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Wichtige Tipps vor dem Kindersitzkauf


Grundsätzlich sollte man sich bei einem Kindersitzkauf an Testurteilen orientieren. Insbesondere „Billig-Kindersitze“ erfüllen zwar die gesetzlich vorgeschriebenen Mindestanforderungen, weisen aber bei den höheren ADAC-Anforderungen häufig Mängel in der Sicherheit und Bedienung auf.

Unter Umständen sind günstige Auslaufmodelle von Markenherstellern, für die Testergebnisse (aus vergangenen Tests) vorliegen, die bessere Wahl. Es ist unumgänglich, mit Kindersitz und Kind im eigenen Fahrzeug eine Einbauprobe durchzuführen. Nicht jeder Kindersitz passt gleich gut in jedes Fahrzeug: Positionen und Längen der Gurte variieren, aber auch die Steilheit der Rückbank kann zum Beispiel Einfluss darauf haben, wie gut der Sitz passt, und ob das Kind sich wohl fühlt.

Vor allem bei älteren Fahrzeugen können durch lange Gurtschlossbefestigungen oder eine ungünstige Gurthöhe Probleme mit der Standfestigkeit bei bestimmten Kindersitzen auftreten. Bei Sitzerhöhern mit Rückenstütze kommt es teilweise vor, dass sich der Gurt nicht mehr selbständig aufrollt, wenn sich das Kind nach vorne beugt. Der Kindersitz muss möglichst stramm und standsicher im Fahrzeug eingebaut werden können. Insbesondere bei rückwärtsgerichteten Systemen (z.B. Babyschalen) sollte geprüft werden, ob die Gurtlänge im Fahrzeug ausreicht. Von Vorteil ist eine gute Beratung in einem Fachgeschäft, denn Bedienungsfehler wirken sich negativ auf die Sicherheit aus. 

Auf jeden Fall sollte der neue Kindersitz nach der neuesten Prüfnorm (ECE R 44/04) zugelassen sein. Zu erkennen ist dies an einem am Kindersitz angebrachten Prüfsiegel: Wenn die Prüfnummer unter dem E in einem Kreis mit 04... beginnt, ist dies die neue ECE R 44/04. Kindersitze mit der Prüfnorm ECE R 44/03 (Prüfnummer beginnt mit 03…) dürfen weiterverwendet werden. Seit 1. Juli 2009 sollen diese vom Handel nicht mehr verkauft werden, ein Verkaufsverbot wurde in Deutschland jedoch nicht erlassen.

Seit 2014 gibt es eine neue, alternative Norm für Kindersitze (ECE-R129, i-Size). Bei diesen Systemen muss das Kind bis 15 Monaten rückwärtsgerichtet und somit sicherer transportiert werden. Sinn der neuen Norm ist, dass nicht jeder Sitz für jedes Fahrzeug einzeln vom Kindersitzhersteller freigegeben werden muss, sondern dass die Fahrzeuge gewisse Parameter erfüllen müssen, und damit automatisch für alle i-Size-Sitze zugelassen sind.
 
Checkliste für den Kindersitzkauf:

  • Erstellen Sie eine Liste der für Sie in Frage kommenden Sitze aus den ADAC Kindersitztests des aktuellen und der vergangenen Jahre 
  • Gehen Sie mit dieser Liste zu einem Fachhändler und suchen Sie sich einen Sitz, der folgende Kriterien erfüllt:

    • Kann ich den Sitz selbst im Auto ein- und ausbauen?
    • Steht der Sitz stabil im Auto und wackelt nicht?
    • Sitzt das Kind bequem im Sitz?
    • Kann ich das Kind gut an- und wieder abschnallen?
    • Bei Sitzen, in denen das Kind mit dem Dreipunktgurt des Fahrzeugs gesichert ist: Wird der Gurt wieder sauber zurückgezogen, nachdem sich das Kind nach vorne gebeugt hat?
    • Achten Sie bei Sitzen mit ISOFIX-Befestigung darauf, dass Ihr Fahrzeug für den Sitz freigegeben ist (die Kindersitzhersteller erstellen hierfür Listen, die im Internet und im Fachhandel zu finden sind). 
    • Sitze nach der i-Size-Norm werden nicht mehr für einzelne Fahrzeugmodelle freigegeben. Erfüllt ihr Fahrzeug die i-Size-Norm, können Sie jeden i-Size-Sitz verwenden.
  • Wenn Sie den Sitz in mehreren Fahrzeugen verwenden, machen Sie die Einbauprüfung möglichst in allen Fahrzeugen.

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