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Der ADAC

Überführungskosten beim Neuwagenkauf

LKW transportiert neue Autos
Autokauf: Überführung und Übergabeinspektion kosten zusätzlich ∙ stock.adobe.com/jordi2r

Beim Neuwagenkauf kommen die Überführungskosten zum Kaufpreis hinzu. Sie liegen bei durchschnittlich 400 bis 1000 Euro und können bis zu zehn Prozent des Listenpreises ausmachen.

  • Warum Überführungskosten anfallen

  • Welche Kosten der Autohändler verlangen kann

  • So sparen Sie Geld bei der Überführung Ihres neuen Autos

Wofür fallen Überführungskosten an, was bezahlt man damit eigentlich und darf der Händler sie überhaupt verlangen? ADAC Juristen erklären und geben Tipps, wie Sie bei diesen Kosten sparen können.

Broschüre: Alles Wichtige zum Neuwagenkauf
PDF, 1,15 MB
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Was sind Überführungskosten?

Eine ADAC Untersuchung ergab, dass die Überführungskosten für ein neues Auto häufig sehr hoch sind und oft willkürlich erscheinen. Auch bei Tageszulassungen und Vorführwagen verlangen Händler oft Überführungskosten.

Dafür bezahlen Sie mit den Überführungskosten:

  • Transport vom Werk zum Händler

  • Transportversicherung

  • Innen- und Außenreinigung und Übergabeinspektion beim Händler

Zu kritisieren ist, dass bei anderen Gütern (z.B. Möbeln) keine Transportkosten neben dem Kaufpreis verlangt werden. Oft werden diese sogar frei Haus geliefert.

So können Sie Geld sparen

Bei den meisten Herstellern müssen Sie auch bei einer Werksabholung Überführungskosten zahlen. Fragen Sie beim Händler ausdrücklich nach.

Bevor Sie den Kaufvertrag für das neue Auto unterschreiben, sollten Sie sich über die Überführungskosten informieren. Versuchen Sie außerdem, mit dem Händler darüber zu verhandeln. Vielleicht lassen sich auch noch ein paar Fußmatten, eine erste Inspektion, die Zulassung durch das Autohaus oder andere Extraleistungen aushandeln.

Hinweis: Wenn Sie einen Vertrag mit pauschalen Überführungskosten unterschreiben, müssen Sie diese auch bezahlen.

Europäischer Gerichtshof zu Überführungskosten

Auch der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat im Jahr 2016 bestätigt, dass der in einer Werbeanzeige genannte Verkaufspreis alle unvermeidbaren und unvorhergesehenen Kosten enthalten muss, die der Verbraucher tragen muss. Die Überführungskosten dürfen zwar auf den Käufer abgewälzt werden. Sie müssen aber bei den Preisangaben berücksichtigt und in den angegebenen Endpreis eingerechnet werden.

Eine gesonderte Angabe der Überführungskosten ist nur dann erlaubt, wenn der Verbraucher zwischen Selbstabholung und Lieferung an den Händler wählen kann oder wenn die Höhe der Kosten nicht im Voraus bestimmt werden kann.

ADAC fordert: Klarheit bei Überführungskosten

Verbraucher müssen sich auf einen Endpreis ohne Nebenkosten verlassen können. Derartige Nebenkosten für den Transport zum Händler oder für die Übergabeinspektion widersprechen nach Ansicht des ADAC der geltenden Rechtslage. Es ist gesetzlich geregelt, dass alle anfallenden Kosten in den Endpreis eingerechnet sein müssen.

Auch in Werbeanzeigen müssen die genauen Preise angegeben sein. Allerdings sind sie häufig nur klein gedruckt in einer Ecke der Anzeige zu finden.

Der ADAC fordert daher schon lange, dass die Überführungskosten nicht gesondert aufgeführt werden, sondern in der Werbeanzeige im Endpreis enthalten sein sollten.

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Petra Gerhäuser
Fach-Autorin
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Angela Baumgarten
Fach-Autorin
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