Flusskreuzfahrten – die schönsten Reviere der Welt

Blick auf die Neptune's Staircase in Schottland
Die Schönheit Schottlands erleben – auf dem Caledonian Channel ∙ © Shutterstock/andy morehouse

Rhein und Neckar, Donau und Douro, Nil und Amazonas – bei Flussreisen gibt es immer was zu sehen: bezaubernde Landschaften, aufregende Städte, Kunst und Kultur.

  • Flusskreuzfahrten liegen seit Jahren im Trend

  • Klassiker in Deutschland sind Rhein und Donau

  • Seegang und Seekrankheit sind hier kein Thema

Es ist die beschaulichste Art, ein Land kennenzulernen: Bei einer Flusskreuzfahrt ziehen an den Ufern gemächlich die Landschaften vorbei. Anbieter locken Gäste in alle Welt: Guadalquivir, Yangtze und Sankt-Lorenz-Strom – die Namen der schönsten Flüsse der Welt beflügeln die Fantasie.

Unterwegs auf Saar, Mosel, Rhein und Neckar

Schiff vor dem Bernkastel-Kues an der Mosel
Weinberge bis an die historischen Gebäude von Bernkastel-Kues ∙ © stock.adobe.com/mojolo

Routenbeispiel: Saarbrücken – Trier – Bernkastel – Mainz – Heidelberg – Stuttgart

Das romantische Flussquartett
zeigt sich in seiner ganzen Vielfalt. Die Saar mit ihren bewaldeten Schleifen ist der längste Zufluss der Mosel mit Weinbergen und Fachwerk-Panoramen. Hier lohnen sich Spaziergänge in der prächtigen Domstadt Trier und im märchenhaften Bernkastel-Kues. Nach der Mündung in den Rhein wird der Loreleyfelsen passiert.

In Mainz prägen die Baukulturen der Gotik und der Romanik das Stadtbild, allen voran der Dom. Eher selten befahren wird der Neckar, an dem das romantische Heidelberg und in Ludwigsburg das barocke Residenzschloss samt großer Parkanlage liegen. Ein Highlight in Stuttgart ist die Staatsgalerie mit Werken von Lucas Cranach bis Piet Mondrian.

Auf dem Rhein durch Deutschland und das Elsass

Blick auf die Loreley mit Schiffsverkehr
Von Sagen umwoben: Die Figur der Loreley hoch über dem Rhein ∙ © Shutterstock/Alice-D

Routenbeispiel: Köln – Mainz – Speyer – Straßburg – Loreley – Koblenz – Köln

Nibelungen, Loreley ...
Land der Sagen und Rittergeschichten. Durch das Mittelrheintal – von der Unesco zum Welterbe ernannt – verläuft diese Reise nach Süden bis ins französische Straßburg und zurück. Höhepunkte sind der Loreleyfelsen, das Deutsche Eck bei Koblenz, wo die Mosel in den Rhein mündet, sowie zahlreiche Burgen und Schlösser.

Darunter sind das neugotische Schloss Stolzenfels in Koblenz, die Ruine der Burg Ehrenfels westlich von Rüdesheim und der Pfalzgrafenstein auf einer Felseninsel bei Kaub. Allein die Städte am Rhein mit ihren Sehenswürdigkeiten – Kölner Dom, Kaiserdom in Speyer, Straßburger Münster – wären eine Reise für sich wert.

Anzeige: Flusskreuzfahrten von ADAC Reisen

Bei ADAC Reisen finden Sie zahlreiche Angebote von Flusskreuzfahrten zum Beispiel in Deutschland und Portugal.

Rhein-Metropolen in Deutschland, Belgien und Holland

Überblick über Köln mit Köner Dom und Hohenzollern BRücke
Start und Ziel: Köln am Rhein ∙ © stock.adobe.com/Westend61

Routenbeispiel: Köln – Antwerpen – Amsterdam – Düsseldorf – Köln

Diese Route ist genau richtig für Flussschiff-Neulinge. Von der Domstadt Köln aus wird über den Rhein und die Schelde Antwerpen in Belgien angesteuert. Hier gibt es eine lange Tradition von Diamantenhandel und -verarbeitung, und nahe der drei Diamantbörsen haben sich unzählige Juweliere angesiedelt.

