Stauprognose: Ende der Ferien, aber kein Ende der Staus

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Von Katharina Dümmer

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Stau auf einer deutschen Autobahn
Gewohnter Anblick in den Sommerferien: Deutschlands Autobahnen sind am Limit© Shutterstock/Canetti

Am Wochenende gehen die Sommerferien zu Ende und auf den Autobahnen in Deutschland herrscht wieder Hochbetrieb. Die aktuelle ADAC Stauprognose fürs In- und Ausland.

  • Ferien-Ende in Bayern und Baden-Württemberg

  • Viele Baustellen und Autobahnsperren

  • Erneute Vollsperrung des Elbtunnels in Hamburg

Stop and Go auf der Rückreise

Mit dem Ferien-Ende in Bayern, Baden-Württemberg und mehreren österreichischen Bundesländern erreicht die diesjährige Sommer-Reisesaison ihren letzten Höhepunkt. Entsprechend ist auf den Autobahnen viel Verkehr mit teils erheblichen Behinderungen zu erwarten.

Besonders auf den Rückreiserouten aus dem Süden in Richtung Deutschland und ebenso von den Küsten in Richtung Heimat müssen Autofahrende mit längeren Staus und Verzögerungen rechnen. Zudem bleibt der Verkehr in klassische Ausflugs- und Ferienregionen hinein hoch, da jetzt verstärkt Reisende aufbrechen, die nicht auf die Ferien angewiesen sind.

In Norddeutschland dürfte die erneute Sperrung des Hamburger Elbtunnels am Wochenende für größere Verkehrsbehinderungen sorgen.

Stauprognose: Wann besonders viel los ist

Staugefahr in die Urlaubsregionen besteht vor allem am Freitagnachmittag und -abend sowie am Samstagvormittag. Der Rückreiseverkehr wird vor allem am Samstagnachmittag und -abend sowie am Sonntagvormittag bis in den frühen Abend hoch sein.

Wer kann, sollte deshalb möglichst außerhalb der Hauptverkehrszeiten starten und sich vor Fahrtantritt bei der ADAC Verkehrsinfo über die aktuelle Lage informieren. Zusätzliche Behinderungen drohen durch die weiterhin hohe Zahl an Baustellen. Bundesweit wird auf rund 1000 Autobahnabschnitten gearbeitet.

Das sind die besonders belasteten Staustrecken

  • A1 Fehmarn – Lübeck – Hamburg – Bremen – Osnabrück – Münster – Dortmund – Köln

  • A2 Dortmund – Hannover – Braunschweig – Magdeburg

  • A3 Oberhausen – Köln – Frankfurt – Würzburg – Nürnberg – Passau – Linz

  • A4 Heerlen/Aachen – Köln – Olpe; Chemnitz – Dresden – Görlitz

  • A5 Heidelberg – Karlsruhe – Basel; Kassel – Frankfurt

  • A6 Mannheim – Heilbronn

  • A7 Flensburg – Hamburg – Hannover – Kassel – Fulda – Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte

  • A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg

  • A9 Berlin – Halle/Leipzig – Nürnberg – München

  • A10 Berliner Ring

  • A11 Berliner Ring – Kreuz Uckermark – Stettin

  • A12 Berliner Ring – Frankfurt (Oder)

  • A13 Berliner Ring – Dresden

  • A17 Dresden – Prag

  • A21 Kiel – Bargteheide

  • A23 Hamburg – Heide

  • A24 Hamburg – Schwerin

  • A27 Bremen – Bremerhaven

  • A29 Ahlhorner Heide – Wilhelmshaven

  • A31 Gronau – Meppen

  • A38 Halle – Göttingen

  • A42 Kamp-Lintfort – Dortmund

  • A43 Recklinghausen – Wuppertal

  • A44 Kassel – Dortmund

  • A45 Aschaffenburg – Gießen – Hagen – Dortmund

  • A61 Mönchengladbach – Koblenz – Ludwigshafen

  • A65 Karlsruhe – Ludwigshafen

  • A72 Zwickau – Chemnitz

  • A81 Singen – Stuttgart

  • A95 München – Garmisch-Partenkirchen

  • A96 Lindau – München

  • A99 Autobahnring München

Blockabfertigung und Abfahrtssperren

Gut zu wissen: In Deutschland gelten an Wochenenden und Feiertagen bei Stau Abfahrtssperren bzw. Durchfahrtsverbote auf mehreren Autobahnen bzw. Bundesstraßen.

Die Blockabfertigungen für Lkw auf der A93 Inntalautobahn finden in der Regel nicht am Wochenende statt, sondern häufig montags und mittwochs. Die nächsten Termine sind am 7. und 14. September.

Autobahn-Vollsperrungen am Wochenende

Kurzfristige Sperren

  • A2 Oberhausen Richtung Dortmund zwischen Kreuz Oberhausen und Dreieck Bottrop, von Freitag, 11. September, 21 Uhr, bis Montag, 14. September, 5 Uhr

  • A7 Ulm – Würzburg in beiden Richtungen zwischen Wörnitz und Rothenburg ob der Tauber, von Samstag, 12. September, 20 Uhr, bis Sonntag, 13. September, 5 Uhr

  • A40 Essen Richtung Dortmund, zwischen Dreieck Bochum-West und Bochum-Zentrum, von Freitag, 11. September, 21 Uhr, bis Freitag, 25. September, 5 Uhr

  • A44 Essen Richtung Düsseldorf zwischen Heiligenhaus und Ratingen-Ost, von Dienstag, 8. September, 20 Uhr, bis Freitag, 18. September, 20 Uhr

  • A45 Gießen – Hagen, in beiden Richtungen, zwischen Herborn-West und Dillenburg, von Freitag, 11. September, 22 Uhr, bis Montag, 14. September, 5 Uhr

