Italien- und Südtirol-Urlaub: Inzidenz, Einreise und Corona-Regeln

Familie bei einer Wanderung. Im Hintergrund die bunten Häuser der Cinque Terre
Die Cinque Terre an der italienischen Riviera zählen zu den beliebtesten Touristenzielen ∙ © iStock.com/Imgorthand

+++ Dieser Artikel wird regelmäßig aktualisiert +++

Italien ist eine der Lieblings-Destinationen deutscher Urlauber. Diese Corona-Regeln sollten Reisende bei der Urlaubs-Planung und vor Ort beachten.

  • Update: Neue Bestimmungen für die Rückkehr von Italien nach Deutschland

  • Verschärfte Regeln in Restaurants und Museen

  • Einreise nach Italien ohne Quarantäne möglich

  • 7-Tage-Inzidenz: 62,9 Infizierte je 100.000 Einwohner

+++ Neue Regeln für Reiserückkehrer +++

+++ Seit 1. August müssen alle Reiserückkehrer einen der folgenden Nachweise bereits bei der Einreise nach Deutschland vorlegen können: einen aktuellen Corona-Test, Nachweis einer vollständigen Impfung oder einen Genesenen-Nachweis. Von der Testpflicht ausgenommen sind Kinder unter 12 Jahren. Die neuen Einreise-Regeln gelten für alle Länder unabhängig davon, ob man aus einem Nicht-Risikogebiet, einem Hochrisiko-Gebiet oder einem Virusvarianten-Gebiet einreist. Dies gilt unabhängig von der Art des Verkehrsmittels. Die digitale Einreiseanmeldung* wird nur bei der Einreise aus einem Hochrisiko- oder Virusvarianten-Gebiet benötigt. +++

Hier finden Sie die ausführlichen neuen Regeln für die Einreise nach Deutschland

Infos zu Corona-Testmöglichkeiten im europäischen Ausland

In Italien steigen die Infiziertenzahlen wieder an: Die landesweite 7-Tage-Inzidenz liegt mit 62,9 (Stand: 3. August, Quelle: Johns Hopkins University) wieder knapp über der kritischen Marke von 50 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner – auf einem höheren Niveau als derzeit in Deutschland.

Italien: Das müssen Reisende wissen

Wichtig für die Einreise nach Italien

Rückkehr aus Italien nach Deutschland

Wichtig für den Transit durch Österreich und die Schweiz

Diese Regeln gelten für Autofahrer in Italien

Reisen mit Bus, Bahn, Flugzeug oder Fähre

Die wichtigsten Corona-Regeln in Italien

Das ist am Strand zu beachten

Italien ist in vier Risikozonen eingeteilt

Wichtig für die Einreise nach Italien

Keine Reisewarnung

Momentan gilt für dieses Land keine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Einreisende Personen benötigen einen negativen PCR- oder Schnelltest. Des Weiteren wird ein Einreiseformular* benötigt.

ReisewarnungNein
Corona-RisikogebietNein
Hochinzidenz-GebietNein
Virusvarianten-GebietNein
Registrierung für die EinreiseJa – Hier finden Sie das Einreiseformular*
Corona-Test bei EinreiseJa – Ein PCR- oder Antigen-Test ist Pflicht
Corona-Test für GeimpfteNein
Gültigkeitsdauer des Corona-TestsMaximal 48 Stunden
Quarantäne-Pflicht nach EinreiseNein – Keine Quarantäne-Pflicht
Quarantäne-Pflicht nach RückkehrNein

Weitere Besonderheiten

Die Durchreise durch Italien mit dem eigenen Fahrzeug ist aus den EU- bzw. Schengen-Staaten bis zu einer Dauer von maximal 36 Stunden ohne Einschränkungen und ohne Testpflicht erlaubt.

Wer aus Deutschland oder einem anderen EU- bzw. Schengen-Land nach Italien einreisen möchte, muss einen der folgenden Nachweise vorlegen:

  • Testnachweis: Negativer Antigen- oder PCR-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist; Kinder unter 6 Jahren sind von der Testpflicht befreit

  • Impfnachweis: Dieser zählt ab dem 15. Tag nach abgeschlossenem Impfzyklus

  • Genesenen-Nachweis: Bestätigung, in den letzten sechs Monaten von einer Covid-19 Infektion genesen zu sein

  • Alternativ kann auch bereits das digitale Covid-Zertifikat der EU (Green Pass oder Grüner Pass) genutzt werden, aus dem hervorgeht, ob man genesen, geimpft oder getestet ist

Was Reisende zum Fliegen in Corona-Zeiten wissen müssen.

