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Der ADAC

Italien-Urlaub 2020: Das müssen Reisende jetzt wissen

roter VW Käfer fährt am Gardasee entlang
Für Italien-Urlauber gibt es derzeit nur wenig Einschränkungen ∙ © ADAC/Rasmus Kaessmann

Italien bleibt auch während der Corona-Pandemie das Sehnsuchtsziel vieler deutscher Urlauber. Mittlerweile steigen aber auch dort die Infektionszahlen wieder. Das erwartet Touristen bei der Anreise und vor Ort.

  • Update: Bei Einreise aus sieben französischen Regionen jetzt auch Corona-Test nötig

  • Regierung verlängert Maskenpflicht und Abstandsregeln

  • Österreich verstärkt Gesundheitskontrollen am Brenner

  • Aktuelle Inzidenz: 17,8 Infizierte je 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen

Italien ist eines der Länder in Europa, das am härtesten von der Corona-Pandemie getroffen wurde. Nach einem deutlichen Rückgang steigt die Zahl der Infektionen jetzt wieder an: Regionale Schwerpunkte sind Trient-Südtirol, die Lombardei, Ligurien, die Toskana und Sardinien. 

Einreise aus Deutschland noch ohne Auflagen

Die Einreise von deutschen Staatsbürgern nach Italien ist problemlos möglich – wie aus den meisten EU-Mitgliedstaaten.

Reisende, die sich zuvor in Griechenland, Malta, Spanien, Kroatien oder sich in Teilen Frankreichs (Paris, Île-de-France, Provence-Alpes-Côte d’Azur, Occitanie, Nouvelle-Aquitaine, Auvergne-Rhône-Alpes, Korsika, Hauts-de-France) aufgehalten haben, müssen einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Nach der Einreise aus diesen Ländern besteht die Pflicht, sich beim italienischen Gesundheitsamt am Aufenthaltsort zu melden.

Für Einreisen aus Bulgarien und Rumänien gilt die Pflicht zur 14-tägigen Selbstisolation, analog wie für Reisende aus Drittstaaten.

Einreisebestimmungen für Sardinien

Registrierung, Fieberkontrollen, Maskenpflicht: Was Sardinien-Urlauber jetzt wissen müssen

Österreich: Gesundheitskontrollen am Brenner

Wer von Deutschland nach Italien mit dem Auto reist, fährt unweigerlich durch Österreich oder die Schweiz. Die Grenzen zwischen Deutschland und Österreich sind frei befahrbar. Auch die Grenze zwischen Österreich und Italien ist in beiden Richtungen passierbar.

Wegen der steigenden Zahlen von Corona-Infektionen hat Österreich seine Gesundheitskontrollen am Brenner verstärkt. Stichprobenartig kontrolliert wird auf der Brenner-Bundesstraße und dem Autobahnübergang zwischen Italien und Österreich (italienische A22/österreichische A13).

Corona-Testmöglichkeiten in Grenznähe

Die angegebenen Öffnungs- und Betriebszeiten können sich kurzfristig ändern. Der ADAC kann keine Gewähr übernehmen.

Bayern:

  • A3 Raststätte Donautal-Ost (Bereich Pocking, Nähe Österreich): geöffnet rund um die Uhr; voraussichtliche Schließung am 30. September

  • A8 Rastanlage Hochfelln-Nord (Bereich Traunstein, Nähe Österreich): geöffnet rund um die Uhr; voraussichtliche Schließung am 30. September

  • A93 Rastanlage Heuberg (Bereich Kiefersfelden, Nähe Österreich): geöffnet rund um die Uhr; voraussichtliche Schließung am 30. September

Baden-Württemberg:

  • A5 Parkplatz Neuenburg-Ost (Nähe Mülhausen/Frankreich): geöffnet täglich 8-20 Uhr; Zufahrt bis 19 Uhr möglich; in Betrieb bis mindestens Ende September; seit 16. September nur noch Tests für Rückkehrer aus Risikogebieten

