Škoda Kamiq: Kleiner SUV im Coupé-Look  

26.2.2019

Nach Kodiaq und Karoq bringt Škoda den Kamiq als drittes SUV-Modell der Marke. Das Auto wird alles bieten, was sich Kunden heute wünschen, sagt Skoda. Alle Fotos, erste technische Daten, Preis sowie Termin der Markteinführung

Skoda Kamiq schräg von vorne
Kommt im Sommer zum Händler: Neuer Skoda Kamiq
  • Der Kamiq ist der dritte und kleinste SUV von Škoda
  • Trotz coupéhafter Kleinwagen-Karosserie bietet er erstaunlich viel Platz 
  • Motorenprogramm: drei Benziner, ein Diesel und ein Erdgasmotor zur Wahl

 

Jetzt sind die Daten offiziell: Während das Flaggschiff Kodiaq 4,70 Meter misst und der Karoq über 4,38  Meter, wird sich der neue Kamiq (übersetzt: "zweite Haut") mit 4,24 Meter Länge begnügen. Die Breite wird 1,79 betragen und die Höhe 1,53 Meter. Škoda nutzt für den Kamiq die Kleinwagen-Architektur des VW-Konzerns, auf der auch der Seat Arona und der ab April erhältliche VW T-Cross gebaut werden. Die Platzverhältnisse werden sich also kaum unterscheiden.

Langer Radstand, viel Platz im Innenraum 

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Skoda Kamiq schräg von hinten
Verdammt schick: Dynamische Linien, coupéhaftes Heck 

Das heißt aber nicht, dass es den Insassen an Platz mangeln muss. Das Kofferraumvolumen des Kamiq gibt Škoda mit immerhin 400 bis 1395 Litern (bei umgeklappten Rücksitzlehnen) an. Besonderheit des Kamiq gegenüber seinen Konzernbrüdern ist der im Vergleich etwas längere Radstand von 2,65 Meter.

Škoda betont, dass dadurch mehr Kniefreiheit für die hinten Sitzenden ermöglicht wird. Erste  Computer-Illustrationen zeigten eine scharf geschnittene Karosserie mit škodatypischer Front und coupéhaftem Heck. Ganz so schnittig wird das Serienauto zwar nicht, aber die Form ist immer noch höchst attraktiv, wie Skoda jetzt mit dem echten Bildmaterial beweist.

Škoda Kamiq: Touchscreen mit 9,2-Zoll-Display

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Skoda Kamiq Cockpit
Blick nach innen: Modernes Infotainment, DSG-Automatik auf Wunsch

Auch der Innenraum ist höchst attraktiv gestaltet und bietet auf Wunsch alles, was das Herz des Kunden begehren könnte. Der Fahrer blickt auf klassische Anzeigen hinter dem Lenkrad, mit großem Drehzahlmesser und Tachoskala. Die Klimabedienung ist klassisch gehalten, mit griffigen Drehreglern für die Temperatur sowie schnell auffindbaren Tasten für die Sitz- und Heckscheibenheizung. Türverkleidungen und Armaturenträger sind weich unterschäumt, alle Oberflächen angenehm anzufassen, erklärt Skoda in der Pressemitteilung. 

Navigation und Infotainment sind bei der Topversion in einem 9,2 Zoll großen Touchscreen-Displayauf der Mittelkonsole untergebracht. Das Infotainmentsystem Bolero bietet ein 8-Zoll-Display, beim Einstiegssystem Swing mit vier Lautsprechern vorn ist der Monitor 6,5 Zoll groß. Bolero und Amundsen bieten acht Lautsprecher, das optionale ŠKODA Soundsystem mit 405 Watt Ausgangsleistung verfügt über zehn Lautsprecher, so Skoda. Dank stetiger Vernetzung sind Online-Nachrichten, Wetterinformationen, Parkplatzsuchen oder auch aktuelle Kraftstoffpreise verfügbar. DerSprachcomputer soll laut Skoda natürlich gesprochene Sätze sowie (mit der Zeit) Dialekte verstehen.       

Auf Wunsch gibt es zudem zweigeteilte LED-Frontscheinwerfer, bei denen das Tagfahrlicht aussieht, als wenn vier Edelsteine über den Hauptscheinwerfern funkeln würden (siehe Bildergalerie). Beim Blinken machen die zuständigen LEDs eine optische Wischbewegung in die Abbiegerichtung – ein Detail, das wir von Audi-Modellen kennen. Weitere mögliche Extras: Türkantenschutz, elektrische Heckklappe, elektrische Anhängerkupplung zum Ausschwenken, Sitzheizung hinten, Einparkassistent, City-Notbremssystem, adaptive Geschwindigkeitsregelung mit Stop-and-go-Funktion, automatisches Fernlicht und vieles mehr.

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Mini-SUV: Wie gut sind die kleinen Flitzer?

Motoren, Preis, Markteinführung

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Skoda Kamiq Schriftzug
Namensgebung: Skoda-SUV fangen mit K an und enden mit Q 

Klarheit besteht jetzt auch über das Motorenangebot: Zur Wahl stehen drei Benziner, ein Diesel sowie eine Version mit Erdgas-Antrieb (CNG). Das Leistungspektrum reicht von 95 bis 150 PS. Der 1,5-Liter-Benziner arbeitet mit Zylinderabschaltung, abgekürzt ACT (siehe Tabelle). Alle Motoren ab 115 PS Leistung können mit DSG-Automatik geordert werden. 

Der Preis für die Einstiegsversion mit 1,0-Liter-Benziner sollte bei unter 20.000 € beginnen. Die Markteinführung des Škoda Kamiq ist für Mitte des Jahres bzw. zu Beginn der zweiten Jahreshälfte 2019 geplant.

Motor Leistung
1.0 TSI 70 kW/95 PS
1.0 TSI 85 kW/115 PS
1.5 TSI ACT 110 kW/150 PS
1.6 TDI SCR 85 kW/115 PS
1.0 G-TEC 66 kW/90 PS

 

Text: Wolfgang Rudschies. Fotos: PR.

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