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Der ADAC

Cabrios 2021: Alle Neuheiten und aktuellen Modelle

BMW M440 i xdrive fahrend auf einer Straße
Brandneu im Cabrio-Angebot: BMW 4er, erkennbar an der großen Niere ∙ BMW

Ausblick auf die neue Cabrio-Saison – ein Marktüberblick mit allen neuen und aktuellen Modellen. Technische Daten, Bilder und Preise

  • 38 Cabrio-Baureihen im Angebot der Hersteller

  • fast 100 Versionen mit unterschiedlichen Antrieben/Preisen

  • Open-Air-Vergnügen von 19.000 bis 460.000 Euro

  • Motorleistungen von 70 bis 1000 PS

Sommer, Sonne, Cabrio. Sobald es Frühling ist und der Wettergott sich von seiner guten Seite zeigt, werden quer durch die Republik die Verdecke nach hinten geklappt. Wer noch kein Cabrio besitzt, kann sich hier schon mal schlau machen: Welche Modelle gibt es im Jahr 2021? Wie viel Geld muss ich aufbringen? Und was bekomme ich dafür?

In der Modell-Tabelle finden Sie alle Cabrios zunächst alphabetisch nach Herstellernamen gelistet. Es gibt aber auch eine Sortierfunktion, mit der Sie sich die Modelle nach dem Preis, der Leistung oder dem Hubraum sortiert anzeigen lassen können, indem Sie oben auf den Kopf der jeweiligen Spalte klicken.

Alle aktuellen Cabrios in Deutschland: Daten und Preise

Das von der ADAC Datenbank erfasste Angebot ist riesig: Fast 100 Versionen mit unterschiedlichen Motorisierungen und Preisen werden von den Autoherstellern feilgeboten. 26 davon entfallen auf Cabrios bis 50.000 Euro – womit sie potentiell für eine breitere Gruppe von Kaufinteressenten in Frage kommen.

Im Preissegment zwischen 50.000 und 100.000 Euro zählen wir 37 Modelle, die dann schon sehr gehobene Ansprüche bedienen. Eine erstaunlich große Angebotsvielfalt existiert mit 33 Modellversionen zu Preisen jenseits der Schallmauer von 100.000 Euro – Autos, von denen die meisten Menschen nur träumen können. Aber auch die gehören bei einem vollständigen Cabrio-Marktüberblick dazu.

Cabrios bis 30.000 €

Abarth 595C | Fiat 500 C | Mazda MX-5 | Mini | Smart EQ | VW T-Roc

Ein kleines Cabrio als Zweitwagen gefällig? Zum Glück sind preiswerte Cabrios noch nicht ganz ausgestorben. Allerdings ist die Auswahl in der niedrigsten Preisklasse sehr überschaubar. Für knapp 20.000 Euro geht's los. Dafür bekommt man den Fiat 500 im "alten" Gewand, den ein kleiner Hybridmotor antreibt. Puristen dürften sich nur daran stören, dass der 500 C im Grunde kein "richtiges" Cabrio ist, sondern ein Auto mit großem und weit nach hinten aufrollendem Faltdach. Auf der gleichen Basis stehen die Sport-Modelle von Abarth, die aber schon deutlich teurer sind.

Die billigste Möglichkeit, ein elektrisches Cabrio zu fahren, stellt der Smart EQ dar. Ein Manko ist hier allerdings die ziemlich dürftige Reichweite, so dass größere Ausflüge mit Umständen – sprich häufigen Zwischenladungen – verbunden sind. Mit Verbrennungsmotoren gibt es den Smart nicht mehr.

Fast schon ein Klassiker sind der kurvengierige Mazda MX-5 sowie der Mini, der ebenfalls viel Fahrfreude bietet. Allerdings kratzen beide an der 30.000-Euro-Grenze. Mit wenigen Extras und höherer Motorisierung kostet der Mini schnell 35.000 oder 40.000 Euro. Knapp unter der 30.000-Euro-Grenze bleibt zumindest die Basismotorisierung des VW T-Roc mit 110 PS. Der Viersitzer bleibt auf absehbare Zeit das einzige Cabrio von Volkswagen.

