Italien- und Südtirol-Urlaub: Inzidenz, Einreise und Corona-Regeln

Mutter und Kinder blicken auf Volterra in der Toskana
Neben Strand und Meer bietet Italien auch historische Städtchen wie hier Volterra in der Toskana ∙ © iStock.com/Imgorthand

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Italien ist eine der Lieblings-Destinationen der Deutschen. Diese Corona-Regeln sollten Urlauber bei der Hin- und Rückreise sowie vor Ort beachten.

  • Update: Ganz Italien ist jetzt "weiße" Risikozone

  • 3G-Regel in Zügen, auf Fähren und Inlandsflügen

  • Einreise mit Test, Impf- oder Genesungs-Nachweis

  • 7-Tage-Inzidenz: 29,4 Infizierte je 100.000 Einwohner

In Italien hat sich die Zahl der Infizierten in den letzten Wochen auf einem moderaten Level stabilisiert: Die landesweite 7-Tage-Inzidenz liegt mit 29,4 (Stand: 14. Oktober, Quelle: Johns Hopkins University) niedriger als derzeit in Deutschland.

Italien: Das müssen Reisende wissen

Wichtig für die Einreise nach Italien

Rückkehr aus Italien nach Deutschland

Transit durch Österreich und die Schweiz

Diese Regeln gelten für Autofahrer in Italien

Reisen mit Bus, Bahn, Flugzeug oder Fähre

Die wichtigsten Corona-Regeln in Italien

Das ist am Strand zu beachten

Italien ist in vier Risikozonen eingeteilt

Wichtig für die Einreise nach Italien

Keine Reisewarnung

Momentan gilt für dieses Land keine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Des Weiteren wird ein Einreiseformular* benötigt.

ReisewarnungNein
Corona-RisikogebietNein
Hochinzidenz-GebietNein
Virusvarianten-GebietNein
Registrierung für die EinreiseJa – Hier finden Sie das Einreiseformular*
Corona-Test bei EinreiseJa – Ein PCR- oder Antigen-Test ist Pflicht
Corona-Test für GeimpfteNein
Gültigkeitsdauer des Corona-TestsMaximal 48 Stunden
Quarantäne-Pflicht nach EinreiseNein – Keine Quarantäne-Pflicht
Dauer der Quarantäne nach Einreise0 Tage
Quarantäne-Pflicht nach RückkehrNein

Weitere Besonderheiten

Die Durchreise durch Italien mit dem eigenen Fahrzeug ist aus den EU- bzw. Schengen-Staaten bis zu einer Dauer von maximal 36 Stunden ohne Einschränkungen erlaubt.

Wer aus Deutschland oder einem anderen EU- bzw. Schengen-Land nach Italien einreisen möchte, muss einen der folgenden Nachweise vorlegen:

  • Negativer Antigen- oder PCR-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist; Kinder unter 6 Jahren brauchen keinen Test

  • Impf-Nachweis: Dieser zählt ab dem 15. Tag nach abgeschlossenem Impfzyklus

  • Genesenen-Nachweis: Bestätigung, in den letzten sechs Monaten von einer Covid-19-Infektion genesen zu sein

  • Die oben genannten Nachweise oder Tests müssen in italienischer, englischer, französischer oder spanischer Sprache vorliegen

  • Alternativ wird auch das digitale Covid-Zertifikat der EU (in der Smartphone-App oder in Papierform) anerkannt, aus dem hervorgeht, ob man genesen, geimpft oder getestet ist

Rückkehr aus Italien nach Deutschland

  • Meldepflicht vor der Rückkehr: NEIN

  • Testpflicht zur Rückkehr: JA (Ausnahmen siehe unten)

Regeln für die Rückkehr nach Deutschland

Alle Reiserückkehrenden müssen einen der folgenden Nachweise bereits bei der Einreise nach Deutschland vorlegen können: einen aktuellen Corona-Test, den Nachweis einer vollständigen Impfung oder einen Genesenen-Nachweis. Von der Testpflicht ausgenommen sind Kinder unter zwölf Jahren. 