  • A8 Rastplatz Kemmental-Ost (Alb-Donau-Kreis): geöffnet täglich 8-20 Uhr; Zufahrt bis 19 Uhr möglich; in Betrieb bis mindestens Ende September; seit 16. September nur noch Tests für Rückkehrer aus Risikogebieten

Rheinland-Pfalz:

  • A64 Raststätte Markusberg, Fahrtrichtung Trier (Nähe Luxemburg): geöffnet samstags und sonntags 10-18 Uhr; in Betrieb bis voraussichtlich Ende September; Kostenlose Tests nur noch für Rückkehrer aus Risikogebieten

  • Bitburg, Fieberambulanz, Wankelstr. 16 (Nähe A60, von Belgien kommend): geöffnet samstags und sonntags 10-18 Uhr; in Betrieb bis voraussichtlich Ende September; Kostenlose Tests nur noch für Rückkehrer aus Risikogebieten

  • Landau, In den Grabengärten 5 (Nähe A65, von Frankreich kommend, Anfahrtsadresse für Navigationssysteme: Max-Planck-Straße 14): geöffnet samstags und sonntags 10-18 Uhr; in Betrieb bis voraussichtlich Ende September; Kostenlose Tests nur noch für Rückkehrer aus Risikogebieten

Sachsen:

Die beiden Testzentren an der A4 (Parkplatz An der Neiße) und A17 (Parkplatz Am Heidenholz) wurden am 15. September geschlossen.

Schleswig-Holstein:

Die beiden Testzentren an der A7 (Rastanlage Ellund) und am Fährhafen Puttgarden wurden am 15. September geschlossen. Neue Testmöglichkeiten gibt es am Campusgelände in Flensburg (Parkplatz P5) bzw. auf dem Areal der ehemaligen Bundesgrenzschutzkaserne in Bredstedt/Nordfriesland. Kostenlose Tests nur noch für Rückkehrer aus Risikogebieten

Hier erfahren Sie, welche Testmöglichkeiten für Reiserückkehrer an deutschen Flughäfen bestehen.

Die Grenze zwischen der Schweiz und Italien ist ebenfalls geöffnet, der Transit durch die Schweiz ungehindert möglich.

Innerhalb Italiens darf man uneingeschränkt reisen. Tankstellen und Autobahntankstellen sind in im ganzen Land geöffnet. In den Raststätten am Brenner werden nur Waren zum Mitnehmen verkauft, die außerhalb der Geschäftslokale verzehrt werden müssen. 

Eins, zwei, drei, zu viele? Corona-Regeln für Autofahrer in Italien

Kommen alle Insassen eines Autos aus demselben Haushalt, gibt es keine Einschränkungen - weder Maskenpflicht noch Abstandsregeln sind in diesem Fall einzuhalten.

Die Verwendung eines Mund-Nasen-Schutzes ist jedoch vorgeschrieben, sobald Personen aus weiteren Haushalten zusammen unterwegs sind. Hier müssen die allgemein geltenden Abstandsregeln beachtet werden. Deshalb ist die Zahl der Mitfahrer in einem Fahrzeug begrenzt: Dem italienischen Außenministerium zufolge dürfen in diesen Fällen höchstens zwei Personen je Sitzreihe und nur auf den an der Seite gelegenen Sitzen befördert werden. Der Beifahrersitz muss frei bleiben.

Im Beispielsfall eines fünfsitzigen Pkw dürfen somit neben dem Fahrer nur zwei weitere Personen im Fahrzeug Platz nehmen. Sind, wie z.B. in einem Minibus, weitere Sitzreihen vorhanden, so können zwei weitere Personen je Sitzreihe auf den Außenplätzen mitgenommen werden.

Auf Motorrädern oder Mopeds dürfen nur Beifahrer befördert werden, die demselben Haushalt angehören, da hier der Mindestabstand von einem Meter nicht eingehalten werden kann.

