ADAC Kindersitztest 2026: Nicht jeder Sitz schützt Kinder zuverlässig
Von Andrea Piechotta
Im aktuellen Kindersitztest hat der ADAC 16 neue Sitze auf Sicherheit, Bedienung, Ergonomie, Schadstoffgehalt und Umweltschadstoffe kritisch geprüft. Nicht in jedem Sitz sind Kinder gut aufgehoben.
Kindersitze mit Preisspanne von 65 bis 570 Euro getestet
Bester Kindersitz im Test ist eine Babyschale
Zwei Sitze sind durchgefallen
Die Wahl des richtigen Kindersitzes fällt vielen Eltern schwer: Die Auswahl ist oft unüberschaubar. Welche Modelle sind sicher, lassen sich einfach einbauen und haben ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis? Das beantwortet der ADAC zweimal im Jahr beim Kindersitztest – und das seit rund 60 Jahren.
Aktuell wurden 16 Kindersitze in allen Größen geprüft und in den fünf Kategorien Sicherheit, Bedienung, Ergonomie, Schadstoffe und Umweltschadstoffe bewertet. Getestet wurden Babyschalen sowie Sitze für Kleinkinder und auch Sitzerhöhungen für größere Kinder mit einer Preisspanne von 65 bis 570 Euro.
16 Kindersitze aller Altersklassen im Test
Die Ergebnisse: 7 der insgesamt 16 getesteten Kindersitze bekommen im aktuellen Test das ADAC Urteil "gut", 5 Modelle erhalten ein "befriedigend", 2 Kindersitze werden noch mit "ausreichend" bewertet, und 2 Kindersitze sind mit dem ADAC Urteil "mangelhaft" durchgefallen.
Zu empfehlen sind die mit "gut" und "befriedigend" bewerteten Modelle. Diese übertreffen die gesetzlichen Vorschriften zum Teil deutlich. Denn auf die Testprodukte wirken bei den Frontalaufprall-Versuchen viel höhere Kräfte als bei den für Kindersitze gemäß der Norm UN Reg. 129 gesetzlich vorgeschriebenen Zulassungsversuchen.
Ein Erfolg für den ADAC Kindersitztest mit seiner langen Historie, denn die Anforderungen des Clubs wurden bei der Produktentwicklung berücksichtigt, was die Qualität der Kindersitze noch einmal erhöht hat.
Bestes Test-Ergebnis: Note 2,1 für eine Babyschale

Mit der Note 2,1 hat das Modell Maxi-Cosi Coral Slide Pro + FamilyFix Slide Pro im Gesamtergebnis am besten abgeschnitten: eine Babyschale mit Isofix-Basis für Kinder bis zu einem Alter von rund eineinhalb Jahren. Dieser Kindersitz ist für eine Körpergröße von 40 bis 87 Zentimeter zugelassen und mit 570 Euro das teuerste Modell im Test.
Kritischer Frontcrash: Zwei Kindersitze durchgefallen

Auch dieser Kindersitztest zeigt wieder, dass es erhebliche Qualitätsunterschiede gibt und dass nicht alle Modelle die hohen Anforderungen des ADAC Verbraucherschutztests erfüllen. Die Babyschale Britax Römer Baby-Safe Pro + Vario Base 5Z zum Beispiel fällt mit "mangelhaft" durch.
Wie der ADAC bereits vorab veröffentlich hatte, versagte dieser Kindersitz mit Isofix-Basis beim Frontalcrash in der Liegeposition – das Gurtschloss des Hosenträgergurtes der Babyschale öffnete sich und der Dummy wurde aus der Babyschale geschleudert. Eltern, die den Sitz bereits gekauft haben, sollten ihn ausschließlich in aufrechter Sitzposition verwenden oder die Babyschale möglichst ohne Basis direkt mit dem Dreipunktgurt im Auto anschnallen.
Mittlerweile hat der Hersteller Britax Römer auf seiner Internetseite einen freiwilligen Rückruf für den Baby-Safe Pro mit der Isofix-Basis angekündigt: Betroffen sind laut Hersteller Babyschalen mit einem Herstellungsdatum zwischen dem 26. Dezember 2025 und dem 30. September 2026.
Die Babyschale von Britax Römer mit Isofix-Basis ist für Babys von der Geburt bis zu einer Körpergröße von 85 Zentimetern zugelassen und kostet 535 Euro.

