E-Bike-Neuheiten 2026: Welche Pedelecs sind im Trend?
Von Andrea Piechotta

Welche neuen E-Bikes kommen im Modelljahr 2026? Eine Auswahl interessanter E-Bike-Neuheiten, Pedelecs und Elektrofahrräder mit vielen Infos, Fotos und Preisen im Überblick.
Vielfalt: Von alltagstauglich bis sportlich
Zahlreiche neue Tiefeinsteiger-Modelle
Smarte Techniklösungen
Der E-Bike-Jahrgang 2026 macht richtig Lust aufs Radeln. Die ADAC Redaktion hat die spannendsten Neuheiten des Jahres zusammengetragen.
Inhaltsverzeichnis
Bianchi T-Tronik C

Der italienische Hersteller Bianchi stattet sein City-Pedelec T-Tronik C mit aktuellem Bosch-Antrieb, größerem Akku und neuer Schaltungsoption aus. Auch beim Komfort legt das Rad zu. Herzstück des Antriebssystems ist der neue und kompaktere Performance-Line-Motor, der nun 75 Newtonmeter Drehmoment bereitstellt.
Gesteuert wird das System über das Purion-200-Display. Serienmäßig speist ein Akku mit 600 Wattstunden (Wh) den Antrieb, alternativ ist eine Variante mit 800 sowie ein Range-Extender mit 250 Wh erhältlich.
Bei der Schaltung haben Käuferinnen und Käufer die Wahl zwischen einem Kettenantrieb mit 1x10-Gang-System von Shimano und einer Kombination aus Riemenantrieb und 5-Gang-Nabenschaltung. Der Tiefeinsteiger-Rahmen aus Aluminium wird in vier Größen und drei matten Farbvarianten angeboten. Für den Laufradsatz setzt Bianchi auf 28-Zoll-Räder mit markantem Speichenmuster.
Zum Komfort tragen die Federgabel mit 80 Millimetern Federweg sowie eine absenkbare Sattelstütze mit 40 Millimetern bei. Verzögert wird mit hydraulischen Scheibenbremsen von Shimano.
Alltagstaugliche Details sind der Gepäckträger, der bis zu 25 Kilogramm trägt. Integriert ist ein LED-Rücklicht, vorne sorgt ein 65-Lumen-Scheinwerfer für gute Sicht bei Nacht. Hinzu kommen Rahmenschloss, Schutzbleche, Seitenständer und Reifen mit Pannenschutz. Preislich startet das T-Tronik C bei 3200 Euro mit Kettenschaltung, mit Riemenantrieb in Kombination mit Nabenschaltung kostet das Bianchi 3800 Euro.
Canyon Citylite

Leicht, komfortabel und vielseitig: Canyon bringt mit der Citylite-Familie frischen Wind in den urbanen Fahrradalltag. Radfahrende haben die Wahl zwischen E-Bike oder klassischem City-Bike mit "Bioantrieb", also ohne elektrische Unterstützung. Beide Modelle sind verfügbar mit wahlweise einem tiefen oder hohen Einstieg sowie in drei Farbvarianten.
Das Bio-Bike Citylite setzt auf einen schlanken Aluminiumrahmen, 8-Gang-Nabenschaltung und wartungsarmen Gates-Riemenantrieb. Zur Ausstattung gehören Nabendynamo-Beleuchtung, Schutzbleche, Gepäckträger, Seitenständer und ein integriertes Rahmenschloss. Ergonomische Griffe und eine aufrechte Sitzposition sollen für Komfort sorgen. Der Gepäckträger erlaubt die einfache Montage von Körben, Packtaschen oder einem Kindersitz. Das Rad wiegt rund 16 Kilogramm und kostet gut 1500 Euro.
Das E-Bike Citylite:ON bietet zusätzlich einen Bosch-Performance-Line-Motor mit 75 Nm Drehmoment und einen herausnehmbaren Akku mit 400 Wh für bis zu 85 Kilometer Reichweite. Eine Vario-Sattelstütze, breite Reifen, breite Schutzbleche, LED-Lichtsystem mit Bremslichtfunktion sowie Gates-Riemenantrieb mit Shimano-Nexus-5-Gang-Nabe runden die Ausstattung ab. Das Gewicht liegt bei ca. 22 Kilogramm, der Preis bei rund 3000 Euro.
Centurion Country R

