Wer erkältet ist, benötigt nicht immer Medikamente. Omas Hausmittel gegen Husten, Schnupfen und Gliederschmerzen leisten bei Erkältungen oft gute Dienste. Wichtig sind Schonung, Wärme und ausreichend trinken Bei Fieber können Wadenwickel helfen Einige Hausmittel sind – insbesondere für kleinere – Kinder nicht geeignet Im Schnitt ist ein Erwachsener im Jahr etwa zwei- bis dreimal erkältet, Kleinkinder trifft es rund sechs- bis zehnmal pro Jahr. Bei einem unkomplizierten Verlauf ist eine Erkältung (grippaler Infekt) zwar nicht gefährlich, die Symptome können jedoch lästig sein. Um sie schnellstmöglich loszuwerden, greifen viele Menschen bei Husten, Schnupfen und Gliederschmerzen zu Hausmitteln. Welche bei Erkältungen als angenehm empfunden werden, ist individuell. Wie bekomme ich eine Erkältung schnell weg? Wie lange die typischen Symptome wie Husten, Schnupfen, Hals- und Gliederschmerzen anhalten, ist individuell sehr unterschiedlich. Wer sich Ruhe gönnt, sich warm hält, ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt und den Körper mit einfachen Hausmitteln wie einem Erkältungsbad oder dem Inhalieren von heißem Wasserdampf unterstützt, übersteht die Erkältung oft besser. Wer eine Erkältung behandelt, vermeidet es, sie zu verschleppen und dadurch gefährliche Komplikationen wie eine Herzmuskel- oder Hirnhautentzündung zu riskieren. Diese Lebensmittel helfen bei Erkältung Einige Menschen schwören bei einer Erkältung auf bestimmte Lebensmittel wie heiße Zitrone, Honig oder Ingwer. Eine Hühnersuppe soll ebenfalls dazu beitragen, die Symptome einer Erkältung zu lindern. Hausmittel gegen Husten und Schnupfen Ein bewährtes Hausmittel gegen Husten, Schnupfen und Bronchitis ist das Inhalieren von heißem Wasserdampf. Er befeuchtet die trockenen Schleimhäute und kann dazu beitragen, festsitzenden Schleim in Hals und Nase zu lösen. Um die Wirkung zu verstärken, kann man dem Dampfbad ätherische Öle oder getrocknete Kamillenblüten zusetzen. Wissenschaftlich nachweisen lässt sich eine Verbesserung der Erkältungssymptome durch die Inhalation zwar nicht, sie schadet aber auch nicht und kann eine wohltuende Wirkung haben. Einen positiven Effekt haben unter Umständen auch Nasenspülungen oder Nasenduschen mit Kochsalzlösung. Sie können helfen, den Schleim zu verflüssigen, damit er besser abläuft. Bei einer ausgeprägten Entzündung oder Vereiterung der Nasennebenhöhlen sind Nasenspülungen nicht empfehlenswert. Aufgrund der starken Schwellung ist nicht gewährleistet, dass die eingespülte Lösung vollständig abfließen kann. Allgemein ist Wärme bei allen Arten von Erkältungsbeschwerden sinnvoll. Erkältungsbäder können sehr wohltuend sein und die Beschwerden lindern. Sie haben sich zudem als Hausmittel gegen Gliederschmerzen bewährt. Der Zusatz von ätherischen Ölen kann die positive Wirkung verstärken. Bei Fieber sollte man allerdings aufs Baden verzichten, da die Wärme den Kreislauf zusätzlich belastet. Bewährte Hausmittel gegen Bronchitis und Husten sind feuchtwarme Brustwickel und Kompressen, alternativ eignen sich eine Wärmflasche oder ein warmes Körnerkissen. Einige Menschen haben mit warmen Quarkwickeln, Ingwer-, Kartoffel- oder Senfmehl-Wickeln gute Erfahrungen bei Erkältungen gemacht. Achten Sie darauf, dass der Wickel nicht zu heiß ist. Was tun, wenn die Nase zu ist? Oft ist bei einem Schnupfen die Nase verstopft. Inhalieren kann helfen, die Schwellung zu lösen. Auch der Hühnersuppe wird eine leicht abschwellende Wirkung nachgesagt. Das Gleiche gilt für scharfe Lebensmittel wie Zwiebel, Knoblauch oder Rettich. Die darin enthaltenen ätherischen Öle und andere Substanzen machen die Nase zumindest kurzfristig frei. Wadenwickel: Hausmittel bei Fieber Bei Fieber können kühle Wickel, vor allem an den Waden, helfen. Dabei sollten Sie auf die richtige Temperatur achten. Ideal ist handwarmes Wasser. Wenden Sie die Wadenwickel nicht zu lange an: bei kleinen Kindern etwa zehn Minuten, bei älteren Kindern oder Erwachsenen für etwa 20 bis 30 Minuten. Wiederholen Sie die Anwendung erst, wenn die Waden sich wieder erwärmt haben. Sind die Waden bereits kalt, ist es besser, auf Wadenwickel zu verzichten. Für Erwachsene und Kinder, die frieren oder an Schüttelfrost leiden, sind kühle Wickel nicht geeignet – egal an welcher Körperstelle. Hausmittel bei Erkältung auch für Kinder? Viele Hausmittel bei Erkältung sind auch für Kinder geeignet, allerdings gibt es einige Einschränkungen: Inhalieren hat sich bei Kindern und Kleinkindern als Hausmittel gegen Husten und Schnupfen bewährt. Allerdings ist bei der Anwendung Vorsicht geboten: Die klassische Methode der Inhalation mit Wasserbad und Handtuch über dem Kopf ist insbesondere für Kleinkinder nicht geeignet, da die Verbrühungsgefahr zu groß ist. Auch ältere Kinder sollten nur unter Aufsicht auf diese Weise inhalieren. Besser geeignet sind spezielle Inhalationsgeräte aus der Apotheke, die auch Erwachsene nutzen können. Vorsicht bei der Anwendung ätherischer Öle: Vor allem bei Kleinkindern sollten Eltern vollständig darauf verzichten, da sie zu akuter Atemnot und Hautreaktionen führen können. Kinder unter einem Jahr dürfen keinen Honig zu sich nehmen. Grundsätzlich ist es vor allem bei Säuglingen und kleinen Kindern ratsam, sich vor der Anwendung eines Hausmittels in der kinderärztlichen Praxis Rat zu holen. Hinweis: Diese Informationen wurden sorgfältig recherchiert, ersetzen jedoch nicht die Beratung durch eine Ärztin oder einen Arzt. Alle Angaben ohne Gewähr.