Cabrios 2020: Alle Neuheiten und aktuellen Modelle

19.3.2020

Ausblick auf die neue Cabrio-Saison – ein Marktüberblick mit allen neuen und aktuellen Modellen. Plus: Technische Daten, Bilder, Preise und Testergebnisse.

Zwei junge Frauen genießen den Sommer im Cabrio
Cabrio-Feeling: Endlich wieder offen fahren
  • Alle Cabriolets in den Preisklassen bis 90.000 €
  • Facelift bei Jaguar F-Type, Mercedes E-Klasse und Ford Mustang 
  • Seit März ist auch das VW T-Roc Cabrio beim Händler

 

Sobald das Wetter es zulässt, werden quer durch die Republik die Cabriolets aus der Garage geholt. Wer noch keines hat, kann sich hier schon mal schlau machen: Welche Modelle gibt es im Jahr 2020? Wie viel Geld muss ich aufbringen? Und was bekomme ich dafür?

Das Modellangebot hat sich im Vergleich zu 2019 merklich geändert. Nicht mehr gebaut wird zum Beispiel der Fiat Spider. Wenigstens steht Mazda weiterhin zum MX-5 – dem Technik-Bruder des Italieners. Neben dem Jaguar F-Type erhalten der Ford Mustang und die Mercedes E-Klasse ein Facelift. Aus dem Programm genommen werden im Laufe des Jahres der Audi A3, der BMW i8 Roadster, der Mercedes SL und der SLC. Genau das könnte ein Grund sein, sich jetzt noch eines dieser Exemplare zuzulegen.

Weitere Neuheiten 2020 sind Porsche Turbo, Porsche 911 Targa sowie Porsche Boxster, der einen klassischen Sechszylinder-Boxer, aber mit Zylinderabschaltung, bekommt. Außerdem wird die Cabrio-Welt durch einen offenen Lexus LC 500, einen McLaren Elva und einen elektrischen Smart bereichert.

Cabrios bis 35.000 € 

Für mehr Informationen bitte auf das Bild klicken!
Fiat 500CC stehend schräg von hinten

Fiat 500 C

ab 15.590 €

Vom Preissprung des Smart Cabrio profitiert in erster Linie der Fiat 500 C. Denn jetzt stellt die Modellreihe aus Italien das billigste Cabrio auf dem Markt. Deutlich erwachsener ist der Fiat sowieso. Statt zwei Personen und einem Mini-Gepäck, passen hier vier Leute und bei Nutzung der Rückbank sogar der Großeinkauf vom Supermarkt hinein. Auch Wochenend-Ausfahrten sind mit dem Fiat völlig okay. Als Antrieb gibt es inzwischen nur noch den 1,2-Liter-Benzinmotor (51 kW/69 PS) mit Schaltgetriebe. Gut so. 

Seitenansicht des Mini Cabrio fahrend

Mini Cabrio

ab 23.700 €

Mini zu fahren ist etwas ganz Besonderes. Das liegt am Charakter des kleinen Briten. Sein Fahrwerk macht ihn wieselflink, der Dreizylinder-Benziner (100 kW/136 PS) ist ein Wunder an Laufruhe und Elastizität. Das Design innen und außen kennt sowieso kaum direkte Konkurrenz – auch oder gerade, weil es stark polarisiert. Leider lässt sich Mini jedes Extra gut bezahlen. Und so treibt die Optionsliste den Preis für das Mini Cabrio in ungeahnte Höhen. Der Platz für zwei Erwachsene ist gerade noch okay, die Rückbank taugt nur für Kinder, der Kofferraum ist ein Witz. 

Aktueller ADAC Test: Mini One (weitgehend baugleiches Modell)

Seitenansicht des Smart Fortwo Cabrio fahrend

Smart Fortwo EQ Cabrio

ab 25.200 €

Billiger als mit dem Smart Fortwo konnte man lange nicht Cabriofahren. Das ist jetzt vorbei, denn den Smart gibt es ab sofort nur noch mit Elektroantrieb. Der ist tatsächlich viel angenehmer zu fahren als mit Verbrenner, aber eben auch viel teurer in der Anschaffung. Nur zwei Sitzplätze und ein Gepäckfach mit nominell 260 Liter Volumen schließen größere Transportbedürfnisse von vornherein aus. Was wir nicht verstehen: Dass der Elektro-Smart trotz unverändertem Antrieb und unveränderter Batterie genauso teuer bleibt wie in der vorherigen Generation. Die Konkurrenz machte es allerorten anders, gibt mehr Reichweite oder senkt die Preise - meistens sogar beides.   