Nächste Station ist die holländische Hauptstadt Amsterdam, eines der angesagtesten Ziele Europas. Es steht für 165 Grachten, das Van-Gogh-Museum, den Vondelpark, die Künstlerszene und viel Lebenslust. Düsseldorfs Altstadt gilt als die "längste Theke am Rhein", moderne Architektur etwa von Frank Gehry prägt den Medienhafen.

Auf Oder und Ostsee durch Deutschland und Polen

Schiff im Schiffshebewerk Niederfinow
Im Schiffshebewerk Niederfinow wird ein enormer Höhenunterschied bewältigt ∙ © imago images/PEMAX

Routenbeispiel: Potsdam – Eberswalde – Stettin – Wolgast – Lauterbach – Greifswald – Vitte – Stralsund

Das Revier verspricht eine Mischung aus Land- und Meergefühl. Von Potsdam wird Eberswalde mit dem Kloster Chorin und dem Schiffshebewerk Niederfinow angefahren, das einen Höhenunterschied von 36 Metern überwindet. Die Fluss- und Auenlandschaften des Nationalparks Unteres Odertal bieten viel Ruhe.

In Stettin in Polen locken prachtvolle Bauten und ein lebhaftes Stadtleben, auf den Ostseeinseln Strände, Kreidefelsen und imposante Bäderarchitektur. Ausflüge sind auf Usedom (ab Wolgast), Rügen (ab Lauterbach) und Hiddensee (ab Vitte) möglich. Auch die alten Hansestädte Greifswald und Stralsund sind es wert, erkundet zu werden.

Über Havel, Elbe und Moldau von Potsdam bis Prag

Blick auf Prag mit der Karlsbrücke über die Moldau
Prag von der Moldau aus gesehen ∙ © Fotolia/Krisztian Miklosy

Routenbeispiel: Potsdam – Magdeburg – Wittenberg – Meißen – Bad Schandau– Prag – Dresden

Auf dem Elbe-Havel-Kanal geht es in die Lutherstadt Wittenberg. Die weltberühmte Porzellanmanufaktur empfängt Besucher in Meißen. Ab Bad Schandau führt ein Ausflug auf der Moldau – bei Niedrigwasser per Bus – in die jahrhundertealte "Goldene Stadt" Prag. Highlights sind die Burg, die Karlsbrücke und eine der ältesten Synagogen der Welt.

Steile Weinberge und die Felsen des Elbsandsteingebirges schmücken das Elbtal rund um Dresden. Das "Elbflorenz" ist mit seiner renovierten Pracht ein wahrer Touristenmagnet. Überragend die Kuppel der Frauenkirche, die unter Verwendung rußgeschwärzter Originalbauteile 1994 bis 2005 wieder aufgebaut wurde.

Auf der Donau zwischen Deutschland und Ungarn

Nachtaufnahme der Kettenbrücke von Budapest über den Fluss Danube
Strahlende Schönheit: Das abendliche Budapest ∙ © Fotolia/ollirg

Routenbeispiel: Passau – Wien – Budapest – Bratislava – Dürnstein – Passau

Europas zweitlängster Fluss
durchquert acht Länder. Vier von ihnen, Deutschland, Österreich, Ungarn und die Slowakei, liegen auf der Route dieser Reise. Besonders in Wien und Budapest machen monumentale Schlösser, Kirchen, Opernhäuser und Museen die Geschichte der K.-u.-k.-Monarchie lebendig.

Ein originelles Bauwerk im slowakischen Bratislava ist die 1972 eröffnete Donaubrücke, vor allem wegen des Restaurants an der Spitze des Brückenpfeilers. Wegen seiner Form trägt es den Namen Ufo. Der landschaftliche Höhepunkt ist die Wachau um Dürnstein. Hier kann die Donau zwischen Weinbergen und Aprikosenhainen noch ungebremst von Wasserkraftwerken frei fließen.

Canal bianco: Italien zwischen Mantua und Venedig

Blick auf den Grand Kanal in Venedig in Italien
Die berühmtesten Wasserstraßen der Welt: Venedigs Kanäle ∙ © iStock.com/emicristea

Routenbeispiel: Mantua – Verona – Chioggia – Venedig – Murano

Relativ kleine Schiffe mit flachen Aufbauten sind auf dem Canal bianco nach Venedig unterwegs. Mantua glänzt mit seinem romanischen Dom und dem Palazzo Ducale, Verona mit der römischen Arena und den Palästen im mittelalterlichen Zentrum um die Piazza delle Erbe.

