Elektroautos 2019: Das sind die Neuen

18.3.2019

Ein Ausblick auf die Elektromobilität im Jahr 2019: Endlich nehmen die Autohersteller den Wettkampf mit Tesla auf und bringen zudem attraktive Volumenmodelle. Wichtigster Akteur ist der VW-Konzern.

Prototyp VW ID Neo
Wird den Markt vermutlich schnell dominieren: VW I.D. Neo
  • Neue Elektroautos werden zunehmend attraktiver und günstiger
  • Der Topf mit Fördergeld ist immer noch gut gefüllt
  • VW kündigt Elektro-Offensive mit I.D. Modellfamilie an
  • Erstes Modell wird der I.D. Neo mit Vorstellung im Sommer

 

Das Jahr 2019 ist extrem wichtig für eine kräftige Ankurbelung des Marktes für Elektroautos. Denn 2020 gilt als Schlüsseljahr – dann greifen erstmals verbindlich die von der EU vorgegebenen CO2-Flottengrenzwerte. Jeder Hersteller, der den Flotten-Grenzwert von 95 g CO2/km nicht einhält, muss ab 2021 Strafen an die EU zahlen. Volkswagen hätte nach aktuellen Berechnungen Strafzahlungen in Höhe von 1,4 Mrd. Euro zu erwarten. Nun hat das EU-Parlament beschlossen, die Grenzwerte in zwei Stufen noch weiter zu verschärfen. 2030 müssen weitere 37,5 Prozent CO2 reduziert sein
 
Problem: Normale Mittelklasse-Pkw mit Verbrennungsmotor haben es schon sehr schwer, unter den Grenzwert von 95 Gramm zu kommen. Deshalb setzen die Autohersteller auf elektrische Antriebsunterstützung und bieten kurz- und mittelfristig Hybride und Plug-in-Hybride als Übergangslösung an. Elektroautos mit angerechneten 0 Gramm pro Kilometer sind das Nonplustra.

Neue Elektroautos 2019

Reihenfolge nach erwartetem Markstart
neues Model  2019  Elektroauto

Audi e-tron

ab 79.900 €

Oberklasse-SUV, 300 kW Leistung, 400 km Reichweite (nach WLTP), ab 79.900 €.

Audi e-tron quattro: Erster Fahrbericht

neues Model  2019  Elektroauto

Microlino

ab ca. 12.000 €

Kleinstwagen mit zwei Sitzen, 15 kW Leistung, 8-kWh- sowie 14,4 kWh-Akku, 125/200 km Reichweite, ab ca. 12.000 €

Elektroauto e.Go Live von schräg hinten

e.GO Life

ab 15.900 €

Kleinwagen mit vier Sitzen, E-Motoren mit 20/24/32 kW Leistung, 3 Akkugrößen, 121/142/184 km Reichweite, ab 15.900 €.

Testfahrt: Elektro-Mini e.Go Life

neues Model  2019  Elektroauto

Kia e-Niro

ab 34.290 €

Kompaktauto für vier bis fünf Personen, E-Motor mit 100/150 kW Leistung, 2 Akkugrößen, 289/455 km Reichweite, ab 34.290 €.

Kia e-Niro: So gut ist der Elektro-SUV

Nissan Leaf e+

ab 46.500 €

Neue Version des Leaf mit 62-kWh-Akku und bis zu 385 km Reichweite. Ab Mai 2019 erhältlich. Leistung: 160 kW/210 PS.

 

neues Model  2019  Elektroauto

Mercedes EQC

ca. 70.000 €

Oberklasse-SUV, 300 kW Leistung, bis zu 450 km Reichweite (NEFZ), ca. 70.000 €.

Elektro-SUV: Mercedes EQC

neues Model  2019  Elektroauto

Tesla Model 3

ab 53.280 €

Mittelklasse-Auto für vier bis fünf Personen, E-Motoren mit bis zu 358 kW Leistung, zunächst nur Dual-Range-Allradversion mit großem Akku und höherer Reichweite, ab 53.280 €.

