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Einreise nach Deutschland: Quarantäne für Rückkehrer aus Risikogebieten

Autobahn mit Hinweis-Leuchttafel: "Rückreise aus Risikogebiet - Quarantäne", über der Fahrbahn, in der Dämmerung.
Hinweise für Reise-Rückkehrer an der Autobahn in Richtung München ∙ © dpa/Marijan Murat

Fast alle Länder in Europa gelten wegen steigender Covid-19-Zahlen als Risikogebiete. Reiserückkehrer sind verunsichert: Was ist bei der Einreise nach Deutschland zu beachten? Wann droht Quarantäne und wann ist ein Corona-Test möglich?

  • Update: Gericht stoppt Quarantänepflicht für Reiserückkehrer in NRW

  • Corona-Quarantäneverordnung für Einreisen

  • Bei Einreise aus Risikogebieten digitale Anmeldung verpflichtend

  • Übersicht: Alle Risikogebiete und Inzidenzwerte in Europa

Von einem Risikogebiet ist unter anderem dann die Rede, wenn die Zahl an Neuinfizierten innerhalb der vergangenen sieben Tage höher lag als 50 Fälle pro 100.000 Einwohner (Inzidenz-Wert).

Risikogebiete innerhalb Europas

Ein Land nach dem anderen in Europa wird von der Bundesregierung auf die Corona-Risikoliste gesetzt. In Europa gilt einzig noch Island als komplett "risikofreies" Land.

Albanien

Das ganze Land gilt als Risikogebiet.

Andorra

Das ganze Land gilt als Risikogebiet.

Belgien

Das ganze Land gilt als Risikogebiet.

Bosnien und Herzegowina

Das ganze Land gilt als Risikogebiet.

Bulgarien

Das ganze Land gilt als Risikogebiet.

Dänemark

Ganz Dänemark mit Ausnahme der Färöer Inseln und Grönland gilt als Risikogebiet.

Dänemark: Urlaub in Corona-Zeiten. Was Reisende wissen müssen

Estland

Die Region Ida-Viru, Harju, Hiiu und Rapla gelten als Risikogebiete.

Finnland

Die Region Uusimaa (hierzu gehört auch die Stadt Helsinki) gilt als Risikogebiet.

Frankreich
Griechenland

Die Regionen Mittelgriechenland, Attika, Zentral-Makedonien, West-Makedonien, Ost-Makedonien und Thrakien, Epirus, Thessalien, Nördliche Ägäis und Peloponnes gelten als Risikogebiete.

Griechenland: Urlaub in Corona-Zeiten. Was Reisende jetzt wissen müssen

Großbritannien

Das gesamte Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland gilt als Risikogebiet.

Irland

Das ganze Land gilt als Risikogebiet.

Island

Island gilt aktuell nicht als Risikogebiet.

Italien
Kosovo

Das ganze Land gilt als Risikogebiet.

Kroatien
Lettland

Das ganze Land gilt als Risikogebiet.

Liechtenstein

Das ganze Land gilt als Risikogebiet.

Litauen

Das ganze Land gilt als Risikogebiet.

Luxemburg

Das ganze Land gilt als Risikogebiet.

Malta

Das ganze Land gilt als Risikogebiet.

Monaco

Das ganze Land gilt als Risikogebiet.

Montenegro

Das ganze Land gilt als Risikogebiet.

Niederlande
Nordmazedonien

Das ganze Land gilt als Risikogebiet.

Norwegen

Die Provinzen Oslo, Vestland und Viken gelten als Risikogebiete.

Österreich

Das ganze Land mit Ausnahme der Gemeinden Jungholz (Tirol) und Mittelberg/Kleinwalsertal (Vorarlberg) gilt als Risikogebiet.

Österreich: Urlaub in Corona-Zeiten. Was Reisende wissen müssen

Polen

Das ganze Land gilt als Risikogebiet.

Portugal

Ganz Portugal mit Ausnahme der Azoren und Madeiras gilt als Risikogebiet.

Republik Moldau

Das ganze Land gilt als Risikogebiet.

Rumänien

Das ganze Land gilt als Risikogebiet.

Russland

Das ganze Land gilt als Risikogebiet.

San Marino

Das ganze Land gilt als Risikogebiet.

Schweden
Schweiz
Serbien

Das ganze Land gilt als Risikogebiet.

Slowakei

Das ganze Land gilt als Risikogebiet.

Slowenien

Das ganze Land gilt als Risikogebiet.

Spanien
Tschechien

Das ganze Land gilt als Risikogebiet.

Türkei
Ukraine

Das ganze Land gilt als Risikogebiet.

Ungarn

Das ganze Land gilt als Risikogebiet.

Weißrussland

Das ganze Land gilt als Risikogebiet.

Zypern

Das ganze Land gilt als Risikogebiet.

Übersicht: Corona-Infizierte je 100.000 Einwohner

Quarantäne-Regeln für Rückkehrer aus Risikogebieten

Seit 8. November hat die Bundesregierung für Rückkehrer aus Risikogebieten eine digitale Einreiseanmeldung eingeführt, zudem erlassen die Bundesländer neue Quarantäne-Regeln. Diese werden sich voraussichtlich alle an der Muster-Quarantäneverordnung der Bundesregierung orientieren. Die wichtigsten Neuregelungen auf einen Blick:

  • Wer aus einem Risikogebiet zurückkehrt, muss nach der Einreise umgehend in Quarantäne und sich für einen Zeitraum von zehn Tagen (Ausnahme Mecklenburg-Vorpommern: 14 Tage) nach der Einreise ständig dort aufhalten

  • Reisende sind verpflichtet, unverzüglich nach der Einreise die für sie zuständige Behörde* zu kontaktieren und auf das Vorliegen der Quarantänepflicht hinzuweisen

  • Die Quarantäne endet grundsätzlich frühestens fünf Tage nach der Einreise, wenn der Person ein negatives Testergebnis vorliegt, das bestätigt, dass keine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht. Der Test darf frühestens am fünften Tag nach Einreise durchgeführt werden, muss danach zehn Tage aufbewahrt und der zuständigen Behörde auf Verlangen vorgelegt werden.

