Mit dem Auto nach Griechenland, Albanien, in die Türkei und den Kosovo

Grenzübergang Promahonas zwischen Griechenland und Bulgarien
Staus am bulgarisch-griechischen Grenzübergang Kulata-Promachonas sind vor allem im Sommer programmiert© dpa/AP Pho

Viele Reisende fahren mit dem eigenen Fahrzeug nach Griechenland, Albanien, in den Kosovo oder in die Türkei. Was muss man in Corona-Zeiten beachten? Welche Routen sind die besten? Ein Überblick.

  • Update: Keine Einreisebeschränkungen mehr nach Albanien

  • Erleichterte Einreise nach Griechenland und in den Kosovo

  • Unterschiedliche Regeln an den Grenzen und bei Transitfahrten

Fahrten mit dem eigenen Auto nach Griechenland, Albanien, in den Kosovo oder in die Türkei sind auch in Corona-Zeiten möglich. Alle Grenzen sind für Transitfahrten offen, die Reise ist jedoch mit gewissen Aufwänden verbunden.

Transit nach Griechenland

Transit nach Albanien und in den Kosovo

Transit in die Türkei

Durchreise: Die Situation in den einzelnen Ländern

Die wichtigsten Auto-Routen

Regeln für Reiserückkehrende

Noch bis 31. Mai müssen alle Reiserückkehrenden einen der folgenden Nachweise bereits bei der Einreise nach Deutschland vorlegen können: einen aktuellen Corona-Test, Nachweis einer vollständigen Impfung oder einen Genesenen-Nachweis. Von der Testpflicht ausgenommen sind Kinder unter 12 Jahren.

Hier finden Sie die ausführlichen Regeln für die Einreise nach Deutschland

Infos zu Corona-Testmöglichkeiten im europäischen Ausland

Transit nach Griechenland mit dem Auto

Der Transit durch Tschechien, Österreich, Slowenien, Kroatien, die Slowakei, Ungarn, Serbien, Rumänien und Bulgarien nach Griechenland ist für deutsche Staatsbürger und Personen mit einem festen Aufenthaltstitel für Deutschland möglich. Dabei müssen sie aber weiterhin einige Regeln beachten:

Durchreise: Situation in den einzelnen Ländern

Bei der Einreise nach Griechenland sind keine coronabedingten Einschränkungen mehr zu beachten.

Für den privaten Verkehr stehen wieder alle offiziellen Grenzübergänge zur Verfügung. Die bisher geltenden Beschränkungen wurden aufgehoben.

Rückreise aus Griechenland mit dem Auto

Bei der Rückreise aus Griechenland kann man ebenfalls wieder jeden beliebigen Grenzübergang wählen.

Transit mit dem Auto nach Albanien und in den Kosovo

Die Autocesta von Zadar nach Zagreb
Auf dem Weg nach Albanien: Die kroatische Autobahn A2 im Hinterland von Zadar © dpa/Reinhard Kungel

Eine Fahrt von Deutschland nach Albanien oder in den Kosovo ist für Deutsche oder Personen mit einem Aufenthaltstitel für Deutschland unter Beachtung der Durchreisebestimmungen in den Transitländern (siehe unten) erlaubt.

Die Corona-bedingten Einreisebestimmungen nach Albanien wurden aufgehoben.

Wer in den Kosovo fährt, muss an den Grenzen einen der folgenden Nachweise vorlegen:
- vollständiger Impf-Nachweis (2-fach bzw. 1-fach mit Johnson & Johnson)
- Genesenenzertifikat (nicht älter als 90 Tage)
- negativer PCR-Test (nicht älter als 48 Stunden)
Kinder unter 12 Jahren sind von der Nachweispflicht ausgenommen.

Transit in die Türkei mit dem Auto und zurück

Eine Fahrt mit dem Auto von Deutschland in die Türkei ist derzeit über Bulgarien (nur die Grenzübergänge Kapitan Andreevo, Malko Tarnovo und Lesovo) und über die beiden griechischen Grenzübergänge Kipoi und Kastanies möglich.

Bei der Einreise in die Türkei benötigen Ungeimpfte und Nicht-Genesene einen negativen PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Alternativ kann auch ein höchstens 48 Stunden alter Antigen-Schnelltest gezeigt werden.