Wer das Thema Cabrio nicht ganz so eng sieht und ein günstiges Fahrzeug sucht: Auch im elektrisch angetriebenen Renault Twizy sitzt man mangels Seitenscheiben sehr schön luftig. Und weil diese Mischung aus Motorroller und E-Kart schon für 11.450 Euro zu haben ist, wollten wir den Twizy nicht unerwähnt lassen. Zumal man ihn auch schon mit 16 Jahren fahren kann. Mehr dazu lesen Sie hier.

Cabrios von 30.000 bis 50.000 €

Audi TT/TTS | Audi A5/S5 | BMW 2er | BMW Z4 | Fiat 500 Elektro | Mercedes C-Klasse | Morgan Plus Four/Six

Die Stars dieser Preisklasse stammen von den deutschen Premiummarken Audi, BMW und Mercedes. Eine Sonderstellung nimmt der sympathische Fiat 500 Elektro ein, der als lifestyliges Rolldachcabrio mit seinem vollelektrischen Antrieb punkten kann. Bei schönem Wetter auf ruhigen Landstraßen darf man im Fiat 500 Elektro (mit 42 kWh großem Akku) auf Etappen um 300 Kilometer bauen, bis man zu einem Ladestopp gezwungen ist.

Völlig aus der Zeit gefallen wirkt der Morgan Plus – ein Oldtimer als Neufahrzeug. Unter der Karosserie im old fashioned style sind nahezu alle Teile komplett neu konstruiert. Als Antrieb dient ein Zweiliter-Turbo-Triebwerk mit 258 PS von BMW, verbunden mit einem manuellen 6-Gang-Getriebe oder einer Achtstufenautomatik. Die Autos werden nicht am Fließband, sondern in einer kleinen englischen Manufaktur produziert.

Cabrios von 50.000 bis 100.000 €

BMW 4er | Ford Mustang | Jaguar F-Type | Lotus Elise | Mercedes E-Klasse | Mercedes SL | Porsche 718 Boxster

Cabrios in der Preisklasse von 50.000 bis 100.000 Euro sind nur schwer an den Mann oder die Frau zu bringen. Grund: Für ein Zweitfahrzeug, das meist nur von März/April bis September/Oktober gefahren wird, ist das für viele ein viel zu teurer Spaß. Schließlich bieten auch diese Cabrios wegen ihrer begrenzten Platzverhältnisse keinen hohen praktischen Nutzwert und fallen meist als Erstautos durch den Rost.

So bleiben in dieser Preisklasse fast nur Singles oder allenfalls Paare als Kaufinteressenten übrig. Die Bedürfnisse von Eltern mit Kind kann sowieso kein Cabriolet wirklich befriedigen, selbst ein Mercedes E-Klasse Cabrio nicht.

Trotzdem sind der Mercedes, der brandneue BMW 4er und der Ford Mustang noch am ehesten als ganzjahres- und alltagstauglich anzusehen. Unter anderem weil sie mit ihrer Rückbank, besonders wenn sie umklappbar ist, einigermaßen Platz bieten. Da sie aber alle nur ein Stoffverdeck besitzen, das über die Jahre zu verwittern droht, ist es sehr ratsam, das Auto möglichst in einer Garage abstellen zu können.

Ein Jaguar F-Type sowie ein Porsche 718 Boxster – so fantastisch sie auch im Fahrgefühl sind – bereiten selbst Singles oder Paaren immer mal Platzprobleme. Größere Einkäufe sind genauso wenig drin wie ausgedehnte Urlaubsfahrten mit einsprechendem Gepäckbedarf. Ein Lotus Elise ist ohnehin nur ein reines Spaßmobil. In dem englischen Roadster weiß man kaum, an welcher Stelle man sein Smartphone ablegen soll. Eine Elise ist laut, hart, unkomfortabel. Autofahren pur.