Der Kindersitz Axkid Minikid Core erzielte im ADAC Test ebenfalls ein schlechtes Ergebnis und ist mit der ADAC Note 5,5 klar durchgefallen.
Kritisch verlief auch hier der Frontalcrash des in Liegeposition genutzten Axkid Minikid Core mit einem 23 Kilogramm schweren Dummy. Dabei bewegte sich der Kindersitz zunächst nach vorn, sodass das Kunststoff-Untergestell auf den Stützfuß stieß und dessen Entriegelung auslöste. Der Stützfuß fuhr vollständig ein. Gleichzeitig brach die Kunststoff-Sitzschale im Bereich des Gurtschlosses und das Gurtschloss riss aus der Schale heraus.
Darüber hinaus wurden im Bezugsstoff des Sitzes Flammschutzmittel nachgewiesen, die im Verdacht stehen, Krebserkrankungen zu begünstigen.
Der Kindersitz Axkid Minikid Core ist für Kinder ab Geburt bis zum Alter von rund 6 Jahren (Körpergröße 40 bis 125 Zentimeter) zugelassen und bewegt sich mit 400 Euro im oberen Preissegment.
Der Hersteller Axkid hat aufgrund der Testergebnisse den Verkauf des Minikid Core ebenfalls eingestellt und einen freiwilligen Rückruf eingeleitet. Besitzerinnen und Besitzer können den Sitz kostenlos gegen einen Axkid Minikid 4 Pro austauschen. Weitere Informationen sind über die Hersteller-Website zu finden.
Kindersitztest 2026: Ergebnisse im Überblick
In der Tabelle sind alle 16 im Herbst 2026 getesteten Kindersitze zu sehen. Die Ergebnisse können unter anderem nach Altersklasse sortiert angezeigt werden, um schnell zum geeigneten Kindersitz zu gelangen. Beim Klick auf einen Sitz erscheint zusätzlich dessen ausführliche Bewertung.
Die besten Babyschalen im Test
Babyschalen sind praktisch: Mit integrierten Hosenträgergurten kann das Baby bereits in der Wohnung in der Schale angeschnallt und dann zum Auto getragen werden. Wichtig zu wissen: Kinder unter 15 Monaten dürfen ausschließlich entgegen der Fahrtrichtung gesichert werden.

Acht Babyschalen und zwei weitere Kindersitze, in denen schon Neugeborene gesichert werden können, wurden dieses Mal getestet. Die Hälfte von ihnen hat im ADAC Kindersitztest mit "gut" abgeschnitten.
Das beste Ergebnis im aktuellen Test zeigte – wie oben bereits erwähnt – die Babyschale Maxi-Cosi Coral Slide Pro + FamilyFix Slide Pro mit der ADAC Note 2,1. Die herausnehmbare Tragetasche der Babyschale ist mit 3 Kilogramm Eigengewicht leicht und verfügt über eine komfortable Winkelverstellung als Schlafposition.
Ebenfalls ein gutes Testergebnis erzielten die Babyschalen Cybex Cloud G3 + Base G3 und Joie i-Gemm 3 + i-Base Encore (jeweils ADAC Note 2,2).
Der Sitz Cloud G3 von Cybex mit Isofix-Basis ist eine sichere Babyschale. Die mitgelieferte Basis kann, einmal montiert, im Fahrzeug verbleiben, auf ihr lässt sich auch der Kleinkindersitz Sirona G3 montieren. Zugelassen ist diese Babyschale für Kinder mit einer Körpergröße von 40 bis 87 Zentimetern. Mit 460 Euro befindet sie sich preislich eher im Mittelfeld.
Die ebenfalls mit der Note 2,2 getestete Babyschale Joie i-Gemm + i-Base Encore ist mit 330 Euro günstiger und für Kinder von 40 bis 85 Zentimetern Körpergröße zugelassen. Zur Sicherung von größeren Babys kann die Schale auch im Auto gelassen und zum leichteren Hineinheben und Anschnallen komfortabel zur Seite gedreht werden.
Beste Kindersitze für Kleinkinder

