Mit dem Auto nach Griechenland, Albanien, in die Türkei und den Kosovo

Grenzübergang Promahonas zwischen Griechenland und Bulgarien
Staus am bulgarisch-griechischen Grenzübergang Kulata-Promachonas sind vor allem im Sommer programmiert ∙ © dpa/AP Pho

Viele Reisende fahren mit dem eigenen Fahrzeug nach Griechenland, Albanien, in den Kosovo oder in die Türkei. Was muss man in Corona-Zeiten beachten? Welche Routen sind die besten? Ein Überblick.

  • Unterschiedliche Regeln an den Grenzen und bei Transitfahrten

  • Corona-Test bei Einreise nach Griechenland, in die Türkei und den Kosovo erforderlich

Fahrten mit dem eigenen Auto nach Griechenland, Albanien, in den Kosovo oder in die Türkei sind auch in Corona-Zeiten möglich. Alle Grenzen sind für Transitfahrten offen, die Reise ist jedoch mit größeren Aufwänden verbunden.

Transit nach Griechenland

Transit nach Albanien und in den Kosovo

Transit in die Türkei

Durchreise: Die Situation in den einzelnen Ländern

Die wichtigsten Auto-Routen

Regeln für die Rückkehr nach Deutschland

Alle Reiserückkehrenden müssen einen der folgenden Nachweise bereits bei der Einreise nach Deutschland vorlegen können: einen aktuellen Corona-Test, den Nachweis einer vollständigen Impfung oder einen Genesenen-Nachweis. Von der Testpflicht ausgenommen sind Kinder unter zwölf Jahren. 

Hier finden Sie die Regeln für die Einreise nach Deutschland.

Transit nach Griechenland mit dem Auto

Der Transit durch Tschechien, Österreich, Slowenien, Kroatien, die Slowakei, Ungarn, Serbien, Rumänien und Bulgarien nach Griechenland ist für deutsche Staatsbürger und Personen mit einem festen Aufenthaltstitel für Deutschland möglich. Dabei müssen sie aber weiterhin einige Regeln beachten.

Einreise-Formular für Griechenland

Alle Reisenden (Land-, See- oder Luftweg) müssen ein Online-Formular* (auch auf Deutsch verfügbar) ausfüllen. Ab sofort kann man das dies auch noch am Anreisetag tun. Der bisherige Vorlauf von mindestens 24 Stunden entfällt.

Im Formular werden unter anderem Name, Wohnort und gegebenenfalls Flugnummer abgefragt. Ferner muss man Angaben zu Besuchen in anderen Ländern machen, Namen, Adressen und Telefonnummern von Kontaktpersonen angeben und die Anschrift nennen, unter der man in Griechenland während des Urlaubs erreichbar ist. Camper müssen zumindest eine vorläufige Aufenthalts-Adresse (Campingplatz) nennen.

Ist das Formular korrekt ausgefüllt, erhält man einen QR-Code (per E-Mail oder auf sein Handy), der bei der Einreise vorgezeigt werden muss.

Laut Information der griechischen Regierung* reicht es, wenn eine gemeinsam reisende Familie ein Formular ausfüllt.

Kann kein Code vorgezeigt werden, ist nach Angaben des Auswärtigen Amts eine Geldbuße von 500 Euro möglich.

Für technische Probleme mit der Online-Registrierung hat Griechenland die Servicerufnummer +30 215 5605151 (montags bis freitags von 9 bis 21 Uhr) eingerichtet. Die deutschen Auslandsvertretungen in Griechenland haben keinen Einfluss auf das Registrierungsverfahren.

Griechenland: Testpflicht oder Impfnachweis bei der Einreise

Reisende aus Deutschland - dies gilt für den Luft-, Land- oder Seeweg - dürfen nach Griechenland einreisen, wenn sie einen der folgenden Nachweise vorlegen:

  • Negativer PCR-Test (max. 72 Stunden alt) oder Antigen-Schnelltest (max. 48 Stunden alt)
    Der Test muss von einem anerkannten Labor im Abreiseland (also in der Regel in Deutschland) durchgeführt worden sein. Das Zertifikat muss den vollständigen Namen des Reisenden enthalten (dieser muss mit dem Ausweisdokument übereinstimmen) und darf auch auf Deutsch abgefasst sein.