Aktueller ADAC Test: Smart Fortwo Coupé EQ prime (weitgehend baugleiches Modell)

Heckansicht des Mazda MX 5 fahrend

Mazda MX-5

ab 29.990 €

Der Mazda MX-5 war eine Sensation, als er vor 20 Jahren auf den Markt kam: ein Zweisitzer mit Heckantrieb für maximalen Fahrspaß. Inzwischen reden wir von der 4. Modellgeneration und neuen Technik-Details wie einem Notbremsassistenten, einer Rückfahrkamera oder einer Verkehrszeichenerkennung. Zum Glück ist der Fahrspaß nicht abhanden gekommen: Der MX-5 lenkt agil und ausbalanciert ein, lässt die sechs Gänge knackig sortieren und informiert unmissverständlich über die Güte des Straßenbelags. An Motoren stehen ein 1,5-Liter-Benziner mit 97 kW/132 PS und ein 2,0-Liter-Benziner mit 135 kW/184 PS zur Wahl. Für das Jahr 2020 sind die Basisversionen gestrichen worden. Der Einstieg (mit besserer Ausstattung) beginnt jetzt bei 29.990 €.  

Aktueller ADAC Test: Mazda MX-5 Skyactive G184

Audi A3 Cabrio fahrend

Audi A3 Cabrio

ab 34.600 €

Das Audi A3 Cabriolet wird im Laufe des Jahres eingestellt. Was nicht heißen muss, dass man ihn nicht mehr kaufen sollte. Im Gegenteil. Das A3 Cabrio ist technisch ausgereift, lässt wenig Wünsche an Komfort und Sicherheit offen und hat in Form des S3 mit 221 kW/300 PS auch für den extrem sportlich orientierten Autofahrer etwas im Angebot. Das Gros der Käufer aber greift natürlich zum 110 kW/150 PS starken, allenfalls zum 190-PS-Benziner. Und ist auch damit absolut ausreichend motorisiert. Das riecht nach intensiven Preisverhandlungen mit dem Händler.     

Aktueller ADAC Test: Audi A3 Sportback 1.5 TFSI cod sport S tronic  (weitgehend baugleiches Modell)

Heckansicht des BMW 2er Cabrio stehend

BMW 2er Cabrio

ab 35.900 €

Der offene BMW 2er ist ähnlich teuer wie das Audi A3 Cabrio. Im Gegensatz zu diesem aber auch mit Dieselmotor erhältlich. Zur Wahl stehen Selbstzünder mit 110 und 140 kW, also mit 150 und 190 PS. Das Einstiegsmodell, das 218i Cabrio, hat einen 100 kW/136 PS Benziner unter der Haube – den aus dem Mini bekannten Dreizylinder. Der läuft sehr kultiviert, lässt aber vor allem sportlichen Sound vermissen. Für BMW-Fans, die Sechszylinder und Sportauspuff gewohnt sind, stellen Dreizylinder oder Diesel ein No-go dar. Alternativ gibt es den 220i mit 135 kW/184 PS, den 230i mit 185 kW/252 PS, aber auch das sind beides Vierzylinder. Der einzige Sechszylinder (250 kW/340 PS) steckt im M240i. Kostenpunkt: 54.450 € aufwärts. Letztlich sollte wohl für jeden etwas dabei sein.   

Aktueller ADAC Test: BMW 230i Coupé M Sport Steptronic (weitgehend baugleiches Modell)

Endlich zu haben: VW T-Roc Cabriolet

Zoom-In
Heck des VW T-Roc Cabrio fahrend
Als SUV-Cabrio allein auf weiter Flur: Der offene VW T-Roc 

Das VW T-Roc Cabriolet ist zu einem Preis ab 27.495 Euro erhältlich. Zu erwarten ist ein gewohnt hohes VW-Niveau, was Bedienung, Komfort und Sicherheit angeht. Außerdem bietet der T-Roc Platz für bis zu vier Personen und wirkt auch mit geschlossenem Stoffverdeck optisch gut proportioniert.