Rückkehr aus Italien nach Deutschland

  • Meldepflicht vor der Rückkehr: NEIN

  • Testpflicht zur Rückkehr: JA (Ausnahmen siehe unten)

Neue Regeln für die Rückkehr nach Deutschland

Ab sofort müssen alle Reiserückkehrer einen der folgenden Nachweise bereits bei der Einreise nach Deutschland vorlegen können: einen aktuellen Corona-Test, den Nachweis einer vollständigen Impfung oder einen Genesenen-Nachweis. Von der Testpflicht ausgenommen sind Kinder unter 12 Jahren. 

Hier finden Sie die Regeln für die Einreise nach Deutschland seit dem 1. August

Wichtig für den Transit durch Österreich und die Schweiz

Wer von Deutschland nach Italien mit dem Auto reist, fährt durch Österreich oder die Schweiz. Der Transit durch Österreich ist grundsätzlich erlaubt.

Die Grenze zwischen der Schweiz und Italien ist geöffnet, der Transit durch die Schweiz möglich.

Tankstellen und Autobahntankstellen sind in ganz Italien geöffnet.

Die Durchreise durch Italien ist aus den EU-/Schengen Staaten bis zu 36 Stunden uneingeschränkt und ohne Test möglich. 

Diese Regeln gelten für Autofahrer in Italien

Rotes Auto fährt durch italienische Landschaft
Für Autofahrer gelten in Italien spezielle Regeln ∙ © Shutterstock/Roman Babakin

Kommen alle Insassen eines Autos aus demselben Haushalt oder stehen in einem engen Verhältnis zueinander (eine genauere Definition geben die italienischen Behörden nicht) gibt es keine Einschränkungen – weder Maskenpflicht noch Abstandsregeln sind in diesem Fall einzuhalten.

Die Verwendung eines Mund-Nasen-Schutzes ist jedoch vorgeschrieben, sobald Personen aus weiteren Haushalten zusammen unterwegs sind. Hier müssen die allgemein geltenden Abstandsregeln beachtet werden. Deshalb ist die Zahl der Mitfahrer in einem Fahrzeug begrenzt: Dem italienischen Außenministerium zufolge dürfen in diesen Fällen höchstens zwei Personen je Sitzreihe und nur auf den an der Seite gelegenen Sitzen befördert werden. Der Beifahrersitz muss frei bleiben.

Im Beispielsfall eines fünfsitzigen Pkw dürfen somit neben dem Fahrer nur zwei weitere Personen im Fahrzeug Platz nehmen. Sind, wie zum Beispiel in einem Minibus, weitere Sitzreihen vorhanden, so können zwei weitere Personen je Sitzreihe auf den Außenplätzen mitgenommen werden.

In Südtirol hingegen ist die Zahl der Mitfahrer laut des Südtiroler Zivilschutzes nicht begrenzt. Kommen diese aus verschiedenen Haushalten, müssen sie aber einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Diese Regelung gilt auch in Venetien.

Es ist nicht auszuschließen, dass in weiteren Regionen Italiens oder sogar innerhalb der Regionen in einzelnen Provinzen abweichende Regelungen erlassen werden. Bei Verstoß gegen diese Vorschriften muss mit einer hohen Geldstrafe zwischen 400 und 3000 Euro gerechnet werden. Auch die Weiterfahrt kann untersagt werden.

Es gibt in diesem Zusammenhang keine Ausnahmen für Genesene, Geimpfte oder Getestete.

Reisen mit Bus, Bahn, Flugzeug oder Fähre

Die Flughäfen und Bahnverbindungen in Italien sind in Betrieb. Reisende sollten sich vor der geplanten Abfahrt informieren, ob ihre Zugverbindung aktuell bedient wird. Wer mit dem Zug über die Schweiz nach Italien reist, ist deutlich länger unterwegs. Wegen verstärkter Kontrollen von Bahnreisenden an der Grenze sind Züge in Richtung Süden zwischen 15 und 60 Minuten verspätet.

Während der gesamten Bahnfahrt gilt eine Maskenpflicht. Auf der Strecke Rom–Mailand werden in den Frecciarossa-Hochgeschwindigkeitszügen coronafreie Bahnfahrten angeboten: Nur frisch Getestete dürfen an Bord, das gilt für Personal und Gäste. Schnelltests können auch am Gleis gemacht werden.

Alle Reisenden müssen beim Einstieg in ein öffentliches Transportmittel (Flugzeug, Bus, Zug oder Fähre) dem Beförderer eine Einreiseerklärung* (pdf) übergeben. Dieser wiederum muss vor dem Einstieg die Körpertemperatur der Passagiere prüfen und bei Fieber oder unvollständig ausgefüllter Einreiseerklärung den Einstieg verweigern. Außerdem ist ein Mindestabstand von einem Meter zwischen den Passagieren zu gewährleisten.