  • Beleg einer vollständigen Impfung gegen Covid-19
    Der Impfnachweis muss den vollständigen Namen des Reisenden, den Impfstoff und die Anzahl der Impfungen enthalten. Zudem muss der Abschluss der Impfungen mindestens 14 Tage zurückliegen. Laut Auskunft der griechischen Botschaft wird als Nachweis auch der in Deutschland übliche gelbe Internationale Impfausweis anerkannt, wenn das Datum der Impfung und der ärztliche Stempel klar ersichtlich beziehungsweise lesbar sind.

  • Zertifikat einer überstandenen Covid-19-Infektion
    Die Genesenenbescheinigung kann in digitaler oder schriftlicher Form, ausgestellt durch eine Behörde oder ein zertifiziertes Labor, vorgelegt werden. Die Bescheinigung darf frühestens 30 Tage nach dem ersten positiven Test ausgestellt werden. Sie ist bis zu 180 Tage danach gültig.

Kinder unter 12 Jahren sind von der Testpflicht ausgenommen.

Offene Grenzübergänge nach Griechenland

Touristen, die auf dem Landweg nach Griechenland fahren, dürfen nur über einen der folgenden Grenzübergänge einreisen:

  • Exochi (Bulgarien)

  • Nymphaea/Nymfaia (Bulgarien)

  • Ormenio (Bulgarien)

  • Promachonas (Bulgarien)

  • Evzoni (Nordmazedonien)

  • Doirani (Nordmazedonien)

  • Niki (Nordmazedonien)

  • Kakavia (Albanien)

  • Kristallopigi (Albanien)

  • Mavromati (Albanien)

  • Mertziani (Albanien): nur von 8 bis 20 Uhr

  • Kastanies (Türkei): Anzahl der Grenzübertritte beschränkt (siehe unten)

  • Kipoi (Türkei): Anzahl der Grenzübertritte beschränkt (siehe unten)

Durch die verstärkten Kontrollen auf griechischer Seite müssen Autofahrer mit längeren Wartezeiten rechnen.

Rückreise aus Griechenland mit dem Auto

Bei der Rückreise aus Griechenland müssen deutsche Touristen ebenfalls die Route über einen der oben genannten Grenzübergänge wählen.

Wie bereits die Einreise ist auch die Rückreise über alle oben nicht aufgeführten Grenzübergänge nur Personen mit einem Aufenthaltstitel für Griechenland sowie aus zwingenden beruflichen Gründen erlaubt.

Transit mit dem Auto nach Albanien und in den Kosovo

Die Autocesta von Zadar nach Zagreb
Auf dem Weg nach Albanien: Die kroatische Autobahn A2 im Hinterland von Zadar ∙ © dpa/Reinhard Kungel

Eine Fahrt von Deutschland nach Albanien oder in den Kosovo ist für Deutsche oder Personen mit einem Aufenthaltstitel für Deutschland unter Beachtung der Durchreisebestimmungen in den Transitländern (siehe unten) erlaubt.

Für die Einreise nach Albanien benötigen Reisende einen Impf-Nachweis, ein negatives Testergebnis (PCR-Test nicht älter als 72 Stunden oder Antigen-Test nicht älter als 48 Stunden) oder einen Genesenen-Nachweis (nicht älter als sechs Monate).

Wer in den Kosovo fährt, muss an den Grenzen einen negativen PCR-Test vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf oder alternativ einen vollständigen Impf-Nachweis beziehungsweise ein Genesenen-Zertifikat.

Albanien und der Kosovo sind vom Robert Koch-Institut als Hochrisiko-Gebiete eingestuft. Rückkehrer benötigen eine Digitale Einreiseanmeldung, einen negativen Corona-Test oder Impf- bzw. Genesenen-Nachweis. Nicht geimpfte oder genesene Rückkehr müssen in Deutschland zudem in Quarantäne. Hier finden Sie alle Details zur Einreise aus Hochrisiko-Gebieten.

Transit in die Türkei mit dem Auto und zurück

Eine Fahrt mit dem Auto von Deutschland in die Türkei ist derzeit über Bulgarien (nur die Grenzübergänge Kapitan Andreevo, Malko Tarnovo und Lesovo) und über die beiden griechischen Grenzübergänge Kipoi (siehe unten) und Kastanies möglich.

Bei der Einreise in die Türkei benötigt man einen negativen PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Alternativ kann auch ein höchstens 48 Stunden alter Antigen-Schnelltest gezeigt werden.

