Warnwestenpflicht in Deutschland

Warnwesten schützen im In- und Ausland.
Warnwesten schützen im In- und Ausland.© iStock.com/South_agency

Auch in Deutschland gibt es eine Warnwestenpflicht: In jedem Fahrzeug muss - unabhängig von der Zahl der mitfahrenden Personen - eine Warnweste vorhanden sein.

  • In Deutschland muss mindestens eine Warnweste im Fahrzeug vorhanden sein

  • Wer keine Warnweste dabei hat, dem droht ein Verwarnungsgeld

  • Im Ausland gelten andere Regeln und Strafen

Welche Westen sind erlaubt?

Die Weste in rot, gelb oder orange muss der DIN EN 471:2003+A1:2007 (Ausgabe März 2008) bzw. der EN ISO 20 471:2013 entsprechen.

Wer muss eine Warnweste dabei haben?

Die Warnwestenpflicht betrifft alle in Deutschland zugelassenen Pkw, Lkw, Zug- und Sattelzugmaschinen und Busse; Motorräder bleiben ausgenommen. Wohnmobile sind im Gesetz nicht ausdrücklich genannt. Gleichwohl empfiehlt der ADAC die Mitnahme einer Warnweste auch in Wohnmobilen. Informieren Sie sich hier, wann eine Warnweste bei einem Quad mitgeführt werden muss

Der Fahrer ist verpflichtet die Weste bei einer Kontrolle vorzuzeigen und zur Prüfung auszuhändigen. Bei einem Verstoß droht ein Verwarnungsgeld in Höhe von 15 Euro.

Der Gesetzgeber hat auf Vorgaben zum Tragen der Warnweste verzichtet. Hier setzt man auf die Eigenverantwortlichkeit der Verkehrsteilnehmer. Vor allem in Pannen oder Unfallsituationen in der Dunkelheit oder bei schlechten Sichtverhältnissen ist es empfehlenswert, die mitgeführte Warnweste zu tragen.

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Was gilt für gewerbliche Fahrzeuge?

Für gewerbliche Fahrzeuge (auch Pkw) ist durch die Berufsgenossenschaft für Verkehr und Transportwirtschaft (BG Verkehr) die Mitführung von Warnkleidung vorgeschrieben. Diese Verpflichtung ist in § 31 Warnkleidung (DGUV Vorschrift 70 – Fahrzeuge) vorgeschrieben: Danach hat der Unternehmer maschinell angetriebene Fahrzeuge mit Warnkleidung für wenigstens einen Versicherten auszurüsten. Sind Fahrzeuge ständig mit einem Fahrzeugführer und einem Beifahrer besetzt, so müssen zwei Warnkleidungen im Fahrzeug mitgeführt werden. Der Träger der Unfallversicherung gibt Auskunft darüber, ob diese Vorschrift auf ein Unternehmen und dessen Kraftfahrzeuge Anwendung findet.

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