Sehenswürdigkeiten in Prag: 23 Tipps und Ausflugsziele

So schön ist Prag: Blick über die Moldau auf den Hradschin mit Burg und Veitsdom
So schön ist Prag: Blick über die Moldau auf den Hradschin mit Burg und Veitsdom © iStock.com/stocklapse

Karlsbrücke, Hradschin, Goldenes Gässchen: Prag ist eine der romantischsten Metropolen der Welt. Die besten Tipps für eine Tour durch die Goldene Stadt.

  • Museen: Alchemisten und Alte Meister

  • Prag mit Kindern

  • Geheimtipps

Prag, die tschechische Hauptstadt an der Moldau, hat zu jeder Jahreszeit Charme. Zu entdecken gibt es zahlreiche spannende Bauwerke, bedeutsame Plätze, gemütliche Kaffeehäuser und einige außergewöhnliche Museen. Ein Überblick.

Karte: Prag auf einen Blick

Hradschin: Geschichtsträchtiger Burgberg

Das historische Prager Stadtviertel Hradschin liegt westlich der Moldau © iStock.com/Bim

Der berühmte Hradschin, die Burgstadt, entwickelte sich als Siedlung im Schatten der Prager Festung. Nach einem Brand im Jahr 1541 entstanden nach und nach die Paläste der böhmischen Adelsfamilien. Um 1600 wurde der Hradschin zur königlichen Stadt ernannt, im 18. Jahrhundert eingemeindet. Heute ist der Hradschin ein Sammelname für den Prager Burgkomplex und alle Paläste, Gebäude, Kirchen und Parks, die sich darin befinden. Zu den Hauptattraktionen gehören der Alte Königspalast, der Veitsdom und das Goldene Gässchen.

Prager Burg: Im Guinness-Buch der Rekorde

Die Prager Burg ist Sitz des tschechischen Präsidenten © Shutterstock/V_E

Stolze 70.000 Quadratmeter – mehr Fläche hat kein Burgareal. Das Guinness-Buch der Rekorde führt das Wahrzeichen von Prag als größte antike Burg der Welt. Um das Jahr 880 entstanden die ersten Holzbauten auf dem Hradschin-Hügel. Über die Jahrhunderte wurde der Wehrbau immer größer, und der Hradschin wurde zur Residenz der böhmischen Könige.

Für das heutige Aussehen der Prager Burg, die Sitz des tschechischen Staatspräsidenten ist, ist Maria Theresia verantwortlich. Die Erzherzogin von Österreich und Königin von Böhmen und Ungarn ordnete Mitte des 18. Jahrhunderts Umbauten an. Unbedingt ansehen sollte man sich den 60 Meter langen und 20 Meter breiten Vladislav-Saal im Alten Königspalast. Neben Krönungsfeierlichkeiten und Bällen wurden dort sogar Ritterturniere veranstaltet.

Phänomenal ist das Deckengewölbe von Benedikt Ried, entworfen zwischen 1493 und 1500. Vom Vladislav-Saal gelangt man in die Böhmische Kanzel, bekannt durch den zweiten Prager Fenstersturz, Auslöser des Dreißigjährigen Krieges.

Tipp: Die pompöse Ablösung der Palastwache vor dem Haupttor der Burganlage findet täglich um 12 Uhr statt.

Veitsdom: Eindrucksvolle Kunstschätze

Begehbares Schmuckkästchen: Die reich verzierte Wenzelskapelle im Veitsdom © iStock.com/Thurtell

Der Bau des Veitsdoms dauerte fast 600 Jahre. Die Kathedrale, Ruhestätte von Kaisern und Königen, ist die größte des Landes und wurde erst 1929 fertiggestellt. Überaus dekorativ präsentiert sich die mit goldenem Stuck und Edelsteinen ausgeschmückte Wenzelskapelle mit dem Grab des Heiligen Wenzel. Sehenswert sind auch die Kronenkammer, die Kapelle der Jungfrau Maria und die Krypta, in der die tschechischen Könige bestattet sind.