Cabrios über 100.000 €

Audi R8 | Aston Martin | Bentley GT | BMW 8er | Chevrolet Corvette | Ferrari | Lamborghini | Lexus LC | Mercedes GT | McLaren | Porsche 911 | Rolls Royce

Bei wem das Budget keine Rolle spielt, der kann natürlich auch ins oberste Regal greifen. Dorthin, wo sich die Aston Martins, Bentleys und Ferraris tummeln. Mehr als ein Drittel aller erhältlichen Modelle kostet – halten Sie sich fest – über 100.000 Euro. Hier zeigt sich am ausgeprägtesten, dass Cabriofahren ein völlig überflüssiger, aber sehr schöner Luxus sein kann.

In dieser Preisklasse sind aus deutscher Produktion der Audi R8, der BMW 8er, der Mercedes GT AMG sowie der Porsche 911 vertreten. Aber auch die Marken Bentley, Lamborghini und Rolls Royce firmieren unter dem Dach deutscher Automobilkonzerne. Schließlich gehören Bentley und Lamborghini seit Jahren zu Volkswagen, Rolls Royce zu BMW.

Bei Aston Martin spielt heute Mercedes als Anteilseigner und Technologiezulieferer eine tragende Rolle. Das findet sich hinsichtlich der Hightech-Motoren und der Bedienungslandschaft in einem Aston Martin wieder.

Absolut einzigartig im Charakter, aber auch schon lange nicht mehr eigenständig ist die Marke Ferrari, die mit Fiat fusionierte. Für viele stellt sie den Inbegriff für reinrassige Sportwagen dar. Es wird interessant, wie sich Ferrari unter dem Dach des neuen Weltkonzerns Stellantis in den nächsten Jahren entwickelt.

Ob McLaren – eher bekannt als Formel-1-Rennstall – eines Tages von einem großen Autokonzern geschluckt werden wird, steht in den Sternen. Ausschließen kann man es nicht. Aber es wäre zu hoffen, dass es solch atemberaubende Autos aus England auch in Zukunft noch geben wird und es nicht bald vorbei ist mit den betörenden 8-, 10- und 12-Zylinder-Klängen. Immerhin gibt es für Marken und Modelle mit geringen Stückzahlen Ausnahmeregelungen von den immer strenger werdenden CO₂-Flottengrenzwerten.

Cabrio, Roadster, Speedster, Targa: Was ist was?

Offene Autos haben viele Bezeichnungen, mit oder ohne Sicherheitsbügel. Doch es gibt ganz handfeste Unterschiede zwischen Cabrio, Speedster, Roadster und Targa. Wir erklären die Unterschiede.

Cabrio

Als Oberbegriff für alle offenen Fahrzeuge dient das Wort Cabrio. Es leitet sich vom französischen “cabrioler“ ab, was so viel wie “Luftsprünge machen“ bedeutet. Bei einem offenen Cabrio erlebt der Fahrer die Tour mit allen Sinnen, der Wind rauscht durchs ganze Auto. Daher sind Cabriolets bei vielen Autofahrern so beliebt. Meist ist ein Cabrio ein offenes Fahrzeug mit zwei Türen, vier Sitzen und einem kleinen Kofferraum. Denn zum Großteil verschwindet beim Öffnen des Daches dieses dorthin.

Cabriodächer bestehen meist aus Aluminium, Glas, Stahl, Stoff, Kunststoff oder Leder. Eine Zeitlang setzten Cabrios wie VW Golf oder Ford Escort auf Überrollbügel, um mehr Sicherheit und Steifigkeit zu erlangen. Moderne Fahrzeuge, die hochfeste Stähle, massive Windschutzscheibenrahmen und automatische Überrollbügel integrieren, benötigen keine Bügel mehr. Auch die in den 2000er-Jahren populären Stahldächer sind bei Cabrios so gut wie verschwunden. Moderne Stoff-Konstruktionen aus mehreren Lagen dämmen und isolieren ausreichend und sind weitaus leichter als Stahl- oder Aluminium-Konstruktionen.