  • A52 Essen Richtung Düsseldorf, zwischen Essen-Kettwig und Kreuz Breitscheid, von Freitag, 11. September, 21 Uhr, bis Montag, 14. September, 5 Uhr

  • A46 Düsseldorf Richtung Wuppertal zwischen Düsseldorf-Bilk und Düsseldorf-Holthausen, von Samstag, 12. September, 16 Uhr, bis Montag, 14. September, 5 Uhr

Langfristige Sperren

  • A25 Geesthacht Richtung Hamburg zwischen Hamburg-Allermöhe und Dreieck Hamburg-Südost von Mittwoch, 26. August, bis Sonntag, 20. September

  • A27 Bremerhaven – Bremen in beiden Richtungen, zwischen Bremen-Horn/Lehe und Bremen-Vahr, bis 28. Oktober 2027, Mittwoch bis Donnerstag zwischen 22 und 5 Uhr

  • A44 Essen Richtung Düsseldorf zwischen Velbert-Nord und Hetterscheidt, Tunnel Birth von Dienstag, 21. Juli, 8 Uhr, bis Montag, 12. Oktober, 20 Uhr

Umleitungen sind ausgeschildert. Kurzfristige Änderungen etwa wegen widriger Witterung und weitere Sperrtermine sind möglich. Berücksichtigt werden bei der Auflistung der langfristigen Sperren nur die überregional bedeutsamen Autobahnen. Auch auf Zubringerautobahnen oder untergeordneten Regionalautobahnen können Dauerbaustellen eingerichtet sein.

Alle Sperrungen, Baustellen und aktuellen Verkehrsinformationen finden Sie hier. Darüber hinaus bietet der ADAC NRW Infos zu speziellen Sperren in Nordrhein-Westfalen.

Sonntags-Fahrverbot für Lkw

Die Lockerung des Lkw-Fahrverbots an Sonn- und Feiertagen wegen des Niedrigwassers auf den Flüssen besteht nur noch in Rheinland-Pfalz und im Saarland (bis Ende September). In den anderen Bundesländern bringt ein Lkw-Fahrverbot am Sonntag, 13. September, etwas Entlastung für den Reiseverkehr.

Stauprognose Ausland: Brenner und Co.

Die Hauptverbindungen des benachbarten Auslands sind auch an diesem Wochenende noch einmal staugefährdet. Nicht nur süddeutsche Urlauberinnen und Urlauber kehren heim, auch in den letzten österreichischen Bundesländern beginnt wieder die Schule. Zu den belasteten Reiserouten zählen:

Österreich

In Österreich gelten bei Stau auf der Autobahn Fahrverbote auf mehreren Landesstraßen. Davon betroffen sind Straßen in den Bundesländern Tirol und Salzburg.

Schweiz

  • A1 Bern – Zürich – St. Margarethen

  • A2 Luzern – Chiasso (Gotthard-Route)

  • A3 Basel – Zürich – Chur

  • A13 Bregenz – Chiasso (San-Bernardino-Route)

Hilfreich für die Reiseplanung: Staukalender für den Gotthard-Tunnel

Italien

  • A22/SS12 Brennerroute

  • A7 Mailand – Genua

Sommerreiseverkehr in anderen Ländern

Zu den Problemstrecken zählen überdies:

  • Fernstrecken zu und von den niederländischen, kroatischen und französischen Küsten

  • der Balkantransit in Richtung Türkei und Griechenland und von dort zurück

  • Hauptverbindungen nach und aus Polen und Tschechien

  • Fernstraßen zu und von den nordeuropäischen Reisezielen

Niederlande: A12-Sperre bei Utrecht

Die A12 Utrecht – Arnheim, die wichtigste Route von der niederländischen Küste in Richtung Deutschland, ist am Wochenende bei Utrecht wegen Fahrbahnsanierung gesperrt: Details: A12 Utrecht in Richtung Arnheim zwischen Kreuz Lunetten und Veenendahl-West von Freitag, 4.September, 21 Uhr, bis Montag, 7. September, 5 Uhr. Autofahrende müssen mindestens 60 Minuten längere Fahrtzeit einplanen.

Grenzkontrollen: Wartezeiten möglich

Seit Mai 2025 wird an allen deutschen Grenzen bei der Einreise verschärft kontrolliert. Dabei könnte es zu längeren Wartezeiten kommen. Besonders betroffen sind die Übergänge Suben (A3), Walserberg (A8) und Kiefersfelden (A93) sowie Ludwigsdorf (A4), Frankfurt (Oder) (A12) und Forst (A15).

Bei Fahrten nach Slowenien, Kroatien, Griechenland und in die Türkei bzw. von dort zurück sind ebenfalls stundenlange Wartezeiten möglich.

Verschärfte Kontrollen an Deutschlands Grenzen: Was man wissen muss

Im Stau: Rettungsgasse bilden!

Was viele nicht wissen: Die Rettungsgasse muss bereits dann gebildet werden, wenn der Verkehr stockt, und nicht erst, wenn die Rettungskräfte mit Blaulicht und Martinshorn von hinten kommen.

Und so funktioniert die Rettungsgasse: Wer den linken Fahrstreifen befährt, weicht nach links aus, Autofahrende auf allen anderen Fahrstreifen fahren nach rechts. Ist es in engen Baustellenbereichen aufgrund deutlich schmalerer Fahrspuren nicht möglich, die Rettungsgasse korrekt zu bilden, wird empfohlen, mit genügend Abstand versetzt zu fahren. So können Autofahrende im Ernstfall in die rechte Spur einfädeln und damit den linken Fahrstreifen für Rettungskräfte freimachen.

Rettungsgasse im Ausland: So geht's!