaltung, solide Verarbeitung, guter Werterhalt
Nachteile: hohe Preise, überladenes Multifunktionslenkrad, teils Ruckeln beim Anfahren mit DSG
Günstige Versicherung: Worauf Sie vor dem Autokauf achten sollten
Hat man ein passendes Fahrzeug gefunden, geht es im nächsten Schritt um die laufenden Kosten. Gerade Fahranfänger können hier schnell Geld sparen – gleichzeitig zahlen sie anfangs mehr, denn wegen der geringeren Fahrpraxis werden sie von den Versicherungen höher eingestuft als ältere Fahrerinnen und Fahrer.
Vor dem Autokauf lohnt sich daher ein Blick auf die Typklassen. Große und teure SUVs haben in der Regel eine höhere Typklasse als etwa ein Kleinwagen und sind entsprechend teurer versichert. Auch die Motorleistung fließt in die Höhe der Versicherungsprämie ein.
Grundsätzlich gilt: Je niedriger die Typklasse und je geringer die Leistung eines Modells, desto niedriger fallen die Versicherungskosten aus. Aber Achtung: Manche beliebte Fahranfänger-Modelle sind statistisch häufiger in Unfälle verwickelt und daher ebenfalls teurer. Am Ende sollte man sich also bereits vor dem Autokauf über das Wunschmodell informieren, um später nicht von hohen Versicherungskosten überrascht zu werden.
Fazit
Die besonderen Anforderungen an ein für Fahranfänger geeignetes Auto machen die Suche nicht einfach. Trotzdem finden sich von der Kleinstwagen- bis zur unteren Mittelklasse passende Fahrzeuge. Bei Kleinstwagen können relativ junge Modelle gewählt werden, möchte man ein Budget von 7000 Euro einhalten.
Wer lieber ein größeres Fahrzeug fahren will, muss bei gleichem Preis zu einem etwas älteren Modell greifen. Doch auch da finden sich zuverlässige und empfehlenswerte Modelle. Letztendlich ist es eine Frage des Geschmacks und der persönlichen Anforderungen an ein Auto, welches Modell die richtige Kaufentscheidung darstellt.
Tempolimit, Alkoholverbot, Probezeit, B17 im Ausland. Für Fahranfänger gelten oft andere Regeln beim Autofahren.
Quelle: Die grundsätzliche Auswahl der Fahrzeuge erfolgte durch eine Auswertung der ADAC Autodatenbank. Für die Informationen zur Zuverlässigkeit und Haltbarkeit wurden die ADAC Pannenstatistik und der TÜV-Report herangezogen.
Fachliche Beratung: Maximilian Bauer, ADAC Technik Zentrum