Italien- und Südtirol-Urlaub: Inzidenz, Einreise und Corona-Regeln

Ein bunt beleuchteter Weihnachtsbaum vorm Kolosseum in Rom
Weihnachtlich geschmücktes Kolosseum in Rom: Aktuell sind Italien-Reisen möglich ∙ © iStock.com/Romaoslo

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Italien ist eine der Lieblings-Destinationen der Deutschen. Diese Corona-Regeln sollten Urlauber bei der Hin- und Rückreise sowie vor Ort beachten.

  • Update: 2G-Regel ab 6. Dezember unter anderem in Restaurants

  • Einreise mit Test, Impf- oder Genesungs-Nachweis

  • 3G-Regel in Zügen, auf Fähren, Inlandsflügen und beim Wintersport

  • 7-Tage-Inzidenz: 123,3 Infizierte je 100.000 Einwohner

In Italien hat sich die Zahl der Infizierten in den letzten Wochen leicht erhöht: Die landesweite 7-Tage-Inzidenz liegt mit 123,3 (Stand: 26. November, Quelle: Johns Hopkins University) niedriger als derzeit in Deutschland.

Südtirol (Autonome Provinz Bozen), das bei Herbsturlauberinnen und -urlaubern hoch im Kurs steht, hat aktuell deutlich höhere Werte: Die 7-Tage-Inzidenz liegt dort bei 458,9 (Stand: 25. November, Quelle: Dipartimento della Protezione Civile).

Italien: Das müssen Reisende wissen

Wichtig für die Einreise nach Italien

Rückkehr aus Italien nach Deutschland

Transit durch Österreich und die Schweiz

Diese Regeln gelten für Autofahrer in Italien

Reisen mit Bus, Bahn, Flugzeug oder Fähre

Die wichtigsten Corona-Regeln in Italien

Die wichtigsten Corona-Regeln in Südtirol

Das gilt in den italienischen Wintersport-Gebieten

Italien ist in vier Risikozonen eingeteilt

Wichtig für die Einreise nach Italien

Keine Reisewarnung

Momentan gilt für dieses Land keine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Des Weiteren wird ein Einreiseformular* benötigt.

ReisewarnungNein
Corona-RisikogebietNein
Hochinzidenz-GebietNein
Virusvarianten-GebietNein
Registrierung für die EinreiseJa – Hier finden Sie das Einreiseformular*
Corona-Test bei EinreiseJa – Ein PCR- oder Antigen-Test ist Pflicht
Corona-Test für GeimpfteNein
Gültigkeitsdauer des Corona-TestsMaximal 48 Stunden
Quarantäne-Pflicht nach EinreiseNein – Keine Quarantäne-Pflicht
Dauer der Quarantäne nach Einreise0 Tage
Quarantäne-Pflicht nach RückkehrNein

Weitere Besonderheiten

Die Durchreise durch Italien mit dem eigenen Fahrzeug ist aus den EU- bzw. Schengen-Staaten bis zu einer Dauer von maximal 36 Stunden ohne Einschränkungen erlaubt.

Wer aus Deutschland oder einem anderen EU- bzw. Schengen-Land nach Italien einreisen möchte, muss einen der folgenden Nachweise vorlegen:

  • Negativer Antigen- oder PCR-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist; Kinder unter 6 Jahren brauchen keinen Test

  • Impf-Nachweis: Dieser zählt ab dem 15. Tag nach abgeschlossenem Impfzyklus

  • Genesenen-Nachweis: Bestätigung, in den letzten sechs Monaten von einer Covid-19-Infektion genesen zu sein

  • Die oben genannten Nachweise oder Tests müssen in italienischer, englischer, französischer oder spanischer Sprache vorliegen

  • Alternativ wird auch das digitale Covid-Zertifikat der EU (in der Smartphone-App oder in Papierform) anerkannt, aus dem hervorgeht, ob man genesen, geimpft oder getestet ist

  • Sonderfall Sizilien: Personen, die von Deutschland nach Sizilien einreisen, müssen unabhängig von ihren Impfstatus auf jeden Fall einen negativen Test vorlegen.

Rückkehr aus Italien nach Deutschland

  • Meldepflicht vor der Rückkehr: NEIN

  • Testpflicht zur Rückkehr: JA (Ausnahmen siehe unten)

Regeln für die Rückkehr nach Deutschland

Alle Reiserückkehrenden müssen einen der folgenden Nachweise bereits bei der Einreise nach Deutschland vorlegen können: einen aktuellen Corona-Test, den Nachweis einer vollständigen Impfung oder einen Genesenen-Nachweis. Von der Testpflicht ausgenommen sind Kinder unter zwölf Jahren. 

