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Übel: Reisekrankheit und Seekrankheit

Nur jeder Zehnte Deutsche bleibt von Bewegungskrankheiten (Kinetosen) völlig verschont. Den übrigen neunzig Prozent bekommen Rütteln und Schaukeln auf Serpentinenstraßen, Schwanken und Stampfen auf dem Meer und das Auf und Ab über den Wolken gar nicht gut. Der Grund dafür sind widersprüchliche Informationen, die das Gehirn von Sinnesorganen erhält: Das Gleichgewichtsorgan im Innenohr stellt z.B. fest, dass wir uns bewegen, das Auge merkt aber nichts davon – oder umgekehrt. Was mit Gähnen, Blässe, Speichelfluss und Schweißausbrüchen beginnt, kann sich bis hin zu Schwindel, Übelkeit und Erbrechen steigern. Die gute Nachricht: Sie können etwas dagegen tun. Was, sagt Ihnen der  Reisemedizinische Informationsdienst des ADAC.
  • Vor der Reise
    Starten Sie jede Reise ausgeschlafen und nicht unmittelbar nach Feierabend. Setzen Sie beim Essen statt auf fette Speisen lieber auf Fisch, Putenfleisch, Kartoffeln und Quark oder gegartes Gemüse. Übrigens: Ein leerer Magen schützt durchaus nicht vor Übelkeit. Schon gar nicht, wenn Alkohol, Kaffee und Zigaretten im Spiel sind.
  • Unterwegs

    Verhalten
    Versuchen Sie im Fahrzeug möglichst den Platz zu bekommen, an dem die Bewegung am wenigsten zu spüren ist. Im Auto sind das die Vordersitze (am besten selbst fahren!) und im Bus die Plätze direkt hinter der Vorderachse. Fliegen lässt  sich´s am ruhigsten zwischen den Tragflächen und auf Schiffen ist man in der Mitte des Schiffes sowie an Deck am besten aufgehoben.

    Verzichten sollten Sie aufs Lesen und stattdessen lieber einen Punkt in der Ferne, z.B. den Horizont, fest ins Auge nehmen. Vermeiden Sie schnelles Umherblicken.

    Ausreichend frische Luft und Kühle tun immer gut, ebenso wie Pausen spätestens alle zwei Stunden beim Autofahren. 

    Akupressur
    Vielen Menschen helfen Akupressurbändchen fürs Handgelenk schnell und zuverlässig. 

    Rezeptfreie Medikamente
    Mittel auf Ingwerbasis (Bonbons, Kapseln)
    Für Kinder: Tropfen oder Zäpfchen mit Baldrian in Kombination mit Johanniskraut, Melisse oder Hopfenextrakt. 

    Homöopathische Mittel
    Cocculus D6 und Nux Vomica D6. 

    Chemische Arzneien
    Wirkstoffe Diphenhydramin, Dimenhydrinat als Dragee oder Kaugummi (dem Kauen selbst wird schon ein gewisser Effekt zugeschrieben). Beide Substanzen können in verringerter Dosis auch Kindern gegeben werden. 

    Rezeptpflichtige Medikamente
    Pflaster mit den Wirkstoffen Scopolamin oder Flunarizin


  • Achtung!

    Bitte bedenken Sie, dass viele der genannten Mittel Ihre Aufmerksamkeit beeinträchtigen und Sie damit zum Führen von Fahrzeugen ungeeignet machen können. Beachten Sie unbedingt die jeweiligen Produktinformationen. 

    Haftungsausschluss
    Die vorliegenden Informationen wurden sorgfältig recherchiert und aufgearbeitet, dienen aber ausschließlich einer allgemeinen Information interessierter Personen. Sie stellen ausdrücklich keine Handlungs- oder Behandlungsanleitungen dar und ersetzen nicht die persönliche Beratung durch einen entsprechend qualifizierten Arzt! Eine Haftung des ADAC für Schäden in Zusammenhang mit diesen Informationen ist in jedem Falle ausgeschlossen!

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