KFW-Förderung für Wallboxen wieder möglich. Umfang: 300 Millionen Euro

Ein Mann geht in einer Tiefgarage, im Hintergrund steht ein Elektroauto.
Geld vom Staat: Der Bund fördert auch Wallboxen fürs E-Auto ∙ © ADAC/Martin Hangen

Neben Elektroautos fördert die Bundesregierung auch den Kauf und Einbau privater Wallboxen. So kommen Sie ans Geld. Und das bieten die Stromversorger

  • KFW-Förderung für private Wallboxen wieder möglich

  • Auch Kommunen und Bundesländer haben Förderprogramme

  • Zuschüsse von Stromversorgern meist nur mit Liefervertrag

Seit Herbst 2020 schon unterstützt der Bund Mieter, Eigenheimbesitzer und Vermieter finanziell beim Einbau privater Ladestationen. Beantragen können die Förderung Privatpersonen, Wohnungseigentümergemeinschaften, Wohnungsunternehmen, Wohnungsgenossenschaften und Bauträger. Dieses Programm ergänzt die schon bestehende Förderung für Elektroautos.

Anders sieht es bei kommunalen Gebietskörperschaften, rechtlich unselbstständigen Eigenbetrieben von kommunalen Gebietskörperschaften, Gemeindeverbänden, Zweckverbänden und Kirchen aus: Sie müssen auf andere Fördertöpfe zurückgreifen.

900 Euro Förderung vom Staat

Der Zuschuss beträgt pauschal 900 Euro pro Ladepunkt. Unterschreiten die Gesamtkosten des Vorhabens diesen Betrag, wird keine Förderung gewährt. Beantragen kann man das Geld bei der KFW über das Zuschussportal*.

Ruckzuck waren bis zum Sommer 2021 620.000 Anträge für private Ladestationen bewilligt – sodass der Fördertopf leer war und die KFW eine Zeit lang keine Anträge mehr annehmen konnte. Inzwischen hat die Bundesregierung weitere 300 Millionen Euro nachgeschossen, sodass die Förderung wieder sichergestellt ist.

Grundsätzlich ist die Förderung an Bedingungen geknüpft:

  • Die Ladestation muss über eine Normalladeleistung von 11 kW verfügen

  • Der Strom muss zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien kommen und darf zum Teil oder vollständig aus der eigenen Photovoltaik-Anlage stammen.

  • Die Ladestation muss intelligent und steuerbar sein. So soll eine Überlastung der örtlichen Stromnetze vermieden werden.

Förderung gibt es für die Wallbox selbst, das Energie- und Lademanagementsystem zur Steuerung der Ladestationen, den elektrischen Anschluss (Netzanschluss) sowie die Installation durch einen Elektriker. Zum Fördervolumen können auch Erdarbeiten gehören, um das Kabel zu verlegen. Weitere Informationen zum Antragsverfahren und welche Ladestationen gefördert werden, finden Sie gegebenenfalls auf der Seite der KfW*.

Wallbox-Förderung auch von Ländern und Kommunen

Elektroauto wird an Wallbox geladen
Der nachträgliche Einbau von Stromleitungen kann teuer werden ∙ © Shutterstock/Herr Loeffler

In Schleswig-Holstein gibt es im Rahmen des Klimaschutz-Förderprogramms* zusätzlich Geld: Für den Kauf einer Wallbox 400 Euro Zuschuss, für die Installation noch mal 400 Euro. Mehr als 50 Prozent der förderfähigen Kosten werden allerdings nicht ausgezahlt. Wer eine Photovoltaikanlage mit fünf Kilowatt und eine Wallbox anschafft, bekommt 600 Euro für die Ladestation. Hier können höchstens 75 Prozent der Anschaffungskosten bezahlt werden.

Besonders großzügig in Sachen Ladeinfrastruktur-Förderung ist die Stadt München: Beim Förderprogramm Elektromobilität* wird die Beratung durch zertifizierte "Berater/innen für Elektromobilität" mit bis zu 6000 Euro unterstützt. Eine Kombination mit anderen Förderprogrammen ist ausgeschlossen.

Weitere Infos zu Elektroautos und Wallboxen:

Förderung für Elektroautos: Hier gibt es Geld

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Förderung für Wallboxen

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Energieversorger: Zuschüsse für Wallbox und Strom

Auch manche Energieversorger fördern den Umstieg auf die Elektromobilität mit finanziellen Anreizen wie Zuschüssen zur Wallbox oder verbilligtem Strom. Die Logik dahinter ist nachvollziehbar: Wer einen Pkw mit Batterie besitzt, kauft aller Wahrscheinlichkeit nach mehr Strom – wird also in Zukunft zu einem besseren Kunden.

Im Grunde sind diese Zuschüsse also nichts anderes als Kundenbindungsprogramme. Das bedeutet auch: Niemand sollte sich von ein paar Hundert Euro extra dazu verleiten lassen, einen zu teuren Stromvertrag abzuschließen – am Tarifvergleich führt für Umsteiger auf die Elektromobilität kein Weg vorbei. Wer aber seinem örtlichen Energieversorger treu bleiben oder zu ihm wechseln will, sollte sich nach Förderangeboten erkundigen.