Mit dem Country R bringt Centurion ein Tiefeinsteiger-Pedelec auf den Markt, das sich für urbanen Alltag oder für ausgedehnte Radtouren jenseits befestigter Wege eignet. Das aufgeräumt wirkende Topmodell LX mit tiefem Durchstieg präsentiert sich als komfortabler Alleskönner. Viele Elemente sind unauffällig integriert, Centurion spricht deshalb von einem "One-Piece-Look".
Obwohl es wie ein klassisches Tourenrad wirkt, verfügt das LX über eine Vollfederung wie ein Mountainbike. Dank eines im Sattelrohr teilintegrierten Federbeins wird erst auf den zweiten Blick klar, dass es sich um ein Fully-MTB handelt. Voluminöse Stollenreifen schmiegen sich unter breite, elegant geführte Schutzbleche.
Für Alltag und Abenteuer gleichermaßen taugen die integrierte Lichtanlage, ein Gepäckträger, ein Seitenständer sowie eine absenkbare Sattelstütze. Beim Antrieb stehen die Bosch-Mittelmotoren CX und PX in Kombination mit Kettenschaltung zur Wahl, optional ist auch das Bosch-ABS erhältlich.
Die Variante L nutzt einen ähnlichen Tiefeinsteiger-Rahmen, verzichtet jedoch auf die Hinterradfederung. Das Hardtail lässt sich zudem mit stufenloser Enviolo-Automatik und Riemenantrieb kombinieren. Beim Modell T handelt es sich um eine Version mit tiefgezogenem Oberrohr, was dem Country R eine sportlichere Anmutung und etwas mehr Steifigkeit verleiht.
Insgesamt bietet die Country-R-Familie drei Rahmentypen und 16 Varianten. Das Einsteiger-Modell Centurion R800 L kostet rund 3000 Euro, während für das Topmodell R4000 L mit ABS rund 5900 Euro fällig werden.
Flyer Upstreet TR:CF 7.63

Der Schweizer Zweiradhersteller Flyer hat ein Premium-Pedelec mit Carbon-Rahmen aufgelegt. Leicht ist das E-Bike dennoch nicht. Trotz Leichtbaurahmen wiegt das Rad rund 27 Kilogramm – auch aufgrund der umfangreichen Ausstattung. Das Flyer Upstreet TR:CF 7.63 richtet sich an Radfahrende mit hohen Ansprüchen an Technik und Design.
Kernstück ist die Motor-Getriebe-Einheit Pinion-MGU – sie kombiniert einen Mittelmotor mit einem 12-Gang-Getriebe samt optionaler Automatikfunktion. Die Kraftübertragung erfolgt über einen wartungsarmen Riemenantrieb auf das 29-Zoll-Hinterrad, zusätzliche Schaltkomponenten sind nicht nötig. Die Motor-Getriebe-Einheit MGU ist formschlüssig im Carbon-Rahmen integriert, der außerdem einen 700-Wh-Akku im Unterrohr aufnimmt.
Für den Alltag sind Gepäckträger, Lichtanlage, Schutzbleche und Seitenständer an Bord. Eine gefederte Sattelstütze, Federgabel sowie breite Reifen sollen Komfort auf längeren Strecken sichern. Zudem sind zwei Schlösser von Abus sowie ein Farbdisplay mit Konnektivitäts-Funktionen integriert. Das Antriebssystem gilt als besonders wartungsarm und verlangt nur alle 10.000 Kilometer einen Ölwechsel.
Das Flyer Upstreet TR:CF kostet ab rund 8000 Euro. Alternativ ist das neue Modell in der Version HS als schnelle S-Pedelec-Version (bis 45 km/h) für rund 8500 Euro erhältlich.
Gazelle Ultimate

Gazelle bringt sein Pedelec Ultimate technisch auf den neuesten Stand. Neben aktuellen Komponenten kommen dabei auch neue Mittelmotor-Antriebe von Bosch zum Einsatz. Der Aluminiumrahmen bleibt in bewährter Form als Tiefeinsteiger oder mit Oberrohr in jeweils fünf Größen erhältlich. Zur Wahl stehen drei Antriebsvarianten.
Das Einstiegsmodell Ultimate C5+ kombiniert den starken Bosch-Performance-Line-Motor mit einer 5-Gang-Nabenschaltung und Riemenantrieb. Der Preis liegt bei rund 4200 Euro. Energie liefert ein im Unterrohr integrierter Akku mit wahlweise 540, 600 oder 800 Wh.
Optional kann ein Range Extender mit 250 Wh am Sitzrohr angeschlossen werden. Mit der maximalen Kapazität von 1050 Wh dürfte eine Reichweite von über 250 Kilometern möglich sein.
Bedient wird das System über ein Farbdisplay und die LED-Remote. Schutzbleche, Lichtanlage und Gepäckträger gehören ebenso zur alltagstauglichen Ausstattung wie eine gefederte Sattelstütze. Neu ist eine Luftfedergabel, die das bisher verwendete Zentralfederungssystem ersetzt.
Für 100 Euro Aufpreis bietet das Gazelle Ultimate T11 den neuen Performance-Line-PX-Motor von Bosch, der wahlweise 85 oder 90 Nm Drehmoment liefert. Dazu kommt eine 1x11-Kettenschaltung. Stollenreifen von Schwalbe unterstreichen den vielseitigen und leichten Offroad-Charakter dieses Modells.
An der Spitze der Baureihe steht das Gazelle Ultimate 380 für 4800 Euro. Auch hier arbeitet der Bosch-Motor, kombiniert mit stufenloser Nabenschaltung und Riemenantrieb. Als weiteres Merkmal bietet die Topversion ein größeres Farbdisplay.
Koga E-Xite