Bei der Rückfahrt ist ein Transit durch Bulgarien (ebenfalls nur die Grenzübergänge Kapitan Andreevo, Malko Tarnovo und Lesovo) ohne größeren Einschränkungen erlaubt.

Einreise aus der Türkei nach Griechenland beschränkt

Die Einreise aus der Türkei auf dem Landweg nach Griechenland ist nur über die Grenzstellen Kipoi und Kastanies gestattet. Die Zahl der Grenzübertritte mit einem privaten Fahrzeug ist dabei auf maximal 1500 pro Woche begrenzt.

Vor jeder Einreise nach Griechenland ist das digitale Einreiseformular* auszufüllen. Dabei muss man auch den Grenzübergang auswählen, über den man nach Griechenland einreist. Wählt man Kipoi oder Kastanies und das Kontingent ist bereits ausgeschöpft, erhält man den Hinweis, dass die Einreise am gewählten Tag nicht möglich ist.

Laut griechischem Einreiseformular ist die Einreise über Kipoi nur griechischen Staatsbürgern erlaubt. Dem ADAC liegen allerdings Erfahrungsberichte von Reisenden vor, dass auch nichtgriechische Touristen einreisen durften. Auch das Auswärtige Amt weist in seinen aktualisierten Hinweisen darauf hin, dass die Einreise über Kipoi grundsätzlich möglich ist.

Ist die direkte Einreise aus der Türkei nach Griechenland nicht erlaubt, kann man alternativ nach Bulgarien ausreisen und von dort nach Griechenland weiterfahren.

Tipp: Das Einreiseformular für Griechenland möglichst früh ausfüllen! Dies ist bereits sieben Tage vor der geplanten Einreise möglich. Dadurch erhöhen sich die Chancen, nicht unter die Kontingentierung zu fallen. Im Falle, dass die direkte Einreise dennoch nicht möglich ist, bleibt genügend Zeit, eine alternative Route über Bulgarien zu wählen. Dies ist besonders wichtig, wenn man z.B. in Griechenland eine Fähre erreichen muss.

Die Türkei gilt als Hochrisiko-Gebiet. Rückkehrer benötigen eine Digitale Einreiseanmeldung, einen negativen Corona-Test oder Impf- bzw. Genesenen-Nachweis. Nicht geimpfte oder genesene Rückkehr müssen in Deutschland zudem in Quarantäne. Hier finden Sie alle Details zur Einreise aus Hochrisiko-Gebieten.

Durchreise: Situation in den einzelnen Ländern

  • Albanien (Hochrisiko-Gebiet)
    Der Transit durch Albanien ist nur möglich, wenn die Ausreise in das Nachbarland sichergestellt ist. Eine Weiterfahrt nach Griechenland ist aufgrund griechischer Vorgaben derzeit nur eingeschränkt erlaubt (siehe oben).

  • Bosnien und Herzegowina (Hochrisiko-Gebiet)
    Für Transitreisende ist keine Vorlage eines negativen PCR Tests erforderlich. Unter Umständen ist dies nicht an allen Grenzübergängen bekannt. Das Auswärtige Amt empfiehlt daher einen Ausdruck der FAQ der Grenzpolizei* mitzuführen.

  • Bulgarien (Hochrisiko-Gebiet)
    Die Durchreise durch Bulgarien ist ohne Einschränkungen erlaubt: Es sind jedoch nur bestimmte Grenzübergänge für Touristen geöffnet (siehe oben).

  • Kroatien (Hochrisiko-Gebiet)
    Der Transit durch Kroatien ist erlaubt, sofern die Einreise in das sich anschließende Transitland sichergestellt ist. Erfolgt die Einreise nach Kroatien aus einem Nicht-EU-Land (z.B. Serbien), darf der Transit nicht länger als zwölf Stunden dauern.

  • Montenegro (Hochrisiko-Gebiet)

    Die Durchreise durch Montenegro ist ohne Einschränkungen erlaubt.

  • Nordmazedonien (Hochrisiko-Gebiet)

    Die Durchreise durch Nordmazedonien ist ohne Voraussetzungen erlaubt, wenn der Transit nicht länger als fünf Stunden dauert. An der Grenze muss man ein sog. Transit Statement ausfüllen.

  • Österreich
    Der Transit ist ohne Registrierung und Test erlaubt. Dazu muss man das Land ohne Zwischenstopp durchqueren. Ausnahmen für ein kurzes Tanken und einen Toiletten-Besuch werden in der Regel geduldet.

