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Frankreich-Urlaub 2020: Was Reisende wissen müssen

Ein typischer Frankreichurlaub zum Eifelturm ist im Juli wieder möglich
Der Eiffelturm in Paris ist eines der Wahrzeichen Frankreichs – und auch wieder für Touristen zu besichtigen ∙ © iStock.com/Eva Katalin

Die Reisewarnung des Auswärtigen Amts für Frankreich ist aufgehoben. Was Reisende nun wissen müssen, bevor sie sich auf den Weg an die Côte d’Azur, in die Bretagne, nach Paris oder in die Provence machen.

  • Maskenpflicht in öffentlichen geschlossenen Räumen und Verkehrsmitteln

  • An einigen Hotspots Mund-Nasen-Schutz-Pflicht auch im Freien

  • Fieberkontrollen im Flugzeug und auf der Korsika-Fähre

Frankreich war von der Corona-Pandemie deutlich stärker betroffen als etwa Deutschland. Bisher wurden hier die unterschiedlich betroffenen Regionen in rote, grüne und orangefarbene Zonen eingeteilt, je nach Fallzahlen des Virus. Jedoch wurde vor Kurzem das gesamte Land wieder als "grüne Zone" anerkannt. Die derzeit noch am stärksten vom Virus betroffenen Gebiete sind die Überseegebiete Mayotte und Französisch-Guayana.

Frankreich kontrolliert seine EU-Binnengrenzen bis Ende Oktober zumindest stichprobenartig weiter. Seit dem 15. Juni dürfen vor allem Touristen aus den EU-Staaten aber wieder uneingeschränkt in das Land der Vielfalt einreisen.

Reisen mit dem Auto

Die Anreise mit dem Auto stellt auch in der derzeitigen Lage keine Probleme dar. Autourlauber sollten jedoch eventuell etwas mehr Zeit ein, da es an den Grenzen weiterhin zu stichprobenartigen Kontrollen kommen kann.

Weitere Informationen zur Maut, den Kraftstoffpreisen und den Verkehrsbestimmungen in Frankreich.

Fahrverbot für Kinderbusse an staureichen Samstagen

In Frankreich gilt an den beiden Tagen mit dem stärksten Ferienreiseverkehr ein Fahrverbot. Am Samstag, 1. August, und Samstag, 8. August, dürfen zwischen 0 und 24 Uhr auf allen französischen Straßen keine Busse mit Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren Departement überschreitend unterwegs sein.

Das Fahrverbot, das auch für ausländische Busse gilt, wurde erstmals 1983 erlassen. Ein Jahr zuvor war in der Nähe von Dijon im Urlaubsverkehr ein mit Kindern voll besetzter Bus verunglückt, wobei 55 von ihnen ums Leben kamen.

Familien, die mit ihren Sprösslingen im Kleinbus auf dem Weg in die Ferien sind, sind von der Regelung aber nicht betroffen.

Reisen mit der Bahn

Auch die Anreise mit der Bahn ist wieder möglich. Ein Mund-Nasen-Schutz, muss während der gesamten Fahrt getragen werden. Es ist ratsam, Fahrkarten vorab zu buchen und diese als Onlineticket abzuspeichern, um den Kontakt zu anderen Reisenden noch geringer zu halten. Die französische Verkehrslinie Thalys bietet vier Züge pro Tag zwischen Deutschland und Paris an.

Fieberkontrollen und Maskenpflicht im Flugzeug

Allen Flugpassagieren wird bei Ausreise vor dem Boarding die Körpertemperatur gemessen, damit sich das Virus nicht auf engem Raum im Flugzeug ausbreiten kann. Außerdem gilt den ganzen Flug über eine Maskenpflicht. Für Einreisende aus Risikogebieten gibt es Corona-Tests an den Airports: Nur wer einen aktuellen, negativen Corona-Test vorweisen kann, ist davon ausgenommen. Reisende aus Deutschland sind von den verpflichtenden Tests nicht betroffen.

Weitere Infos zu Fliegen in Corona-Zeiten.