Hier finden Sie die Regeln für die Einreise nach Deutschland.

Wichtig für den Transit durch Österreich und die Schweiz

Wer von Deutschland nach Italien mit dem Auto reist, fährt durch Österreich oder die Schweiz. Der Transit durch Österreich und die Schweiz ist grundsätzlich erlaubt.

Die Durchreise durch Italien mit dem Pkw ist aus den EU-/Schengen-Staaten bis zu 36 Stunden uneingeschränkt möglich. 

Diese Regeln gelten für Autofahrer in Italien

Rotes Auto fährt durch italienische Landschaft
Für Autofahrer gelten in Italien spezielle Regeln ∙ © Shutterstock/Roman Babakin

Kommen alle Insassen eines Autos aus demselben Haushalt oder stehen in einem engen Verhältnis zueinander (eine genauere Definition geben die italienischen Behörden nicht), gibt es keine Einschränkungen – weder Maskenpflicht noch Abstandsregeln sind in diesem Fall einzuhalten.

Ein Mund-Nasen-Schutz ist jedoch vorgeschrieben, wenn Personen aus weiteren Haushalten zusammen unterwegs sind. Hier müssen die allgemein geltenden Abstandsregeln beachtet werden. Deshalb ist die Zahl der Mitfahrer in einem Fahrzeug begrenzt: Laut italienischem Außenministerium dürfen dann höchstens zwei Personen je Sitzreihe befördert werden – und nur auf den an den Seiten gelegenen Sitzen. Der Beifahrersitz muss frei bleiben.

Zum Beispiel dürfen in einem fünfsitzigen Pkw neben dem Fahrer nur zwei weitere Personen im Fahrzeug Platz nehmen. Sind, etwa in einem Minibus, weitere Sitzreihen vorhanden, so können zwei weitere Personen je Sitzreihe auf den Außenplätzen mitgenommen werden.

Die Maskenpflicht entfällt nur dann, wenn das Auto mit einer Trenneinrichtung (Plexiglas) zwischen der vorderen und hinteren Reihe des Fahrzeugs ausgestattet ist.

In Südtirol und Venetien hingegen ist die Zahl der Mitfahrer laut des Südtiroler Zivilschutzes nicht begrenzt. Kommen diese aus verschiedenen Haushalten, müssen sie aber einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Es ist nicht auszuschließen, dass in weiteren Regionen Italiens oder sogar innerhalb der Regionen in einzelnen Provinzen abweichende Regelungen erlassen werden. Bei Verstößen muss mit einer hohen Geldstrafe zwischen 400 und 3000 Euro gerechnet werden. Auch die Weiterfahrt kann untersagt werden.

Es gibt in diesem Zusammenhang keine Ausnahmen für Genesene, Geimpfte oder Getestete.

Reisen mit Bus, Bahn, Flugzeug oder Fähre

Reisende sollten sich vor der geplanten Abfahrt informieren, ob ihre Zugverbindung bedient wird. Wer mit dem Zug über die Schweiz nach Italien reist, ist unter Umständen länger unterwegs. Wegen verstärkter Kontrollen von Bahnreisenden an der Grenze sind Züge in Richtung Süden zwischen 30 und 45 Minuten verspätet. Während der gesamten Bahnfahrt gilt eine Maskenpflicht.

Wer per Inlandsflug, mit Langstreckenbussen oder im Bahnverkehr sowie im ÖPNV (ab 6.12.) unterwegs ist, braucht einen Nachweis, dass er gegen Covid-19 geimpft, negativ getestet oder genesen ist. An den großen Bahnhöfen (z. B. in Rom, Mailand oder Florenz) wird dies bereits am Bahnsteig vor dem Einsteigen in den Zug kontrolliert.

Laut Berichten von ADAC Mitgliedern wird ein entsprechender Eintrag im gelben Impfausweis der WHO nicht immer akzeptiert, weshalb es ratsam ist, ein digitales Covid-Zertifikat der EU* dabeizuhaben.

Auf internationalen Fähr-Verbindungen gilt die 3G-Regel: Es dürfen nur noch Menschen an Bord, die ihre Impfung, Genesung oder Testung in Form des digitalen Covid-Zertifikats der EU* mit QR-Code (auf Italienisch: "Certificazione verde Covid-19" = Grüner Pass) nachweisen.

