Spanien-Urlaub in Corona-Zeiten: Balearen kein Risikogebiet

Älterer Mann wandert in felsiger Landschaft mit Blick zum Meer auf Mallorca
Kein Risikogebiet mehr: Wandern auf Mallorca ist trotz Corona wieder möglich ∙ © iStock.com/Michael Utech

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Die Balearen und Teile des spanischen Festlands gelten nicht mehr als Risikogebiete. Die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes ist für diese Regionen aufgehoben. Was dies für einen Spanien-Urlaub bedeutet.

  • Reisen auf die Balearen und Teile des spanischen Festlands möglich

  • Einreisende über Frankreich und Flugpassagiere benötigen für die Einreise Corona-Test

  • In ganz Spanien gelten strenge Corona-Regeln

  • Aktuelle Inzidenz: 107,19 Infizierte je 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen

Die aktuelle Lage in Spanien

Spanien, das beliebteste Reiseziel der Deutschen, gehört seit Beginn der Corona-Pandemie zu den am stärksten betroffenen Ländern. Die Zahl der Infektionen war dann zum Jahresbeginn stark gesunken, steigt aber seit Mitte März wieder leicht an.

Landesweit liegt die Inzidenz mit 107,19 (Stand: 15. April, Quelle: Ministerio de Sanidad) niedriger als in Deutschland. In einigen Regionen wird der kritische Wert von 50 Neuinfizierten je 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen weiterhin unterschritten.

Die Balearen mit Mallorca, Ibiza, Menorca und Formentera weisen derzeit eine aktuelle 7-Tage-Inzidenz von lediglich 30,05 (Stand: 15. April, Quelle: Ministerio de Sanidad) auf und befinden sich damit unter der kritischen Marke von 50.

Weniger günstig ist die Situation auf den Kanaren mit Teneriffa, Gran Canaria, Lanzarote und Fuerteventura. Die 7-Tage-Inzidenz liegt mit einem Wert von 70,64 (Stand: 15. April, Quelle: Ministerio de Sanidad) über der kritischen Marke von 50.

Hier erfahren Sie alle Details, die Sie zu einem Urlaub auf den Kanaren wissen müssen.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) stuft nicht mehr ganz Spanien als Corona-Risikogebiet ein, auch die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes wurde für einige Regionen aufgehoben.

Diese Regionen gelten nicht mehr als Risikogebiete, für sie besteht keine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes:

  • Balearen (Mallorca, Ibiza, Menorca, Formentera)

  • Galicien

  • Valencia

  • Murcia

Spanien: Das müssen Reisende wissen

Wichtig für die Einreise nach Spanien

Nach der Rückkehr aus Spanien nach Deutschland

Die wichtigsten Corona-Regeln in Spanien

Besonderheiten auf dem Festland

Besonderheiten auf Mallorca, Ibiza, Menora, Formentera

Mit dem Auto oder Wohnmobil nach Spanien

Urlaub im Ausland trotz Lockdown? Die wichtigsten Fakten

Um die Ausbreitung von Covid-19 einzudämmen, raten Bund und Länder eindringlich von nicht zwingend notwendigen Reisen bis auf Weiteres ab. Was gilt bei Reisen ins Ausland? Ist ein Urlaub außerhalb Deutschlands überhaupt möglich?

  • Für die meisten Länder gilt eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes.

  • Reisen ins Ausland sind nicht ausdrücklich verboten. Angesichts der in Europa und weiten Teilen der Welt massiven Corona-Infektionswelle sollte sich aber jeder überlegen, ob ein Auslandsurlaub derzeit wirklich zwingend notwendig ist.

  • Die Grenzen sind von deutscher Seite aus offen. Einzelne Länder haben aber von sich aus Beschränkungen oder Einreiseverbote verhängt: Jeder Reisende ist selbst dafür verantwortlich, sich darüber zu informieren. Wartezeiten durch Grenzkontrollen und Zurückweisungen sind möglich.
    Die aktuelle Lage an Deutschlands Grenzen

  • Bei der Rückkehr nach Deutschland aus dem Ausland gelten Test- und Quarantäneregelungen.

Wichtig für die Einreise nach Spanien

  • Reisewarnung des Auswärtigen Amtes: JA

  • Corona-Risikogebiet: JA

  • Ausnahmen:
    Die Regionen Galicien, Murcia, Valencia und die Inselgruppe der Balearen gelten nicht als Risikogebiete: Für sie besteht keine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Das Auswärtige Amt rät allerdings von Reisen dorthin ab.

  • Corona-Test bei Einreise: JA (PCR, nicht älter als 72 Stunden, für Einreisen auf dem Luft- oder Seeweg sowie auf dem Landweg über Frankreich)

  • Einreise-Formular benötigt: JA (Download*) für Einreisen auf dem Luftweg

  • Quarantäne nach der Einreise: NEIN

Die Bestimmungen im Detail:

  • Anerkannt werden PCR-Tests oder Tests nach vergleichbaren molekularbiologischen Verfahren. Das Testergebnis kann als Ausdruck auf Papier oder elektronisch vorgelegt werden. Es darf neben Spanisch und Englisch auch auf Deutsch abgefasst sein.