Roadster

Roadster sind besonders sportliche Cabrios mit in der Regel zwei Sitzplätzen. Sie sind kleiner, leichter und stärker motorisiert als normale viersitzige Cabrios, wobei der Übergang fließend bei 2+2-Sitzern ist. Zu Beginn der Roadsterzeit in den 1950er-Jahren waren die Modelle wie von Austin Healy, Triumph oder MG nur zum Offenfahren gedacht. Eine dünne Behelfspersenning konnte im Stand angebracht werden – damit das Auto bei Regenschauern nicht vollläuft. Durch kleine Türen schlüpfte der Fahrer in das niedrige Auto. Denn im Grunde waren Roadster nur offene Sportwagen mit zwei Sitzen, die vorwiegend dem Fahrspaß dienten.

Italienische Hersteller nennen diese Fahrzeuge Spider (wie der berühmte Alfa Romeo Spider), Spyder oder Speedster (siehe unten). Schon Ende der 1970er-Jahre ebbte das Interesse für Roadster ab. Erst mit dem Mazda MX-5 erlebte diese Fahrzeuggattung ab 1989 wieder einen Boom – mit vielen Nachahmern. Auch wenn die Notverdecks mittlerweile Ganzjahresverdecks gewichen sind: Der Markt an Roadstern in Deutschland ist nicht üppig. Neben dem Mazda MX-5 zählen der BMW Z4, Porsche 718 Boxster, Mercedes SLK, SL und AMG-GT ebenso dazu wie der Nissan 370Z Roadster oder Audi TT.

Speedster

Speedster nennen sich besonders sportliche Roadster, die noch extremer und puristischer sind als andere offene Fahrzeuge. Porsche verkaufte schon 1948 einen Speedster. Im Gegensatz zum Roadster sitzt der Motor hinten statt vorne, außerdem verkleinert Porsche die Windschutzscheibe stark. Über die Jahre gab es immer wieder Speedster-Modelle auf Basis des 911er. Im Mai folgt ein neues Modell der Baureihe 992. Im Vergleich zum konventionellen Cabrio setzt der Speedster auf eine kleine Frontscheibe und zwei Heck-Höcker aus Carbon. Dazu kommt ein leistungsgesteigerter Motor und dank des Einsatzes von Carbon ein niedriges Gewicht.

Targa

Ein Targa-Modell setzt auf einen Sicherheitsbügel und ein mittiges Dachteil, das sich zwischen Windschutzscheibe/A-Säule und B-Säule herausnehmen lässt. Die Heckscheibe bleibt in der Regel steif. Durch den Bügel wird der Targa verwindungssteifer und sicher. Früher war die Konstruktion die einfachste Möglichkeit, das Dach eines Autos mit geringem Aufwand zu öffnen und das Verdeck platzsparend im Kofferraum unterzubringen. 1961 stellt Triumph erstmals für den Roadster Triumph TR4 ein zweiteiliges Hardtop vor, das so genannte Surrey Top.

Anfang der 1970er-Jahre folgen weitere Hersteller der Bauweise, darunter Dino 246 GTS, Opel Kadett Aero, Triumph Stag und Fiat X 1/9. Das so genannte T-Roof oder T-Top gab es bei Corvette C3, Chevrolet Camaro, Nissan 100 NX oder Toyota MR-2.

Um die strengen Zulassungshürden für Cabrios auf dem amerikanischen Markt zu umgehen, erfanden Porsche-Ingenieure 1965 einen Sicherheitsbügel, der die Karosserie umspannt. Der Name Targa lehnt sich an das berühmte Rennen Targa-Florio an, ist aber heute ein eingetragenes Markenzeichen von Porsche. Andererseits kommt es aus dem italienischen und bedeutet Schild oder Windschutz.

Targa-Dächer sind mittlerweile aus der Mode gekommen, spielen eher im Bereich der Nostalgie mit. Denn durch den Einsatz neuer Werkstoffe wie hochfeste Stähle und neuer Konstruktionen setzen nur noch wenig Hersteller auf die Querverstrebung. Bekannte und beliebte Targa-Fahrzeuge: Mazda MX-5 RF, Lotus Elise, Chevrolet Corvette, Lamborghini Aventador Roadster und Porsche 911 Targa.