Alle Reisenden müssen beim Einstieg in ein öffentliches Transportmittel (Flugzeug, Bus, Zug oder Fähre) außerdem eine Einreiseerklärung* (pdf) vorweisen können.

Was Reisende zum Fliegen in Corona-Zeiten wissen müssen.

Die wichtigsten Corona-Regeln in Italien

Ab 6. Dezember gilt in vielen Bereichen die 2G-Regel (geimpft oder genesen). Wer im Innenbereich eines Restaurants essen möchte oder eine Veranstaltung besuchen will, muss dann einen Impf- oder Genesenen-Nachweis vorlegen. Die Regelung betrifft alle ab 12 Jahren. Für Hotels ist ein 3G-Nachweis notwendig.

Urlauber, die in Deutschland geimpft wurden, erhalten ein digitales EU-Impfzertifikat unter anderem bei Ärzten, in Apotheken oder Impfzentren. Dieses können sie dann z.B. in der CoVPass-App auf ihr Smartphone laden. Dies ist dem in Italien geltenden Grünen Pass gleichgestellt. Achtung: Dieser soll nur noch neun statt 12 Monate gültig sein.

Wer kein digitales EU-Impfzertifikat hat, kann die Nachweise (geimpft, genesen, getestet) alternativ auch in Papierform auf Italienisch, Französisch, Englisch oder Spanisch vorlegen.

Weiterhin gelten die folgenden Corona-Regeln:

  • Der Abstand von einem bis zwei Metern ist vorgeschrieben

  • Die allgemeine Maskenpflicht im Freien wurde aufgehoben (Ausnahme: Sizilien). In geschlossenen Räumen, in öffentlichen Verkehrsmitteln und an öffentlichen Orten wo kein Mindestabstand möglich ist, muss ein Mund-Nasen-Schutz (Ausnahme: Kinder unter sechs Jahren) getragen werden. Es können auch selbst hergestellte Alltagsmasken verwendet werden, die aus mehrlagigem Material bestehen

Die wichtigsten Corona-Regeln in Südtirol

Aufgrund der rasch steigenden Infektionszahlen verschärft Südtirol bis zunächst 7. Dezember seine Corona-Regeln:

  • Maskenpflicht im Freien, wenn ein Mindestabstand von einem Meter nicht mehr eingehalten werden kann (z.B. in Warteschlangen).

  • Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr müssen eine FFP2-Maske tragen.

  • In 20 Regionen mit besonders hohen Inzidenzwerten und niedriger Impfquote gelten nächtliche Ausgangssperren von 20 Uhr bis 5 Uhr. Dort müssen Bars und Restaurants um 18 Uhr schließen. In Hotels dürfen Gäste aber auch danach noch bedient werden. Tanzen in Diskotheken sowie öffentliche Kultur-, Freizeit- oder Sportveranstaltungen in geschlossenen Räumen sind verboten.

Das gilt in italienischen Wintersport-Gebieten

Die meisten italienischen Skigebiete werden Ende November bis Anfang Dezember den Betrieb aufnehmen. Es gilt die 3G-Regel: Alle Wintersporttreibenden über 12 Jahre müssen eine Impfung, Genesung oder Testung in Form des digitalen Covid-Zertifikats der EU* (auf Italienisch: "Certificazione verde Covid-19" = Grüner Pass) nachweisen.

Mehr Infos zu den Auflagen für Wintersportler in den Alpenländern

Risikozonen: Das bedeuten "rot", "orange", "gelb", "weiß"

Die italienischen Regionen sind je nach Infektionsgeschehen in vier Risikozonen eingeteilt, in denen zusätzliche abgestufte Maßnahmen gelten. Reisen innerhalb Italiens in andere Regionen können je nach Einstufung der Region als weiße, gelbe, rote oder orange Zone eingeschränkt werden.

Alle Regionen Italiens sind derzeit "weiße" Risikozonen: Dort dürfen Kinos, Theater, Konzerthallen und andere Unterhaltungsbetriebe wieder zu 100 Prozent ausgelastet werden. Zuletzt hatten bereits Museen wieder ohne Kapazitätsbeschränkungen geöffnet – dort fällt künftig auch die Abstandsregel von einem Meter weg. Diskotheken dürfen im Innenbereich 50 Prozent und im Außenbereich 75 Prozent der möglichen Besucher zulassen.

Reiseziel Italien: Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, Tipps und Infos

Mit Material von dpa.

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