Der Kindersitz Recaro Toron 1 (ADAC Note 2,3) kann bereits für Kinder ab der Geburt bis zum Alter von 4 Jahren verwendet werden. Allerdings können Babys nicht im Sitz zum Fahrzeug getragen werden, da dieser fest mit der Isofix-Basis verbunden ist. Zum leichteren Hineinheben und Anschnallen kann die Sitzschale aber zur Seite gedreht werden.
Der Recaro Toron 1 ist ein sicherer und einfach zu bedienender Kindersitz, in dem Kinder entgegen der Fahrtrichtung gesichert werden und der einen guten Schutz beim vom ADAC durchgeführten Frontalaufpralltest bietet. Er ist für Kinder mit einer Körpergröße von 40 bis 105 Zentimeter zugelassen und kostet 550 Euro.

Der mit "gut" bewertete Kindersitz für Kleinkinder Cybex Sirona G3 + Base G3 (ADAC Note 2,5) ist für Kinder mit einer Körpergröße von 61 bis 105 Zentimetern und einem Alter von rund 1 bis etwa 4 Jahren zugelassen.
Er hat eine Isofix-Basis und ist ein einfach zu bedienender Kindersitz, in dem Kinder entgegen der Fahrtrichtung angeschnallt werden können. Der Einbau in Fahrtrichtung ist frühestens ab einem Alter von 15 Monaten zulässig. Zum leichteren Hineinheben und Anschnallen kann der Sitz zur Seite gedreht werden. Mit 500 Euro gehört auch dieses Modell zu den teuren Kindersitzen im Test.

Ebenfalls für Kleinkinder zu empfehlen ist der Reboarder Maxi-Cosi MobiFix Pro (ADAC Note 2,5). In diesem Kindersitz können Kinder bis zu 6 Jahre ausschließlich entgegen der Fahrtrichtung angeschnallt werden. Der Sitz kann auf Sitzplätzen mit i-Size-Kennzeichnung und in Fahrzeugen, die in der Typliste des Kindersitzherstellers freigegeben sind, verwendet werden. Ein Einbau mit dem Fahrzeuggurt ist nicht möglich.
Der Maxi-Cosi MobiFix Pro ist für Kinder mit einer Körpergröße von 61 bis zu 125 Zentimetern zugelassen und kostet 550 Euro.
Achtung: Da die große Schale viel Platz benötigt, ist es hier besonders wichtig, den Sitz vor dem Kauf im eigenen Auto auszuprobieren! Durch den rückwärtsgerichteten Einbau bietet der Sitz einen sehr guten Schutz bei einem Frontalaufprall, große Kinder haben aber eine eingeschränkte Beinfreiheit.
Sitzerhöhungen im Test für Kinder ab 4 Jahren
Bei den Sitzerhöhungen für größere Kinder ab etwa 4 bis 12 Jahren und bis zu einer Körpergröße von 150 Zentimetern wurden im aktuellen Test zwei Sitze geprüft.

Die Sitzerhöhung Lionelo Neal i-Size erzielte die ADAC Note 3,5. Der Kindersitz ist mit rund 7 Kilogramm Gewicht eher leicht. Da ältere Kinder häufiger bei Freunden oder Großeltern im Auto mitfahren, ist das geringe Gewicht durchaus ein Vorteil beim Wechsel zwischen verschiedenen Fahrzeugen.
Diese Sitzerhöhung zeigte in der Kategorie Sicherheit beim Seitencrash und Frontcrash ein durchschnittliches Verletzungsrisiko und wird auch hier mit "befriedigend" beurteilt. Allerdings weist er im Bezugsstoff erhöhte Schadstoffwerte auf. Mit einem Preis von 100 Euro ist er einer der günstigsten Kindersitze in diesem Test.

