ADAC Stauprognose 16. bis 18. Januar: Normaler Verkehr, Risiko Wetter

• Lesezeit: 5 Min.

Von Katharina Dümmer

Feedback

Stau auf der Autobahn
Am Wochenende kommen Autofahrer auf den Autobahnen oft gut durch© imago images/Frank Sorge

Laut ADAC Stauprognose sind am dritten Januar-Wochenende prinzipiell wenig Staus zu erwarten – wenn das Wetter mitspielt. Wo und wann es dennoch Staus geben könnte.

  • Mäßiger Reise- und Berufsverkehr

  • Dauerbaustellen und Winterwetter erschweren Autofahrten

  • Staufallen im Ausland: Brenner, Tauern, Gotthard

Staugefahr: Mäßiger Reise- und Berufsverkehr

Wer am kommenden Wochenende eine Autobahnfahrt plant, sollte gut durchkommen, sofern das Wetter mitspielt. Lange und viele Staus erwartet der ADAC nicht. Berufs- und Reiseverkehr sind verhältnismäßig gering. Dasselbe gilt für die Baustellentätigkeit. Dauerbaustellen bestehen aber weiterhin. Deutschlandweit gibt es derzeit "nur" rund 550 Baustellen. Nur wenige Autobahnen sind am Wochenende gesperrt.

Ein Hinweis für Wintersportlerinnen und -sportler: Die Staugefahr in Richtung Wintersportgebiete ist am Freitagnachmittag, Samstagvormittag und am Sonntagnachmittag (Rückreiseverkehr) am größten.

Die Staustrecken in Deutschland

Unter anderem sind zeitweise diese Fernstraßen belastet (beide Fahrtrichtungen):

  • A1 Köln – Dortmund – Münster – Osnabrück – Bremen – Hamburg – Lübeck

  • A2 Oberhausen – Dortmund – Hannover – Braunschweig – Magdeburg

  • A3 Oberhausen – Köln – Frankfurt – Würzburg – Nürnberg, Passau – Linz

  • A4 Heerlen/Aachen – Köln – Olpe, Dresden – Görlitz

  • A5 Darmstadt – Heidelberg – Karlsruhe – Basel

  • A6 Mannheim – Heilbronn

  • A7 Hannover – Kassel – Fulda – Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte

  • A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg

  • A9 Nürnberg – München

  • A10 Berliner Ring

  • A12 Berliner Ring – Frankfurt (Oder)

  • A27 Bremen – Bremerhaven

  • A81 Singen – Stuttgart – Heilbronn

  • A93 Rosenheim – Kiefersfelden

  • A95 München – Garmisch-Partenkirchen

  • A99 Autobahnring München

Wichtige Info für Autoreisende: Entlang folgender Autobahnen gibt es Durchfahrtsverbote.

Vollsperrungen auf Autobahnen

Zurzeit sind folgende Vollsperrungen angekündigt:

Die kurzfristigen Sperren

  • A1 Trier – Köln/Koblenz in beiden Richtungen zwischen Salmtal und Kreuz Wittlich am Sonntag, 18. Januar, von 7 bis 10 Uhr

  • A3 Köln Richtung Oberhausen zwischen Kreuz Kaiserberg und Oberhausen-Lirich von Freitag, 16. Januar, 21 Uhr, bis Montag, 19. Januar, 5 Uhr

  • A29 Jadelinie, Ahlhorner Heide Richtung Oldenburg zwischen Sandkrug und Kreuz Oldenburg-Ost von Samstag, 17. Januar, 18 Uhr, bis Sonntag, 18. Januar, 18 Uhr

Die langfristigen Sperren

Umleitungen sind ausgeschildert. Kurzfristige Änderungen etwa wegen widriger Witterung und weitere Sperrtermine sind nicht ausgeschlossen. Berücksichtigt werden bei der Auflistung der langfristigen Sperren nur die überregional bedeutsamen Autobahnen. Auch auf Zubringerautobahnen oder untergeordneten Regionalautobahnen können Dauerbaustellen eingerichtet sein.

