ADAC Stauprognose für das Wochenende 30. April bis 3. Mai

• Lesezeit: 5 Min.

Von Sabrina Doschek, Katharina Dümmer

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Stau auf der Autobahn mit Baustelle
Staualarm! Aufgrund des verlängerten Wochenendes werden die Straßen voll© PantherMedia/Achim Prill

Auszeit am Meer oder in den Bergen: Aufgrund des Feiertags am 1. Mai ist bereits am Donnerstag, 30. April, mit sehr starkem Verkehrsaufkommen zu rechnen. Zudem sorgen die vielen Baustellen für Stau. Alle Infos.

  • Der 30. April zählt regelmäßig zu den staureichsten Tagen des Jahres

  • Rund 800 Baustellen auf Autobahnen

  • Auf den Auslandsstrecken vermehrt Baustellen und Ferienverkehr

Staugefahr: Hohes Verkehrsaufkommen um den Feiertag

Der Feiertag am 1. Mai (Tag der Arbeit) sorgt bereits am Donnerstag, 30. April, für deutlich mehr Verkehr auf Deutschlands Straßen. Viele Autofahrende nutzen das verlängerte Wochenende für Kurzurlaube und Ausflüge, entsprechend ist mit starkem Verkehrsaufkommen und zahlreichen Staus zu rechnen. In den vergangenen Jahren zählte der 30. April regelmäßig zu den staureichsten Tagen des Jahres.

Besonders hoch ist die Staugefahr am Donnerstagnachmittag und -abend sowie am Freitagvormittag auf den Routen in Richtung Süden, in die Alpen, zu den Küsten und in andere Ausflugsregionen. Am Sonntagnachmittag ist zudem mit leicht erhöhtem Rückreiseverkehr durch Tagesausflügler zu rechnen.

Sollten die Preise für Benzin und Diesel auf hohem Niveau bleiben, könnte dies das Staugeschehen allerdings dämpfen: Bereits am Osterwochenende waren geringere Stauzahlen zu beobachten, was auf einen Verzicht auf einzelne Autofahrten hindeutet.

Der Jahreszeit entsprechend führen derzeit Frühlingsfeste zu zusätzlichem Verkehrsaufkommen.

Die Stausituation im Mai

Das sind die besonders belasteten Staustrecken

  • A1 Fehmarn – Lübeck – Hamburg – Bremen – Osnabrück; Euskirchen – Köln

  • A2 Oberhausen – Dortmund – Hannover – Braunschweig – Magdeburg

  • A3 Arnheim – Oberhausen – Köln – Frankfurt; Linz – Passau

  • A4 Heerlen/Aachen – Köln – Olpe; Chemnitz – Dresden – Görlitz

  • A5 Karlsruhe – Basel; Kassel – Frankfurt

  • A6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg

  • A7 Flensburg – Hamburg – Hannover – Kassel; Ulm – Füssen/Reutte

  • A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg

  • A9 Berlin – Halle/Leipzig

  • A12 Berliner Ring – Frankfurt (Oder)

  • A13 Berliner Ring – Dresden

  • A27 Bremen – Bremerhaven

  • A42 Dortmund – Kamp-Lintfort

  • A44 Dortmund – Kassel

  • A45 Dortmund – Hagen – Gießen

  • A46 Düsseldorf – Wuppertal

  • A52 Düsseldorf – Essen

  • A57 Krefeld – Köln

  • A61 Mönchengladbach – Koblenz

  • A81 Singen – Stuttgart

  • A96 München – Lindau

  • A99 Autobahnring München

Vollsperrungen auf Autobahnen

Derzeit gibt es rund 800 Baustellen auf Deutschlands Autobahnen. Folgende Wochenend-Vollsperrungen sind angekündigt:

  • A23 Hamburg Richtung Heide zwischen Hohenfelde und Itzehoe‑Süd von Mittwoch, 29. April, 19 Uhr, bis Freitag, 1. Mai, 5 Uhr, jeweils von 19 bis 5 Uhr

  • A24 Hamburg Richtung Schwerin zwischen Witzhave und Schwarzenbek/Grande von Mittwoch, 29. April, bis Freitag, 1. Mai, jeweils von 20 bis 5 Uhr

  • A43 Wuppertal – Recklinghausen in beiden Richtungen zwischen Bochum‑Riemke und Kreuz Recklinghausen von Donnerstag, 30. April, 21 Uhr, bis Sonntag, 3. Mai, 5 Uhr

Wichtige Info für Autoreisende: Entlang einiger Autobahnen gibt es Durchfahrtsverbote. Und die Blockabfertigungen auf der A12/A93, die häufig für Staus zwischen Kufstein und Kiefersfelden sorgen, finden häufig montags, sehr selten freitags statt.

