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Mladá Boleslav | 27.05.2019

Škoda Citigo e iV: Als Elektroauto für unter 20.000 Euro

Der Skoda Citigo 2019 in Fahrt fahrend

Der Citigoe iV löst als erstes reines Elektroauto von Škoda den bisherigen Citigo Benziner ab. Eine Reichweite von 265 Kilometern macht den Kleinwagen alltagstauglich. Dabei soll der Mini weniger als 20.000 Euro kosten. Erste Infos, Bilder, Daten.

  • Citigoe iV: Erstes Auto der neuen Elektro-Submarke Škoda iV 
  • Batterie mit 36,8 kWh Kapazität soll 265 Kilometer Reichweite liefern
  • Eine Stunde Ladedauer mit CCS-Schnellladung (bis 40 kW)
  • Preis: Deutlich unter 20.000 Euro

 

Wer immer noch nicht glaubt, dass es die Autoindustrie ernst meint mit der Transformation zur Elektromobilität, muss nur auf die Škoda-Homepage schauen. Vom Citigo, dem beliebten Kleinstwagen und technischen Bruder des VW up! und Seat Mii, sind nur noch Restexemplare als Benziner zu haben. Produziert werden ab sofort ausschließlich Elektroversionen. 

Für Škoda bricht damit eine neue Ära an: Der Citigoe iV ist das erste reine Elektroauto der Marke, weitere Modelle werden unter dem eigenen Elektrolabel "iV" folgen. Schon auf dem Genfer Autosalon hatten die Tschechen den Vision iV gezeigt, der voraussichtlich Ende 2020 das Portfolio ergänzen wird. Anfang 2020 kommt zudem eine Plug-in-Hybridversion des Superb.

Fahrleistungen: 0-100 km/h in 12,5 s; Spitze 130 km/h

Zoom-In
Der Skoda Citigo 2019 an der home Ladestation charger
Für das Laden zu Hause wird Škoda eine Wallbox anbieten

Doch den Anfang bei rein elektrischen Modellen macht der Citigo, der im Prinzip eine Weiterentwicklung des elektrischen VW up! ist. Die Eckdaten klingen vielversprechend: Die Lithium-Ionen-Batterie passt mit einer Größe von 1,1 mal 1,7 Metern komplett in den Unterboden und bringt eine Kapazität von 36,8 kWh. Nach dem aktuellen WLTP-Verbrauchszyklus soll damit eine Reichweite von 265 Kilometern möglich sein. Für ein kleines Stadtauto ist das mehr als ausreichend.

Was auch für die Motorleistung gilt. Der Elektromotor kommt auf maßvolle 61 kW/83 PS sowie immerhin 210 Nm Drehmoment und sorgt für eine Beschleunigung von 12,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 130 km/h begrenzt.

An einer öffentlichen Wechselstrom-Säule oder an der heimischen Wallbox kann der Citigoe iV zwar nur 7,2 kW ziehen, doch mittels CCS-Stecker ist er auch schnellladefähig und kann die Gleichstromsäulen an der Autobahn nutzen. Dort sind bis zu 40 kW drin, so dass eine 80-Prozent-Ladung laut Škoda in einer Stunde erledigt sein sollte.

An der Haushaltssteckdose mit 2,3 kW würde das rund 13 Stunden dauern. Bei der Basisversion Ambition wird die Schnelllademöglichkeit gegen Aufpreis angeboten, die Ausstattungsvariante Style hat sie immer an Bord.

Tops und Flops gesehen auf dem Autosalon in Genf 2019

Škoda Vision iV: Ausblick auf neues Elektro-SUV 

Auf dem Genfer Autosalon 2019 hat Škoda diesen dynamisch gezeichneten Crossover enthüllt. Frühestens Ende 2020 wird daraus die Serienversion eines vollelektrischen SUV mit 4,67 Metern Länge, 83-kWh-Batterie und 500 Kilometern Reichweite. Zwei Elektromotoren sorgen für 225 kW/306 PS Leistung, Allradantrieb ist serienmäßig. Damit soll eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 5,9 Sekunden möglich sein. Technisch ist der Vision iV ein Zwilling des ebenfalls in Genf vorgestellten Audi Q4 e-tron.

   

Der Elektro-Citigo kostet unter 20.000 Euro

Zoom-In
Der Skoda Citigo 2019 in Fahrt fahrend von hinten Heck
Optisch hat sich der CItigo kaum verändert, technisch sehr wohl

Der elektrische Citigo wird ausschließlich als Fünftürer angeboten und kommt unter anderem serienmäßig mit elektrischen Fensterhebern vorn, Radioanlage, Klimaautomatik und Zentralverriegelung.

Und das beste: Der Citigoe iV soll zu günstigen Preisen auf den Markt kommen. Laut Škoda-Chef Bernhard Maier soll der Einstiegspreis "deutlich unter 20.000 Euro" liegen. Vor staatlichen Förderungen wohlgemerkt. Mit E-Auto-Prämie wäre der elektrische Citigo dann für rund 15.000 Euro zu haben. Bestellbar ist der Citigoe iV ab Sommer 2019, ausgeliefert wird er aber erst Anfang 2020.

Auch die beiden Brüder VW e-up! und Seat Mii electric kommen in den Genuss der deutlich größeren Batterie und werden zeitgleich angeboten. Wie Škoda stellt auch Seat den Mii als Benziner ein.

Der VW-Konzern hat dann ein konkurrenzfähiges Elektro-Trio im Angebot, das sich vor dem Renault Zoe zumindest in Sachen Reichweite nicht verstecken muss und deutlich mehr kann als ein elektrischer Smart.

 

Text: Jochen Wieler. Fotos: Škoda.

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