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Corona: Was Flugreisende wissen müssen

Frau sitzt mit Mundschutz im Flieger
Passagiere benötigen einen Mundschutz im Flugzeug ∙ © Shutterstock/ivandan

Im Kampf gegen Covid-19 müssen Flugreisende sich auf neue Regelungen einstellen. So müssen etwa Passagiere von Lufthansa, Condor, Easyjet oder Ryanair auf allen Flügen Gesichtsmasken tragen. Auch in den Terminals ist der Mund-Nasen-Schutz Pflicht.

  • Bordservice wegen Corona reduziert

  • Gästen ohne Gesichtsmaske kann Mitflug verweigert werden

  • Flugbetrieb nimmt wieder deutlich zu

Lufthansa: Maskenpflicht zunächst bis 31. August

Ein Mund-Nasen-Schutz muss bis zunächst 31. August an Bord von allen Maschinen des Lufthansa-Konzerns getragen werden. Dazu zählen auch die Fluggesellschaften Swiss, Austrian Airlines, Eurowings und Brussels Airlines. 

Im Flugzeug ist der Bordverkauf eingestellt und der Bordservice in allen Klassen verringert. Alle Toiletten sind mit Desinfektionsseifen ausgestattet.

Condor, Easyjet und Ryanair: Ebenfalls Maskenpflicht

Auch Fluggäste des Ferienfliegers Condor und des britischen Billigfliegers Easyjet müssen während des Fluges einen selbst mitgebrachten Mund-Nasen-Schutz tragen. Auf den Toiletten sind zusätzlich zu den Seifenspendern keine Desinfektionsmittel geplant. Der Bordservice ist eingeschränkt.

Die irische Fluglinie Ryanair ordnet ebenfalls einen Mund-Nasen-Schutz an. Passagiere sollen sich außerdem regelmäßig die Hände zu waschen und in den Flughafenterminals Handdesinfektionsmittel benutzen. Es gibt einen begrenzten Bordservice mit verpackten Snacks und Getränken.

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Fliegen mit Corona-Schutz: Maske auch in Terminals

Da Abstand halten nicht überall möglich ist (u.a. an den Sicherheitskontrollen und bei der Gepäckentgegennahme), gilt in den Flughafengebäuden eine generelle Maskenpflicht, so der Bundesverband der deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL).

Das droht Fluggästen ohne Mundschutz

Passagiere, die ohne Gesichtsmaske ihren Flug antreten wollen, könnten Probleme bekommen, so die ADAC Juristen: "Den Fluglinien steht es im Rahmen ihres Hausrechts frei, eine entsprechende Vorgabe an Bord ihrer eigenen Flugzeuge zu erlassen. Wird Fluggästen, die keine Maske tragen, die Beförderung verweigert, so stehen diesen Ansprüche zu, wenn die Beförderungsverweigerung unberechtigt erfolgte."

Im Streitfall müsse ein Gericht klären, ob die von der Airline angeordnete Pflicht zum Tragen eines Schutzes zur Aufrechterhaltung der Sicherheit an Bord gerechtfertigt war. Der Gesetzgeber schreibt derzeit in Deutschland eine Maskenpflicht nur im Einzelhandel und im ÖPNV vor.

Deutlich mehr Flugverbindungen ab Deutschland

Ab sofort können Fluggäste ab deutschen Airports 239 Ziele in 69 Ländern mit dem Flugzeug erreichen. Während die Fluggesellschaften im Juni rund 30 Prozent ihres ursprünglichen Streckennetzes bedient haben, werden es im Juli bereits 60 Prozent sein. Dabei werden viele Verbindungen mit reduzierter Frequenz wieder angeflogen.