Als Antrieb ist wie beim geschlossenen Modell mit einer Auswahl zwischen mehreren Benzinern und Dieseln zu rechnen. Den Einstieg markiert die Version mit einem Dreizylinder-Benziner, der aus 1,0 Liter Hubraum eine Leistung von 85 kW/115 PS zur Verfügung stellt. Basispreis: 27.490 Euro. Deutlich flotter voran geht es mit dem 1,5-Liter-Vierzylinder, der 110 kW/150 PS leistet und zum Spritsparen mit einer Zylinderabschaltung (ACT) ausgerüstet ist. Diese Modellversion ist ab 30.075 Euro erhältlich. Versionen mit Dieselmotor und Allradantrieb folgen im Laufe des Jahres.     

Aktuelle ADAC Tests: VW T-Roc 2.0 TDI 4Motion DSG und 1.5 TSI ACT (weitgehend baugleiches Modell)

Cabrios bis 50.000 €

Für mehr Informationen bitte auf das Bild klicken!
Audi TT von vorne fahrend

Audi TT Roadster

ab 38.900 €

Der Audi TT ist über die Jahre immer weiter technisch verfeinert und optisch zunehmend gefälliger geworden. Trotz Frontmotor und Frontantrieb legt der aktuelle TT ein ausgesprochen sportliches Fahrverhalten an den Tag. Aber auch der Komfort kommt nicht zu kurz. Sein digitales Cockpit ist up to date. Die Auswahl an Motoren lässt – abgesehen vom Diesel – keine Wünsche offen. Freunde des manuellen Schaltgetriebes greifen zur Version 45 TFSI mit 180 kW/245 PS. Alle anderen sind mit der S-Tronic-Automatik gekoppelt. Auf Wunsch ist Allradantrieb erhältlich. Einziges Manko: der Kofferraum, der nur zwei mittelgroße Reisetaschen als Zuladung erlaubt.

Mercedes SLC Final Edition Cabrio

Mercedes SLC

ab 40.882 €

Mit dem Mercedes SLC bekommt der Käufer ein sicheres, komfortables und auch fahraktives zweisitziges Cabriolet, das kaum Wünsche offen lässt. Als Antrieb stehen verschiedene Benziner und Diesel sowie drei supersportliche AMG-Modelle bereit. Leistungen von 115 kW/156 PS bis 375 kW/510 PS.    
BMW Z4 Cabrio

BMW Z4

ab 42.000 €

Der BMW Z4 ist der ideale Roadster für Menschen, die Komfort und Luxus schätzen. Und dank perfekter Gewichtsverteilung, Stoffverdeck und bis zu 340 PS sollte auch genug Fahrspaß aufkommen. Der Z4 M40i im ADAC Test. Preis: 60.950 Euro

Autotest BMW Z4

Frontansicht der Mercedes C-Klasse Cabrio stehend

Mercedes C Cabrio

ab 43.900 €

Für Puristen ist es schwer nachvollziehbar, warum es Cabriolets mit vier Sitzplätzen gibt. Auf der Rückbank wird es für Erwachsene immer sehr eng, Kinder sitzen hinten in stürmischer Zugluft. Trotzdem gibt es diese Cabriolets wie die Mercedes C-Klasse. Und die verkauft sich von allen offenen Modellen mit am besten. Die Gründe liegen auf der Hand: Der Stuttgarter Bestseller bietet hohe Qualität, viel Komfort und Sicherheit sowie eine große Auswahl an Motoren. Vier Benziner und drei Diesel sind erhältlich, zusätzlich drei AMG-Benziner. Das Leistungsspektrum reicht von 115 kW/156 PS bis 375 kW/ 510 PS.

Aktueller ADAC Test: Mercedes C 200 9G-TRONIC (weitgehend baugleiches Modell)

Heckansicht Ford Mustang fahrend

Ford Mustang

ab 45.800 €

Der Ford Mustang ist eine Auto-Legende, die man seit 2015 endlich auch beim Ford-Händler um die Ecke bekommen kann. Entweder als europäisierte Version mit 2,3-Liter-Reihenvierzylinder und 213 kW/290 PS oder sozusagen als US-Original mit 5,0-Liter-V8-Motor, aktuell 331 kW (450 PS) stark. Wegen des bollernden Auspuffsounds und der schier unglaublichen Kraftentfaltung aus dem Drehzahlkeller ist diese Version das Nonplusultra für die Fans. Bei all der Retro-Emotionalität zeigt sich das Fahrwerk auf der Höhe der Zeit. Weniger überzeugend wirkt der Innenraum, besonders das Armaturenbrett mit seiner eher grobschlächtigen Architektur und den vielen Schaltern und Tasten. Im August 2020 ist ein Facelift zu erwarten.