In Südtirol ist die Zahl der Mitfahrer laut Auskunft der Verkehrsmeldezentrale in Bozen hingegen nicht begrenzt. Kommen diese aus verschiedenen Haushalten, müssen sie aber einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Die Regelung gilt auch in Friaul und Venetien.

Im Trentino werden Personen, die miteinander in engem Kontakt stehen, ohne im selben Haushalt zu leben, Haushaltsangehörigen gleichgestellt. In diesen Fällen kann dort im Auto ggf. auf Mindestabstände und Maske verzichtet werden.

Es ist möglich, dass in weiteren Provinzen Italiens oder sogar innerhalb der Provinzen in einzelnen Regionen abweichende Regelungen bestehen. Bei Verstoß gegen diese Vorschriften muss mit einer hohen Geldstrafe zwischen 400 und 3000 Euro gerechnet werden. Auch die Weiterfahrt kann untersagt werden.

Das müssen Auto-Urlauber am Gardasee beachten

Flug-, Bahn- und Fernbusverkehr

Die Flughäfen in Italien sind wieder in Betrieb, außerdem gibt es wieder mehr Bahnverbindungen. Die Deutsche Bahn fährt wieder alle Ziele in Italien an, auch die Direktverbindungen über den Brenner (via Brixen, Bozen, Trento und Rovereto) nach Verona. Die Schnellzüge von Trenitalia dürfen weiterhin nur zu 50 Prozent ausgelastet werden, um Abstandsregeln einhalten zu können. Während der gesamten Bahnfahrt gilt eine Maskenpflicht.

Die Fernbusse von Flixbus fahren wieder zwischen Deutschland und Italien. Auch Kreuzfahrtschiffe dürfen wieder an den italienischen Küsten anlegen.

Hier finden Sie mehr zum Thema Kreuzfahrten trotz Corona

Mit der Fähre nach Italien: Was Reisende unbedingt wissen sollten

Seit dem 12. August müssen Personen, die unter anderem aus Griechenland und Kroatien nach Italien einreisen, grundsätzlich einen negativen Covid-19-Test vorweisen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Ansonsten droht eine Quarantäne.

Laut Information der italienischen Behörden (Ufficio Emigrazione ed Affari Sociali) gilt dies aber nicht für den Transit mit privaten Verkehrsmitteln. Die Durchreise durch Italien muss in diesem Fall innerhalb von 36 Stunden erfolgen. Zusätzlich müssen Transitreisende eine Eigenerklärung* ausfüllen und bei eventuellen Kontrollen vorzeigen.

Die Ausnahmeregelung für Transitreisende gilt nicht, wenn die Personen Covid-19-Symptome zeigen oder sich in den letzten 14 Tagen in Bulgarien oder Rumänien aufgehalten haben.

Maske und Abstand: Corona-Regeln für Italien-Touristen

Italiens Regierung hat den coronabedingten Notstand bis 15. Oktober verlängert. Überall in Italien gibt es Abstandsregeln von mindestens einem Meter – auch für Touristen.

In Geschäften, Zügen oder anderen geschlossenen Räumen gilt bis Ende September eine Maskenpflicht. Auch auf Plätzen und vor Lokalen, wo häufig viele Menschen stehen, muss von 18 Uhr bis 6 Uhr ein Atemschutz getragen werden. Alle Discos – auch im Freien – sind geschlossen. Größere Ansammlungen sind verboten, stehen die Leute zu eng zusammen und trinken auf der Piazza, greift die Polizei häufig ein. Auch Konzerte oder Tanzveranstaltungen bleiben tabu.

Ob Adria oder Gardasee – für Strandbesuche gibt es im ganzen Land besondere Auflagen: Sonnenschirme am Strand müssen weit genug voneinander entfernt stehen (pro Schirm zehn Quadratmeter Fläche). Zwischen den Sonnenstuhlreihen gilt ein Mindestabstand von drei Metern. Buchungen für den Zugang zu Strandbädern sollen verhindern, dass die Menschen zu dicht aneinander in der Sonne liegen. In der Praxis scheint es aber hier und da an der Umsetzung der Regeln zu hapern.

