TÜV-Checkliste: So kommt Ihr Auto durch die HU
Von Petra Zollner

Jedes fünfte Auto fällt durch die HU. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern auch teuer. Wer vor der Fahrt zu TÜV, Dekra, GTÜ oder KÜS diese Checkliste durchgeht, ist für die Hauptuntersuchung gut gerüstet.
Welche Utensilien unbedingt ins Auto müssen
Wichtige Unterlagen und welche Bauteile überprüft werden sollten
Checkliste: Was Camper vor der HU wissen müssen
Nach der Erstzulassung nach drei Jahren, ab dann alle zwei Jahre: Jeder Pkw muss regelmäßig zur Hauptuntersuchung. Gute Vorbereitung ist dabei wichtig. In der folgenden Checkliste erfahren Sie, was im Auto sein muss, welche Papiere Sie benötigen und was Sie vorab klären sollten.
TÜV-Termin: Diese Dinge gehören ins Auto
Alle Sitze, falls sie ausbaubar sind
Diese Papiere und Unterlagen werden benötigt
Falls das Fahrzeug nicht zugelassen ist: Zulassungsbescheinigung Teil II (früher Fahrzeugbrief)
Bei technischen Änderungen am Fahrzeug (z.B. Tuning) entsprechende Unterlagen und Nachweise mitbringen
Worauf achten die Prüfer bei der HU?
Diese Dinge sollten Sie vor dem Termin kontrollieren:
Autokennzeichen müssen gut sichtbar und sicher befestigt sein
Ist die Beleuchtung in Ordnung? Sämtliche Lichter, Leuchten und Strahler am Fahrzeug müssen funktionieren. Das sind vor allem: Abblendlicht, Fernlicht, Standlicht, Blinker, Warnblinker, Rücklichter und -strahler, Nebelschlussleuchte, Bremslichter, Kennzeichenbeleuchtung hinten
Bremsen: Die Bremsen dürfen oberflächlich keine starken Rosterscheinungen zeigen (bei Scheibenbremsen), müssen gleichmäßig Bremskraft übertragen und dürfen keine ungewöhnlichen Geräusche verursachen
Sicherheitsgurte kontrollieren: Beschädigte Gurte und Gurtschlösser sind ein erheblicher Mangel
Reifenprofil kontrollieren: die Mindestprofiltiefe ist 1,6 Millimeter. Der ADAC empfiehlt jedoch mehr: bei Sommerreifen 3 Millimeter, bei Winterreifen 4
Scheibenwischer und Scheibenwaschanlage überprüfen
Innen- und Außenspiegel am Fahrzeug kontrollieren
Kontrollleuchten im Fahrzeug, z.B. Airbag, ABS, dürfen nicht dauerhaft leuchten, nur kurz beim Start
Frontscheibe: Keine Schäden im Bereich über dem Lenkrad und keine Risse
Verliert das Fahrzeug Öl oder andere Flüssigkeiten?
Funktioniert die Hupe?
Auspuff muss dicht und darf nicht zu laut sein
TÜV: Das sollten Camper beachten
Zusätzlich zu den oben genannten Punkten gelten für Wohnwagen- und Wohnmobilbesitzer noch weitere Vorschriften und Pflichten, die im Vorfeld der Hauptuntersuchung beachtet bzw. gecheckt werden sollten.
Das muss mitgeführt werden:
Zusatzspiegel am Zugfahrzeug bei Wohnwagen
Unterlegkeile (gebremste Wohnwagen und dreiachsige Wohnmobile zwei Keile, zweiachsige Wohnmobile mit mehr als vier Tonnen zulässige Gesamtmasse ein Keil)
Zusätzliche Papiere und Unterlagen:
Gültige Prüfberichte für zusätzliche Anbauten im Fußgängerbereich
Nachweis einer Gasanlagenprüfung (z.B. Gelbes Heft G607, Neue Pflicht für Camper: Gasprüfung bei Wohnmobil und Wohnwagen)
Ist die Prüfung des festverbauten Gasbehälters oder der Tankflaschenvorrichtung noch gültig?
Das sollte vor der HU überprüft werden:
Gasschlauch und Druckminderer Ablaufdatum kontrollieren (Tausch alle 10 Jahren notwendig)
Löcher im Fahrzeugboden (Faulstellen, Durchrostung, Korrosion)
Die Be- und Entlüftung des Gasflaschenaufstellraumes bzw. des Gasflaschenbehälters muss frei sein
Es dürfen sich keine Zündquellen (z.B. Batterien, Leuchten, elektrische Leitungen) im Gasflaschenaufstellraum bzw. in der Nähe des Gasflaschenbehälters befinden
Sind alle Hinweisschilder (z.B. Betriebsdruck) vorhanden?
Sofern eine Zusatzheizung vorhanden ist, ist diese funktionsfähig?
Sind die Batterien ausreichend befestigt und ist der Pluspol abgedeckt?
Ist die Anhängersteckdose funktionsfähig und unbeschädigt?
Fachliche Beratung: Manuel Griesmann, Dominic Markert, Test und Technik.
Haben Sie dazu Fragen? Die technische Experten-Hotline des ADAC ist unter der Telefonnummer 089 558 95 90 90 exklusiv für alle ADAC Mitglieder erreichbar.