Audi A5 fahrend

Audi A5 Cabrio

ab 49.100 €

Wie das Mercedes C-KLasse-Cabrio sieht der Audi A5 nach sehr viel Platz im Innenraum aus. Den gibt es tatsächlich. Die Beinfreiheit vorn reicht für knapp 1,95 m große Menschen, die Kopffreiheit sogar für zwei Meter große Personen. In der zweiten Reihe dagegen können Erwachsene nicht mehr sitzen, wenn der Vordersitz auf große Personen eingestellt ist. Erstaunlich, was der Kofferraum wegsteckt, solange das Stoffverdeck geschlossen bleibt: Bis zu fünf Getränkekisten oder 315 Liter Gepäck kann man hier unterbringen. Ist das Verdeck offen, reduziert sich das Volumen auf 230 Liter. Das ist halbwegs okay für das kleine Urlaubsgepäck von zwei Personen.

Aktueller ADAC Test: Audi A5 Cabriolet 2.0 TDI design quattro S tronic

Chevrolet Camaro Cabrio fahrend

Chevrolet Camaro

ab 50.490 €

Ein Cabriolet mit V8-Motor und 6,2 Liter Hubraum für 57.600 € – wo gibt's denn sowas? Beim Händler, der den Chevrolet Camaro verkauft. Das US-Muscle-Car strotzt nur so vor Kraft. Es schluckt Benzin, als würde keine Mineralölsteuer erhoben. Es bollert und röhrt, als gäbe es drumherum nur die einsame Weite der Prärie. Und auch der optische Auftritt ist alles andere als dezent. Kein Wunder, dass die Käuferschicht hierzulande extrem dünn ist. Für umweltbewusstere Käufer hält Chevrolet eine Einstiegs-Version mit 2,0-Liter-Turbomotor (275 PS) im Angebot.

ADAC Test: Chevrolet Camaro Coupé 6.2 V8 Automatik

Lotus Elise fahrend von hinten

Lotus Elise

ab 50.600 €

Ein Lotus Elise fordert seinen Insassen eine Menge Stehvermögen und Leidensfähigkeit ab. Der Wagen ist bretthart abgestimmt, absolut spartanisch eingerichtet und wiegt nicht einmal 900 kg. Obwohl die Motoren (je nach Version 162 oder 181 kW) vergleichsweise wenig Leistung zur Verfügung stellen, geht die Elise ab wie ein Gepard auf der Jagd. Beschleunigungswerte wie Kurvengeschwindigkeiten sind atemberaubend. Weitere Besonderheit: Für alle Modelle gibt's  jeweils 3 Jahre Garantie und 3 Jahre kostenlose Wartung. Schwierig ist es mit dem Händlernetz. Es existieren deutschlandweit nur 14 Service-Betriebe.  

Jaguar F-Type: Dank Facelift noch schöner

Zoom-In
roter Jaguar F-Type fahrend
Ab Mai: Jaguar F-Type im facegelifteten Kleid

Wenn im Mai 2020 das Facelift des Jaguar F-Type beim Händler steht, erkennen Kunden den Unterschied zum Vorgänger an den neuen Scheinwerfern, der stärker konturierten Motorhaube sowie den geänderten Rückleuchten. Im Innenraum ersetzt beim F-Type künftig ein 12,3-Zoll großer Monitor hinterm Lenkrad die analogen Instrumente. Die können neben den Fahrdaten auch eine Navigationskarte anzeigen.

Als Antrieb dient ein 2,0-Liter-Turbobenziner mit 300 PS und ein 5,0-Liter-V8. Der bisherige Sechszylinder in V-Form mit den Leistungsstufen 340 PS, 380 PS und 400 PS, fällt wegen zu großem Durst aus dem Programm. Dafür bietet Jaguar den V8 in den beiden Leistungsstufen mit 450 PS (neu) und als R-Version mit 575 PS an. Der kleine V8 leistet 580 Newtonmeter maximales Drehmoment ab 2500 Umdrehungen, die R-Version satte 700 Newtonmeter. Dann fließt die Kraft auch über alle vier Räder.

