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Der ADAC

Autohandel mit Auflagen möglich

Eine frau b eim Autokauf in einem Autohaus
Mehrwertsteuersenkung: Die Reduzierung auf 16 Prozent ist Ende Dezember ausgelaufen. Was das jetzt für Autokäufer bedeutet ∙ Shutterstock/LightField Studios

Lockdown: Der Autohandel darf seit 8. März unter Auflagen wieder öffnen. Was das für Autokäufer und die bis Ende letzten Jahres gesenkte Mehrwertsteuer bedeutet.

  • Gesenkte Mehrwertsteuer: Seit 1. Januar wieder 19 Prozent

  • Steuersatz beim Autokauf: Entscheidend ist Zeitpunkt der Fahrzeugübergabe

  • Lieferung nach dem 31. Dezember: Vertragsbedingungen sind wichtig

Beim Autokauf haben sich die drei Prozent Mehrwertsteuersenkung in den letzten Monaten durchaus mit drei- bis vierstelligen Summen ausgewirkt. Dabei hängt der günstige Steuersatz von 16 Prozent vom Zeitpunkt ab, zu dem die Leistung erbracht wird, sprich das Auto an den Käufer übergeben wird. Bei einer Übergabe nach dem 31.12.2020 gelten wieder die 19 Prozent.

Aktuelle Lage: Autohäuser öffnen je nach Inzidenz

Seit 8. März gilt für den Autohandel: Liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in einem Bundesland oder einer Region stabil unter der Marke von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner dürfen Autohäuser wieder öffnen, die Anzahl der erlaubten Kunden ist je nach Größe des Autohauses begrenzt. Liegt der Wert zwischen 50 und 100, dürfen die Autohäuser Kunden nach Terminvereinbarung empfangen. Die einzelnen Bundesländer können, wie in der Vergangenheit, natürlich auch noch eigene länderspezifische Vorschriften erlassen.

Mehrwertsteuersenkung: Welcher Satz jetzt beim Autokauf gilt

Was gilt für die Mehrwertsteuer, wenn sich die Fahrzeugübergabe bzw. -auslieferung ins Jahr 2021 verschiebt? Ob die 19 Prozent bzw. die Differenz von drei Prozent bei einer Auslieferung nach dem 31.12.2020 dann vom Kunden oder vom Händler zu tragen sind, hängt von den Vereinbarungen in Ihrem Kaufvertrag ab. Hier gibt es drei Möglichkeiten:

  1. Ist ein Festpreis inklusive Mehrwertsteuer im Vertrag vereinbart, dann bezahlen Kunden genau diesen Preis.

  2. Steht im Vertrag der Nettokaufpreis zuzüglich 16 Prozent, dann müssen die 3 Prozent Differenz vom Händler übernommen werden.

  3. Bei einem vereinbarten Kaufpreis zuzüglich der gesetzlich gültigen Mehrwertsteuer muss der Käufer die dann wieder gültigen 19 Prozent bezahlen.