  • Rumänien (Hochrisiko-Gebiet)

    Der Transit ist erlaubt, wenn der Reisende keine Covid-19-Symptome aufweist und gegebenenfalls nachweist, dass er ins Zielland einreisen darf. Bei der Einreise nach Rumänien ist auch beim Transit eine Einreiseanmeldung* abzugeben.

  • Serbien (Hochrisiko-Gebiet)

    Personen im Transit müssen Serbien innerhalb von 12 Stunden durchqueren. Für längere Aufenthalte benötigen sie einen negativen Covid-19-PCR-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist.

  • Slowakei
    Transitreisen sind erlaubt, wenn die Einreise in den Zielstaat sichergestellt ist und die Durchreise auf direktem Weg ohne Zwischenstopps (Ausnahme Tanken) erfolgt und der Aufenthalt im Land nicht länger als acht Stunden dauert.

  • Slowenien (Hochrisiko-Gebiet)
    Transitreisende müssen weiterhin keinen Nachweis mitführen, dass sie entweder geimpft, getestet oder genesen sind. Voraussetzung ist, dass man das Land innerhalb von maximal zwölf Stunden durchquert. Dies ergibt sich aus den Informationen der slowenischen Polizei*.

  • Tschechien
    Transitreisende benötigen keinen negativen PCR-Test und keine Einreiseanmeldung, wenn sie das Land innerhalb von zwölf Stunden durchqueren. Für Einreisende aus Deutschland nach Tschechien gibt es momentan keine Auflagen.

  • Ungarn
    Der Transit ist aus einem Schengen-Staat kommend ohne Beschränkungen möglich. Transit aus einem Land kommend, dass nicht Schengen-Staat ist, ist für Personen ohne digitales Covid-Zertifikat der EU weiterhin nur auf den dafür bestimmten Korridorrouten* möglich.

Der ADAC kann bei den aktuellen Bestimmungen keine Gewähr übernehmen. Verbindliche Aussagen können nur die Behörden der einzelnen Länder treffen. Reisende sollten zudem bedenken, dass sich die Situation jederzeit ändern kann. Weiterführende Länderhinweise finden sich beim Auswärtigen Amt*.

Reisewarnungen und Corona-Risikogebiete

Die wichtigsten Auto-Routen

Unabhängig von der aktuellen Corona-Situation mit ihren Reisebeschränkungen gilt: Um mit dem Auto nach Griechenland oder in die Türkei zu kommen, sind je nach Start- und Zielpunkt grundsätzlich vier verschiedene Routen sinnvoll.

Die beliebtesten Reiserouten nach Griechenland und in die Türkei

Welche Routen sind die besten?

  • A: Nördliche Route über Budapest und Belgrad
    Von Nord- und Ostdeutschland kommend bietet es sich an, durch Tschechien und die Slowakei nach Budapest zu fahren. Von West- oder Süddeutschland aus verläuft die erste Etappe über Passau beziehungsweise Salzburg und Wien zur ungarischen Hauptstadt. Von dort aus führt die Route A über Belgrad und Sofia in die Türkei.

  • B: Südliche Route über Zagreb und Belgrad
    Bei dieser Variante fährt man zunächst über die österreichische Tauernautobahn und Ljubljana oder alternativ über die Pyhrnautobahn und Maribor nach Zagreb und von dort weiter nach Belgrad. Bei der serbischen Hauptstadt vereinigt sich der Weg dann mit Route A.

  • C: Ostroute ab Budapest über Rumänien und Bulgarien
    Wer Serbien umfahren will, kann über Rumänien ausweichen. Der Weg führt von Budapest über Szeged nach Arad und von dort entweder über die Donaubrücke Calafat-Vidin nach Sofia oder über Sibiu und die Donaubrücke bei Ruse nach Varna. Die rumänische Hauptstadt Bukarest sollte man bei dieser Variante großräumig umfahren (Staugefahr!).

  • D: Auf dem Landweg oder mit der Fähre nach Griechenland
    Die Landroute zweigt bei der serbischen Stadt Nis oder bei Sofia von den Routen A und B ab und führt über Nordmazedonien oder Südwestbulgarien in den Großraum Thessaloniki. Die Alternative: Mit einer Adriafähre nach Igoumenitsa und von dort weiter auf der Egnatia Odos (A2) in Richtung Thessaloniki oder Istanbul.

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