Corona 2024: Alles zu Tests, Impfung und zu den Varianten KP.2 und KP.3

Corona Virus in 3D Darstellung
Die Corona-Varianten KP.2 und KP.3 breiten sich in Deutschland weiter aus© iStock.com/wildpixel

Neue Varianten des Coronavirus sorgen auch im Sommer 2024 in Deutschland für steigende Infektionszahlen. Welche Varianten und Tests gibt es? Wann ist die Impfung nötig?

  • Update: Varianten KP.2 und KP.3 verbreiten sich weiter

  • Insgesamt leicht steigende Corona-Infektionszahlen in Deutschland

  • Alte Tests funktionieren auch bei neuen Corona-Varianten

Der internationale Gesundheitsnotstand wegen Sars-CoV-2 ist seit mehr als einem Jahr beendet. Derzeit ist allerdings eine für die Jahreszeit vergleichsweise hohe Virenaktivität zu beobachten: Die gemeldeten Corona-Fallzahlen in Deutschland im Monat Juli sind ungefähr doppelt so hoch wie vor einem Jahr. Vergleicht man sie jedoch mit dem Juli 2022 sind sie nur etwa halb so hoch, so das Robert Koch-Institut. Bislang haben die Infektionen überwiegend keine schweren Verläufe.

Corona-Fallzahlen in Deutschland

Fachleute sehen weiterhin eine sehr breite Grundimmunität aus Impfungen und Infektionen in Deutschland. Laut Pandemie-Radar des Bundesgesundheitsministeriums ist die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner) derzeit in Nordrhein-Westfalen (7,2) am höchsten und in Thüringen (2,3) am niedrigsten. Allerdings sind die Zahlen nicht vergleichbar mit denen der Vorjahre, als deutlich mehr getestet wurde.

Omikron JN.1 oder KP.3: Welches Virus ist aktiv?

Nachdem zuletzt die Corona-Variante JN.1 dominierte, verbreiten sich jetzt die Varianten KP.2 und KP.3, die ebenfalls Abkömmlinge von Omikron sind. In Deutschland hat die Variante KP.3 laut Robert-Koch-Institut mittlerweile einen Anteil von rund 50 Prozent am Infektionsgeschehen und ist damit vorherrschend. Fachleute gehen aber nicht von einem erhöhten Gesundheitsrisiko durch die neuen Varianten aus.

Sind alte Corona-Tests noch gültig?

Antigentests (Schnelltests) auch aus dem letzten Jahr können weiterhin genutzt werden, solange ihr Haltbarkeitsdatum nicht überschritten ist und sie bei der empfohlenen Temperatur gelagert wurden. Es gibt bisher keine Hinweise, dass die Tests bei den neuen Varianten nicht funktionieren könnten.

Gut zu wissen: Es gibt keinen Anspruch mehr auf kostenlose Schnelltests. Corona-Selbsttests sind in Apotheken, häufig auch in Drogerie- oder Supermärkten erhältlich. Ärztinnen und Ärzte können – unabhängig davon, ob ein positiver Schnelltest vorliegt – bei spezifischen Symptomen einen PCR-Test veranlassen.

Impfung: Wann ist sie sinnvoll?

Mit einer Auffrischung impfen lassen sollten sich laut der Ständigen Impfkommission (Stiko) nur Menschen ab 60 Jahren, Personen mit Vorerkrankungen oder Beschäftigte, die im Gesundheitsbereich tätig sind. In der Regel sollten dann nach der letzten Impfung oder Infektion zwölf Monate vergangen sein.

Muss man jetzt noch Maske tragen?

Maskenpflichten für öffentliche Verkehrsmittel oder andere öffentliche Bereiche gibt es in Deutschland nicht. Für immungeschwächte Personen kann die Maske ein sinnvoller Schutz sein. Wer sich und andere schützen möchte, bleibt bei einer akuten Atemwegsinfektion drei bis fünf Tage zu Hause, reduziert Kontakte, niest bzw. hustet in die Armbeuge und wäscht regelmäßig die Hände.

Was bedeutet Corona fürs Reisen?

Innerhalb Europas sind keine Urlaubsländer bekannt, für die bei der Einreise noch ein aktueller Covid-19-Test oder eine Impfung benötigt werden. Für gängige weltweite Reiseziele gibt es aktuell ebenfalls keine speziellen Corona-Einreisebestimmungen. Auch sind keine Reiseländer als Corona-Risikogebiete ausgewiesen.

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Mit Material von dpa