  • Das Testergebnis muss folgende Informationen enthalten: Vor- und Nachname des Reisenden, Nummer des Reisepasses oder Personalausweises, Datum des Tests, Name und Kontaktdaten des Testlabors, Angaben zum Testverfahren.

  • Seit 30. März müssen auch Personen, die auf dem Landweg aus Frankreich einreisen, einen negativen PCR-Test vorweisen. Bislang waren Einreisende auf dem Landweg davon ausgenommen.

  • Von der Testpflicht generell ausgenommen sind Kinder unter sechs Jahren.

Bei der Ankunft in Spanien gibt es eine Gesundheitskontrolle. Mitarbeiter der Gesundheitsbehörde messen die Körpertemperatur und führen eine visuelle Kontrolle des Reisenden durch. Personen mit einer Temperatur von über 37,5 Grad oder anderen Auffälligkeiten müssen mit einer eingehenderen Untersuchung rechnen.

Nach der Rückkehr aus Spanien nach Deutschland

Einreise aus einem Nicht-Risikogebiet

(u.a. Mallorca, Menorca, Ibiza und Valencia)

  • Testpflicht für Flugreisende am Abflugort: JA

  • Testpflicht nach der Rückreise: NEIN

  • Quarantäne in Deutschland: NEIN

  • Meldepflicht nach der Rückkehr: NEIN

Wichtig: Ohne negatives Testergebnis ist kein Mitflug möglich. Urlauber können sich auch direkt am Flughafen Palma de Mallorca vor dem Rückflug nach Deutschland testen lassen. Angeboten werden PCR-Tests und Antigentests. Das Ergebnis der PCR-Tests, die rund 70 Euro kosten, soll schon 30 Minuten bis eineinhalb Stunden später vorliegen. Auch einige Unterkünfte bieten bereits an, auf Wunsch Corona-Tests vor der Rückreise für ihre Gäste zu organisieren.

Wird ein Urlauber vor dem geplanten Rückflug positiv getestet, muss er die dann erforderliche Quarantäne vor Ort verbringen. Die Regionalregierung der Balearen stellt dazu spezielle Quarantänehotels für Infizierte zur Verfügung. Laut einem Bericht der "Mallorca Zeitung" ist der Aufenthalt kostenlos, der Reisende muss lediglich eine Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) vorlegen.

Wollen Betroffene die Quarantäne in ihrer gebuchten Unterkunft verbringen, müssen sie mit der Unterkunft beziehungsweise dem Reiseveranstalter klären, ob dies möglich ist, und gegebenenfalls die Kosten dafür selbst tragen. Mehrere Veranstalter bieten auch bereits bei der Buchung entsprechende Versicherungen an.

Einreise aus einem Risikogebiet

(u.a. Kanaren, Madrid, Barcelona)

  • Testpflicht für Flugreisende am Abflugort: JA

  • Testpflicht nach der Rückreise: JA

  • Quarantäne in Deutschland: JA

  • Meldepflicht nach der Rückkehr: JA (Digitale Einreiseanmeldung*)

Alle weiteren Details zu Quarantäne und Testpflicht sowie zum digitalen Einreiseformular finden Sie hier. 

Die wichtigsten Corona-Regeln in Spanien

Menschen vor dem Königspalast in Madrid
Maskenpflicht in de Öffentlichkeit: Besucher vor dem Königspalast in Madrid ∙ © iStock.com/AntonioAC

Grundlage für die aktuellen Corona-Regeln ist der nationale Gesundheitsnotstand ("Alarmzustand"). Dieser gilt noch bis zum 9. Mai. Er ermöglicht es der Zentralregierung, gravierende Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie zu beschließen. Diese Regeln gelten in ganz Spanien.

Abstandsregeln und Maskenpflicht im ganzen Land

Auch für Touristen gilt in Spanien die Abstandsregel von 1,5 Metern zu Menschen, die nicht aus ihrem Haushalt stammen. Darüber hinaus müssen alle Personen, die älter als sechs Jahre sind, im öffentlichen Raum, also auch im Freien, generell einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Spanischen Medienberichten zufolge gilt dies auch beim Wandern und beim Sonnenbaden am Strand.

Im Freien besteht zudem ein Rauchverbot, wenn der Abstand von zwei Metern zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann.

Regeln in Unterkünften, der Gastronomie und am Strand

In Hotels und Apartments gibt es Sicherheits- und Hygienevorschriften, die unbedingt zu beachten sind. Über sie informiert die jeweilige Unterkunft.

In Restaurants gilt ein Sicherheitsabstand von 1,5 Metern zwischen den Tischen. Gemeinsam genutzte Speisekarten gibt es nicht.

Am Strand ist ein Abstand von 1,5 Metern zu anderen obligatorisch. Sport ist nur einzeln oder paarweise gestattet. Liegen oder Hängematten müssen nach dem Gebrauch desinfiziert werden.

