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- Reifenpanne -

Pannenset, Run-Flat, Reserverad, Notrad?

Pannenset, Run-Flat-Reifen, Reserverad oder Notrad? Ein Vergleich der verschiedenen Hilfen bei Reifenpannen.


  • Fazit 

    Ein Ersatzrad bietet bei allen Reifenschäden eine uneingeschränkte Mobilitätssicherung. Dies rechtfertigt auch den Kraftstoffmehrverbrauch, welcher durch das Mitführen des Ersatzrades entsteht. Das Notrad kann ebenfalls bei allen Reifenschäden als Pannenhilfsmittel eingesetzt werden. Allerdings nur mit einer beschränkten Mobilitätssicherung. Dies kann speziell in Regionen mit schwacher Infrastruktur zum Nachteil werden, wenn die erforderliche Reifengröße nur schwer verfügbar ist. Gleiches gilt auch bei den Run-Flat-Reifen und bei den Reifenpannensets. Run-Flat-Reifen ziehen erhebliche Zusatzkosten und Komforteinbußen nach sich. Pannensets lassen sich generell nur bei einer Beschädigung in der Lauffläche wirksam einsetzen. Dies ist allerdings auch die häufigste Pannenursache.

    Reifenpannensets können ein vollwertiges Ersatzrad oder ein Notrad nicht vollumfänglich ersetzen, da die Mobilität nicht bei allen Pannenursachen gewährleistet ist.


  • Pannensets 

    Reifen-Pannensets benötigen wenig Platz – und sind vor allem Gewichts sparend, was sich auf den Kraftstoffverbrauch vorteilhaft auswirkt. Das Dichtmittel kann freilich nur Stichverletzungen oder kleine Risse in der Lauffläche abdichten. Weitere Beschädigungsbilder wie Laufflächenablösung, größere Risse, Gewebebruch oder auch undichte Ventile lassen sich damit nicht abdichten.

    Derartige Hilfsmittel gelten nur als Notbehelf  es darf nur vorsichtig und mit geringer Geschwindigkeit bis zur nächsten Fachwerkstatt gefahren werden. Laut Straßenverkehrszulassungsordnung darf ein mit Reifendichtmittel behandelter Reifen nicht repariert werden.   

    Kopie von hacken_grünPlatzbedarf
    Kopie von hacken_grünleicht
    Kopie von hacken_grünReserverad entfällt (Gewicht)
     
    Kopie von hacken_rotbegrenzte Mobilität
    Kopie von hacken_rotnur Beschädigungen in der Lauffläche können repariert werden
    Kopie von hacken_rotnach Anwendung keine Reifenreparatur möglich 
    Kopie von hacken_rotaufwändige Pannenbehebung

     


  • Run-Flat-Reifen

    Bei dieser speziellen Reifenbauart verhindert ein zusätzliches Gummielement im Inneren das Einfallen des beschädigten Pneus bei einem Druckverlust. Da man unter Umständen einen schadhaften Reifen gar nicht „spürt“, sind Fahrzeuge mit Run-Flat-Technologie zwangsläufig mit einem Reifendruck-Kontrollsystem ausgestattet. Die allgemein größere Stabilität des Run-Flat-Reifens kann zudem bei Druckverlust – insbesondere bei hoher Geschwindigkeit und in Kurven - vor schweren Unfällen schützen. Und nachdem der Fahrer bei einer Panne nicht auszusteigen braucht, entsteht diesbezüglich auch kein Sicherheitsrisiko. Natürlich muss der schadhafte Reifen zeitnah erneuert werden.

    Run-Flat-Reifen haben auch Nachteile: Der verstärkte Pneu wiegt etwa 40 Prozent mehr als ein vergleichbarer Standardreifen – und ist auch rund 40 Euro teurer, zuzüglich einer aufwendigeren Montage. Leider wird auch der  Fahrkomfort durch die schweren Reifen verschlechtert.

    hacken_grün_hintergrund_gelbReserverad entällt (Gewicht)
    hacken_grün_hintergrund_gelbSicherheit
    hacken_grün_hintergrund_gelbHandhabung 
    hacken_grün_hintergrund_gelbkein zusätzlicher Platzbedarf
      
    hacken_rot_hintergrund_gelbbegrenzte Mobilitätssicherung
    hacken_rot_hintergrund_gelbKomforteinbußen
    hacken_rot_hintergrund_gelbGewicht
    hacken_rot_hintergrund_gelbZusatzkosten

  • Vollwertiges Reserverad

    Das Ersatzrad bietet nach einer Reifenpanne eine uneingeschränkte Mobilität. Selbst nach extremen Reifenschäden (Laufflächenablösung, Reifenplatzer) kann man ohne Einschränkung weiterfahren - sobald das Ersatzrad montiert wurde. Dies ist jedoch mit hohem Aufwand verbunden und stellt am Fahrbahnrand häufig ein Sicherheitsrisiko dar.  Außerdem können moderne große Räder – insbesondere bei SUV/Geländewagen – von Personen mit ungenügender Konstitution kaum aus dem Kofferraum und auf die Achse gewuchtet werden. Es benötigt aber Platz und ist schwer. Hochgerechnet auf 100.000 Kilometer werden etwa 60 Liter Kraftstoff zusätzlich verbraucht.  

    hacken_grün_hintergrund_gelbMobilität
    hacken_grün_hintergrund_gelbbei allen Reifenschäden einsetzbar
     
    hacken_rot_hintergrund_gelbaufwendige Pannenbehebung
    hacken_rot_hintergrund_gelbPlatzbedarf/Gewicht
    hacken_rot_hintergrund_gelbSicherheitsrisiko bei Pannenbehebung

  • Notrad 

    Häufig werden Noträder als günstigere Alternative zum vollwertigen Ersatzrad angeboten. Die Refendimension ist deutlich kleiner, dadurch wird nicht so viel Platz beim Verstauen benötigt. Ein Notrad kann nach allen Reifenschäden angewendet werden (sofern nicht in seltenen Fällen das Radhaus oder die Bremsleitung in Mitleidenschaft gezogen wurden), allerdings ist eine Weiterfahrt nur mit höchstens 80 km/h möglich. Die maximale Fahrstrecke hat ebenfalls Grenzen, unter anderem, weil das Differential durch die unterschiedlichen Dimensionen von Fahrbereifung und Notrad stärker beansprucht wird. Der Kraftstoffmehrverbrauch ist aufgrund des Gewichtes feststellbar, allerdings geringer als bei einem vollwertigen Ersatzrad. 

    Kopie von hacken_grünbei allen Reifenschäden ohne Begrenzung einsetzbar
     
    hacken_rot_hintergrund_gelbaufwendige Pannenbehebung
    hacken_rot_hintergrund_gelbPlatzbedarf/Gewicht
    hacken_rot_hintergrund_gelbbegrenzte Mobilität
    hacken_rot_hintergrund_gelbSicherheitsrisiko bei Pannenbehebung
     

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