In die Lagune von Venedig locken das charmante Städtchen Chioggia und die Glasbläserinsel Murano. Absoluter Höhepunkt aber ist die Serenissima selbst: Venedig entstand auf Eichenholzpfählen entlang von 175 Kanälen, die von 398 Brücken gequert werden, etwa der Rialtobrücke über den Canal Grande. Markusplatz, Dogenpalast und die Kirche Santa Maria della Salute sind Fixpunkte einer Tour.

Der Kaledonische Kanal in den schottischen Highlands

Das Schiff Lord of the Glens vor dem Urquhart Castle bei Loch Ness
Burgruinen, Seen und Hügel säumen den Caledonian Channel in Schottland ∙ © Magna Carta Steamship Company Ltd

Routenbeispiel: Kyle of Lochalsh – Isle of Iona – Inverie – Neptune's Staircase – Kaledonischer Kanal – Loch Ness – Inverness

Eine Kreuzfahrt vor der Westküste und durch die Highlands lässt sich gut in eine Rundreise durch Schottland zwischen Glasgow und Edinburgh einbauen. Startort ist der winzige Hafen Kyle of Lochalsh. In einem Männerkloster auf der Isle of Iona sind 48 schottische Könige bestattet. "The Old Forge" in Inverie gilt als einsamster Pub des Landes.

Über die Neptune’s Staircase, acht aufeinanderfolgende Schleusen, fahren die kompakten Schiffe in den Kaledonischen Kanal ein. Bei gutem Wetter ist hier der Ben Nevis, höchster Berg Großbritanniens, in Sichtweite. Vielleicht lässt sich ja auf dem Loch Ness das gefürchtete Seeungeheuer blicken. Bei Inverness, Hauptstadt der Highlands, wird die Nordsee erreicht.

Guadalquivir und Costa de la Luz in Spanien

Fluss in Sevilla mit Blick auf Quadalquivir
Sevilla ist Ausgangspunkt für Fahrten auf dem Guadalquivir ∙ © Shutterstock/LucVi

Routenbeispiel: Sevilla – Cadiz – Alcoutim – El Puerto de Santa Maria – Isla Minima – Sevilla

Eingerahmt wird diese Kombination aus Fluss- und Küstenkreuzfahrt von der andalusischen Hauptstadt Sevilla am Guadalquivir. Zu besuchen sind hier unter anderem die Kathedrale Maria de la Sede mit dem Sarkophag von Kolumbus und der Alcázar, ein maurischer Palast. Flussabwärts und über das Mittelmeer wird Cádiz angelaufen, Zentrum des Flamenco.

Kiefernwälder und Sandstrände säumen die Costa de la Luz bis nach Westen, bis das Schiff in den Guadiana einläuft und auf ihm nach Norden bis Alcoutim fährt. Das Städtchen ist für seine Stickereien, Wollteppiche und Töpfereien bekannt. In El Puerto de Santa Maria warten Bodegas auf Weinliebhaber, in Isla Minima Haciendas mit Reitershow auf Pferdefreunde.

Auf dem Douro durch Portugal

Kreuzfahrtschiff erreicht Porto auf dem Fluss Douro
Spektakuläre Aussichten auf dem Douro ∙ © Shutterstock/joyfull

Routenbeispiel: Porto – Bitetos – Régua – Vega de Terrón – Ferradosa – Pinhao – Porto Antigo – Porto

Die Fahrt auf dem Douro führt stromaufwärts nach Bitetos mit Ruinen aus der Römerzeit, Jachthafen und Flussstrand. Régua ist Ausgangspunkt eines Ausflugs nach Vila Real, als königliche Stadt Sitz vieler Adelspaläste. Der östlichste Hafen und Wendepunkt der Tour, Vega de Terrón, liegt knapp hinter der spanischen Grenze.

Zwischen Ferradosa und Pinhao liegt das Herz der Weinregion, Kellereien bieten Verkostungen an. In der Umgebung von Porto Antigo stehen reizvolle Wanderwege zur Wahl, bevor eine Panoramafahrt auf dem Douro bis zu seiner Mündung in den Atlantik den Überblick über das Revier vervollständigt. Ein paar Tage in Porto mit seiner terrassenartigen Altstadt Ribeira und der von Gustave Eiffel gebauten Duoro-Brücke sind unbedingt zu empfehlen.

