Sehenswürdigkeiten in Köln: Die besten Tipps

Blick auf die Hohenzollernbrücke und den Kölner Dom in der Dämmerung
Blick auf die Hohenzollernbrücke und den Kölner Dom in der Dämmerung © iStock.com/jotily

Köln, die rheinische Frohnatur unter den Städtezielen, ist unbedingt eine Reise wert. Die spannendsten Sehenswürdigkeiten zwischen Kölner Zoo und Rheinauhafen plus Karte.

  • Kathedrale, Kunst und Karneval: Die besten Köln-Tipps

  • Köln mit Kindern: Was richtig Spaß macht

  • Brauhauskultur: Wo kölsche Lebenslust überschäumt

In Köln gibt es fast an jeder Straßenecke etwas zu entdecken: Museen von Weltrang, steinerne Überreste aus Römerzeiten, die wohl berühmteste Kathedrale Deutschlands und jede Menge grüne Oasen. Bei einer Erkundungstour empfiehlt es sich daher, auch mal vom Plan abzuweichen und sich treiben zu lassen – frei nach dem kölschen Motto "Et kütt wie et kütt" (Es kommt, wie es kommt).

Kölner Dom: Weltkulturerbe der Superlative

Der Dreikönigsschrein im Kölner Dom © Shutterstock/Uwe Aranas

Mit mehr als sechs Millionen Besuchern im Jahr ist der Kölner Dom die meistbesuchte Sehenswürdigkeit Deutschlands. Das Wahrzeichen Kölns gilt als eines der größten Meisterwerke gotischer Architektur. Der Grundstein wurde am 15. August 1248 zum Fest Mariä Himmelfahrt gelegt – bis zur Vollendung des Doms dauerte es 632 Jahre. 1530 wurde der Bau aus Geldmangel gestoppt, 1842 fortgesetzt und 1880 fertiggestellt. Heute zählt die 157 Meter hohe und 144,5 Meter lange Kathedrale zum Welterbe der UNESCO.

Über 20.000 Menschen finden in dem gewaltigen Bauwerk Platz. Zu den wichtigsten Schätzen des Doms gehört der Dreikönigsschrein. Die darin aufbewahrten Gebeine sollen den Heiligen Drei Königen gehören. Weitere Reliquien sind der Petrusstab und die Petruskette.

Tipp: Wer schwindelfrei ist, kann eine Führung über die Dächer des Gotteshauses buchen – ein unvergessliches Erlebnis.

Rheinauhafen: Kölns coole Flaniermeile

Hingucker im Kölner Rheinauhafen sind die drei 60 Meter hohen Kranhäuser © Shutterstock/ Lukas Bischoff

Sehen und gesehen werden: Der Rheinauhafen ist Kölns noble Flaniermeile in der Südstadt, Yachthafen, coole Cafés, schicke Restaurants und Galerien inklusive. Das Quartier bietet einen spannenden Mix aus denkmalgeschützten Gebäuden und moderner Architektur.

Die an Lastkräne erinnernden Gebäude beherbergen luxuriöse Eigentumswohnungen und Bürokomplexe. Der "Dicke Herkules" von 1897 ist einer von sechs noch erhaltenen Hafenkränen, die hier einst zum Verladen von Fracht eingesetzt wurden. Die Severinsbrücke verbindet das Areal mit dem rechtsrheinischen Stadtteil Deutz. Gut zu wissen: Mit seinen 1380 Stellplätzen ist das Parkhaus des Rheinauhafens Europas längste Parkgarage.

Tipp für Rennsport-Fans: Im nahegelegenen Deutschen Sport- und Olympiamuseum, das in einer ehemaligen Zoll- und Lagerhalle untergebracht ist, steht ein original Formel-1-Bolide von Michael Schumacher.

Schokoladenmuseum: Mit allen Sinnen genießen

Kostprobe: Im Kölner Schokoladenmuseum gibt es einen Schokoladenbrunnen © Koeln Tourismus GmbH/Dieter Jacobi

Kölns vielleicht süßeste Versuchung: Das Schokoladenmuseum ist das perfekte Ausflugsziel für Familien. Der Wirklichkeit gewordene Traum des Kölner Schokoladenfabrikanten Hans Imhoff zieht jährlich 600.000 Besucher an.