Hier finden Sie die Regeln für die Einreise nach Deutschland.

Wichtig für den Transit durch Österreich und die Schweiz

Wer von Deutschland nach Italien mit dem Auto reist, fährt durch Österreich oder die Schweiz. Der Transit durch Österreich und die Schweiz ist grundsätzlich erlaubt.

Die Durchreise durch Italien mit dem Pkw ist aus den EU-/Schengen-Staaten bis zu 36 Stunden uneingeschränkt möglich. 

Diese Regeln gelten für Autofahrer in Italien

Rotes Auto fährt durch italienische Landschaft
Für Autofahrer gelten in Italien spezielle Regeln ∙ © Shutterstock/Roman Babakin

Kommen alle Insassen eines Autos aus demselben Haushalt oder stehen in einem engen Verhältnis zueinander (eine genauere Definition geben die italienischen Behörden nicht), gibt es keine Einschränkungen – weder Maskenpflicht noch Abstandsregeln sind in diesem Fall einzuhalten.

Ein Mund-Nasen-Schutz ist jedoch vorgeschrieben, wenn Personen aus weiteren Haushalten zusammen unterwegs sind. Hier müssen die allgemein geltenden Abstandsregeln beachtet werden. Deshalb ist die Zahl der Mitfahrer in einem Fahrzeug begrenzt: Laut italienischem Außenministerium dürfen dann höchstens zwei Personen je Sitzreihe befördert werden – und nur auf den an den Seiten gelegenen Sitzen. Der Beifahrersitz muss frei bleiben.

Zum Beispiel dürfen in einem fünfsitzigen Pkw neben dem Fahrer nur zwei weitere Personen im Fahrzeug Platz nehmen. Sind, etwa in einem Minibus, weitere Sitzreihen vorhanden, so können zwei weitere Personen je Sitzreihe auf den Außenplätzen mitgenommen werden.

In Südtirol und Venetien hingegen ist die Zahl der Mitfahrer laut des Südtiroler Zivilschutzes nicht begrenzt. Kommen diese aus verschiedenen Haushalten, müssen sie aber einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Es ist nicht auszuschließen, dass in weiteren Regionen Italiens oder sogar innerhalb der Regionen in einzelnen Provinzen abweichende Regelungen erlassen werden. Bei Verstößen muss mit einer hohen Geldstrafe zwischen 400 und 3000 Euro gerechnet werden. Auch die Weiterfahrt kann untersagt werden.

Es gibt in diesem Zusammenhang keine Ausnahmen für Genesene, Geimpfte oder Getestete.

Reisen mit Bus, Bahn, Flugzeug oder Fähre

Reisende sollten sich vor der geplanten Abfahrt informieren, ob ihre Zugverbindung aktuell bedient wird. Wer mit dem Zug über die Schweiz nach Italien reist, ist deutlich länger unterwegs. Wegen verstärkter Kontrollen von Bahnreisenden an der Grenze sind Züge in Richtung Süden zwischen 30 und 45 Minuten verspätet. Während der gesamten Bahnfahrt gilt eine Maskenpflicht.

Wer per Inlandsflug, mit Langstreckenbussen oder im Bahnverkehr mit Hochgeschwindigkeits- sowie Intercity-Zügen reist, braucht einen Nachweis, dass er gegen Covid-19 geimpft, negativ getestet oder genesen ist. Berichten von ADAC Mitgliedern zufolge wird ein entsprechender Eintrag im gelben Impfausweis der WHO nicht immer akzeptiert, weshalb es ratsam ist, ein digitales Covid-Zertifikat der EU* dabeizuhaben.