Waldbrände in mehreren Regionen Italiens

Von Waldbränden betroffen sind derzeit etwa die Urlauberinseln Sardinien und Sizilien, die Adria-Regionen Abruzzen, Molise, Apulien und Latium, Kampanien und Kalabrien an der Westküste.

Für die Inseln Sardinien und Sizilien sowie den Süden des Landes galt wegen der extremen Hitze in den letzten Tagen die höchste Alarmstufe wegen Brandgefahr. Für die kommenden Tage sagen die Meteorologen aber für diese Regionen etwas kühlere Temperaturen voraus und für Sardinien sogar etwas Regen.

Östlich von Catania auf Sizilien richteten die Brände schwere Zerstörungen an, auch in Ferienanlagen an Stränden. Der Westen von Sardinien war in den letzten Tagen ebenfalls stark von Bränden betroffen. Über zerstörte touristische Einrichtungen liegen derzeit keine Meldungen vor.

In Italien beeinträchtigen die Brände mittlerweile auch den Bahnverkehr. Viele Züge von und nach Süditalien und an die Adria haben wegen der Brände Verspätung oder fallen aus. 

Reisende, die in Waldbrandregionen unterwegs sind, sollten unbedingt die Anweisungen und Empfehlungen der Behörden befolgen. Sie müssen immer wieder damit rechnen, dass Straßen kurzfristig gesperrt und Campingplätze, in manchen Fällen auch andere Unterkünfte, geschlossen sind. Mitunter sind auch Nationalparks nicht komplett zugänglich.

Die wichtigsten Corona-Regeln in Italien

  • Der Abstand von mindestens einem Meter oder mehr ist vorgeschrieben

  • Maskenpflicht: In geschlossenen Räumen an öffentlichen Orten sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Es können auch selbst hergestellte Alltagsmasken getragen werden, wenn diese Mund und Nase vollständig bedecken und aus mehrlagigem Material bestehen

  • Die Maskenpflicht im Freien wurde aufgehoben

Wegen steigender Infektionszahlen verschärft Italien ab 6. August seine Corona-Regeln: Dann ist unter anderem für Restaurantbesuche im Innenbereich, in Museen, oder Schwimmbädern mindestens ein einfacher Impfnachweis, ein negativer Corona-Test oder ein Genesungsnachweis notwendig.

Das gilt an italienischen Badestränden

  • An einigen Strandbädern kann eine Anmeldung verlangt und Fieber gemessen werden. Zwischen den einzelnen Sonnenstühlen oder Liegen ist ein Mindestabstand von 1,50 m einzuhalten. Masken sind in Gemeinschaftsbereichen wie Strandbars oder in geschlossenen Räumen zu tragen

  • An frei zugänglichen Stränden ist ein Sicherheitsabstand von mindestens einem Meter zu anderen Personen zu wahren. Für das Aufstellen von Sonnenschirmen und Liegestühlen/Liegen gelten dieselben Regeln wie in Badeanstalten

Risikozonen: Das bedeuten "rot", "orange", "gelb", "weiß"

Die italienischen Regionen sind je nach Infektionsgeschehen in vier Risikozonen eingeteilt, in denen zusätzliche abgestufte Maßnahmen gelten. Reisen innerhalb Italiens in andere Regionen können je nach Einstufung der Region als weiße, gelbe, rote oder orange Zone eingeschränkt werden.

Derzeit sind alle Regionen Italiens weiße Zonen. Hier sind die meisten Beschränkungen aufgehoben. Es gilt weiterhin Maskenpflicht in Innenräumen und die Einhaltung der Gesundheitsabstände.

In gelben Zonen dürfen die Außenbereiche der Restaurants und Bars für Gäste öffnen. Auch Museen und Ausstellungen dürfen Besucher empfangen.

In orangen Zonen sollen die Menschen in der Regel ihre Orte nicht verlassen. In Restaurants und Bars dürfen Gäste nicht am Tisch bedient werden, erlaubt ist nur zeitweiser Außer-Haus-Verkauf. Hier und auch in den gelben Zonen dürfen Hotels aber grundsätzlich Übernachtungsgäste empfangen. 

In roten Zonen dürfen die Menschen ihre Wohnungen lediglich aus beruflichen bzw. gesundheitlichen Gründen verlassen. Die Ein- und Ausreise ist grundsätzlich verboten. Darüber hinaus werden alle Geschäfte, die keine lebenswichtigen Produkte anbieten, geschlossen. Dies gilt auch für Restaurants und Bars. Hotels dürfen keine Touristen aufnehmen, sondern nur Geschäftsreisende.

Reiseziel Italien: Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, Tipps und Infos

Mit Material von dpa.

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