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Radfahren in Corona-Zeiten: Was jetzt wichtig ist

Radfahrer in Berlin die den notwendigen Abstand zueinander halten
Gewusst wie: Auch in Corona-Zeiten spricht vieles dafür, aufs Rad zu steigen ∙ © ddp/Karl Heinz Spremberg

In der Corona-Krise gewinnt das Fahrrad an Stellenwert. Vieles spricht dafür, mehr in die Pedale zu treten: Es stärkt die Gesundheit und ist für den Arbeitsweg die Alternative zu öffentlichen Verkehrsmitteln, die tendenziell wieder voller werden.

  • Experten bewerten das Infektionsrisiko beim Radeln als überschaubar

  • Radfahren stärkt das Herz-Kreislauf-System und die Muskeln

  • Wichtig sind ein Helm, ausreichend Abstand und die Beachtung der Hygieneregeln

Laut einer Umfrage des ADAC vom März 2020 zur Mobilität in Corona-Zeiten wird derzeit etwas weniger Rad gefahren. Der Anteil des Radverkehrs an den Arbeitswegen ist jedoch leicht angestiegen. Und jeder Fünfte gab an, nach Ende der Krise wahrscheinlich mehr zu radeln.

Mit Mindestabstand: Überschaubares Risiko beim Radeln

Nach Einschätzung von Prof. Hartmut Hengel von der Gesellschaft für Virologie* ist das Risiko beim Radfahren einschließlich des Überholens überschaubar. Voraussetzung ist, dass nicht in einer Gruppe gefahren und ein Abstand von mindestens 1,5 bis 2 Metern zu anderen eingehalten wird. Im Freien wird eine eventuell ausgeatmete oder ausgehustete Viruslast rasch verdünnt, und Wind verweht schnell die winzigen infektiösen Partikel.

Der Pneumologe Dr. Michael Barczok* sieht im Radeln eine geeignete Alternative zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel. In Bus oder Bahn ist es ja nicht immer möglich, ausreichend Abstand zu halten und dem Virus, das hauptsächlich über Tröpfcheninfektion auf kurze Distanz übertragen wird, auszuweichen.

Fahrradfahren hält fit und hat viele positive Aspekte. So wird zum Beispiel das Herz-Kreislauf-System gefördert und die Muskulatur gestärkt, auch hilft es zur Vorbeugung typischer Volkskrankheiten wie Diabetes und Bluthochdruck.

Radfahren trotz Kontaktbeschränkungen

Bundesweit gelten bis zum 29. Juni Kontaktbeschränkungen*, die von den Bundesländern unterschiedlich ausgestaltet werden. Das Rad ist wichtig für Arbeits- und Einkaufswege, für Sport und Bewegung an der frischen Luft. Vermieden werden sollte, das Rad zunächst in Auto oder Zug zu laden und erst an einem Ausflugsziel loszufahren. Das bessere Revier ist die nähere Umgebung.

Der Corona-Radfahr-Knigge

Die meisten Regeln sind altbekannt. Aber in Zeiten von Corona ist Paragraf 1 der Straßenverkehrsordnung, am Verkehr mit ständiger Vorsicht und gegenseitiger Rücksicht teilzunehmen, besonders wichtig. Das gilt vor allem für das Miteinander von Auto- und Radfahrern.

Mit diesen Tipps sind Sie auf der sicheren Seite:

  • Fahren Sie mit Helm

  • Achten Sie auf einen großzügigen Sicherheitsabstand, um das Risiko für Infektionen und Unfälle beim Überholen möglichst gering zu halten

  • Wenn ausreichender Abstand nicht eingehalten werden kann, können Alltagsmasken dazu beitragen, andere vor einer Infektion zu schützen

  • Husten und Niesen Sie in die Armbeuge oder in ein Taschentuch

  • Teilen Sie keine Trinkflaschen

  • Das Tragen von Handschuhen ist besonders bei Leihfahrrädern empfehlenswert

  • Warten Sie an Ampeln nicht neben-, sondern hintereinander

  • Radurlauber können die Corona-Zeit mit virtuellen Radtouren zum Beispiel auf Sylt* online überbrücken

  • Meiden Sie die populären Radstrecken und Rastplätze, erkunden Sie Ihr Viertel

  • Waschen Sie sich nach dem Radfahren mindestens 20 Sekunden lang die Hände mit Seife

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