Der Kindersitz Joie i-Provo schneidet aufgrund seines schlechten Ergebnisses beim Seitenaufpralltest nur mit "ausreichend" ab und erhält die ADAC Note 3,6.
Er ist für Kinder von 4 bis 12 Jahren mit einer Körpergröße von 100 bis 150 Zentimetern zugelassen und mit rund 3 Kilogramm sehr leicht. Die Sitzerhöhung kostet nur 65 Euro und ist damit der günstigste Kindersitz im Test.
Übersicht: Alle Modelle im Kindersitztest
Vor dem Kauf eines Kindersitzes im Fachhandel sollten sich Eltern stets umfassend über das Angebot informieren. Dabei helfen die Ergebnisse des Kindersitztests. In der folgenden Tabelle finden Sie alle ab 2020 getesteten Sitze für Kinder jedes Alters.
Allerdings sind die Ergebnisse der Jahre 2020 bis 2024 aufgrund der mittlerweile geltenden noch strengeren Testmethodik nicht direkt mit den Ergebnissen ab 2025 vergleichbar. Dennoch können insbesondere die 2020 bis 2024 mit "sehr gut" und "gut" bewerteten Sitze immer noch empfohlen werden.
Vorsicht bei Kindersitzen von Onlineplattformen
Erstmals hat der ADAC in einem zusätzlichen Crashtest auch drei Kindersitze geprüft, die über Onlineplattformen von Anbietern außerhalb Europas gekauft wurden. Das Ergebnis: Kein Modell erfüllte die Anforderungen des Tests. Zwei der Sitze verfügten zudem nicht über die in Europa vorgeschriebene UN-Reg.-129-Zulassung und dürfen daher nicht zur Sicherung von Kindern im Auto verwendet werden. Hier lesen Sie alle Ergebnisse und Details zu diesem Zusatz-Test.
Kindersitz kaufen: Tipps für Auswahl und Einbau
Grundsätzlich immer prüfen, ob der Kindersitz für das Fahrzeug geeignet ist. Nach i-Size-Standard – Isofix – zugelassene Kindersitze können immer auf Autositzen mit i-Size-Freigabe montiert werden (Kennzeichnung am Autositz, Beschreibung im Fahrzeug-Handbuch). Wer unsicher ist, kann beim Kindersitzhersteller online anhand von Fahrzeugtyplisten überprüfen, ob das jeweilige Modell für das eigene Auto freigegeben ist.
Für einen Praxis-Check vor dem Kauf sollten Eltern sowohl Kind als auch Auto mit zum Fachhändler nehmen. Eine gute Beratung in einem Fachgeschäft ist immer von Vorteil. Bei Kindersitzen, die auf Onlineplattformen angeboten werden, ist das nicht möglich. Auch deshalb ist hier besondere Vorsicht geboten.
Der Kindersitz muss sich möglichst stramm und standsicher im Fahrzeug einbauen lassen.
Der Sitz sollte nicht mit dem Fahrzeuginnenraum kollidieren – etwa wenn die Kopfstütze des Kindersitzes nach oben gestellt oder der Sitz zum Anschnallen des Kindes zur Seite gedreht wird. Außerdem sollten alle Bedienelemente gut zugänglich sein.
Bei Sitzerhöhungen mit Rückenlehne darauf achten, dass sich der Gurt selbstständig aufrollt, wenn sich das Kind nach vorn beugt. Wenn nicht: einen Sitz wählen, dessen Schultergurtführung besser zum Fahrzeug passt.
Nicht jede Isofix-Basis passt automatisch zum Kindersitz desselben Herstellers. Sitz und Basis sollten deshalb bevorzugt zusammen gekauft werden.
Das Gewicht des Kindersitzes nicht unterschätzen – besonders bei häufigen Autowechseln und beim Umbau der Kindersitze. Sitze für Kinder von 1 bis 12 Jahren sind oft schwerer als Modelle, die nur für Kinder von 4 bis 12 Jahren genutzt werden. Bei häufigen Fahrzeugwechseln ist ein leichterer Sitz vorteilhaft.
Zweigeteilte Kindersitze (Sitzschale plus Isofix-Station) sind aufgrund des geringeren Gewichts und der kleineren Abmessungen oft etwas leichter einzubauen als einteilige Modelle.
Praktisch zum leichteren Anschnallen des Kindes sind drehbare Modelle.
Immer mehr Funktionen und hilfreiche Einstellmöglichkeiten können aber auch das Risiko von Fehlbedienungen erhöhen.
Gurte und Rückenlehne regelmäßig entsprechend dem Wachstum nachjustieren, nicht zu früh auf den nächstgrößeren Sitz wechseln.
Beim Anschnallen Hosenträger- und Fahrzeuggurte straff anziehen, dicke Jacken unter dem Beckengurt hervorziehen und Reißverschluss öffnen. Im Idealfall gilt aber: Dicke Jacken während der Autofahrt besser ganz ausziehen.
Auf ausreichend Platz zwischen dem Kindersitz auf der Rückbank und dem Vordersitz achten.
So testet der ADAC Kindersitze