Zu den Highlights zählt das Tropenhaus mit Kakaobaum und tropischem Klima. Wie die süße Leckerei hergestellt wird, lernt man in der gläsernen Schokoladenfabrik. Zwischendurch dürfen die Besucherinnen und Besucher auch immer wieder mal naschen, zum Beispiel am drei Meter hohen Schokoladenbrunnen in Form einer goldenen Kakaobohne.

Hohenzollernbrücke: Wallfahrtsort für Verliebte

Die Kölner Hohenzollernbrücke zählt zu den meistbefahrenen Brücken Europas © Shutterstock/Aliaksandr Antanovich

Zwischen 1907 und 1911 errichtet, ist die Hohenzollernbrücke die einzige Brücke Kölns, die nicht durch Bomben zerstört wurde. Vielmehr sprengte 1945 die Wehrmacht das Bauwerk, um den Alliierten die Überquerung des Rheins zu erschweren. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Hohenzollernbrücke schrittweise wiederaufgebaut. Seit 1997 steht sie unter Denkmalschutz.

Heute ist die Hohenzollernbrücke eine der wichtigsten Brücken im europäischen Eisenbahnnetz. An beiden Seiten der Gleise führen Geh- und Radwege entlang, von denen aus sich ein herrlicher Blick auf Kölns Skyline bietet. Und auch die Brückengeländer selbst, von bunten Liebesschlössern übersät, sind sehenswert. Seit Jahren schon befestigen verliebte Paare ihr mit Namen und Datum versehenes Schloss am Brückengitter und werfen den Schlüssel symbolträchtig in den Rhein.


Altstadt: Hier schlägt das Herz von Köln

Der Fischmarkt in der Kölner Altstadt liegt nahe der romanischen Kirche Groß St. Martin © Shutterstock/Trabantos

Urige Gassen, farbenfrohe Häuschen, gemütliche Kneipen, Denkmäler und Brunnen – in der Kölner Altstadt kann man herrlich bummeln. Vorbei an den urkölschen Figuren von Tünnes und Schäl und dem Heinzelmännchenbrunnen geht es durch das ehemalige Handwerker- und Handelsviertel.

Auch spannende Museen sind hier zu finden, etwa das Römisch-Germanische Museum oder das Farina-Duftmuseum. Den Mittelpunkt bildet der Alter Markt oder "Alder Maat", wie die Kölner sagen, mit dem reich verzierten Rathausturm. Bei gutem Wetter genießen Menschen aus aller Welt auf den Terrassen der Cafés und Restaurants ein frischgezapftes Kölsch.

Tipp: In Papa Joe’s Jazzlokal Em Streckstrump* am Buttermarkt spielen jeden Abend andere Jazzbands auf, sonntags sogar zwei.

Melatenfriedhof: Die etwas andere Köln-Sehenswürdigkeit

Grabsteine und Denkmäler am Melatenfriedhof in Köln © Shutterstock/Schillermedien

Der Melatenfriedhof ist eher untypisch für eine Begräbnisstätte. Denn für viele Kölner ist er eine grüne Oase der Ruhe und Erholung. In dem 435.000 Quadratmeter großen Landschaftsschutzgebiet leben mehr als 40 Vogelarten, Eichhörnchen und Fledermäuse. Der über 200 Jahre alte Friedhof erzählt zugleich ein Stück Kölner Stadt- und Sozialgeschichte.

Prominente Kölner wie Willy Millowitsch, Alfred Biolek, Guido Westerwelle oder Dirk Bach ruhen hier – zwischen rund 55.000 Gräbern, imposanten Denkmälern und prachtvollen Parkanlagen. Der wohl bekannteste Bereich des Friedhofs ist die Millionenallee. Dort befinden sich die monumentalsten und teuersten Gräber. Die meisten sind reich verziert mit Motiven aus der griechischen und römischen Kunst, des Neubarock und der Neorenaissance.

Flora, Kölner Zoo und Skulpturenpark

Ein Brunnen im Botanischen Garten in Köln © Shutterstock/Ado van de Filmchens

Gleich neben dem Kölner Zoo, der für seinen weitläufigen Elefantenpark berühmt ist, liegt der liebevoll gestaltete Botanische Garten. Mit mehr als 12.000 Pflanzen aus allen Klimazonen der Erde lädt die 11,5 Hektar große Parkanlage zum Entspannen und Flanieren mitten in der Großstadt ein. Palmenallee, Laubengänge, Iris- und Liliengärten, Tropenhaus und unzählige Duftpflanzen machen den Garten zu einem Erlebnis.