Wer im Laufe seines Spanien-Aufenthalts Covid-19-Symptome bemerkt, muss sich umgehend in Selbstisolation begeben. Zudem ist die zuständige regionale Gesundheitsbehörde* zu informieren.

Besonderheiten auf dem spanischen Festland

Die meisten Regionen haben die Corona-Schutzregeln mit zusätzlichen Maßnahmen verschärft. Vielfach gelten Kontaktbeschränkungen und nächtliche Ausgangssperren. Diskotheken und Nachtclubs sind geschlossen.

In die meisten Regionen darf man derzeit nur aus triftigen Gründen einreisen. Touristische Zwecke gehören nicht dazu. Der Transit, um beispielsweise nach Deutschland zurückzukehren, ist aber erlaubt.

Die jeweils aktuellen Bestimmungen erfährt man auf den Internetseiten des Spanischen Gesundheitsministeriums* (in spanischer Sprache). Bei speziellen Fragen kann man sich auch telefonisch an die Corona-Hotlines der Regionen* wenden.

Die touristisch bedeutende Region Valencia, die ebenfalls nicht mehr als Risikogebiet gilt und für die es keine Reisewarnung gibt, plant ab Anfang Mai wieder einen regulären Urlaub zu ermöglichen. In der Region befindet sich unter anderem das Feriengebiet der Costa Blanca mit den Touristenzentren Alicante und Benidorm.

Besonderheiten: Mallorca, Ibiza, Menorca, Formentera

Die Corona-Beschränkungen auf den Balearen wurden in den letzten Wochen schrittweise gelockert. Reisende müssen derzeit vor allem Folgendes beachten:

  • Privat und in der Öffentlichkeit dürfen sich auf allen Inseln höchstens sechs Personen aus maximal zwei Haushalten treffen.

  • Es gilt eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 22 und 6 Uhr. Wer in dieser Zeit unterwegs ist, benötigt zwingend einen triftigen Grund.

  • Restaurants, Cafés und Kneipen dürfen Gäste nur mit eingeschränkten Kapazitäten bewirten. Die Bedienung ist nur in den Außenbereichen gestattet. An einem Tisch dürfen nicht mehr als vier Personen aus maximal zwei Haushalten sitzen. Ausnahmen gibt es nur für Familien. Dies wird auch von der Polizei überprüft, vor allem wenn Personen nicht auf den ersten Blick als Familien erkennbar sind.

  • Alle Lokale (dazu gehören auch Hotelbars) müssen spätestens um 17 Uhr schließen. Lediglich auf Menorca dürfen sie bis 22 Uhr offen bleiben.

  • Einkaufszentren dürfen unter hohen Sicherheitsanforderungen wieder Kunden empfangen und schließen in der Regel um 20 Uhr. Sonntags und an Feiertagen sind sie generell geschlossen.

  • Auch im Freien, z.B. beim Flanieren an der Strandpromenade oder bei einem Strandspaziergang, muss man generell eine Maske tragen. Beim Sonnenbaden oder Ausruhen am Strand gilt dies jedoch nicht, wenn man einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu Personen außerhalb des eigenen Haushalts einhalten kann.

  • Rauchen in der Öffentlichkeit ist nur alleine (Mindestabstand zwei Meter) und im Stehen erlaubt. Mit einer Zigarette durch die Straßen zu laufen ist verboten.

Aktuell kommt es auf Mallorca vermehrt zu Quallen-Sichtungen: Was das für Badende bedeutet.

Weitere Informationen zum Reiseziel Spanien finden Sie hier.

Mit dem Auto oder Wohnmobil nach Spanien

Wer mit dem eigenen Auto oder Wohnmobil nach Spanien fahren will, sollte vor allem beachten, dass zahlreiche spanische Regionen derzeit keine touristischen Einreisen erlauben. Fahrten über Regionsgrenzen hinweg erfordern häufig einen triftigen Grund (Einzelheiten siehe oben).

Die französischen Behörden weisen darauf hin, dass Transitreisende durch Frankreich für Ausnahmen von den dort geltenden Reisebeschränkungen einen triftigen Grund benötigen. Diesen müssen sie mit einem Formular* nachweisen und gegebenenfalls durch zusätzliche Dokumente belegen können. Touristische Gründe sind hier für die Dauer des verschärften Lockdowns bis mindestens Ende April ausgeschlossen. Eine deutschsprachige Ausfüllhilfe* für das Formular gibt es auf den Internetseiten der Saarländische Landesregierung.

Bei der Einreise nach Frankreich benötigt man zudem einen negativen PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden ist, und muss ein Gesundheitsformular* ausfüllen.

Verstöße gegen die geltenden Vorschriften können empfindliche Geldstrafen nach sich ziehen.

Weitere Details für eine Fahrt durch Frankreich

So kommen Reisende mit dem eigenen Fahrzeug aus Spanien zurück

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