Bei allen Motoren kommt eine sehr spontan schaltende Achtgang-Automatik zum Einsatz. Damit der bullige V8 nicht zu potent und prollig auftritt, installiert Jaguar eine Quiet-Start-Funktion. Bei der bleiben die Bypass-Ventile des Auspuffschalldämpfers geschlossen, sodass das Startprozedere leiser läuft. Das Jaguar F-Type Cabrio ist nun ab 71.200 Euro erhältlich. Das Topmodell mit Allradantrieb kostet 132.100 Euro.

Cabrios von 51.000 bis 92.000 €

Für mehr Informationen bitte auf das Bild klicken!
BMW 4er fahrend von hinten

BMW 4er Cabrio

ab 51.650 €

Was macht den Charakter des 4er Cabriolet von BMW aus? Erstens das sportliche Fahrverhalten. Zweitens das BMW-typisch hohe Verarbeitungs- und Infotainment-Niveau. Drittens die große Auswahl an kraftvollen Motoren. Schon der Basisbenziner leistet 135 kW /184 PS, der Basisdiesel 140 kW/190 PS. Wer einen Sechszylinder will, muss beim Diesel zum 430d oder 435d greifen, bei den Benzinern stehen der 440i und der M4 zur Wahl. Der wirft sagenhafte 331 kW/450 PS ins Rennen. Geschaltet wird per DKG-Automat oder serienmäßig mit manuellem 6-Gang-Getriebe.

Mercedes E-Klasse Draufsicht fahrend

Mercedes E Cabrio

ab 54.794 €

Mit 4,83 Metern Länge bietet das E-Klasse Cabriolet von Mercedes locker Platz für bis zu vier Personen. Das offene Fahren kann man hier sogar auf der Rückbank genießen. Denn neben dem klassischen Windschott hinter den Vordersitzen gibt es ein flaches Schott für den Frontscheibenrahmen und eines hinter den Kopfstützen der Rückbank, natürlich elektrisch ausfahrbar (und mit Aufpreis). Motoren: von 155 kW/211 PS bis 336 kW/457 PS in der AMG-Version. Im Laufe des Jahres wird es ein Facelift für die Baureihe geben.

Aktueller ADAC Test: Mercedes E 200 Cabriolet 9G-TRONIC (weitgehend baugleiches Modell)

Seitenansicht des Porsche 718 Roadster fahrend

Porsche 718 Boxster

ab 57.531 €

Der Porsche Boxster hatte schon immer alles, was die Herzen der Sportwagen-Fans höher schlagen lässt: ein leistungsstarkes, drehfreudiges Triebwerk sowie ein messerscharfes, präzises Fahrverhalten. Der aktuelle 718 Boxster ist sogar noch einen Tick agiler und sicherer als die Vorgänger. Auch der Vierzylinder-Boxermotor überzeugt dank Turboaufladung absolut. Für alle, die dem Sechszylinder-Motor hinterher getrauert haben, gibt es nun den Porsche 718 Boxster GTS 4.0, einen Sechszylinder-Sauger mit vier Liter Hubraum und 294 kW/400 PS. Damit ist die Porsche-Welt wieder perfekt in Ordnung. 

Heckansicht des Jaguar F-Type fahrend

Jaguar F-Type

ab 71.200 €

Der noch von Star-Designer Ian Callum gezeichnete Jaguar F-Type wurde nun einem behutsamen Facelift unterzogen. Durchaus zum Vorteil darf man sagen. Nicht so schön ist der um rund 4000 Euro gestiegene Einstandspreis, trotz weitgehend gleicher Technik. Es gibt nach wie vor kraftvolle Motoren, eine reaktionsschnell schaltende 8-Gang-Automatik und einen Auspuffklang, der Konzertsäle füllen könnte. Eigentlich sind die Fahrleistungen des 2,0-Liter-Vierzylinders mit 221 kW/300 PS mehr als ausreichend. Alternativ gibt es einen V8-Motor mit 5,0 Liter Hubraum und bis zu 423 kW/575 PS (dann in Allradkonfiguration). Der 3,0-Liter-Sechszylinder mit 250 kW/340 PS war zu durstig und ist aus dem Programm geflogen.