Auch der silberne Sarkophag des Heiligen Johannes von Nepomuk hat im Veitsdom Platz gefunden. Die eindrucksvollen Jugendstil-Glasfenster stammen von dem tschechischen Künstler Alfons Mucha. Im Südturm hängt die 17 Tonnen schwere Sigismundglocke, die größte in ganz Tschechien. Es benötigt sechs Glöckner, um sie zu läuten.

Tipp: Das Panorama vom 99 Meter hohen Hauptturm des Veitsdoms ist sensationell. Zuvor sind allerdings 287 Stufen zu erklimmen.

Kloster Strahov: Wunderkammer und Biergarten

Wissen aus Jahrhunderten: Die Bibliothek im Kloster Strahov in Prag © Shutterstock/jorisvo

Bei der Prager Burg befindet sich auch das 1143 gegründete Strahov-Kloster. Es wird von rund 70 Mönchen des Prämonstratenser-Ordens bewohnt. Sehenswert ist die üppig ausgestattete Klosterbibliothek mit über 200.000 Bänden und 3000 Originalmanuskripten, Landkarten und Globen aus dem Mittelalter. Bei der Wunderkammer der Bibliothek handelt es sich um ein Kabinett der Kuriositäten mit naturwissenschaftlichen Sammlungen.

Die Gemäldegalerie beherbergt eine der wertvollsten Klostersammlungen Europas aus Romanik und Gotik. Barocke Wandgemälde und Deckenfresken zieren das Innere der Klosterkirche Mariä Himmelfahrt.

Tipp: In der Klosterbrauerei wird bereits seit dem 13. Jahrhundert das St.-Norbert-Bier gebraut, angeblich das beste Bier in ganz Tschechien. Im klostereigenen Biergarten mit exzellenter böhmischer Küche kann man es nach Herzenslust verkosten.

Goldenes Gässchen: Stein der Weisen

Das Goldene Gässchen an der Innenmauer der Prager Burg wird auch Goldmachergasse genannt © imago images/imagebroker

An der Innenmauer der Prager Burg befindet sich das Goldene Gässchen: 16 bunte, windschiefe Häuschen aus dem 16. Jahrhundert. Es heißt, früher hätten Alchemisten dort versucht, Gold herzustellen und den Stein der Weisen zu finden. Fest steht, dass zuerst die königlichen Burgwachen in den Häusern wohnten. Später zogen Goldschmiede ein, daher stammt wohl der Name Goldenes Gässchen. In dem himmelblauen Haus mit der Nummer 22 lebte zeitweilig der berühmte Schriftsteller Franz Kafka.

Tipp: Früh kommen. Die Top-Sehenswürdigkeit zieht täglich Tausende Menschen an.

Karlsbrücke: Nepomuk, der Glücksbringer

Ein Spaziergang über die Karlsbrücke gehört zum Prag-Besuch dazu © iStock.com/roman_slavik

Auch wer die Karlsbrücke ohne Touristenmassen erleben möchte, sollte zeitig am Morgen vorbeischauen. Die Brücke über die Moldau ist eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Prag. Ein Spaziergang über die Karlsbrücke mit ihren Heiligenstatuen ist ein Muss für jeden Prag-Reisenden. Mit der ältesten Statue des Johannes von Nepomuk von 1683 hat es übrigens etwas Besonderes auf sich: Es soll Glück bringen, wenn man das Relief des Heiligen berührt.

Das Bauwerk aus dem 14. Jahrhundert ist eine der ältesten Steinbrücken in Europa und verbindet die Altstadt mit der Kleinseite. Vom Brückenturm auf der Altstadtseite hat man eine großartige Aussicht. Der Turm gilt als einer der schönsten gotischen Türme überhaupt und wurde 1370 unter Kaiser Karl IV. errichtet.

John-Lennon-Mauer: Lebendige Streetart

Open-Air-Galerie: Die John-Lennon-Mauer in Prag © Shutterstock/emka74

Die John-Lennon-Mauer befindet sich ganz in der Nähe der Karlsbrücke auf der Prager Kleinseite. Es handelt sich dabei um eine Art Open-Air-Galerie, eine bunte Wand voller Streetart an der Außenmauer des Malteser Klostergartens. Seit dem Tod des Beatles-Sängers 1980 zieren die Mauer unzählige Graffitis. Die Botschaften verändern sich ständig. Texte aus Lennon-Songs sind ebenso zu entdecken wie Friedensappelle und politische Statements.