Alle Sperrungen, Baustellen und aktuelle Verkehrsinformationen finden Sie hier. Darüber hinaus bietet der ADAC NRW Infos zu speziellen Sperren in Nordrhein-Westfalen.

Staugefahr auf Autobahnen im Ausland

Die Autobahnen in den benachbarten Alpenländern gehören am Wochenende wieder den Wintersporturlaubern. Lange und viele Staus dürfte es aber nicht geben. Den stärksten Verkehr erwartet der ADAC in den Vormittags- und späten Nachmittagsstunden des Samstags und Sonntags. Diese Strecken sind zeitweise staugefährdet:

  • In Österreich die West-, Tauern-, Inntal- und Brennerautobahn, Fernpass-Route, Arlbergschnellstraße sowie die Tiroler, Salzburger und Vorarlberger Bundesstraßen

  • In der Schweiz die Gotthard-Route und San-Bernardino-Route, die Zufahrtsstraßen der Skigebiete Graubündens, des Berner Oberlands, des Wallis und der Zentralschweiz; auch die Routen Bern – Zürich – St. Margarethen und Basel – Zürich – Chur

  • In Italien die Brennerroute sowie die Straßen ins Puster-, Grödner- und Gadertal sowie in den Vinschgau

Baustelle Reschenpass: So ist die aktuelle Lage

Grenzkontrollen: Wartezeiten möglich

Im Frühjahr 2025 hatten die deutschen Behörden die Einreisekontrollen an allen deutschen Grenzen verschärft. Der Pendel- und Reiseverkehr soll dabei möglichst wenig beeinträchtigt werden. Die Kontrollen sind stichprobenartig, nicht alle Fahrzeuge werden angehalten.

Vor allem an den drei Autobahnübergängen Suben (A3 Linz – Passau), Walserberg (A8 Salzburg – München) und Kiefersfelden (A93 Kufstein – Rosenheim) sind Wartezeiten sehr wahrscheinlich.

Auch bei der Ausreise aus Deutschland finden zum Teil Kontrollen unterschiedlicher Intensität statt. Betroffen sind vor allem Dänemark, die Niederlande, Frankreich und Polen. Mit Staus zu rechnen ist etwa an den Grenzübergängen A4 Ludwigsdorf (Görlitz), A11 Pomellen (Stettin), A12 Frankfurt (Oder) und A15 Forst.

Verschärfte Kontrollen an Deutschlands Grenzen: Was man wissen muss

Mit dem ADAC Newsletter immer top informiert!

Fahren bei winterlichen Bedingungen

Entsprechend der Jahreszeit müssen Autofahrer und Autofahrerinnen mit witterungsbedingten Behinderungen rechnen. Schneefälle und Glatteis, selbst in tieferen Lagen, sind jetzt ebenfalls jederzeit möglich. In Deutschland gilt die situative Winterreifenpflicht.

Fahrten in höhere Lagen der Alpen sollten generell nur noch mit geeigneter Winterausrüstung angetreten werden. Fast alle Alpenpässe, die in der kalten Jahreszeit geschlossen werden, wie zum Beispiel das Timmelsjoch, haben Wintersperre.

Hier finden Sie Infos zur Winterreifen- und Schneekettenpflicht in 21 europäischen Ländern.

Im Stau: Rettungsgasse bilden!

Was viele nicht wissen: Die Rettungsgasse muss bereits dann gebildet werden, wenn der Verkehr stockt, und nicht erst, wenn die Rettungskräfte mit Blaulicht und Martinshorn von hinten kommen.

Und so funktioniert die Rettungsgasse: Wer den linken Fahrstreifen befährt, weicht nach links aus, Autofahrende auf allen anderen Fahrstreifen fahren nach rechts. Ist es in engen Baustellenbereichen aufgrund deutlich schmalerer Fahrspuren nicht möglich, die Rettungsgasse korrekt zu bilden, wird empfohlen, mit genügend Abstand versetzt zu fahren. So können Autofahrende im Ernstfall in die rechte Spur einfädeln und damit den linken Fahrstreifen für Rettungskräfte frei machen.

Bußgelder für Autofahrende, die sich nicht an die Vorschriften halten, betragen bis zu 320 Euro.

Rettungsgasse im Ausland: So geht's!