Der Flora-Park, angelegt 1864 von Peter Joseph Lenné, enthält Elemente des französischen Barock, der italienischen Renaissance und des englischen Landschaftsgartens. Mittelpunkt der Anlage, die 1920 mit dem Botanischen Garten vereinigt wurde, ist der Glaspalast Orangerie nach dem Vorbild des Londoner Crystal Palace.

Nur ein paar Schritte sind es bis zum Skulpturenpark. Der Abstecher lohnt: In dem 35.000 Quadratmeter großen Grünbereich kann man spektakuläre Kunst unter freiem Himmel bewundern. Alle zwei Jahre werden neue zeitgenössische Skulpturen ausgestellt.

Kölner Seilbahn: Hoch über dem Rhein

Seit mehr als 60 Jahren bietet die Kölner Seilbahn tolle Ausblicke auf die Metropole © imago images/Marc John

Kölner Dom, Hohenzollernbrücke & Co. aus der Vogelperspektive bewundern: Die Kölner Seilbahn schwebt über die Zoobrücke und den Rhein. Bei dem sechsminütigen Gondelausflug vom Rheinpark auf der "Schäl Sick" in den linksrheinischen Zoo ist ein atemberaubendes Panorama auf viele Köln-Sehenswürdigkeiten inklusive. Als "Schäl Sick", rheinisch für "falsche Seite", bezeichnen die links des Rheins wohnenden Menschen in Köln augenzwinkernd die Stadtviertel rechts des Rheins.

Tipp: Regelmäßig finden Nachtfahrten statt – im Lichtermeer der Domstadt ist die 930 Meter lange Rheinüberquerung noch aufregender.

Schifffahrt auf dem Rhein: Leinen los

Perspektivwechsel: Köln lässt sich auch vom Wasser aus entdecken © iStock

Es lohnt sich, Köln und seine Sehenswürdigkeiten vom Wasser aus zu erleben. Verschiedene Anbieter haben sich auf Rund- und Ausflugsfahrten spezialisiert, etwa die Köln-Düsseldorfer Rheinschifffahrt* oder die Kölntourist Personenschifffahrt*. Interessierte haben die Wahl zwischen einer einstündigen Panoramafahrt, der "Großen Kölner Hafentour", einer Ausflugsfahrt ins Siebengebirge oder auch einer Abendfahrt mit Lounge-Musik und DJ. Zudem gibt es zahlreiche Themenfahrten.

Kölner Karneval: Kölle alaaf!

Kölle alaaf! Auch in Pandemiezeiten findet der Karneval unter besonderen Auflagen statt © imago images

Man muss den Kölner Karneval miterlebt haben, um das kölsche Lebensgefühl zu verstehen. Der Startschuss fällt alljährlich am 11.11. um 11.11 Uhr am Alter Markt. Tausende Jecken feiern dann zu den Liedern der Höhner, Bläck Fööss & Co. den Karnevalsbeginn und die Vorstellung des Kölner Dreigestirns. Der Prinz, der Bauer und die Jungfrau – alles Männer – regieren das närrische Volk. Es folgen unzählige Sitzungen und Karnevalsbälle.

Am Donnerstag vor Aschermittwoch wird um 11.11 Uhr der Straßenkarneval eröffnet. Von da an herrscht Ausnahmezustand, ganz Köln ist in den Kneipen und auf der Straße. Am Karnevalssonntag finden die Kölner Schull- un Veedelszöch, die Schul- und Stadtteilzüge, statt. Daneben veranstalten viele Stadtviertel, die sogenannten Veedel, zwischen Karnevalsfreitag und Karnevalsdienstag eigene Umzüge. Offizieller Höhepunkt ist der Rosenmontagszug. Der größte Karnevalszug Deutschlands zieht Hunderttausende an und hat eine Länge von acht Kilometern.