Wolga, Svir und Neva: St. Petersburg bis Moskau

ick auf den Moskauer Kreml und die Kathedrale St. Basil in Russland
Moskau mit der Basilius-Kathedrale ∙ © stock.adobe.com/Viacheslav Lopatin

Routenbeispiel: St. Petersburg – Mandrogi – Kishi – Goritsy – Jaroslawl – Uglitsch – Moskau

St. Petersburg
ließ Peter der Große mit prächtigen Palästen, Kirchen und Festungsbauten anlegen. Das Dorf Mandrogi steht für russisches Landleben samt Kunsthandwerk und Wodkamuseum. Auf Kishi, der größten Insel im Onegasee, sind 61 historische Holzbauten zu besuchen. Auf dem See und zwischen den Orten zeigt sich die Weite Russlands. Im Kirill-Beloserski-Kloster nahe Goritsy wird der Mönch Kirill als Heiliger verehrt.

Unter den vielen Sakralbauten in Jaroslawl ist auch das Christi-Verklärungs-Kloster, einst eines der reichsten Russlands. Der pittoreske Kreml in Uglitsch – der befestigte Stadtkern – ist ein Vorgeschmack auf den gewaltigen in Moskau, den Amtssitz des russischen Präsidenten. In der Hauptstadt sind die Christ-Erlöser-Kathedrale, der Fernsehturm Ostankino und das Kaufhaus GUM wichtige Attraktionen.

Auf dem Yangtze unterwegs in China

Die Shibao Pagoda am Shibaozhai in China
Chinesisches Idyll: Pagode in Chongqing ∙ © Shutterstock/bleakstar

Routenbeispiel: Yichang – Dreischluchtendamm – White Emperor City – Fengdu Ghost City – Chongqing

Eine Fahrt auf Chinas längstem Fluss ist oft Teil einer Rundreise durch das Reich der Mitte. Zu den Highlights am Yangtze gehört gleich zu Beginn der Dreischluchtenstaudamm mit dem größten Wasserkraftwerk der Welt. Hier überwindet ein Schiffshebewerk den Höhenunterschied von 113 Metern.

Nach Westen fährt das Schiff dann nicht auf einem Fluss, sondern einem 663 Kilometer langen Stausee weiter. Abstecher führen in relativ unberührte Seitentäler und in die Tempelstädte White Emperor City und Fengdu Ghost City. Chongqing ist mit 32 Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt der Welt.

Auf dem Brahmaputra durch Indien

Fluss Brahmaputra auf der Insel Majuli mit Holzhütten im Hintergrund
Hütten auf Majuli, einer Flussinsel im indischen Bundesstaat Assam ∙ © Shutterstock/Niyor nath

Routenbeispiel: Neamati – Majuli-Insel – Vishnath – Silghat – Sualkuchi

Auch in Indien ist eine Flusskreuzfahrt oft Teil einer Rundreise. In Sibsagar nahe Neamati stehen Tempelanlagen aus sieben Jahrhunderten zwischen den Teeplantagen, für die der Bundesstaat Assam bekannt ist. Die Majuli-Insel stromabwärts ist eine der weltweit größten Flussinseln. Hier werden im Hindukloster Anuati Tanzdramen aufgeführt.

Durch die kleine Tempelstadt Vishnath mit ihrem Shiva-Tempel bietet sich ein Spaziergang an. Nahe Silghat zeigen sich im Kaziranga-Nationalpark bei einer Fahrt in geländegängigen Fahrzeugen mit etwas Glück Hirsche, Elefanten und Panzernashörner. Im Dorf Sualkuchi ist zu erleben, wie Seidenfäden gesponnen, gefärbt und zu Saris verarbeitet werden.

Über den Mekong in Vietnam und Kambodscha

Blick auf den Ankor Wat Tempel in Kambotscha
Die weltberühmten Tempel von Angkor Wat in Kambodscha ∙ © Shutterstock/Dmitry Rukhlenko

Routenbeispiel: My Tho – Cai Be – Sa Dec – Tan Chau – Phnom Penh – Angkor Ban – Kampong Cham – Siem Reap

Ab My Tho nahe Saigon fährt das Schiff nach Cai Be mit seiner gotischen Kathedrale. In einem Herrenhaus in Sa Dec wurde der Roman "Der Liebhaber" verfilmt. Tan Chau kurz vor der Grenze zu Kambodscha ist für seine Seidenwebereien bekannt. In der Hauptstadt Phnom Penh stehen der Königspalast, die Silber-Pagode und die Khmer-Kunst im Nationalmuseum auf dem Programm.