Ob Stadtverkehr oder Fernstrecke: das E-SUV-Bike Koga E-Xite will mit starkem Rahmen, cleverem Magnet-System, Leistung, Komfort und Technik punkten. Das hat allerdings seinen Preis.
Basis ist ein wuchtiger Rahmen. Im Unterrohr sind wahlweise ein 600- oder ein 800-Wh-Akku sowie der Bosch-Mittelmotor Performance Line CX integriert. Den Rahmen mit Langstreckengeometrie gibt es als Tiefeinsteiger oder alternativ mit Oberrohr. In beiden Fällen bietet das Unterrohr das Modular Rail System (MRS), an dem sich Schloss, Trinkflasche oder auch ein Ersatz-Akku per Magnet befestigen lassen.
Die Ausstattung setzt auf Komfort und Alltagstauglichkeit. So verfügt das Koga E-Xite über eine Federgabel mit 10 Zentimetern Federweg. Der Bosch-Antrieb ist mit einem wartungsarmen Gates-Riemen und einer stufenlosen Enviolo-Trekking-Nabenschaltung kombiniert. Das Anzeige- und Bediensystem verfügt über ein Kiox-300-Farbdisplay und eine sogenannte Remote.
Die weitere Ausstattung kann sich ebenfalls sehen lassen. Das integrierte Lichtdesign von Koga umfasst auch ein Fernlicht. Zudem gibt es hydraulische Scheibenbremsen, Schutzbleche, ein Rahmenschloss, einen Seitenständer und einen stabil wirkenden Gepäckträger. Der Preis beginnt bei 5800 Euro.
Liv Allure E+ Gen 2

Mit der zweiten Generation des Liv Allure E+ will die auf Frauen spezialisierte Marke des Giant-Konzerns Maßstäbe für stilvolle und sichere Stadt-Pedelecs setzen. Die drei Modelle E+ 0, E+ 1 und E+ 2 kombinieren elegantes Design mit praxisgerechter Ausstattung und richten sich damit an urbane Nutzerinnen, die ihren Alltag wieder häufiger im Sattel statt im Auto verbringen möchten.
Herzstück ist der kompakt integrierte Mittelmotor mit 75 Nm Drehmoment, gespeist von einem dezent im Unterrohr platzierten 430-Wh-Akku. Für längere Touren lässt sich ein Range-Extender mit 200 Wh nachrüsten. Eine Federgabel, breite Reifen auf 28-Zoll-Laufrädern und bei einigen Varianten eine absenkbare Sattelstütze sorgen für Komfort und Sicherheit.
Zur weiteren Ausstattung zählen Front- und Heckträger, Schutzbleche, Lichtanlage, Seitenständer sowie hydraulische Scheibenbremsen. Neu sind zudem digitale Sicherheitsfunktionen wie das E-Lock-System mit Apple-Find-My-Integration und die Aegis-Technologie, die je nach Modell Reifendruck-Überwachung oder Radarwarnung für herannahende Fahrzeuge umfasst.
Das Topmodell Allure E+ 0 bietet einen Riemenantrieb mit stufenloser Enviolo-Automatik und kostet rund 4900 Euro. Das E+ 1 (ab 3800 Euro) nutzt eine manuelle Enviolo-Nabe, das E+ 2 (ab 3000 Euro) eine 9-Gang-Kettenschaltung. Alle Varianten verfügen über das neue Display mit App-Anbindung.
Noll Go

