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Frankreich in Corona-Zeiten: Einreise nur mit negativem PCR-Test

Ein typischer Frankreichurlaub zum Eifelturm ist im Juli wieder möglich
Auch in Paris gilt wieder ein verschärfter Lockdown ∙ iStock.com/Eva Katalin

+++ Dieser Artikel wird regelmäßig aktualisiert +++

Frankreich ist eines der liebsten Urlaubsländer der Deutschen. Wer dorthin reisen möchte, muss jedoch strenge Vorgaben beachten. Urlaubsfahrten nach Frankreich sind derzeit nicht möglich.

  • Update: Verschärfter Lockdown in ganz Frankreich

  • Frankreich ist Hochinzidenz-Gebiet

  • Das Département Moselle ist zusätzlich Virusvarianten-Gebiet

  • PCR-Test bei der Einreise notwendig

  • Aktuelle Inzidenz: 358,6 Infizierte je 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen

Die aktuelle Lage in Frankreich

Frankreich ist von der Corona-Pandemie stärker betroffen als Deutschland. Der Inzidenz-Wert der letzten sieben Tage je 100.000 Einwohner liegt aktuell bei 358,6 (Stand: 9. April, Quelle: Johns Hopkins University) – das ist rund dreimal so hoch wie derzeit in Deutschland und auch deutlich über dem kritischen Wert von 50.

Das Robert-Koch-Institut hat ganz Frankreich als Corona-Risikogebiet (Hochinzidenz-Gebiet) eingestuft, es gilt eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Das Département Moselle an der Grenze zum Saarland und zu Rheinland-Pfalz gilt zusätzlich als Virusvarianten-Gebiet.

Frankreich: Das müssen Reisende wissen

Wichtig für die Einreise nach Frankreich

Nach Rückkehr aus Frankreich nach Deutschland

Transit durch Frankreich

Reisen mit der Bahn: Weniger Verbindungen

Fieberkontrollen und Maskenpflicht im Flugzeug

Die wichtigsten Corona-Regeln in Frankreich

Fähren nach Korsika

Französische Überseegebiete ebenfalls Risikogebiete

Urlaub im Ausland trotz Lockdown? Die wichtigsten Fakten

Um die Ausbreitung von Covid-19 einzudämmen, raten Bund und Länder eindringlich von nicht zwingend notwendigen Reisen bis auf Weiteres ab. Was gilt bei Reisen ins Ausland? Ist ein Urlaub außerhalb Deutschlands überhaupt möglich?

  • Für die meisten Länder gilt eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes.

  • Reisen ins Ausland sind nicht ausdrücklich verboten. Angesichts der in Europa und weiten Teilen der Welt massiven Corona-Infektionswelle sollte sich aber jeder überlegen, ob ein Auslandsurlaub derzeit wirklich zwingend notwendig ist.

  • Die Grenzen sind von deutscher Seite aus offen. Einzelne Länder haben aber von sich aus Beschränkungen oder Einreiseverbote verhängt: Jeder Reisende ist selbst dafür verantwortlich, sich darüber zu informieren. Wartezeiten durch Grenzkontrollen und Zurückweisungen sind möglich.
    Die aktuelle Lage an Deutschlands Grenzen

  • Bei der Rückkehr nach Deutschland aus dem Ausland gelten Test- und Quarantäneregelungen.

Wichtig für die Einreise nach Frankreich

  • Reisewarnung des Auswärtigen Amtes: JA

  • Corona-Risikogebiet: JA (Hochinzidenz-Gebiet)

  • Ausnahmen:
    Das Département Moselle gilt zusätzlich als Virusvarianten-Gebiet

  • Corona-Test bei Einreise: JA (PCR, nicht älter als 72 Stunden)

  • Einreise-Formular benötigt: JA (Gesundheitsformular, Download*)

  • Quarantäne nach der Einreise: NEIN

Ausnahmen von der Corona-Test-Pflicht gelten im kleinen Grenzverkehr für Fahrten nach Frankreich im Umkreis von weniger als 30 Kilometer vom eigenen Wohnort. Diese dürfen zudem nicht länger als 24 Stunden dauern. Außerdem von der Testpflicht ausgenommen sind Berufskraftfahrer und Kinder unter elf Jahren.