Tesla Model 3 im Motorwelt-Check

neues Model  2019  Elektroauto

DS 3 Crossback E-Tense

Preise noch nicht bekannt

Mittelklasse-SUV-Coupé für vier bis fünf Personen, 100 kW Leistung, 50-kWh-Akku, mehr als 300 km Reichweite, Preise noch nicht bekannt.

Elektro-SUV: DS 3 Crossback E-Tense

neues Model  2019  Elektroauto

Kia e-Soul

Preise noch nicht bekannt

Kompaktauto für vier bis fünf Personen, 150 kW Leistung, Akku mit 64 kWh, Reichweite und Preis noch nicht bekannt.

Neues Elektroauto: Kia Soul

neues Model  2019  Elektroauto

Porsche Taycan

ab ca. 99.000 €

Sportwagen für bis zu vier Personen, 440 kW Leistung, 95-kWh-Akku, bis zu 450 km Reichweite (NEFZ), ab ca. 99.000 €.

Elektro-Sportwagen: Porsche Taycan

Peugeot 208 Elektroauto

Peugeot e-208

ab ca. 25.000 – 30.000 €

Vier- bis fünfsitziger Kleinwagen mit 100 kW (136 PS), 50-kWh-Akku, Reichweite 340 Kilometer (NEFZ), Wärmepumpe, drei Lademodi (bis zu 100 kW). Der Preis wird vermutlich zwischen 25.000 und 30.000 Euro liegen.

Peugeot 208 Elektro: Kommt im Herbst 2019

Der neue Sion von Sono Motors Elektroauto 2019

Sono Sion

ab 24.500 €

Kompaktauto für bis zu fünf Personen mit innovativen technischen Details.

Sion: Elektroauto von Sono Motors

neues Model  2019  Elektroauto

Mini Electric

ab ca. 31.000 €

Kleinwagen für bis zu vier Personen, 135 kW Leistung, 33-kWh-Akku, ca. 200 km Reichweite, Preis ca. 31.000 €

Mini Elektro: Erste Testfahrt im Erlkönig

Elektroauto VW ID Neo

VW I.D. Neo

ab ca. 27.500 €

Kompaktauto für vier bis fünf Personen, 125 kW Leistung, 48-kWh-Akku, 330 km Reichweite, ab ca. 27.500 €.

VW ID Neo: Testfahrt im Prototyp

VW Multivan

VW T6 Elektro

Preise noch nicht bekannt

Markteinführung des T6.1 mit Verbrennungsmotoren ist im Herbst 2019. Die Elektroversion folgt später.

VW T6 Elektro: Erste Infos zum Elektro-Bulli

Elektroautos in Deutschland: Wo stehen wir heute?

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Grafik neue Elektroautos
Infografik: Zugelassene Elektroautos in Deutschland

Bis Ende 2018 waren in Deutschland knapp 200.000 E-Fahrzeuge angemeldet. Nur noch etwas mehr als die Hälfte davon sind Plug-in-Hybride (siehe Grafik), denn im Jahr 2018 haben die rein batteriebetriebene Autos bei den Zulassungszahlen deutlich mehr zugelegt.

Obwohl es schon seit Juli 2017 vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) einen staatliche geförderten Umweltbonus* gibt, ist der Markt-Durchbruch für die Elektroautos ausgeblieben. Positiver Nebeneffekt: Von den 600 Millionen Euro im Fördertopf stehen noch weit mehr als die Hälfte zur Verfügung.

Offiziell läuft das Förderprogramm bis 30. Juni 2019. Allerdings räumt das Bafa angesichts der teilweise recht langen Warte- und Lieferzeiten bei reinen Elektroautos eine Übergangszeit ein, die über die Frist hinausgeht. Um ein neues E-Auto zuzulassen, hat man nach dem 30. Juni 2019 bis zu neun weitere Monate Zeit. Nach heutigem Stand bleibt die Frist für die Einreichung des Kaufvertrags verbindlich. Möglicherweise wird sie aber von der Bundesregierung noch verlängert. Eine Übersicht regionaler Förderprogramme für private Ladepunkte hat der ADAC hier zusammengestellt.

