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Der ADAC

Autohandel im Lockdown: Auswirkungen für Käufer

Eine frau b eim Autokauf in einem Autohaus
Mehrwertsteuersenkung: Die Reduzierung auf 16 Prozent ist Ende Dezember ausgelaufen. Was das jetzt für Autokäufer bedeutet ∙ © Shutterstock/LightField Studios

Lockdown: Der Autohandel hat seit 16. Dezember weitgehend geschlossen, die Auslieferung von bereits gekauften Neu- und Gebrauchtwagen ist nur teilweise möglich. Was das für Autokäufer und die bis 31. Dezember gesenkte Mehrwertsteuer bedeutet.

  • Günstige Mehrwertsteuer: Seit 1. Januar wieder 19 Prozent

  • Steuersatz beim Autokauf: Entscheidend ist Zeitpunkt der Fahrzeugübergabe

  • Lieferung nach dem 31. Dezember: Vertragsbedingungen sind wichtig

Beim Autokauf haben sich die drei Prozent Mehrwertsteuersenkung in den letzten Monaten durchaus mit drei- bis vierstelligen Summen ausgewirkt. Dabei hängt der günstige Steuersatz von 16 Prozent vom Zeitpunkt ab, zu dem die Leistung erbracht wird, sprich das Auto an den Käufer übergeben wird. Bei einer Übergabe nach dem 31.12.2020 gelten wieder die 19 Prozent.

Auslieferung gekaufter Fahrzeuge teilweise möglich

Aufgrund des aktuellen Lockdowns sind die Autohäuser weitgehend geschlossen, die Auslieferung bereits verkaufter Fahrzeuge ist teilweise zulässig. Der Onlinehandel mit Fahrzeugen ist weiterhin möglich. Wie im Frühjahr setzen die Länder die bundeseinheitlichen Beschlüsse zum Teil unterschiedlich um. So hat Thüringen als momentan einziges Bundesland den Autohandel vor Ort vom Lockdown ausgenommen. Fahrzeugauslieferungen sind aktuell nur in einigen Bundesländern erlaubt. Betroffene Autokäufer sollten sich mit ihrem Händler in Verbindung setzen.

Mehrwertsteuersenkung: Welcher Satz jetzt beim Autokauf gilt

Was gilt für die Mehrwertsteuer, wenn sich die Fahrzeugübergabe bzw. -auslieferung ins Jahr 2021 verschiebt? Ob die 19 Prozent bzw. die Differenz von drei Prozent bei einer Auslieferung nach dem 31.12.2020 dann vom Kunden oder vom Händler zu tragen sind, hängt von den Vereinbarungen in Ihrem Kaufvertrag ab. Hier gibt es drei Möglichkeiten:

  1. Ist ein Festpreis inklusive Mehrwertsteuer im Vertrag vereinbart, dann bezahlen Kunden genau diesen Preis.

  2. Steht im Vertrag der Nettokaufpreis zuzüglich 16 Prozent, dann müssen die 3 Prozent Differenz vom Händler übernommen werden.

  3. Bei einem vereinbarten Kaufpreis zuzüglich der gesetzlich gültigen Mehrwertsteuer muss der Käufer die dann wieder gültigen 19 Prozent bezahlen.