  • Bei Nichtbeachtung der neuen Verpflichtung droht ein Bußgeld

Momentan keine Quarantänepflicht für Reiserückkehrer in Nordrhein-Westfalen

Reiserückkehrer aus Risikogebieten müssen nach einem Gerichtsurteil des Oberverwaltungsgerichts in Münster (OVG) nach der Einreise in Nordrhein-Westfalen vorerst nicht mehr in Quarantäne. Damit ist die zuvor geltende Corona-Einreiseverordnung des Landes außer Kraft gesetzt.

Bisher mussten sich Rückkehrer aus ausländischen Risikogebieten nach der Einreise nach Nordrhein-Westfalen zehn Tage in häusliche Quarantäne begeben. Das galt auch, wenn das Reiseland, aus dem sie zurückkehrten, ein geringeres Infektionsrisiko aufwies als Deutschland.

Das beanstandete das Gericht jetzt. In dieser Form sei die Quarantäne kein geeignetes Mittel zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Deutschland.

Wichtiger Hinweis zu den Corona-Tests: In vielen Bundesländern sind diese auch dann kostenlos, wenn sich Urlaubs-Rückkehrer aus eigener Initiative testen lassen – etwa um die Quarantäne-Dauer zu verkürzen. In einigen Bundesländern, etwa in Brandenburg, ist ein Test nur dann kostenlos, wenn er vom örtlichen Gesundheitsamt angeordnet wurde.

Ausnahmen zu den Quarantäneregelungen kann es in einzelnen Bundesländern auch für bestimmte Personengruppen geben, etwa Ärzte, Pflege- oder Polizeivollzugskräfte, Ehe- und Lebenspartner, Eltern mit geteiltem Sorgerecht und andere Reisende im sogenannten kleinen Grenzverkehr. Häufig ist dann direkt bei der Einreise ein negatives Testergebnis vorzuweisen. Der entsprechende Test darf bei der Einreise nicht älter als 48 Stunden sein. Die Ausnahmen für die Quarantänebestimmungen regeln die Länder in eigenen Verordnungen.

Alle Details finden Sie in den neuen Einreise-Quarantäne-Verordnungen der jeweiligen Bundesländer.

Ab sofort digitale Einreiseanmeldung verpflichtend

Auch neu ist die digitale Einreiseanmeldung, die bereits vor der Rückkehr nach Deutschland ausgefüllt werden muss: Wer seine Angaben in dem Portal eingibt, erhält eine Bestätigung, die er bei einer Kontrolle – etwa am Flughafen durch die Bundespolizei – oder an einem Grenzübergang vorzeigen muss. Gleichzeitig gehen die Daten auch an das jeweils zuständige Gesundheitsamt.

Hier geht's zur digitalen Einreiseanmeldung*

Quarantäne nach Transit durch ein Risikogebiet?

Laut Auskunft deutscher Gesundheitsämter sollten sich auch Reisende, die durch ein als Risikogebiet ausgewiesenes Land gefahren sind, nach ihrer Rückkehr bei der für sie zuständigen Behörde* melden.

Falls man als Risikogebiet ausgewiesene Länder zügig durchquert und allenfalls kurze Tank- oder Toilettenpausen eingelegt hat, verzichten die Gesundheitsämter in der Regel auf eine Quarantäneanordnung. Wer dagegen zum Beispiel eine Zwischenübernachtung eingelegt, Städte besichtigt oder Verwandte bzw. Freunde getroffen hat, muss mit einer Quarantäne rechnen.

Die letzte Entscheidung liegt aber bei den Behörden. Auch können sich die Regelungen in den Bundesländern im Detail unterscheiden.

Übersicht: Risikogebiete weltweit

Verstoß gegen Quarantäne-Regeln nicht ratsam

Die häusliche Quarantäne sieht vor, dass man unverzüglich in die eigene Wohnung oder an den gewöhnlichen Aufenthaltsort zurückkehrt und dort bleibt – bzw. bis zum Erhalt des negativen Testergebnisses. Selbst Einkäufe sind untersagt. Wer dagegen verstößt, riskiert hohe Geld- oder Freiheitsstrafen.

Laut Infektionsschutzgesetz (IfSG) ist eine "Zwangsquarantäne" als Schutzmaßnahme zur Verhinderung der Verbreitung von Sars-CoV-2 möglich. Verstöße gegen eine Quarantäneanordnung können mit einer Geldstrafe oder Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren geahndet werden. Wer die Quarantänepflicht verletzt und dadurch die Krankheit verbreitet, muss sogar mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren rechnen.

Daneben können Reiserückkehrer nach dem IfSG unter anderem dazu verpflichtet werden, sich ärztlich untersuchen zu lassen und Auskunft zu geben (u.a. über ihre Identität, Reiseroute sowie Kontaktdaten). Wer hiergegen verstößt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße von bis zu 25.000 Euro belegt werden kann.

Mit Material von dpa

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