Sonderregelung für das Département Moselle: Wer aus privaten Gründen (Berufspendler sind vorerst ausgenommen) aus Deutschland ins Département Moselle einreist, muss auch dann einen negativen PCR-Test vorlegen, wenn das Fahrtziel weniger als 30 km vom eigenen Wohnort entfernt liegt und der Aufenthalt in Frankreich unter 24 Stunden dauert.

Ein- und Ausreise: Genügt ein Corona-Selbsttest als Nachweis?

Die sogenannten Corona-Selbsttests für zu Hause, die in Discountern oder Drogeriemärkten erhältlich sind, werden bei Ein- oder Ausreisekontrollen nicht als Testnachweis akzeptiert. Hier ist ein ärztliches Zeugnis oder ein dokumentiertes negatives Testergebnis erforderlich.

Dieser Nachweis muss bei der Einreise nach Deutschland auf Papier oder digital in deutscher, englischer oder französischer Sprache vorgelegt werden. Bei der Einreise in andere Länder bitte unbedingt vorab informieren, in welchen Sprachen die Testergebnisse akzeptiert werden.

Einreise nur mit triftigem Grund

Durch die Anfang April verschärften Lockdown-Bestimmungen benötigen Deutsche für die Einreise nach Frankreich auch tagsüber einen triftigen Grund. Bislang war dies nur während der Zeit der allgemeinen Ausgangsbeschränkungen zwischen 19 und 6 Uhr der Fall.

Regionsüberschreitende Fahrten innerhalb Frankreichs sind ebenfalls nur noch aus triftigen Gründen erlaubt.

Um bei Bedarf einen triftigen Grund nachweisen zu können, müssen Reisende ein entsprechendes Formular* ausfüllen und mit sich führen. Die Saarländische Landesregierung stellt dazu eine deutschsprachige Ausfüllhilfe* zur Verfügung. Den im Formular angegebenen Grund müssen Reisende bei Kontrollen gegebenenfalls mit zusätzlichen Dokumenten belegen können. Gründe sind z. B. unaufschiebbare familiäre Angelegenheiten, medizinische Notfälle oder berufliche Fahrten.

Touristische Aktivitäten sind hier nicht erfasst und daher ausgeschlossen. Hotels dürfen derzeit keine Urlauber aufnehmen. Wer in Frankreich übernachten will, sollte deshalb vorab mit der Unterkunft klären, ob dies möglich ist.

An den Grenzen ist generell mit verstärkten Kontrollen, Wartezeiten und gegebenenfalls Zurückweisungen zu rechnen.

Eine Liste mit häufig gestellten Fragen zum Thema Reisen und Grenzverkehr findet man auf den Internetseiten der Saarländischen Landesregierung*

Nach Rückkehr aus Frankreich nach Deutschland

  • Testpflicht nach der Rückreise: JA

  • Quarantäne in Deutschland: JA (außer NRW nach negativem Test)

  • Meldepflicht nach der Rückkehr: JA (Digitale Einreiseanmeldung*)

Deutsche, die aus Frankreich nach Deutschland zurückkehren wollen, sollten Folgendes beachten:

Die "Heimreise an den Hauptwohnort" ist in dem Formular* nicht ausdrücklich als triftiger Grund aufgeführt. Allerdings sind dort dringende familiäre Gründe ("deplacement pour motif familial impérieux") als triftiger Grund wählbar, unter die die Heimreise fallen könnte.