Neue Modelle gibt es ab 12.000 €

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eGO Life
Aus Aachen: e-go life für 16.000 €

Zu den Hoffnungsträgern der Elektroautos zählen neben dem City-Flitzer Smart EQ reichweitenstarke Modelle wie der Nissan Leaf und der Hyundai Kona Elektro. Eine zweite Welle der (Kauf-)Begeisterung sollten Autos wie der Kia e-Niro und der e.GO Life auslösen.

Den e.GO Life hätte es nach den ursprünglichen Planungen bereits 2018 geben sollen. Doch wegen Lieferproblemen einzelner Komponenten ist der Serienstart auf Mitte 2019 verschoben. Der e.Go Life ist deshalb so interessant, weil er für Fahrten in der Stadt und auf der Kurzstrecke das untere Preissegment bedienen will – ein minimalistischer Kleinwagen ab 15.900 Euro, bestens geeignet nicht nur für Berufspendler, sondern auch für Pflegedienste, Stadtkuriere, Apotheken und viele mehr. Von den Abmessungen her deutlich erwachsener tritt der Peugeot e-208 auf, den die Franzosen für den Herbst ankündigen. Mit einem 50-kWh-Akku und Wärmepumpe soll das Auto 450 Kilometer (nach NEFZ gemessen) weit kommen.   

2019 nehmen die deutschen Autohersteller endlich auch den Konkurrenzkampf mit Tesla auf, der US-amerikanischen Firma aus dem Silicon Valley, die seit Jahren Vorreiter bei modernen Elektroautos ist. Audi schickt den e-tron ins Rennen, Mercedes den EQC, Porsche den Taycan. Alle drei sind wie das Tesla Model S in der Oberklasse angesiedelt, luxuriös ausgestattet und mit enormen Fahrleistungen sowie Reichweiten von mehr als 400 Kilometer. Alle drei werden trotz ihrer hohen Preise genügend Kunden finden, um das Image von Elektroautos zu befördern: Der Porsche Taycan, noch gar nicht offiziell vorgestellt, hat allein in Norwegen schon mehrere Tausend Vorbestellungen.

Elektro-Isetta: Microlino

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neues Model  2019  Elektroauto
Vorbild des Microlino ist die Isetta von BMW aus dem Jahr 1955

An weiteren interessanten Neuheiten stehen 2019 der Nissan Leaf mit 60 kWh großem Akku, ein komplett neuer Renault Zoe sowie der putzige Kabinenroller namens "Microlino" auf der Agenda. Der Microlino, ein kleines City- und Kurzstreckenauto, wurde von einem Schweizer Unternehmer entwickelt und wird 2019 von der in Deutschland ansässigen Artega GmbH produziert – sie hat die Rechte am Modell erworben. Basispreis: 12.000 Euro. Der nur 2,40 Meter lange Zweisitzer ist bis zu 90 km/h schnell und maximal mit einem 14-kWh-Akku bestückt. 10.000 Interessenten sollen das Auto schon vorbestellt haben.

Tesla wird nach etlichen Problemen bei der Fertigung endlich auch das Model 3 nach Deutschland liefern. Von den 400.000 vorbestellten Fahrzeugen waren bis Jahresende 2018 rund 150.000 produziert. Nach Deutschland kommt das Tesla Model 3 allerdings zunächst nicht in der ersehnten Basisausführung, die 39.745 Euro kosten soll, sondern ausschließlich in einer gehobenen Version mit größerem Akku. Preis: ab 56.380 Euro.

Diese Elektroautos gibt es bereits zu kaufen

Mit unserer Liste über die auf dem Markt erhältlichen e-Autos deutscher und ausländischer Hersteller können Sie sich einen Überblick verschaffen.