Bei der Rückfahrt ist ein Transit durch Bulgarien (ebenfalls nur die Grenzübergänge Kapitan Andreevo, Malko Tarnovo und Lesovo) ohne größeren Einschränkungen erlaubt.

Durchreise: Situation in den einzelnen Ländern

  • Albanien
    Keine Einschränkungen für die Ein- und Durchreise

  • Bosnien und Herzegowina
    Für Transitreisende ist keine Vorlage eines negativen PCR Tests erforderlich. Unter Umständen ist dies nicht an allen Grenzübergängen bekannt. Das Auswärtige Amt empfiehlt daher einen Ausdruck der FAQ der Grenzpolizei* mitzuführen

  • Bulgarien
    Die Ein- und Durchreise durch Bulgarien ist prinzipiell ohne Einschränkungen erlaubt. Es sind jedoch nur bestimmte Grenzübergänge für Touristen geöffnet (siehe oben)

  • Kroatien
    Keine Einschränkungen für die Ein- und Durchreise

  • Montenegro
    Keine Einschränkungen für die Ein- und Durchreise

  • Nordmazedonien
    Keine Einschränkungen für die Ein- und Durchreise

  • Österreich
    Keine Einschränkungen für die Ein- und Durchreise

  • Rumänien
    Keine Einschränkungen für die Ein- und Durchreise

  • Serbien
    Keine Einschränkungen für die Ein- und Durchreise

  • Slowakei
    Keine Einschränkungen für die Ein- und Durchreise

  • Slowenien
    Keine Einschränkungen für die Ein- und Durchreise

  • Tschechien
    Keine Einschränkungen für die Ein- und Durchreise

  • Ungarn
    Keine Einschränkungen für die Ein- und Durchreise

Der ADAC kann bei den aktuellen Bestimmungen keine Gewähr übernehmen. Verbindliche Aussagen können nur die Behörden der einzelnen Länder treffen. Reisende sollten zudem bedenken, dass sich die Situation jederzeit ändern kann. Weiterführende Länderhinweise finden sich beim Auswärtigen Amt*.

Reisewarnungen und Einreisebestimmungen weltweit

Die wichtigsten Auto-Routen

Unabhängig von der aktuellen Corona-Situation mit ihren Reisebeschränkungen gilt: Um mit dem Auto nach Griechenland oder in die Türkei zu kommen, sind je nach Start- und Zielpunkt grundsätzlich vier verschiedene Routen sinnvoll.

Die beliebtesten Reiserouten nach Griechenland und in die Türkei

Welche Routen sind die besten?

  • A: Nördliche Route über Budapest und Belgrad
    Von Nord- und Ostdeutschland kommend bietet es sich an, durch Tschechien und die Slowakei nach Budapest zu fahren. Von West- oder Süddeutschland aus verläuft die erste Etappe über Passau beziehungsweise Salzburg und Wien zur ungarischen Hauptstadt. Von dort aus führt die Route A über Belgrad und Sofia in die Türkei.

  • B: Südliche Route über Zagreb und Belgrad
    Bei dieser Variante fährt man zunächst über die österreichische Tauernautobahn und Ljubljana oder alternativ über die Pyhrnautobahn und Maribor nach Zagreb und von dort weiter nach Belgrad. Bei der serbischen Hauptstadt vereinigt sich der Weg dann mit Route A.

  • C: Ostroute ab Budapest über Rumänien und Bulgarien
    Wer Serbien umfahren will, kann über Rumänien ausweichen. Der Weg führt von Budapest über Szeged nach Arad und von dort entweder über die Donaubrücke Calafat-Vidin nach Sofia oder über Sibiu und die Donaubrücke bei Ruse nach Varna. Die rumänische Hauptstadt Bukarest sollte man bei dieser Variante großräumig umfahren (Staugefahr!).

  • D: Auf dem Landweg oder mit der Fähre nach Griechenland
    Die Landroute zweigt bei der serbischen Stadt Nis oder bei Sofia von den Routen A und B ab und führt über Nordmazedonien oder Südwestbulgarien in den Großraum Thessaloniki. Die Alternative: Mit einer Adriafähre nach Igoumenitsa und von dort weiter auf der Egnatia Odos (A2) in Richtung Thessaloniki oder Istanbul.

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