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Nachbarschaftshilfe in Corona-Zeiten: Deutschland solidarisiert sich

Mann hält Kiste mit Obst in der Hand
Einkaufshilfe: Durch die Corona-Krise sind viele Menschen auf Unterstützung angewiesen ∙ © iStock.com/ronstik

Einkaufen, Kinder betreuen, Gassi gehen, Botendienste erledigen: Während der Alltag in Deutschland durch die Corona-Pandemie zunehmend eingeschränkt wird, wächst landesweit die Solidarität unter den Menschen. Wo auch Sie Hilfe suchen oder anbieten können, erfahren Sie hier.

Die Corona-Krise stellt jeden Einzelnen vor große Herausforderungen. Besonders ältere Menschen, Personen mit Vorerkrankungen sowie Mütter und Väter, die parallel arbeiten und ihre Kinder betreuen müssen, sind jetzt auf Hilfe angewiesen. Die wichtigsten Tipps für Hilfesuchende und freiwillige Helfer.

  • Die Plattform WirgegenCorona* vermittelt freiwillige Helfer an Menschen, die Unterstützung brauchen – etwa was Besorgungen im Supermarkt oder in der Apotheke betrifft. Sie funktioniert online und offline: Neben der Website gibt es eine kostenlose Telefon-Hotline (0800 08 200 20), unter der sich Betroffene melden können.

  • Auch auf dem Internet-Portal nebenan.de* können Sie Hilfe anbieten und
    finden. Das Netzwerk funktioniert wie ein Schwarzes Brett, auf dem sich Nachbarn austauschen können, die in einem Umkreis von etwa zehn Gehminuten leben. Eine Registrierung ist erforderlich.

  • Ähnlich funktioniert die Initiative Quarantäne Helden*. Auf der Website kann man sich Angebote und Gesuche nach Postleitzahl sortiert anzeigen lassen. Wer auf eine Anfrage stößt, die er erfüllen kann und will, antwortet – die Nachricht wird dann an den Hilfesuchenden weitergeleitet.

  • Machen Sie Aushänge mit Hilfsangeboten in Ihrem Wohnhaus. Wenn Sie selbst Unterstützung benötigen, machen Sie ebenfalls einen Aushang oder sprechen Sie Ihre Nachbarn an. Im Internet stehen bereits zahlreiche Vordrucke zum Download bereit, mit denen Sie unkompliziert Hilfe anbieten oder suchen können. Focus Online etwa hat mit der Aktion Corona Care: Deutschland hilft sich* zur Nachbarschaftshilfe aufgerufen und versammelt auf der Website mehrere Formulare*.

  • In Facebook-Gruppen wie #CoronaCare: Deutschland hilft sich – wir machen mit* sowie in lokalen Facebook- und Messenger-Gruppen können Sie sich austauschen und solidarisieren.

  • Nutzen Sie die Hashtags #NachbarschaftsChallenge und #Nachbarschaftshilfe auf Twitter und Instagram, um Angebote zu machen oder zu suchen.

  • Solidarität heißt in Corona-Zeiten auch soziale Distanzierung: Wahren Sie – in Ihrem Wohnhaus ebenso wie im Supermarkt – einen Mindestabstand von eineinhalb Metern und stellen Sie Einkäufe am besten vor der Tür Ihres Nachbarn ab. Verzichten Sie unbedingt auf Händeschütteln und Umarmungen.

  • Wer selbst Symptome wie Husten, Schnupfen oder Fieber hat, sollte sich nicht in der Nachbarschaftshilfe engagieren. Das gilt auch für Menschen, die mit Erkrankten zusammenleben oder in den letzten 14 Tagen in einer vom Robert-Koch-Institut* als Risikogebiet ausgewiesenen Gegend waren.

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