Astronomische Rathausuhr: Technisches Meisterwerk

Die berühmte Prager Rathausuhr stammt aus dem Jahr 1410 © iStock.com/arsenisspyros

Das gotische Altstädter Rathaus aus dem 14. Jahrhundert besticht mit seinen markanten Rund- und Spitzbogenfenstern. Die Hauptattraktion ist aber die astronomische Uhr von 1410, die täglich unzählige Schaulustige anlockt. Sie ist ein Meisterwerk gotischer Technik. Das Kirchenspiel mit den Sonnen, Mondzeigern und Tierkreiszeichen stammt aus dem Jahr 1490. Zu jeder vollen Stunde erscheinen darauf die zwölf Apostel. Dazu wackelt der Tod als Skelett mit dem Kopf. Das Schauspiel dauert 45 Sekunden.

Weniger charmant: Der Uhrmacher Hanus wurde zum Dank für seine Schöpfung mit einem glühenden Schwert geblendet. Keiner anderen Stadt sollte er solch ein Meisterwerk schenken.

Alter Jüdischer Friedhof: Besondere Atmosphäre

Der Alte Jüdische Friedhof in Prag geht auf das 15. Jahrhundert zurück © Shutterstock/Gabor Kovacs Photography

Einer der bedeutendsten jüdischen Friedhöfe in Europa liegt zwischen der Pinkas- und der Klausen-Synagoge. Auffällig am Alten Jüdischen Friedhof sind das malerische, hügelige Erscheinungsbild und die schiefen Grabsteine. Das ist darauf zurückzuführen, dass die Toten in bis zu zwölf Schichten übereinander bestattet wurden. Grund: Der Friedhof im Ghetto durfte nicht erweitert werden. Man nimmt an, dass dort die Überreste von über 100.000 Menschen liegen. Das älteste Grab datiert aus dem Jahr 1439, die letzte Beisetzung ist 1787 dokumentiert.

Altneu-Synagoge: Golem auf dem Dachboden

Die Altneu-Synagoge aus dem 13. Jahrhundert ist die älteste erhaltene Synagoge in Europa © mauritius images/Ivoha/Alamy

Die älteste noch erhaltene Synagoge in Europa wurde um 1270 erbaut. Noch heute wird sie für Gottesdienste genutzt und kann besichtigt werden. Mit ihrem steil aufragenden Satteldach und den gotischen Giebeln ist die Altneu-Synagoge zwischen all den klassizistischen Bürgerhäusern in der Prager Josefstadt nicht zu übersehen. Sie war einst der Mittelpunkt des historischen Judenviertels, das Anfang des 20. Jahrhunderts abgerissen wurde.

Laut einer Legende sollen sich auf dem Dachboden die Überreste des Prager Golems befinden. Rabbi Löw soll jenen Golem, ein Geschöpf der jüdischen Mystik, vor 400 Jahren aus Staub und Erde geschaffen haben.

Jerusalem-Synagoge: Weltweit einmalig

Blick in die prachtvolle Jerusalem-Synagoge © Shutterstock/marcobrivio.photo

Sie ist die jüngste und größte Synagoge in Prag. Die Jerusalem-Synagoge mit ihren 850 Sitzplätzen wurde 1906 eingeweiht. Die farbige Fassade mit einem faszinierenden Mix aus verspieltem Jugendstil und maurischer Bauweise ist ein Blickfang in der Prager Neustadt. Ebenso prächtig ist die schmuckvolle Innenausstattung im Wiener Jugendstil. Dieses Interieur ist weltweit einmalig für eine Synagoge.

Tipp: Regelmäßig finden in der Jerusalem-Synagoge Orgelkonzerte statt.

