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Stauprognose für Ostern

Leere Autobahn A95 in Bayern an einem Sonntagnachmittag zur Coronazeit
Freie Fahrt am Wochenende auf Deutschlands Autobahnen ∙ © ADAC

Hier erfahren Sie, wie die Verkehrssituation auf den deutschen Autobahnen am Wochenende ist, und ob im benachbarten Ausland Staufallen lauern.

Der Verkehr am langen Osterwochenende wird in diesem Jahr durch die Coronavirus-Einschränkungen deutlich weniger sein als in den Vorjahren. An allen fünf Tagen dürften die Autobahnen weitgehend frei sein, vorausgesetzt, die Bevölkerung hält sich weiterhin strikt an die bestehenden Kontaktverbote und Ausgangsbeschränkungen.

Keine Besuchs- und Ausflugsfahrten

Die Fahrt zu Verwandten rund um die Feiertage sollte unbedingt unterlassen werden. Dasselbe gilt für Autofahrten zu beliebten Ausflugszielen im Grünen, da dort der Mindestabstand möglicherweise nicht eingehalten werden kann.

Länder mit Ausgangsbeschränkung wie Bayern schieben solchen Fahrten (dazu zählen auch Spritztouren mit dem Motorrad) einen Riegel vor, da diese keinen wichtigen Grund darstellen, die Wohnung zu verlassen. In Bundesländern mit reinem Kontaktverbot sind sie zwar erlaubt, doch unter dem Aspekt des Gemeinwohls fragwürdig. Alle Menschen sollten zu Hause bleiben bzw. sich nur in der unmittelbaren näheren Umgebung draußen bewegen.

Dazu ADAC Präsident Dr. August Markl:

In einigen Bundesländern sind Fahrten ohne einen dringenden Anlass untersagt, aber auch in jenen Teilen des Landes, in denen Fahrten theoretisch denkbar sind, möchten wir die Bevölkerung bitten, Fahrten nach Möglichkeit zu unterlassen, die verzichtbar sind. Dazu zählen leider auch Verwandtenbesuche."

Die Stausituation an den fünf Ostertagen im Detail

Zur Vorhersage im Detail: Gründonnerstag, 9. April, wird zwar der verkehrsreichste Tag des Wochenendes werden, weil noch etliche Pendler auf dem Heimweg sind. Aber viele lange Staus dürfte es dennoch nicht geben. Verzögerungen gibt es – wenn überhaupt – an Baustellen und auf den Ballungsraumautobahnen. 2019 zählte der Gründonnerstag noch zu den fünf staureichsten Tagen des Jahres.

Ebenfalls etwas mehr Verkehr erwartet der ADAC am Ostermontag, 13. April, wenn das verlängerte Wochenende endet und die Pendler wieder zurück zum Arbeitsplatz fahren. Übrigens sollten sich Autofahrer nicht wundern, wenn sie an den Osterfeiertagen auch Brummis auf den Straßen antreffen: Um die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln zu sichern, wurde in allen Bundesländern das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw ab 7,5 Tonnen befristet ausgesetzt.

Keine Osterurlaube im Ausland möglich

Um die Verbreitung des Coronavirus zu unterbinden, wurden die Grenzen zu den Nachbarstaaten für den privaten Reiseverkehr weitgehend geschlossen. Im Ausland selbst gibt es kaum Staus, weil dort ähnliche oder sogar noch schärfere Ausgangsbeschränkungen herrschen.

Das sind die Strecken mit den meisten Baustellen

  • A1 Euskirchen – Köln – Dortmund – Münster und Osnabrück – Bremen

  • A3 Passau – Nürnberg – Würzburg – Frankfurt – Köln – Oberhausen

  • A5 Frankfurt – Kassel

  • A6 Pilsen – Nürnberg

  • A7 Ulm – Würzburg – Kassel – Hannover

  • A8 Ulm – Stuttgart

  • A9 Halle/Leipzig – Berlin

  • A10 Berliner Ring

  • A24 Pritzwalk – Berliner Ring

  • A45 Hagen – Gießen

  • A66 Frankfurt – Wiesbaden

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Auch im Stau: Rettungsgasse bilden!

Was viele nicht wissen: Die Rettungsgasse muss bereits dann gebildet werden, wenn der Verkehr stockt und nicht erst, wenn die Rettungskräfte mit Blaulicht und Martinshorn von hinten kommen.

Und so funktioniert die Rettungsgasse: Wer den linken Fahrstreifen befährt, weicht nach links aus, Autofahrer auf allen anderen Fahrstreifen fahren nach rechts. Ist es in engen Baustellenbereichen aufgrund deutlich schmalerer Fahrspuren nicht möglich, die Rettungsgasse korrekt zu bilden, wird empfohlen, mit genügend Abstand versetzt zu fahren. So können Autofahrer im Ernstfall in die rechte Spur einfädeln und damit den linken Fahrstreifen für Rettungskräfte frei machen.

Rettungsgasse im Ausland: So geht's

Mit dem ADAC StauScanner Staus melden

Sie möchten mithelfen, dass Autofahrer schneller und genauer über Staus informiert werden? Das geht ganz einfach: Mit dem ADAC StauScanner, der als Funktion in der ADAC Maps App und der ADAC Spritpreise App zur Verfügung steht. Staus melden kann jeder – völlig anonym. Man muss kein ADAC Mitglied sein.

Katharina Dümmer
Redakteurin
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