Der ADAC testet gemeinsam mit den europäischen Automobilclubs und Verbraucherschutzorganisationen zweimal jährlich neue Kindersitze. Die Modellauswahl erfolgt gemeinsam mit den beteiligten Automobilclubs und den Verbraucherschutzorganisationen unter folgenden Aspekten: Der Kindersitz ist neu auf den Markt gekommen, hat eine große Marktbedeutung oder wurde seit dem letzten Test überarbeitet. Der Einkauf der Testmodelle erfolgt anonym im Einzel- oder Versandhandel.
Die Testkategorien
Beim Frontal- und Seitenaufprall-Crash wird die Sicherheit jedes einzelnen Kindersitzes überprüft. Der dabei simulierte Unfall geht sogar über die gesetzlichen Anforderungen an einen Kindersitz hinaus. Ebenfalls überprüft werden in der Kategorie Sicherheit der Gurtverlauf und die Standfestigkeit auf dem Fahrzeugsitz. Diese Kategorie hat einen Anteil von 50 Prozent am ADAC Urteil.
Auch die Bedienung wird getestet, denn nur ein korrekt eingebauter Sitz kann das Kind bei einem Unfall gut schützen. Wichtig dabei ist, dass der Kindersitz intuitiv richtig eingebaut werden kann und dass die Anzahl der Einbauschritte möglichst klein ist. Besonderes Augenmerk wird dabei auf eine geringe Fehlbedienungsgefahr, das Anschnallen des Kindes und den Sitzeinbau gelegt. Der Anteil an der Gesamtbewertung beträgt hier 40 Prozent.
Ebenso berücksichtigt wird die Ergonomie jedes geprüften Sitzes, denn nur in einem passenden Kindersitz sitzt das Kind bequem, entspannt, sicher und die Gurte und Seitenwangen können ihre volle Schutzwirkung entfalten. Das Prüfkriterium Ergonomie umfasst neben der Sitzposition, dem Platzangebot und dem Komfort für das Kind auch den Platzbedarf des Kindersitzes im Fahrzeug. Die Kategorie hat einen Anteil von 10 Prozent am ADAC Urteil.
Die textilen Teile des Kindersitzes, mit denen das Kind in Berührung kommt, werden auf mögliche Schadstoffe überprüft. Diese Probe wird auf den Gehalt von chemischen Stoffen wie PAKs, Phthalaten, Flammschutzmitteln/Weichmachern, phenolischen Verbindungen, Organozinn, Formaldehyd, Schwermetallen und Chlorparaffinen untersucht. Ist die Bewertung des Schadstoffgehalts schlechter als "gut", führt das zu einer Abwertung im Gesamturteil, eine Bewertung mit "mangelhaft" schlägt durch.
Erstmals werden seit 2025 in einer Extra-Kategorie auch Umweltschadstoffe (sogenannte PFAS) in den Textilien der Kindersitze überprüft. Diese Umweltschadstoffe, die auch als "Ewigkeits-Chemikalien" bezeichnet werden, sind nicht biologisch abbaubar. Sie reichern sich in der Umwelt an und gelangen so in den Nahrungskreislauf. Ist die Bewertung der PFAS-Belastung im Test schlechter als "gut", führt das zu einer Abwertung der Gesamtnote, eine Bewertung mit "mangelhaft" schlägt durch.
Fachliche Beratung: Burkhard Böttcher, ADAC Technik Zentrum