Petrin-Aussichtsturm: Eiffelturm in Prag

Paris in Prag: Aussichtsturm auf dem Petrin-Hügel © iStock.com/iCaptureLight

Auch Prag hat seinen Eiffelturm: Eine verkleinerte Nachbildung des Pariser Wahrzeichens steht auf dem 318 Meter hohen Petrin-Berg. Schon die Fahrt mit der Standseilbahn zum Turm ist ein Erlebnis. Zudem befindet man sich in einem der schönsten Parks der Stadt. 299 Stufen führen auf die Aussichtsplattform. Belohnt wird man mit einem grandiosen Blick auf Prag und die Moldau.

Wenzelsplatz: Prags Prachtboulevard

Prager Ikonen: Der Wenzelsplatz mit dem Nationalmuseum © Shutterstock.com/Roman Kybus

Der berühmte Wenzelsplatz in der Prager Neustadt ähnelt mit seinen gut 750 Metern Länge einem Prachtboulevard. Wo sich heute Luxushotels, Kaufhäuser, Boutiquen, Cafés und Bars befinden, wurden im Mittelalter Pferdemärkte abgehalten. Über den Platz wacht das Wenzelsdenkmal aus dem Jahr 1912. Mehr als einen Blick wert sind die stolzen Bürgerpaläste von einst, etwa das Hotel Europa, das Haus Diamant und das Palac Koruna.

Auf dem Wenzelsplatz haben sich wichtige historische Ereignisse zugetragen, etwa die Demonstrationen von 1968, als Prager Bürgerinnen und Bürger gegen den Einmarsch der Truppen des Warschauer Pakts demonstrierten.

Nationalmuseum: Die perfekte Filmkulisse

Im Pantheon des Nationalmuseums stehen Statuen berühmter Prager Persönlichkeiten © Shutterstock/kamilpetran

Wissenswertes über die Geschichte des Wenzelsplatzes ab 1918 vermittelt eine Ausstellung im Nationalmuseum. Das älteste und größte Museum Tschechiens aus dem Jahr 1818 dominiert das obere Ende des Platzes. Höhepunkte in dem umfangreichen Repertoire aus 13 Millionen Exponaten sind die naturwissenschaftlichen Abteilungen mit der Evolutionsgeschichte.

Kinofans dürfte das imposante Innere des Nationalmuseums bekannt vorkommen. Die Räumlichkeiten dienten als Kulisse für "Mission Impossible" mit Tom Cruise und den Bond-Blockbuster "Casino Royal" mit Daniel Craig.

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Museen in Prag

Messepalast: Von Renoir bis Klimt

Kunsttempel: Die Nationalgalerie im Messepalast beherbergt Bildhauerei, Malerei und Grafik © mauritius images/Aivita Arika/Alamy

Tschechische und internationale Kunst des 19. bis 21. Jahrhunderts zeigt die Nationalgalerie im Messepalast. Im dem funktionalistischen Bauwerk aus dem Jahr 1928 sind Meisterwerke von Picasso, Klimt, Renoir und van Gogh, aber auch viele Exponate aus Design, Fotografie und Grafik ausgestellt.

Palais Schwarzenberg: Meister im Renaissancepalast

Im Prager Palais Schwarzenberg wird die Kunst Alter Meister präsentiert © dpa/Christoph Mohr

Alte Meister in prachtvollen Räumlichkeiten: Gemälde und Plastiken aus dem 16. bis 18. Jahrhundert bilden den Schwerpunkt der Ausstellung im Palais Schwarzenberg. Vertreten sind etwa Lucas Cranach, Hans Holbein, Peter Paul Rubens und Albrecht Dürer. Bereits das dreiflügelige Museumgebäude ist ein Hingucker und gehört zu den schönsten Palästen der Prager Renaissance.

Mucha-Kunstmuseum: Blühender Jugendstil

Werke von Alfons Mucha und weitere Jugendstil-Arbeiten der Jahrhundertwende sind im Mucha-Museum zu besichtigen © stock.adobe.com/kohanova1991

Theaterplakate und Werbedrucke mit Ornamenten, Blüten und verführerischen Frauen machten den tschechischen Jugendstil-Künstler Alfons Mucha (1860 – 1939) weltberühmt. Das Mucha-Kunstmuseum im barocken Palais Kaunitz zeigt einen Querschnitt seiner Arbeiten, zum Beispiel Plakate aus der Pariser Zeit und Gegenstände aus seinem Besitz. Auch ein Film über Muchas Leben und Werk ist zu sehen.