Abstandsregeln und Maskenpflicht im ganzen Land

Selbstverständlich gilt in Frankreich die Abstandsregel auch für Touristen: mindestens ein Meter zu Personen, die nicht aus dem eigenen Haushalt stammen. Alle Personen über elf Jahren müssen in öffentlichen Verkehrsmitteln und öffentlichen geschlossenen Räumen einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

In mehreren Touristenorten in der Bretagne (u.a. La Rochelle), im Département Mayenne und in Teilen der Innenstadt der Küstenmetropole Nizza ist die Corona-Schutzmaske auch auf der Straße Pflicht. Um den steigenden Covid-19-Fallzahlen entgegen zu wirken, müssen in allen Vierteln von Toulouse Gesichtsmasken getragen werden, sofern der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Ähnliches ist für Paris geplant.

Wichtige Sehenswürdigkeiten haben wieder geöffnet, wie der Eiffelturm oder die Marienwallfahrtsstätte in Lourdes – alles mit Abstands- und Hygienevorschriften.

In Restaurants gilt ein Sicherheitsabstand von mindestens einem Meter zwischen den Tischen. Pro Tisch sind maximal 10 Personen erlaubt.

Zudem ist auch am Strand der Mindestabstand einzuhalten und beim Nutzen von Sportanlagen ist mit Einschränkungen zu rechnen.

Wer im Laufe seines Frankreich-Aufenthalts Covid-19-Symptome bemerkt, sollte vorerst in der eignen Unterkunft bleiben. Bei Notfällen kontaktieren Sie die Notrufnummer 15 des Rettungsdienstes (SAMU). Sollten Sie einen Arzt aufsuchen müssen, vereinbaren Sie vorher telefonisch einen Termin.

Urlaub im Hotel oder auf dem Campingplatz

Fast alle Hotels und Pensionen empfangen wieder Gäste. In Hotels und Appartements sind Abstands- und weitere Sicherheitsregeln verordnet. Diese erfährt man von der Unterkunft. Auch hier muss der Mindestabstand eingehalten sowie der Kontakt zu Mitmenschen so gering wie möglich gehalten werden.

Für Urlauber auf dem Campingplatz sind die Vorsorgemaßnahmen nochmals verstärkt worden. Die Hygiene- und Zugangsregeln zu den Sanitärgebäuden sind angepasst und auch die Öffnungszeiten der gemeinschaftlich genutzten Räume wurden entsprechend verändert. In vielen Campingplätzen wird einiges mehr an Chlor in den Pool gegeben und auch die Liegen stehen mindestens einen Meter auseinander. Mehrere Campingplätze können nur nach vorheriger Reservierung besucht werden. Informieren Sie sich dazu auf der Webseite des jeweiligen Anbieters.

Die Sport-, Animations- und Kinderprogramme sind den Vorschriften angepasst und lassen zum Beispiel nur kleinere Gruppen oder diese nur im Freien zu.

Korsika-Fähre: Maskenpflicht an Bord

Auch auf den Fähren, etwa nach Korsika, sind weitere Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden. Über diese werden Sie vorab vom Anbieter per E-Mail oder SMS informiert. Während der gesamten Überfahrt ist das Tragen einer Gesichtsmaske in den öffentlichen Bereichen verpflichtend. Das Boarding erfolgt nacheinander, sowohl mit dem Auto als auch zu Fuß. So wird die Anzahl der Personen an Bord unter Kontrolle gehalten. Die Sitzplätze sind verringert damit der Mindestabstand eingehalten wird.

Bei einer Überfahrt nach Korsika wird in jedem Hafen den Passagieren zusätzlich die Temperatur gemessen.

Was Sie zu Fähren in Corona-Zeiten wissen müssen, erfahren Sie hier.

Französische Überseegebiete Mayotte und Guyana

Die Überseegebiete Mayotte und Guyana sind als einzige noch als "orangefarbene Zonen" eingestuft. Dort gelten verschärfte Vorsichtsmaßnahmen.

Alle Flugreisen ohne triftigen Grund in die Überseegebiete Französisch-Guyana, Mayotte, Französisch-Polynesien, Neu-Kaledonien sowie Wallis und Futuna sind untersagt. Die französischen Antillen (Guadeloupe, Martinique, St. Martin, St. Barthélémy) und La Réunion sind davon nicht mehr betroffen, allerdings gilt dort weiterhin eine Quarantänepflicht.

Strandvergnügen und Sightseeing – was in den Urlaubsländern möglich ist

Auch wenn immer mehr Länder ihre Grenzen für deutsche Touristen öffnen, wird der Sommerurlaub 2020 wegen des Coronavirus unter besonderen Umständen stattfinden.

Die aktuelle Lage der beliebtesten Reiseziele: