Frankreich in Corona-Zeiten: Einreise nur mit negativem Corona-Test

Blick auf den Eiffelturm in Paris
Wahrzeichen: Der Pariser Eiffelturm empfängt voraussichtlich ab 16. Juli wieder Besucher ∙ © Shutterstock/Neirfy

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Frankreich ist eines der liebsten Urlaubsländer der Deutschen. Wer dorthin reisen möchte, muss jedoch bestimmte Vorgaben beachten. Das sind die Regeln für die Einreise und vor Ort.

  • Update 1: Frankreich kein Risikogebiet mehr (Gültigkeit ab 20. Juni)

  • Update 2: Bis 20. Juni triftiger Grund für Fahrten zwischen 23 und 6 Uhr erforderlich

  • Für die Einreise genügt ein Antigen-Schnelltest

  • Aktuelle Inzidenz: 29,4 Infizierte je 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen

Frankreich ist von der Corona-Pandemie stärker betroffen als Deutschland. Der Inzidenz-Wert der letzten sieben Tage je 100.000 Einwohner liegt aktuell bei 29,4 (Stand: 18. Juni, Quelle: Johns Hopkins University) – das ist höher als derzeit in Deutschland, aber deutlich unter dem kritischen Wert von 50.

Frankreich: Das müssen Reisende wissen

Wichtig für die Einreise nach Frankreich

Rückkehr aus Frankreich nach Deutschland

Transit durch Frankreich

Reisen mit der Bahn: Weniger Verbindungen

Fieberkontrollen und Maskenpflicht im Flugzeug

Die wichtigsten Corona-Regeln in Frankreich

Fahrplan: Schrittweise Lockerungen bis Juni

Urlaub auf Korsika

Französische Überseegebiete ebenfalls Risikogebiete

Urlaub im Ausland: Die wichtigsten Fakten

  • Für viele Länder gilt derzeit noch eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Ab dem 1. Juli wird die Reisewarnung dann nur noch ab einer Inzidenz von 200 gelten und für Gebiete, in denen sich gefährliche Virusvarianten stark verbreitet haben. Das sind weltweit derzeit etwa 40 Länder. Zu diesem Datum wird auch nicht mehr generell von touristischen Reisen ins Ausland abgeraten, sondern nur noch "um besondere Vorsicht gebeten".

  • Die Grenzen sind von deutscher Seite aus offen. Einzelne Länder haben aber Beschränkungen oder Einreiseverbote verhängt. Mehr zur aktuellen Lage an Deutschlands Grenzen.

  • Bei der Rückkehr nach Deutschland aus dem Ausland gelten teilweise Test- und Quarantäneregelungen.

Wichtig für die Einreise nach Frankreich

Keine Reisewarnung

Momentan gilt für dieses Land keine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Ausnahmen finden Sie in der untenstehenden Tabelle. Einreisende Personen benötigen einen negativen PCR- oder Schnelltest. Des Weiteren wird ein Einreiseformular* benötigt.

ReisewarnungNein
Corona-RisikogebietNein
Hochinzidenz-GebietNein
Virusvarianten-GebietNein
AusnahmenWeiterhin als Risikogebiete gelten die Überseeterritorien Guadeloupe, St-Martin, Französisch-Guyana und La Reunion.
Registrierung für die EinreiseJa – Hier finden Sie das Einreiseformular*
Corona-Test bei EinreiseJa – Ein PCR- oder Antigen-Test ist Pflicht
Corona-Test für GeimpfteNein
Quarantäne-Pflicht nach EinreiseNein – Keine Quarantäne-Pflicht
Quarantäne-Pflicht nach RückkehrNein Für Rückkehrer aus den Überseegebieten Guadeloupe, St-Martin, Französisch-Guyana und La Reunion gibt es weiterhin eine Quarantänepflicht. Vor der Einreise nach Deutschland oder unmittelbar danach kann man sich jedoch freitesten.

Für die Einreise nach Frankreich ist ein negativer Corona-Test erforderlich. Anerkannt werden PCR- und Antigen-Schnelltests, die nicht älter als 72 Stunden sind.

Ausnahmen von der Corona-Testpflicht gelten im kleinen Grenzverkehr für Fahrten (maximal 24 Stunden) nach Frankreich im Umkreis von weniger als 30 Kilometer vom eigenen Wohnort. Kinder unter 11 Jahren sowie Berufskraftfahrer brauchen ebenfalls keinen Test.

Vollständig Geimpfte und Genesene dürfen mit einem entsprechenden Nachweis ebenfalls ohne negativen Covid-19-Test nach Frankreich einreisen.

Was Reisende zum Fliegen in Corona-Zeiten wissen müssen.

Ein- oder Ausreise: Genügt ein Corona-Selbsttest als Nachweis?

Die sogenannten Corona-Selbsttests für zu Hause, die in Discountern oder Drogeriemärkten erhältlich sind, werden bei Ein- oder Ausreisekontrollen nicht als Testnachweis akzeptiert. Hier ist ein ärztliches Zeugnis oder ein dokumentiertes negatives Testergebnis erforderlich.

Dieser Nachweis muss bei der Einreise nach Deutschland auf Papier oder digital in deutscher, englischer oder französischer Sprache vorgelegt werden. Bei der Einreise in andere Länder bitte unbedingt vorab informieren, in welchen Sprachen die Testergebnisse akzeptiert werden.

Einreise nachts nur mit triftigem Grund

Deutsche dürfen zwischen 6 und 23 Uhr ohne triftigen Grund nach Frankreich einreisen.

Wer nachts (zwischen 23 und 6 Uhr) einreisen will, muss noch bis 20. Juni einen triftigen Grund nachweisen. Dafür müssen Reisende ein entsprechendes Formular* ausfüllen und mitnehmen. Die Saarländische Landesregierung stellt dazu eine deutschsprachige Ausfüllhilfe* zur Verfügung. Den im Formular angegebenen Grund müssen Reisende bei Kontrollen gegebenenfalls mit zusätzlichen Dokumenten belegen können. Gründe sind z.B. unaufschiebbare familiäre Angelegenheiten, medizinische Notfälle oder berufliche Fahrten.

An den Grenzen ist generell mit Kontrollen, Wartezeiten und gegebenenfalls Zurückweisungen zu rechnen.

Eine Liste mit häufig gestellten Fragen zum Thema Reisen und Grenzverkehr findet man auf den Internetseiten der Saarländischen Landesregierung*

Rückkehr aus Frankreich nach Deutschland

  • Meldepflicht vor der Rückkehr: NEIN

  • Testpflicht für Flugreisende am Abflugort: JA

  • Testpflicht zur Rückkehr: NEIN

Deutsche, die aus Frankreich nach Deutschland zurückkehren wollen, können dies im Zeitraum zwischen 6 und 23 Uhr problemlos tun.

Wenn sie nachts zwischen 23 und 6 Uhr unterwegs sind, benötigen sie aber ebenfalls noch bis 20. Juni einen triftigen Grund, den sie über das entsprechende Formular* nachweisen müssen. Die "Heimreise an den Hauptwohnort" ist hier nicht ausdrücklich aufgeführt. Allerdings sind dort dringende familiäre Gründe ("deplacement pour motif familial impérieux") als triftiger Grund wählbar, unter die die Heimreise fallen könnte.

Dass bei einer Kontrolle der Hinweis auf die Heimreise überzeugt, kann jedoch nicht garantiert werden. Falls sich Reisende darauf berufen, sollten sie die Rückkehr-Absicht glaubhaft machen und gegebenenfalls zusätzliche Nachweise vorlegen können. Dabei kann auch die digitale Einreiseanmeldung für Deutschland*, die bei der Einreise aus Risikogebieten nach Deutschland erforderlich ist, hilfreich sein.

Transit durch Frankreich

Wie die Heimreise nach Deutschland ist auch der Transit durch Frankreich zwischen 6 und 23 Uhr ohne triftigen Grund möglich. Die Behörden weisen aber ausdrücklich darauf hin, dass auch Transitreisende für nächtliche Fahrten zwischen 23 und 6 Uhr noch bis 20. Juni einen triftigen Grund benötigen.

Bei der Einreise nach Frankreich (egal, ob aus Deutschland, Spanien oder einem anderen Land) benötigen alle Reisenden einen negativen Covid-19-Test (PCR oder Antigen-Schnelltest), der nicht älter als 72 Stunden ist, und müssen ein Gesundheitsformular* ausfüllen.

Weitere Informationen zur Maut, den Kraftstoffpreisen und den Verkehrsbestimmungen in Frankreich.

Reisen mit der Bahn: Weniger Verbindungen

Die Bahnverbindungen zwischen Deutschland und Frankreich und innerhalb des Landes sind wegen Corona weiterhin reduziert. Genauere Informationen findet man bei der französischen Bahngesellschaft SNCF*.