Prag mit Kindern

Geheimnisse der Alchemie

Das Alchemie-Museum Speculum Alchemiae ist in einem Alchemistenlabor aus dem 16. Jahrhundert untergebracht © mauritius images/jacky chapman/Alamy

Da sieht Harry Potter alt aus: Im Speculum Alchemiae im Jüdischen Viertel wird man in die wahren Geheimnisse der Alchemie und Magie eingeweiht – und damit auch in die faszinierende okkulte Geschichte Prags. Das original Alchemistenlabor aus dem 16. Jahrhundert wurde bei Renovierungsarbeiten wiederentdeckt. Tipp: Im Museumsshop werden Elixiere nach Originalrezepten der Alchemisten verkauft. Wie wär’s denn mal mit einem Elixier der ewigen Jugend?

Illusion Art Museum: Verrückte Selfies

Im Illusion Art Museum in Prag gibt es optische Täuschungen und Überraschungen an jeder Ecke © I am Prague/Vojtech Vlk

Bitte vorher die Smartphones aufladen: Im Illusion Art Museum im ersten Stock der Galerie Myšák kann man die unglaublichsten Fotos machen. Optische Täuschung und Illusionen, rund 100 interaktive Unterhaltungsexponate – ein Museumsbesuch ist der perfekte Spaß für die ganze Familie. Auch junge Kunstinteressierte werden von den Werken berühmter Illusionskünstlerinnen und -künstler begeistert sein.

Im Tal der Elefanten

Elefantengehege im Prager Zoo © Shutterstock/SergeyPhoto7

5000 Tiere leben im Prager Zoo. Dank seiner einzigartigen Lage auf einem Hügel am Moldau-Ufer zählt er zu den schönsten Tierparks der Welt. Ob im Tal der Elefanten, im indonesischen Dschungel oder im Afrikahaus – es gibt sehr viel zu bestaunen und zu erleben. Für kleine Kinder gibt es zudem einen Streichelzoo.

Geheimtipps für Prag

Sightseeing per Straßenbahn

Preisgünstige Stadtrundfahrt: Unterwegs durch Prag mit der Straßenbahn 22 © imago images/Peter Erik Forsberg

Tramfahren ist die schönste Art, Prag zu besichtigen, und dazu preiswert und unkompliziert. So ruckelt die Straßenbahn 22 mitten durch die historischen Viertel. Etwas teurer ist die Fahrt mit der historischen Tram 41, inklusive Originalwaggons und hölzernen Sitzen. Die Route verläuft vom Prager Schloss durch die Altstadt und überquert gleich zweimal die Moldau. Alle wichtigen Sehenswürdigkeiten liegen auf dieser Strecke.

Das Tanzende Haus

Das Tanzende Haus zählt zu den architektonischen Highlights in Prag © Shutterstock/Torben Knauer

Man traut seinen Augen kaum: Ein Haus, das schwankt? Waren die Maurer etwa betrunken? Keineswegs: Das Tanzende Haus mit der Nummer 6 in der Straße Rašínovo nábřeží hat der weltberühmte Architekt Frank Gehry mit entworfen. Wegen seiner geschwungenen Linien wird es von den Pragern "Ginger und Fred" genannt, nach dem legendären amerikanischen Tanzpaar Ginger Rogers und Fred Astaire.

Grand Café Orient: Kubismus probieren

Das Grand Café Orient gehört zu den schönsten Kaffeehäusern in Prag © laif/Raffaele Celentano

Die Prager Cafés sind seit jeher eine Institution. Sie dienten als literarische Salons und manch armen Poeten als Wohnzimmer und Postadresse. Ein Juwel ist das kubistische Grand Café Orient im ersten Stock des Hauses Zur schwarzen Muttergottes. Allein das spiralförmige Treppenhaus ist einen Besuch wert. Unbedingt probieren: die kubistischen Cremekringel.

Text: Hans Schloemer