Chevrolet Covette fahrend von hinten

Chevrolet Corvette

ab 91.450 €

Bei der Corvette ist ein Achtzylinder-Big-Block sozusagen ein Muss. Daher bietet Chevrolet für die Corvette gar keinen kleineren Motor an. 6,2 Liter Hubraum, 343 kW/466 PS oder 485 kW/659 PS sind auf Wunsch erhältlich. Im Topmotor arbeitet die Urgewalt von 881 Nm Drehmoment. Das würde reichen, um einen schweren Pferdeanhänger über die steilsten Berge zu ziehen. Stattdessen fährt man in der Corvette allein oder zu zweit spazieren. Mit einem Kraftstoffverbrauch von 13 Litern/100 km und deutlich mehr – für jeden umweltorientierten Menschen ein absolutes No-Go. Wo es das Auto gibt? Nur im US-Car-Handel.

McLaren Elva: V8-Motor und 815 PS

Zoom-In
McLaren Elva stehend
Nicht von dieser Welt: McLaren Elva für 1,7 Mio Euro  

Keine Scheiben, kein Dach, dafür sehr viel Power. Der McLaren Elva ist ein rassiger Sportwagen ohne Verdeck. Leider auch sehr exklusiv. Rund 1,7 Millionen Euro soll der Roadster der McLaren-eigenen Ultimate “Series“ kosten. Dafür erhalten ausgewählte Bewerber ein Auto, bei dem der Fahrer voll im Wind sitzt – auf eine Frontscheibe verzichtet McLaren ebenso wie auf eine Audioanlage. Zumindest als Serienausstattung.

Wer nicht mit Helm fahren will, kann sich aber in einigen Ländern eine Windschutzscheibe bestellen. Karosserie und Rahmen dieser flachen Flunder bestehen aus leichtem Carbon, verstecken ein integriertes Überrollbügel-System. Das fährt im Falle eines Falles bei höheren Geschwindigkeiten aus – und die sind beim Elva schnell zu erreichen.

Als Antrieb dient ein V8 mit 815 PS und 800 Newtonmeter Drehmoment. In weniger als drei Sekunden sprintet der Roadster auf 100 km/h, 200 km/h liegen in 6,7 Sekunden an. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei deutlich über 300 km/h. Nur 399 Exemplare sollen in den nächsten Monaten entstehen, die Auslieferung ist für Ende des Jahres geplant. Ein Wahnsinns-Auto, nicht von dieser Welt.

Cabrio, Roadster, Speedster, Targa: Was ist was?

Offene Autos haben viele Bezeichnungen, mit oder ohne Sicherheitsbügel. Doch es gibt ganz handfeste Unterschiede zwischen Cabrio, Speedster, Roadster und Targa. Wir erklären die Unterschiede.

Cabrio

Als Oberbegriff für alle offenen Fahrzeuge dient das Wort Cabrio. Es leitet sich vom französischen “cabrioler“ ab, was so viel wie “Luftsprünge machen“ bedeutet. Bei einem offenen Cabrio erlebt der Fahrer die Tour mit allen Sinnen, der Wind rauscht durchs ganze Auto. Daher sind Cabriolets bei vielen Autofahrern so beliebt. Meist ist ein Cabrio ein offenes Fahrzeug mit zwei Türen, vier Sitzen und einem kleinen Kofferraum. Denn zum Großteil verschwindet beim Öffnen des Daches dieses dorthin.

Cabriodächer bestehen meist aus Aluminium, Glas, Stahl, Stoff, Kunststoff oder Leder. Eine Zeitlang setzten Cabrios wie VW Golf oder Ford Escort auf Überrollbügel, um mehr Sicherheit und Steifigkeit zu erlangen. Moderne Fahrzeuge, die hochfeste Stähle, massive Windschutzscheibenrahmen und automatische Überrollbügel integrieren, benötigen keine Bügel mehr. Auch die in den 2000er-Jahren populären Stahldächer sind bei Cabrios so gut wie verschwunden. Moderne Stoff-Konstruktionen aus mehreren Lagen dämmen und isolieren ausreichend und sind weitaus leichter als Stahl- oder Aluminium-Konstruktionen.