Übersicht aktueller Elektroautos

Der VW-Konzern steht unter Strom

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neues Model  2019  Elektroauto
Der VW I.D. Neo könnte schon ab 27.500 € erhältlich sein

Die Marke Volkswagen spielt im Konzern eine andere Rolle als Audi oder Porsche: Die angekündigten Modelle sollen deutlich bezahlbarer sein. Volkswagen eben. Bis 2025 investiert der Konzern mindestens 30 Milliarden Euro in den Bereich Elektromobilität. Schon bis Ende 2022 sollen an 16 Standorten der Welt E-Fahrzeuge produziert werden.

Das erste massentaugliche Elektro-Modell wird der VW I.D. Neo sein. Ein 4,25 Meter langes Kompaktfahrzeug mit Platz für vier Personen, das mit drei Akkugrößen angeboten wird. Die Reichweiten sollen zwischen 300 und 500 Kilometer liegen. Der I.D. Neo wird im August 2019 vorgestellt und etwa ein halbes Jahr später in den Handel kommen. Die Preise für den I.D. Neo könnten bei etwa 27.500 Euro beginnen – das wäre ein echter Kampfpreis. Gebaut wird der I.D. Neo im VW-Werk in Zwickau, das zurzeit für die Produktion von Elektroautos eingerichtet wird. Der jährliche Maximal-Output soll bei 330.000 Fahrzeugen im Dreischichtbetrieb liegen. Die Elektromotoren sind Eigenentwicklungen und werden im Werk Kassel zusammengebaut.

Batterien im Wert von 20 Mrd. € bestellt

Damit die Serienproduktion reibungslos funktioniert, muss die Versorgung mit Lithium-Ionen-Akkus gesichert sein. Schon im März 2018 hat VW bekanntgegeben, Lieferverträge über Lithium-Ionen-Zellen im Wert von 20 Milliarden Euro abgeschlossen zu haben. Die Aufträge gehen an die asiatischen Zellhersteller LG Chem, Samsung SDI (beide Korea) und CATL (China).

Samsung betreibt eine Zellfabrik in Polen, CATL will die Zellen aus einem Werk in Erfurt (Thüringen) anliefern. Die Zellen werden dann von Volkswagen zu Akkus verbaut, sodass zumindest ein Teil der Wertschöpfung in Deutschland stattfindet. Standort der Batteriefertigung wird das Werk Braunschweig. Bis 2025 soll jedes dritte von VW verkaufte Auto ein Elektroauto sein.

Auch die künftige Versorgung mit Lithium wurde inzwischen gesichert: So hat Deutschland einen Vertrag geschlossen, Lithium aus Bolivien zu beziehen. Die Firma ACISA aus Baden-Württemberg und das bolivianische Staatsunternehmen Yacimientos de Litio wollen jährlich 40.000 bis 50.000 Tonnen Lithiumhydroxid über 70 Jahre aus dem Salar de Uyuni, einem Salzsee mit dem größten Lithiumvorkommen der Welt, fördern.

Eigene Zellfertigung für Feststoffbatterie

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neues Model  2019  Elektroauto
Der Baukasten von VW mit Unterflurbatterie und Skateboardarchitektur

Wenn der nächste Technologiesprung für die Batterien erreicht ist, kommt VW womöglich auch mit einer eigenen Zellfertigung. Ein Indiz dafür: Ende Juni 2018 erklärte Volkswagen per Pressemitteilung, sich an dem US-amerikanischen Start-up QuantumSpace mit 100 Millionen US-Dollar beteiligt zu haben. Das 2010 gegründete Unternehmen hält über 200 Patente bzw. Patentanträge für die sogenannten Feststoffbatteriezellen.

Mit einer Feststoffbatterie würde sich die Reichweite eines E-Golf von 300 Kilometer auf etwa 750 Kilometer erhöhen. Erste Tests von VW mit Feststoffbatterien seien sehr vielversprechend verlaufen, teilte VW mit. Bis 2025 will VW eine Pilotanlage für diesen neuen Batterietyp errichtet haben.

Ganz überraschend hat VW Ende Februar einen elektrisch angetriebenen T6 Bus in Aussicht gestellt, der zwar nicht mehr 2019, aber wohl noch deutlich vor dem I.D. Buzz (2022) auf den Markt kommen soll. Auch das zeigt, wie wichtig dem Konzern das Thema Elektromobilität geworden ist. 

