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Mini Countryman: Der Mini-SUV fürs Grobe

Mini SE Countryman fahrend von hinten
Mini Countryman: Als einer der wenigen seiner Klasse auch mit Allradantrieb zu haben ∙ © Mini

Nach drei Jahren Bauzeit wird der Mini Countryman mit neuer Technik und 6d-Motoren auf den aktuellen Stand gebracht. Seinen eigenwilligen Charakter behält der Mini-SUV. Preis: ab 26.600 Euro. Daten, Bilder, Infos.

  • Nur dezente optische Änderungen

  • Motoren: Drei Benziner, drei Diesel, ein Plug-in-Hybrid

  • Der Mini Countryman ist der geräumigste und vielseitigste Mini

Rund um den kleinen, knuffigen Mini hat sich über die Jahre eine ganze Modellfamilie entwickelt. Nicht jedes Experiment ist dabei aufgegangen: So haben sich weder das eigenwillige Mini Coupé noch der skurrile Paceman durchgesetzt – die Ableger wurden schon nach kurzer Bauzeit wieder eingestellt. Als feste Größen haben sich aber der Kombi Mini Clubman und der Kleinwagen-SUV Countryman etabliert. Auf den Countryman fallen weltweit sogar 30 Prozent aller Mini-Verkäufe. Nun wurde die seit 2017 erhältliche, zweite Generation des Countryman leicht überarbeitet.

Optisch wenig neu am Mini Countryman

Wie immer bei BMW und Mini fallen die Änderungen aber so dezent aus, dass sie nur echte Fans auf Anhieb erkennen. So wurde unter anderem der Kühlergrill leicht modifiziert, am Heck gibt es neue LED-Leuchten im Union-Jack-Design, neue Karosseriefarben und andere Alufelgen. Ein Sport-Lederlenkrad ist jetzt serienmäßig bei allen Versionen und es gibt mehr Zubehör zur Individualisierung. Die adaptiven LED-Scheinwerfer bieten nun mit ihrer Matrix-Technologie (optional) die Möglichkeit, entgegenkommende Fahrzeuge gezielt und automatisch auszublenden, so dass man praktisch immer mit Fernlicht fahren kann.

Der Countryman wird digitaler

Dass der Countryman nun mit einer integrierten SIM-Karte "always on" ist und sich so nicht nur Naviziele bequem vom Sofa aus ins Auto übertragen lassen, sondern auch der aktuelle Verkehr in Echtzeit darstellen lässt, hebt ihn auf den aktuellen Stand der Technik. Genauso wie eine kabellose Ladestation fürs Telefon oder die Möglichkeit, den heimischen Sprachdienst „Alexa“ mit dem Fahrzeug zu verknüpfen. Gegen Aufpreis lässt sich das analoge Kombiinstrument hinter dem Lenkrad durch ein digitales Display ersetzen.

Plug-in-Hybrid als alternativer Antrieb

Die Motoren des Mini Countryman wurden dahingehend modifiziert, dass sie nun die ab 2021 verbindliche Euro 6d-Abgasnorm erfüllen. Es gibt drei Benziner (102, 136, 178 PS) und drei Diesel (116, 150, 190 PS) und nach wie vor auch den Plug-in-Hybrid namens SE mit einer Systemleistung von 224 PS.

Die stärkeren Varianten sind auch mit dem Allradantrieb ALL4 zu haben, der SE wird ab Werk von vier Rädern angetrieben: Sein Dreizylinder-Benziner wirkt auf die Vorderräder und ein Elektromotor treibt die Hinterachse an. Für Pendler und Kurzstreckenfahrer kann der Plug-in-Hybrid eine Option darstellen, schließlich soll seine 9,6 kWh-Batterie laut Mini für eine rein elektrische Reichweite von 55 bis 61 Kilometern sorgen.

Bei entsprechendem Fahrprofil kann so ein Großteil der Strecken elektrisch abgedeckt werden, auch wenn es in der Praxis ein paar Kilometer weniger Reichweite sein dürften.

Großer Kofferraum, variable Rückbank

Unberührt von den Neuerungen bleiben die praktischen Qualitäten des Mini Countryman. Mit 4,30 Metern Länge ist er größer als ein VW Golf und kann dadurch mit einem recht üppigen Raumangebot aufwarten. Weil sich die Rückbank im Verhältnis 40:20:40 umklappen und zudem längs verschieben lässt, können entweder Freizeitutensilien aller Art bequem verstaut werden oder die hinten Sitzenden machen es sich bei zurückgeschobener Bank und überragender Beinfreiheit bequem. Der Kofferraum fasst zwischen 450 und 1390 Liter.

Hinter einem 1,85 Meter großen Fahrer finden dann sogar bis zu 1,95 Meter große Personen Platz, wie ADAC Messungen bei einem Vor-Facelift-Modell ergeben haben.

Preis: Ab 26.600 Euro

Ab Juli 2020 ist der überarbeitete Mini Countryman als 136 PS starker Cooper ab 29.600 Euro zu haben. Das Einstiegsmodell Mini One mit 102 PS gibt es erst ab November 2020 für 26.600 Euro. Die Diesel starten bei 29.600 Euro und die Plug-in-Hybrid-Version Mini Cooper SE steht ab 39.000 Euro in der Preisliste – abzüglich des aktuellen Bonus für Plug-in-Modelle. Ein Schnäppchen ist also auch dieser Mini nicht.

Wer gänzlich elektrisch fahren möchte, muss zum konventionellen Mini Dreitürer greifen: Er wurde kürzlich als Elektroversion SE in den Handel gebracht.

Hier können Sie den ADAC Test des Vor-Facelift-Modells des Mini Countryman von 2019 als PDF herunterladen:

Der Mini Countryman Cooper Steptronic (2019) im ADAC Test
PDF, 797 KB
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