Angkor Ban ist ein Dorf, in dem die traditionellen Häuser auf Stelzen stehen und einige älter als ein Jahrhundert sind. In Kampong Cham wurde der Khmer-Tempel Wat Nokor im elften Jahrhundert aus Sandstein und Laterit erbaut und meisterhaft verziert. Am Endpunkt der nostalgischen Tour, in Siem Reap, steht Angkor Wat, der größte Tempelkomplex der Welt.

Nilkreuzfahrt in Ägypten

Ansicht des Caract Hotels am Nil
Bekannt aus dem Roman von Agatha Christie: Hotel Old Cataract über dem Nil ∙ © iStock.com/Gargolas

Routenbeispiel: Luxor – Edfu – Kom Ombo – Assuan – Luxor 

Eine Flotte von Hotelschiffen ist auf Afrikas längstem Strom unterwegs. Vor der Abfahrt in Luxor ist die Besichtigung des Tals der Könige mit dem Hatschepsut-Tempel am westlichen Nilufer ein Muss. Tempel sind in Edfu dem falkenköpfigen Gott Horus und in Kom Ombo dem Krokodilgott Sobek gewidmet.

Südlich von Assuan staut ein Damm den Nil bis weit in den Sudan hinein auf, liegen üppig bewachsenen Palmemoasen an den Ufern. Im alten Granitsteinbruch wurde ein unvollendeter Obelisk zurückgelassen. Knapp nördlich von Luxor wurde in Karnak im Tempel des Amun-Re und in seiner Widderallee der Roman "Tod auf dem Nil" verfilmt.

Auf Amazonas & Co. durch Brasilien

Schiff auf dem Amazonas bei Sonnenuntergang
Auf einer Amazonasfahrt sind die Passagiere immer ganz nah an der Natur ∙ © Shutterstock/Luc Kohnen

Routenbeispiel: Manaus – Lago Janauary – Anavilhanas Nationalpark – Airão – Novo Airão – Manaus

Von der ehemaligen Kautschukmetropole Manaus mit ihrem Opernhaus von 1896 fahren Schiffe stromaufwärts in den Lago Janauary. Auf einer Fahrt im Beiboot können Kaimane gesichtet werden. Über den Rio Negro wird der Anavilhanas Nationalpark erreicht. Auf einer Trekkingtour lassen sich oft Tukane, Faultiere oder Brüllaffen beobachten.

Die vom tropischen Regenwald überwucherte Ruinenstadt Airão blühte während des Kautschukbooms, in ihrer Nähe sind 800 Jahre alte Felszeichnungen zu erkennen. Bei Novo Airão lassen sich immer wieder die rosaroten Amazonas-Delphine sehen. Praia Grande ist ein herrlich weißer Badestrand am Rio Negro.

Auf dem St.-Lorenz-Strom in Kanada

Blick auf Quebec und den St. Lawrence Fluss mit Boot
Unesco-Weltkulturerbe: Die Altstadt von Ville de Québec bzw. Quebec City ∙ © iStock.com/Pgiam

Routenbeispiel: Kingston – Thousand Islands – Upper Canada Village – Montreal – Quebec City

Der Charme des "Alten Europas" und französische „joie de vivre" werden entlang des St.-Lorenz-Stroms lebendig. Von Kingston am Ontariosee geht es zu den Thousand Islands, von denen 21 den kleinsten Nationalpark Kanadas bilden. Im Freilichtmuseum Upper Canada Village zeigen Mühlen, Sägewerke und Werkstätten das Landleben um 1860.

Montreal ist die zweitgrößte Stadt der Welt mit Französisch als Muttersprache und leistete sich zu den Olympischen Spielen 1976 ein futuristisches Stadion. Die Stadt Québec schließlich, Kapitale der gleichnamigen Provinz, gilt als die europäischste Siedlung Nordamerikas. Sie ist auch die einzige auf dem Kontinent mit einer Stadtmauer.

Helmuth Meyer
Redakteur
Kontakt

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?