Seit 1. September dürfen im interregionalen Fährenverkehr nur noch Menschen an Bord, die ihre Impfung, Genesung oder Testung in Form des digitalen Covid-Zertifikats der EU* mit QR-Code (auf Italienisch: "Certificazione verde Covid-19" = Grüner Pass) nachweisen. Wer also etwa mit der Fähre vom Latium nach Sardinien fährt, braucht diesen Nachweis. Die Regelung gilt nicht für Verbindungen in der Straße von Messina.

Für den öffentlichen Nahverkehr ist kein Nachweis nötig, Kinder unter 12 Jahren sind ebenfalls ausgenommen.

Alle Reisenden müssen beim Einstieg in ein öffentliches Transportmittel (Flugzeug, Bus, Zug oder Fähre) außerdem eine Einreiseerklärung* (pdf) vorweisen können.

Was Reisende zum Fliegen in Corona-Zeiten wissen müssen.

Die wichtigsten Corona-Regeln in Italien

Wer im Innenbereich eines Restaurants essen möchte, ins Museum oder Schwimmbad gehen will, muss entweder einen Impf- oder Genesenen-Nachweis, einen höchstens 48 Stunden alten negativen Corona-Test vorlegen. Die Regelung betrifft alle ab 12 Jahren. Für Hotels ist kein Nachweis notwendig.

Urlauber, die in Deutschland geimpft wurden, erhalten ein digitales EU-Impfzertifikat unter anderem bei Ärzten, in Apotheken oder Impfzentren. Dieses können sie dann z.B. in der CoVPass-App auf ihr Smartphone laden. Dies ist dem in Italien geltenden Grünen Pass gleichgestellt.

Wer kein digitales EU-Impfzertifikat hat, kann die Nachweise (geimpft, genesen, getestet) alternativ auch in Papierform auf Italienisch, Französisch, Englisch oder Spanisch vorlegen.

Weiterhin gelten die folgenden Corona-Regeln:

  • Der Abstand von einem bis zwei Metern ist vorgeschrieben

  • Die allgemeine Maskenpflicht im Freien wurde aufgehoben (Ausnahme: Sizilien). In geschlossenen Räumen, in öffentlichen Verkehrsmitteln und an öffentlichen Orten wo kein Mindestabstand möglich ist, muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Es können auch selbst hergestellte Alltagsmasken verwendet werden, die aus mehrlagigem Material bestehen

Das gilt an italienischen Badestränden

  • An einigen Strandbädern kann eine Anmeldung verlangt und Fieber gemessen werden. Zwischen den einzelnen Sonnenstühlen oder Liegen ist ein Mindestabstand von 1,50 m einzuhalten. Masken sind in Gemeinschaftsbereichen wie Strandbars oder in geschlossenen Räumen zu tragen

  • An frei zugänglichen Stränden ist ein Sicherheitsabstand von mindestens einem Meter zu anderen Personen zu wahren. Für das Aufstellen von Sonnenschirmen und Liegestühlen/Liegen gelten dieselben Regeln wie in Strandbädern

Risikozonen: Das bedeuten "rot", "orange", "gelb", "weiß"

Die italienischen Regionen sind je nach Infektionsgeschehen in vier Risikozonen eingeteilt, in denen zusätzliche abgestufte Maßnahmen gelten. Reisen innerhalb Italiens in andere Regionen können je nach Einstufung der Region als weiße, gelbe, rote oder orange Zone eingeschränkt werden.

Alle Regionen Italiens sind derzeit "weiße" Risikozonen: Dort dürfen Kinos, Theater, Konzerthallen und andere Unterhaltungsbetriebe wieder zu 100 Prozent ausgelastet werden. Zuletzt hatten bereits Museen wieder ohne Kapazitätsbeschränkungen geöffnet – dort fällt künftig auch die Abstandsregel von einem Meter weg. Diskotheken dürfen im Innenbereich 50 Prozent und im Außenbereich 75 Prozent der möglichen Besucher zulassen.

Reiseziel Italien: Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, Tipps und Infos

Mit Material von dpa.

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