Der Schwerpunkt des wieder aufgenommenen Verkehrs liegt auf Zielen innerhalb Europas: Im europäischen Ausland sind 168 Zielorte in 39 Ländern zu erreichen, was 79 Prozent der im Juli 2019 angeflogenen Destinationen entspricht. Die am stärksten angeflogenen Ziele sind Palma de Mallorca, Istanbul, Wien, Antalya und London. Auch diese Ziele werden zunächst mit niedriger Frequenz angeflogen. Insgesamt liegt das Flugangebot im Europaverkehr im Juli im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei etwa 30 Prozent.

Lufthansa: Rückfluggarantie für Passagiere

Auch die Lufthansa stockt ihr Flugangebot auf: Bis Ende Oktober werden wieder mehr als 380 Flugzeuge eingesetzt. Damit ist wieder die Hälfte der Flotte der Lufthansa Group in der Luft, 200 Flugzeuge mehr als noch im Juni.

Wieder aufgenommen werden u.a. bis Oktober ab Frankfurt die Ziele Sevilla, Glasgow, Edinburgh, Santiago de Compostela, Basel, Linz und andere. Ab München fliegt die Fluglinie wieder mehr Urlaubsziele rund ums Mittelmeer an, z.B. Rhodos, Korfu, Olbia, Dubrovnik und Malaga, aber auch Faro und Funchal/Madeira.

Mit einer "Rückflug-Garantie" will die Lufthansa Sorgen vor Reisen in der Corona-Krise entgegentreten. Wer zurück nach Deutschland wolle, den bringe man zurück, erklärt die Airline. Mögliche Gründe dafür seien ein Einreiseverbot am Zielort wegen erhöhter Temperatur, eine Quarantäneregelung oder ein erneuter Ausbruch des Virus im Gastland. Die Garantie gilt bis auf weiteres für alle europäischen Routen, unabhängig vom gebuchten Tarif, für alle Kunden.

Auch Condor, Easyjet und Ryanair vergrößern ihr Angebot

Der staatlich gerettete Ferienflieger Condor hebt seit Beginn der Sommerferienzeit ab acht Flughäfen (Frankfurt, Düsseldorf, München, Hamburg, Hannover, Stuttgart, Leipzig/Halle und Berlin-Schönefeld) wieder zu mehr Ferienzielen ab. Das Flugprogramm wird auf rund 40 Prozent des ursprünglich geplanten Verkehrs hochgefahren werden. Der Sommerflugplan 2020 umfasst vorerst rund 300 wöchentliche Verbindungen in die beliebtesten Ferienregionen.

Ryanair bietet wieder 40 Prozent der üblichen Verbindungen an.

Auch der britische Billigflieger Easyjet hebt wieder häufiger ab. Bis zu 50 Prozent der Destinationen des Streckennetzes werden angeflogen. Bis August wird das Angebot auf 75 Prozent erweitert, allerdings mit geringerer Flugfrequenz. Damit stehen ab Berlin für den Sommer wieder Verbindungen zu Urlaubsreisezielen wie den Balearen, Kanaren und griechischen Inseln sowie Städte-Destinationen wie Barcelona, Amsterdam oder Lissabon zur Verfügung.

Reisekonzern Tui wieder gestartet

Tui ist nach der Aufhebung der Reisewarnung für 29 europäische Länder wieder Richtung Süden gestartet. Mit einem Sonderflugplan sollen wieder die beliebtesten Sonnenziele in Spanien, Griechenland, Portugal und Zypern regelmäßig angesteuert werden. Sobald Urlaubsreisen in die Türkei, nach Nordafrika und auf die Kapverdischen Inseln möglich sind, will Tui diese Zielgebiete ebenfalls wieder anbieten.

Strandvergnügen und Sightseeing – was in den Urlaubsländern möglich ist

Auch wenn immer mehr Länder ihre Grenzen für deutsche Touristen öffnen, wird der Sommerurlaub 2020 wegen des Coronavirus unter besonderen Umständen stattfinden. Die aktuelle Lage der beliebtesten Reiseziele:

Mit Material von dpa

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