Weitere Elektroautos: Schon gefahren & bewertet

Toyota Mirai: Wasserstoff-Elektroauto mit vielen guten Eigenschaften.

Erster Test Jaguar I-Pace: Mit 400 PS, 4,8 Sekunden auf 100 km/h, 480 km Reichweite und Allradantrieb überzeugt Jaguars erstes Elektroauto auf den ersten Blick.

Hyundai Kona: Elektro-SUV mit guter Reichweite.

Audi e-tron quattro: Wie gut ist der Elektro-SUV? Der e-tron quattro ist das erste Elektro-SUV des Ingolstädter Autobauers. Der Preis: ca. 80.000 Euro. Plus: Daten, Video, Details.

Erste Daten und Details zum Mercedes EQC: Der neue Mercedes EQC ist der erste rein elektrische Elektro-SUV von Daimler. Ab Frühjahr 2019 soll der Stuttgarter zu Preisen ab 70.000 Euro erhältlich sein.

Die Ladeinfrastruktur wird 2019 besser

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neues Model  2019  Elektroauto
Kann 7x schneller laden als ein Standard-Elektroauto: Porsche Taycan

Seit 2017 müssen in Deutschland alle öffentlichen Ladestationen, die neu errichtet werden, mindestens mit einem Combined Charging System (CCS) ausgerüstet und ohne vorherige vertragliche Bindung für jedermann zugänglich sein.

Wie viele öffentliche Ladesäulen es in Deutschland insgesamt gibt, ist strittig: Angaben verschiedener Organisationen und Verbände differieren zum Teil erheblich. So kommt es darauf an, ob man Ladesäulen, Ladestationen oder Ladepunkte zählt. Und darauf, welche Anschlüsse mit welcher Leistung gezählt werden, oder ob nur öffentliche oder auch halböffentliche Stationen in die Statistik einfließen. 

Die Experten der von der Bundesregierung ins Leben gerufenen "Nationalen Plattform für Elektromobilität"* (NPE) gingen Stand Ende 2017 von 12.500 existierenden Ladepunkten aus – darunter gut 850 Schnellladepunkte mit einer Leistung von mehr als 22 kW. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hat Ende 2018 insgesamt 16.100 öffentliche und teilöffentliche Ladepunkte erfasst – davon 12 Prozent Schnelllader.

Für das Jahr 2020 hat die NPE einen Bedarf von 70.000 öffentlichen Ladepunkten und 7100 Schnellladesäulen ermittelt. Wer das entsprechende Angebot – gefördert durch Steuermittel – zeitgerecht zur Verfügung stellt, wird weitgehend den Marktakteuren überlassen.

Schnellladen in 20 Minuten

Klares Ziel der Firma Ionity ist der Aufbau einer High-Power-Ladeinfrastruktur für Deutschland und Europa (siehe Interview mit Ionity-Chef Dr. Marcus Groll). Auftraggeber von Ionity sind die deutschen Automobilhersteller, die auch die Finanzierung sicherstellen. Bis Ende 2020 sollen 400 Ladestationen in Europa fertig sein, davon 100 in Deutschland. 

Das Besondere: An den Ionity-Säulen können Fahrzeuge Strom mit bis zu 350 kW Ladeleistung beziehen. Damit reduziert sich die Wartezeit beim Aufladen praktisch auf 20 bis 30 Minuten. Das erste Elektroauto, das tatsächlich so viel Leistung aufnimmt, wird der Porsche Taycan sein. Allerdings können hier auch Autos Strom zapfen, die standardmäßig mit 50 kW (CCS-Stecker) laden – wenn sie sich mit einem gültigen Bezahlsystem an der Säule authentifizieren. Pro Ladevorgang rechnet Ionity 8 Euro ab, unabhängig von der geladenen Strommenge und der Ladedauer.

 

Text: Wolfgang Rudschies. Fotos: PR.

Kontakt zur Redaktion: redaktion@adac.de

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