Das gilt für italienische Hotels, Gastronomie und Handel

Hotels empfangen wieder Gäste. Der Grad der Öffnung ist regional unterschiedlich. So sind etwa im Zentrum Roms einige Unterkünfte geschlossen. An den Küsten haben die Hotels die Hygieneregeln und Vorschriften zum Abstandhalten, etwa beim Essen, umgesetzt.

In Restaurants und Cafes gilt eine Maskenpflicht. Der Mund-Nasen-Schutz muss selbst mitgebracht werden. Desinfektionsmittel müssen überall bereit stehen. Viele Wirte haben ihre Tische fast komplett nach draußen gestellt. Manchmal gibt es zusätzlich eine Plexiglas-Abtrennung zum nächsten Tisch. Vorherige Reservierungen sind erwünscht, aber kein Muss.

In einigen Geschäften müssen Kunden Einweghandschuhe tragen. Diese werden bereitgestellt. Es darf Fieber gemessen und der Zutritt ab einer Körpertemperatur von 37,5 Grad verweigert werden.

Hohe Strafen bei Verstößen gegen die Regeln möglich

Bei Verstoß gegen die Abstandsregeln (landesweit ein Meter) bzw. Maskenpflicht gibt es keine einheitliche Regelung, da die jeweiligen Regionen zuständig sind. In einigen Provinzen gibt es keine explizite Regelung.

Zum Teil wird auch noch unterschieden, wo man gegen die Maskenpflicht verstößt. In öffentlichen Verkehrsmitteln kann die Strafe beispielsweise höher ausfallen als anderswo. Grober Richtwert ist aber ein Strafrahmen von 400 bis 3000 Euro, bei Sofortzahlung kann es Nachlässe geben.

Kulturstätten in Italien haben geöffnet

Touristenmagnete wie das Kolosseum und der Petersdom in Rom, die Uffizien in Florenz, die Kathedralen in Mailand und Florenz, der Schiefe Turm von Pisa und die Ausgrabungsstätte Pompeji sind geöffnet. Die Mailänder Scala ist ebenfalls für das Publikum zugänglich.

Reiseziel Italien: Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, Tipps und Infos

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Flug- und Fährpassagiere benötigen Selbstauskunft

Bei Fährfahrten sind Fieberkontrollen beim Check-In möglich. Die Reedereien dürfen die Schiffe nicht voll auslasten, auf Mindestabstand muss geachtet werden. Große Reedereien wie etwa Moby Lines schreiben während der gesamten Überfahrt das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes vor. Es wird dringend empfohlen, sich vor der Abreise beim entsprechenden Anbieter über die genauen Regelungen für die Überfahrt zu informieren.

Für die Einreise nach Sardinien*, Apulien* und Kalabrien* müssen Touristen eine Selbstauskunft ausfüllen. Für Sizilien* ist diese nicht vorgeschrieben, wird aber empfohlen.

Südtirol: Maskenpflicht und Abstandsregeln

In der autonomen Provinz Südtirol haben Bergbahnen und zahlreiche Hotels geöffnet. Mittels eines eigenen Südtiroler Landesgesetzes wurden umfangreiche Sicherheitsauflagen eingeführt, die Bevölkerung und Gäste schützen sollen: Wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, gilt in ganz Südtirol Maskenpflicht.

Restaurants und Bars dürfen nicht mehr Gäste empfangen, als es Sitzplätze gibt, und die Tische müssen so gereiht sein, dass die Abstandsregeln eingehalten werden können. Auch im öffentlichen Nahverkehr und in den Seilbahnen werden Kapazitäten begrenzt, Mindestabstände und regelmäßige Desinfektion müssen gewährleistet sein.

Frei- und Hallenbäder sowie Saunen und Dampfbäder dürfen Gäste empfangen.

Hier finden Sie weitere aktuelle Informationen zu Quarantäne-Regeln bei der Rückkehr nach Deutschland.

Mit Material von dpa.

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