Die langfristigen Sperren

Umleitungen sind ausgeschildert. Kurzfristige Änderungen etwa wegen widriger Witterung und weitere Sperrtermine sind möglich. Berücksichtigt werden bei der Auflistung der langfristigen Sperren nur die überregional bedeutsamen Autobahnen. Auch auf Zubringerautobahnen oder untergeordneten Regionalautobahnen können Dauerbaustellen eingerichtet sein.

Alle Sperrungen, Baustellen und aktuelle Verkehrsinformationen finden Sie hier. Darüber hinaus bietet der ADAC NRW Infos zu speziellen Sperren in Nordrhein-Westfalen.

Staustrecken Ausland: Wo es stocken kann

Auf den Fernstraßen Österreichs, der Schweiz und Italiens kann es am Wochenende zu Stau kommen. Etwas mehr Reiseverkehr ist in den Niederlanden zu erwarten, da die Ferien enden. In einigen Regionen Frankreichs sowie in der Schweiz enden ebenfalls die Mai-Ferien. Verzögerungen wegen vermehrter Baustellentätigkeit sind einzuplanen. Betroffen sind unter anderem folgende Strecken:

Österreich

Schweiz

  • A1 Bern – Zürich – St. Margrethen

  • A2 Luzern – Basel; Gotthard – Chiasso

  • A3 Basel – Zürich – Chur

Italien

  • A22 Brennerroute

  • Einzelne Straßen im Puster-, Grödner- und Gadertal sowie im Vinschgau

Grenzkontrollen: Wartezeiten möglich

Im Frühjahr 2025 hatten die deutschen Behörden die Einreisekontrollen an allen deutschen Grenzen verschärft. Der Pendel- und Reiseverkehr soll dabei möglichst wenig beeinträchtigt werden. Die Kontrollen sind stichprobenartig, nicht alle Fahrzeuge werden angehalten.

Vor allem an den drei Autobahnübergängen Suben (A3 Linz – Passau), Walserberg (A8 Salzburg – München) und Kiefersfelden (A93 Kufstein – Rosenheim) sind Wartezeiten sehr wahrscheinlich.

Auch bei der Ausreise aus Deutschland finden zum Teil Kontrollen unterschiedlicher Intensität statt. Betroffen sind vor allem Dänemark, die Niederlande, Frankreich und Polen. Mit Staus zu rechnen ist etwa an den Grenzübergängen A4 Ludwigsdorf (Görlitz), A11 Pomellen (Stettin), A12 Frankfurt (Oder) und A15 Forst.

Verschärfte Kontrollen an Deutschlands Grenzen: Was man wissen muss

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Im Stau: Rettungsgasse bilden!

Was viele nicht wissen: Die Rettungsgasse muss bereits dann gebildet werden, wenn der Verkehr stockt, und nicht erst, wenn die Rettungskräfte mit Blaulicht und Martinshorn von hinten kommen.

Und so funktioniert die Rettungsgasse: Wer den linken Fahrstreifen befährt, weicht nach links aus, Autofahrende auf allen anderen Fahrstreifen fahren nach rechts. Ist es in engen Baustellenbereichen aufgrund deutlich schmalerer Fahrspuren nicht möglich, die Rettungsgasse korrekt zu bilden, wird empfohlen, mit genügend Abstand versetzt zu fahren. So können Autofahrende im Ernstfall in die rechte Spur einfädeln und damit den linken Fahrstreifen für Rettungskräfte frei machen.

Bußgelder für Autofahrende, die sich nicht an die Vorschriften halten, betragen bis zu 320 Euro.

Rettungsgasse im Ausland: So geht's!