Laut Aussage der Französischen Botschaft in Berlin ist die Heimreise nach Deutschland "normalerweise" erlaubt. Dass bei einer Kontrolle der Hinweis auf die Heimreise überzeugt, kann jedoch nicht garantiert werden. Falls sich Reisende darauf berufen, sollten sie die Rückkehr-Absicht glaubhaft machen und gegebenenfalls zusätzliche Nachweise vorlegen können. Dabei kann auch die digitale Einreiseanmeldung für Deutschland*, die bei der Einreise aus Risikogebieten nach Deutschland erforderlich ist, hilfreich sein.

Wer aus Frankreich nach Deutschland einreist, muss aufgrund der Vorgaben der deutschen Behörden neben der digitalen Einreiseanmeldung einen Corona-Test (PCR oder Antigen-Schnelltest) vorweisen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf.

Zur besseren Abwicklung der Tests wurde bei Saarbrücken (Grenzübergang A6/Goldene Bremm) ein deutsch-französisches Testzentrum* eingerichtet. Dieses ist täglich zwischen 6 und 22 Uhr geöffnet. Termine können auch online vereinbart werden.

Wichtig für die Rückkehr aus dem Ausland nach Deutschland

In ganz Deutschland gilt eine Corona-Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten. Sie betrifft sowohl Flugreisende als auch Menschen, die mit Bahn, Bus oder Auto unterwegs waren.

Alle Flugreisenden müssen bereits beim Check-in am Abflugort ein negatives Testergebnis vorweisen – auch wenn sie aus Nicht-Risikogebieten nach Deutschland zurückkehren. Ohne negativen Test ist kein Mitflug möglich. Die Regelung gilt voraussichtlich bis 12. Mai.

Alle Details zu Quarantäne und Testpflicht sowie zum digitalen Einreiseformular finden Sie hier. Ebenso alles Wichtige zur Einreise aus Hochinzidenz- und Virusvarianten-Gebieten.

Transit durch Frankreich

Die aktuellen Ausgangsbeschränkungen in Frankreich gelten auch für deutsche Staatsbürger. Die Behörden weisen darauf hin, dass auch Transitreisende durch Frankreich für Ausnahmen von diesen Beschränkungen einen triftigen Grund benötigen.

Wer z.B. aus Deutschland durch Frankreich nach Spanien will, muss diesen triftigen Grund über ein Formular* nachweisen und gegebenenfalls durch zusätzliche Belege glaubhaft machen können. Touristische Gründe sind hier ausgeschlossen.

Wer nach Deutschland zurückkehren will, sollte Folgendes wissen: Die "Heimreise an den Hauptwohnort" ist in dem Formular nicht ausdrücklich als triftiger Grund angeführt. Allerdings sind dort dringende familiäre Gründe ("deplacement pour motif familial impérieux") als triftiger Grund wählbar, unter die die Heimreise fallen könnte.

Laut Aussage der Französischen Botschaft in Berlin ist die Heimreise nach Deutschland "normalerweise erlaubt". Dass bei einer Kontrolle der Hinweis auf die Heimreise überzeugt, kann jedoch nicht garantiert werden. Falls sich Reisende darauf berufen, sollten sie die Rückkehr-Absicht glaubhaft machen und gegebenenfalls zusätzliche Nachweise vorlegen können. Auch die digitale Einreiseanmeldung für Deutschland*, die bei der Einreise aus Risikogebieten nach Deutschland erforderlich ist, kann dabei hilfreich sein.

Konkrete Aussagen zu speziellen Fällen können nur die französischen Behörden machen.

Bei der Einreise nach Frankreich (egal, ob aus Deutschland, Spanien oder einem anderen Land) benötigen alle Reisenden zwingend einen negativen PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden ist, und muss ein Gesundheitsformular* ausfüllen.

Verstöße gegen die geltenden Vorschriften können empfindliche Geldstrafen nach sich ziehen.

Weitere Informationen zur Maut, den Kraftstoffpreisen und den Verkehrsbestimmungen in Frankreich.

Reisen mit der Bahn: Weniger Verbindungen

Die Bahnverbindungen von Deutschland nach Frankreich und umgekehrt sind wegen Corona deutlich reduziert. Innerhalb des Landes fahren nur noch 30 Prozent aller Schnellzüge, bei Fernzügen sind es sogar noch weniger, heißt es seitens der französischen Bahngesellschaft SNCF.

Für Reisende gilt prinzipiell: Ein Mund-Nasen-Schutz muss während der gesamten Fahrt und an den Bahnhöfen getragen werden. Es ist ratsam, Fahrkarten vorab zu buchen und diese als Onlineticket abzuspeichern, um den Kontakt zu anderen Reisenden noch geringer zu halten.

Fieberkontrollen und Maskenpflicht im Flugzeug

Für Flugreisen gilt prinzipiell auch im Teil-Lockdown folgendes Prozedere: Allen Flugpassagieren wird bei Ausreise vor dem Boarding die Körpertemperatur gemessen, damit sich das Virus nicht auf engem Raum im Flugzeug ausbreiten kann. Außerdem gilt den ganzen Flug über eine Maskenpflicht. Dasselbe gilt für den Aufenthalt in den Flughäfen.

Weitere Infos zum Fliegen in Corona-Zeiten.

Die wichtigsten Corona-Regeln in Frankreich

  • Nachts zwischen 19 und 6 Uhr gilt eine generelle Ausgangssperre. Ausnahmen davon gibt es nur, wenn bestimmte triftige Gründe vorliegen. Tagsüber zwischen 6 und 19 Uhr benötigt man einen triftigen Grund, wenn man sich mehr als zehn Kilometer von seiner Wohnung entfernt.

  • Fahrten zwischen den Regionen sind ohne triftigen Grund verboten. Dadurch sind auch touristische Reisen innerhalb Frankreichs nicht mehr erlaubt.

  • Alle Geschäfte, die keine lebensnotwendigen Produkte führen, dürfen keine Kunden empfangen.

  • Bars, Cafés und Restaurants sowie Freizeiteinrichtungen und Sehenswürdigkeiten sind ebenfalls geschlossen.

  • Alle Personen über elf Jahren müssen in öffentlichen Verkehrsmitteln (inklusive Taxis) und öffentlichen geschlossenen Räumen einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Fähren nach Korsika

Für die Einreise nach Korsika ist ein negativer Covid-19-Test (PCR- oder Antigentest) sowie eine schriftliche Erklärung* erforderlich.

Die Reisebeschränkungen dürften sich nach Einschätzung von Touristikern auch auf die Anzahl der Fähren von und nach Frankreich oder Korsika auswirken. Details erfahren Kunden bei ihrer Reederei.

Bei den Fähren, etwa nach Korsika, gelten prinzipiell folgende Sicherheitsvorkehrungen: Reisende werden vorab vom Anbieter per E-Mail oder SMS informiert. Während der gesamten Überfahrt ist das Tragen einer Gesichtsmaske in den öffentlichen Bereichen verpflichtend. Die Anzahl der Sitzplätze ist verringert, damit der Mindestabstand eingehalten wird.

Französische Überseegebiete ebenfalls Risikogebiete

Sämtliche französischen Überseegebiete werden vom Robert-Koch-Institut als Risikogebiete eingestuft. Das Auswärtige Amt hat eine Reisewarnung ausgesprochen. Betroffen sind Französisch-Guyana, St-Martin, La Réunion, Mayotte, Saint-Barthélemy, Guadeloupe, Französisch-Polynesien, zu dem auch Tahiti und Bora Bora gehören, sowie Martinique, Neukaledonien und St-Pierre-et-Miquelon.

Für Reisen in die Überseegebiete benötigt man in der Regel einen triftigen Grund und muss zusätzliche Abforderungen erfüllen, die je nach Territorium abweichen können. Einzelheiten findet man beim Auswärtigen Amt*.

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