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Restalkohol: Auch viele Stunden danach ist Alkohol gefährlich

Dieses Video wird über YouTube abgespielt. Es gelten die Datenschutzbestimmungen von Google. ∙ Bild: © PantherMedia/ambrozinio

Dass Alkohol und Autofahren nicht zusammenpassen, ist bekannt. Doch besonders die Gefahr von Restalkohol wird oft unterschätzt.

Restalkohol, Übermüdung und Kater beeinflussen das Reaktionsvermögen negativ. Wer dann einen Fahrfehler begeht, den Verkehr gefährdet oder einen Unfall verursacht, muss schon ab 0,3 Promille Blutalkohol mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe, Punkten und Führerscheinentzug rechnen. 

Erst im Laufe des Tages baut sich Restalkohol vollständig ab

Je nach Konstitution, Größe und Gewicht vertragen Menschen Alkohol unterschiedlich gut. Grobe Anhaltspunkte für die Blutalkoholkonzentration bietet die Widmark-Formel: So hat ein Mann mit 80 Kilo Gewicht, der zum Beispiel vier Bier à 0,5 Liter mit einem Alkoholgehalt von fünf Volumen-Prozent zu sich nimmt, theoretisch eine Blutalkoholkonzentration von ca. 1,4 Promille.

Fährt er dann ein Kraftfahrzeug, droht eine Geld- oder Freiheitsstrafe, drei Punkte und mindestens sechs Monate Führerscheinentzug. Möglicherweise muss er sogar zur medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU). Bei einem Unfall wird es teuer: Es droht ein Regress der eigenen Kfz-Haftpflichtversicherung bis 5.000 Euro, und die Kaskoversicherung kann die Leistung voll oder teilweise kürzen.

Für eine exakte Berechnung sind allerdings auch Faktoren wie Magenfüllung oder Trinkgeschwindigkeit wichtig. Wenn man davon ausgeht, dass z.B. um 1 Uhr morgens eine Blutalkoholkonzentration von 1,4 Promille vorliegt und ca. 0,1 Promille pro Stunde abgebaut werden, bedeutet dies, dass die 0,3-Promille-Grenze erst um die Mittagszeit unterschritten wird.

Tagesform, Wundermittel und Co. 

Aber Achtung: Promilleberechnungen bilden immer nur einen Orientierungswert. Der menschliche Körper ist schließlich keine Maschine. Auch die Tagesform und ob jemand gegessen hat oder krank ist, hat Einfluss auf die Alkoholwirkung. Wundermittel und Promille-Abbau-Beschleuniger gibt es jedoch nicht. Da hilft auch kein Schlafen, Schwitzen, Kaffeetrinken oder Duschen.

Für Personen vor Vollendung des 21. Lebensjahres und ältere Fahranfänger in der Probezeit gilt bei Fahrten mit dem Kraftfahrzeug die Null-Promille-Grenze. Radfahrer müssen die Grenze der absoluten Fahruntüchtigkeit von 1,6 Promille beachten, um keine Straftat zu begehen.

Wir empfehlen: Lassen Sie das Auto nach einer langen Nacht einfach stehen und nutzen Sie lieber den ÖPNV oder gehen zu Fuß.

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