Mit dem Modell Go – einem E-Bike ohne Speichen – will das schwedische Start-up Noll das Fahrrad-Design revolutionieren. Damit greift ein neuer Anbieter das Thema Pedelec mit nabenlosen Rädern auf. Optisch sorgt das Konzept für Aufsehen, technisch bleibt es jedoch eine Herausforderung. Das zeigt das Beispiel der inzwischen wieder abgetauchten Firma Beno, die mit dem Modell Reevo einen ähnlichen Weg ging.
Das Start-up verspricht, es besser zu machen. Das Modell Go von Noll soll mit einem "Dual-Drive" ausgestattet sein – was nahelegt, dass zwei Motoren zum Einsatz kommen. Interessant ist auch der ungewöhnliche Pedalantrieb: Per Riemen wird ein kleines Ritzel vor dem Hinterrad bewegt. Vermutlich überträgt das System keine direkte Muskelkraft, sondern liefert Impulse an den elektronisch geregelten Antrieb.
Der Rahmen des Go orientiert sich am klassischen Diamant-Design, setzt jedoch auf markante, rechteckige Rohrprofile. Der Akku ist als Intube-Lösung ins Unterrohr integriert. Statt herkömmlicher Naben sitzen die speichenlosen Felgen fest am Rahmen, während die eigentlichen Räder mit aufgezogenen Reifen frei darin rotieren.
Trotz futuristischer Konstruktion gibt sich das Go alltagstauglich: Schutzbleche, eine Lichtanlage, hydraulische Bremsen vorne und hinten sowie ein im Lenkervorbau integriertes Display gehören zur Ausstattung. Auch Konnektivitätsfunktionen und eine passende App sind geplant.
Zum Start soll das Go als limitierte "Signature Edition" in den Verkauf gehen. Die Reservierung erfolgt online, gegen eine Gebühr von 250 Euro. Ausgeliefert wird voraussichtlich ab Frühjahr 2026 zum ambitionierten Preis von rund 7000 Euro.
Riese & Müller Nevo5

Der Fahrradhersteller Riese & Müller bringt Anfang 2026 eine neue Generation seines Alltags-Pedelecs Nevo auf den Markt. Der weiterhin markante Tiefeinsteiger-Rahmen des Nevo5 wirkt nun in vielen Details harmonischer.
Neu ist die "Multi-Drive-Schnittstelle", die je nach Modellkonfiguration den Einsatz unterschiedlicher Bosch-Antriebe oder der Pinion MGU (Motor Gearbox Unit) samt Schaltung erlaubt. Entsprechend lässt sich das Nevo5 vom urbanen Alltagsrad bis hin zum komfortablen Tourer oder Langstreckenrad konfigurieren. Als Akkus stehen Varianten mit 600 oder 800 Wh zur Verfügung.
Eine überarbeitete Geometrie in Kombination mit Federgabel und gefederter Sattelstütze soll für hohen Fahrkomfort sorgen. Ergänzt wird das Fahrwerk durch einen dämpfenden Steuersatz, der Lenkerflattern reduzieren und die Spurtreue verbessern soll.
Neue Details wie tiefer montierte Gepäckträgerstreben für eine schwerpunktgünstige Taschenbefestigung oder der neue Ladeanschluss auf der Oberseite des Oberrohrs unterstreichen die Alltagstauglichkeit.
Zur Serienausstattung gehören ein Rahmenschloss inklusive Kette sowie eine Lichtanlage mit Bremslichtfunktion. Für einige Modelle ist zudem Fernlicht verfügbar. Optional ist das E-Bike mit einem RX-Chip zur Diebstahlabschreckung bestellbar. Die Preise für das Nevo5 starten voraussichtlich bei rund 4800 Euro.
Yuccie Bikes Junico

Yuccie Bikes ist eine neue Pedelec-Marke aus Hamburg. Mit ihrem ersten Modell, dem Junico, bietet sie ein schlankes und alltagstaugliches Stadtrad zu einem Preis von rund 2500 Euro an. Das 20 Kilogramm wiegende E-Bike setzt auf 28-Zoll-Räder und einen schnörkellosen Alurahmen, in den Leitungen und Kabel weitgehend integriert sind. Es ist wahlweise im Diamant-Format oder in einer Trapez-Variante mit abgesenktem Oberrohr erhältlich.
Der Antrieb erfolgt über einen Nabenmotor im Hinterrad mit Drehmomentsensor, der von einem im Unterrohr integrierten, herausnehmbaren Akku mit einer Kapazität von 360 Wh mit Strom versorgt wird. Yuccie verspricht eine Reichweite von bis zu 80 Kilometern.
Eine Bedieneinheit befindet sich am Lenker, zudem ist ein kleines monochromes Display im Oberrohr integriert. Mit einer Smartphone-App lassen sich weitere Einstellungen vornehmen. Auch eine Ortung ist per App dank integriertem GPS-Tracker möglich, der im ersten Jahr kostenlos genutzt werden kann.
Zur Wahl stehen zwei Antriebsvarianten: Active und Flow. Letztere kombiniert einen Riemenantrieb mit einer im Heckmotor integrierten, automatischen Zweigangschaltung. Das Active setzt auf eine klassische 1x9-Kettenschaltung.
Die Ausstattung umfasst in beiden Fällen eine Lichtanlage mit 70-Lux-Scheinwerfer, hydraulische Scheibenbremsen, Schutzbleche und einen Seitenständer. Zudem bietet das Junico Fixierpunkte für einen optionalen Frontträger. Das Rad ist online bestellbar.
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Text mit Material von SP-X/Mario Hommen