Roadster

Roadster sind besonders sportliche Cabrios mit in der Regel zwei Sitzplätzen. Sie sind kleiner, leichter und stärker motorisiert als normale viersitzige Cabrios, wobei der Übergang fließend bei 2+2-Sitzern ist. Zu Beginn der Roadsterzeit in den 1950er-Jahren waren die Modelle wie von Austin Healy, Triumph oder MG nur zum Offenfahren gedacht. Eine dünne Behelfspersenning konnte im Stand angebracht werden – damit das Auto bei Regenschauern nicht vollläuft. Durch kleine Türen schlüpfte der Fahrer in das niedrige Auto. Denn im Grunde waren Roadster nur offene Sportwagen mit zwei Sitzen, die vorwiegend dem Fahrspaß dienten.

Italienische Hersteller nennen diese Fahrzeuge Spider (wie der berühmte Alfa Romeo Spider), Spyder oder Speedster (siehe unten). Schon Ende der 1970er-Jahre ebbte das Interesse für Roadster ab. Erst mit dem Mazda MX-5 erlebte diese Fahrzeuggattung ab 1989 wieder einen Boom – mit vielen Nachahmern. Auch wenn die Notverdecks mittlerweile Ganzjahresverdecks gewichen sind: Der Markt an Roadstern in Deutschland ist nicht üppig. Neben dem Mazda MX-5 zählen der BMW Z4, Porsche 718 Boxster, Mercedes SLK, SL und AMG-GT ebenso dazu wie der Nissan 370Z Roadster oder Audi TT.

Speedster

Speedster nennen sich besonders sportliche Roadster, die noch extremer und puristischer sind als andere offene Fahrzeuge. Porsche verkaufte schon 1948 einen Speedster. Im Gegensatz zum Roadster sitzt der Motor hinten statt vorne, außerdem verkleinert Porsche die Windschutzscheibe stark. Über die Jahre gab es immer wieder Speedster-Modelle auf Basis des 911er. Im Mai folgt ein neues Modell der Baureihe 992. Im Vergleich zum konventionellen Cabrio setzt der Speedster auf eine kleine Frontscheibe und zwei Heck-Höcker aus Carbon. Dazu kommt ein leistungsgesteigerter Motor und dank des Einsatzes von Carbon ein niedriges Gewicht.

Targa

Ein Targa-Modell setzt auf einen Sicherheitsbügel und ein mittiges Dachteil, das sich zwischen Windschutzscheibe/A-Säule und B-Säule herausnehmen lässt. Die Heckscheibe bleibt in der Regel steif. Durch den Bügel wird der Targa verwindungssteifer und sicher. Früher war die Konstruktion die einfachste Möglichkeit, das Dach eines Autos mit geringem Aufwand zu öffnen und das Verdeck platzsparend im Kofferraum unterzubringen. 1961 stellt Triumph erstmals für den Roadster Triumph TR4 ein zweiteiliges Hardtop vor, das so genannte Surrey Top.

Anfang der 1970er-Jahre folgen weitere Hersteller der Bauweise, darunter Dino 246 GTS, Opel Kadett Aero, Triumph Stag und Fiat X 1/9. Das so genannte T-Roof oder T-Top gab es bei Corvette C3, Chevrolet Camaro, Nissan 100 NX oder Toyota MR-2.

Um die strengen Zulassungshürden für Cabrios auf dem amerikanischen Markt zu umgehen, erfanden Porsche-Ingenieure 1965 einen Sicherheitsbügel, der die Karosserie umspannt. Der Name Targa lehnt sich an das berühmte Rennen Targa-Florio an, ist aber heute ein eingetragenes Markenzeichen von Porsche. Andererseits kommt es aus dem italienischen und bedeutet Schild oder Windschutz.

Targa-Dächer sind mittlerweile aus der Mode gekommen, spielen eher im Bereich der Nostalgie mit. Denn durch den Einsatz neuer Werkstoffe wie hochfeste Stähle und neuer Konstruktionen setzen nur noch wenig Hersteller auf die Querverstrebung. Aktuelle Targa-Fahrzeuge: Mazda MX-5 RF, Lotus Elise, Corvette C7, Lamborghini Aventador Roadster und bald wieder ein Porsche 911 Targa.

 

 

Text: Fabian Hoberg, Wolfgang Rudschies. Fotos: iStock.com/Vladimir Vladimirov, Fiat, Mazda, Mini, Smart, Audi (3), BMW (3), Volkswagen, Mercedes (3), Ford, Chevrolet (2), Lotus, Jaguar (2), Porsche, McLaren

Hier finden Sie viele weitere Fahrberichte und Autotests.

Kontakt zur Redaktion:  redaktion@adac.de