Für Reisende gilt prinzipiell: Ein Mund-Nasen-Schutz muss während der gesamten Fahrt und an den Bahnhöfen getragen werden. Es ist ratsam, Fahrkarten vorab zu buchen und diese als Onlineticket abzuspeichern, um den Kontakt zu anderen Reisenden noch geringer zu halten.

Fieberkontrollen und Maskenpflicht im Flugzeug

Allen Flugpassagieren wird bei Ausreise vor dem Boarding die Körpertemperatur gemessen, damit sich das Virus nicht auf engem Raum im Flugzeug ausbreiten kann. Außerdem gilt den ganzen Flug über eine Maskenpflicht. Dasselbe gilt für den Aufenthalt in den Flughäfen.

Weitere Infos zum Fliegen in Corona-Zeiten.

Die wichtigsten Corona-Regeln in Frankreich

  • Nachts zwischen 23 und 6 Uhr gilt eine generelle Ausgangssperre. Ausnahmen davon gibt es nur, wenn bestimmte triftige Gründe vorliegen. Zwischen 6 und 23 Uhr kann man sich frei bewegen. Laut Ankündigung von Premierminister Castex wird die Ausgangssperre am 20. Juni aufgehoben.

  • Alle Personen über elf Jahren müssen in öffentlichen Verkehrsmitteln (inklusive Taxis) und öffentlichen geschlossenen Räumen einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Dies gilt im Freien auch bei Menschenansammlungen oder auf Märkten.

  • In Restaurants und Cafés dürfen neben den Außen- auch die Innenbereiche wieder öffnen. Die Auslastung der Lokale ist aber auf 50 Prozent begrenzt und pro Tisch sind maximal sechs Personen erlaubt.

  • Kultureinrichtungen (Museen, Sehenswürdigkeiten, Theater, usw.) und Schwimmbäder sind prinzipiell wieder für Besucher zugänglich. Es sind allerdings strenge Hygieneauflagen zu beachten.

  • Auch Geschäfte, die keine lebensnotwendigen Produkte führen, dürfen wieder öffnen.

  • Hotels und Pensionen dürfen Urlauber aufnehmen.

  • Veranstaltungen (Festivals, Konzerte, Sportevents) mit maximal 5000 Personen sind wieder erlaubt. Besucher müssen allerdings einen Gesundheitsnachweis vorlegen.

Urlaub auf Korsika

Für die Einreise nach Korsika sind ein maximal 72 Stunden alter negativer Covid-19-Test (PCR oder Antigen-Schnelltest) sowie eine schriftliche Erklärung* erforderlich.

Bei den Fähren, etwa nach Korsika, gelten folgende Sicherheitsvorkehrungen: Reisende werden vorab vom Anbieter per E-Mail oder SMS informiert. Während der gesamten Überfahrt ist das Tragen einer Gesichtsmaske in den öffentlichen Bereichen verpflichtend. Die Anzahl der Sitzplätze ist verringert, damit der Mindestabstand eingehalten wird.

Französische Überseegebiete zum Teil noch Risikogebiete

Mehrere französische Überseegebiete werden vom Robert Koch-Institut noch als Risikogebiete eingestuft. Das Auswärtige Amt hat eine Reisewarnung ausgesprochen. Betroffen sind:

  • Französisch-Guyana

  • Guadeloupe

  • La Réunion

  • St-Martin

Nicht als Risikogebiete gelten:

  • Französisch-Polynesien (u.a. Tahiti und Bora-Bora)

  • Mayotte

  • Martinique

  • Neukaledonien

  • Saint-Barthélemy

  • St-Pierre-et-Miquelon

  • Wallis und Futuna

Die Einreisbestimmungen in die einzelnen Überseegebiete weichen vom französischen Mutterland ab und unterscheiden sich auch untereinander:

Für die Einreise auf die Karibikinseln Guadeloupe, Martinique und St-Martin ist kein triftiger Grund mehr erforderlich. Vollständig gegen Covid-19 Geimpfte müssen einen PCR-Test vorlegen, Ungeimpfte zusätzlich zum Test eine 7-tägige Quarantäne einhalten.

Nach Französisch-Polynesien und La Réunion dürfen generell nur vollständig geimpfte Urlauber einreisen. Auch sie benötigen einen negativen PCR-Test und müssen im Falle von La Réunion zusätzlich in eine 7-tägige Quarantäne.

Einen detaillierten Überblick über die Einreiseregeln zu allen Überseegebieten erhält man auf den Internetseiten des französischen Innenministeriums* (nur in französischer Sprache).

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