Museum Ludwig: Pop-Art, Polke und Picasso

Das Museum Ludwig in Köln beherbergt die größte Pop-Art-Sammlung Europas © Koeln Tourismus GmbH/Thomas Riehle

Herausragende Werke von Roy Lichtenstein, Jasper Johns und Andy Warhol sind im Museum Ludwig zu bewundern. Die Sammlung amerikanischer Pop-Art ist die größte außerhalb der USA. Editionen von Sigmar Polke, eine bedeutende Picasso-Kollektion und eine der umfangreichsten Sammlungen der russischen Avantgarde der 1920er-Jahre sind weitere Highlights. Auch die Ausstellung zur Geschichte der Fotografie mit rund 70.000 Exponaten ist sehenswert.

Wallraf-Richartz-Museum: Kunst aus 700 Jahren

Im Wallraf-Richartz-Museum sind u.a. bedeutende Gemälde des Barock zu bewundern © Koeln Tourismus GmbH/Dieter Jacobi

Auch das Kölner Wallraf-Richartz-Museum ist ein Muss für Kunstinteressierte. Von Rembrandt bis van Gogh, von Dürer bis Liebermann sind Meisterwerke aus 700 Jahren Kunstgeschichte ausgestellt. Besonders umfangreich ist das grafische Kabinett mit 75.000 Blättern aus dem Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert – Zeichnungen, Radierungen, Aquarelle. Tipp: Die wunderschöne "Muttergottes in der Rosenlaube" von Stefan Lochner aus dem 15. Jahrhundert sollte man nicht verpassen.

Kölner Brauhäuser: Herzhaft und herzlich

Darf in keinem Kölner Brauhaus fehlen: Ein gefüllter Bierkranz © KoelnTourismus GmbH/ Dieter Jacobi

Wer Geselligkeit, herzhafte Gerichte und perfekt gezapftes Kölsch aus dem Fass zu schätzen weiß, ist hier goldrichtig. Die Kölner Brauhäuser sind Institutionen der rheinischen Küche und Trinkkultur. Rustikaler Charme trifft auf Weltläufigkeit: Nirgends sonst wird die kölsche Lebensart so sehr gepflegt, kommt die kölsche Gastlichkeit so klar zum Vorschein. Die meisten "Schankhäuser" entstanden bereits im 19. Jahrhundert und waren direkt an eine Brauerei angeschlossen. So kam das Bier immer frisch aus dem Braukeller.

Die gute Seele jedes Kölner Brauhauses ist der Köbes der Kellner, der das Kölsch kredenzt. Sein wichtigstes Utensil ist der Bierkranz, in dem er die Kölsch-Stangen (0,2 Liter Inhalt) verteilt. Denn im Brauhaus bestellt man kein Bier, man bekommt es vom Köbes zugeteilt. Ist das Glas leer, stellt der Köbes ungefragt das nächste auf den Tisch. Genug getrunken? Dann muss der Bierdeckel aufs Glas gelegt werden.

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Köln mit Kindern

Odysseum: Abenteuer mit der Maus

Experimentierstationen im Odysseum Köln © Koeln Tourismus/Uwe Voelkner

Spiel, Spaß, Bewegung, interaktiv, analog und digital – das Abenteuermuseum an der Corintostraße steht ganz im Zeichen von entdecken und erleben. Ob gemeinsames Spielen in den Ravensburger Spielewelten, ein Ausflug ins Universum der berühmten "Sendung mit der Maus" oder mal eben den Mars besiedeln: Im Odysseum wird es Kindern und Erwachsenen so schnell nicht langweilig.

Jump-House: Trampolin mit 3D-Effekt

Das Gefühl von Schwerelosigkeit kann man im Kölner Jump-House* an der Köhlstraße erleben. Die riesige Trampolin-Arena, deren Wände ebenfalls Trampoline sind, bietet Groß und Klein genug Platz zum Austoben. VR-Spiele und actionreiche Ninja-Parcours ergänzen das Angebot.

Time Ride: Zeitreise per Straßenbahn

Als wäre man selbst dabei gewesen: In das Köln der legendären 1920er-Jahre führt das Multimediaerlebnis Time Ride* am Alter Markt. Highlight ist die virtuelle Fahrt mit der historischen Straßenbahn – ein kölscher Fahrer, Straßengeräusche, Fahrtwind und holpernde Bahnschienen inklusive. Die 45-minütige Zeitreise kann mit Kindern ab sechs Jahren besucht werden.

Text: Hans Schloemer

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