Neuwagenkauf: Tipps für die Probefahrt

Frau sitzt in einem Cabrio Probe
© Fotolia/Maksym Povozniuk

Ein neues Auto kauft man nicht jeden Tag. Eine Probefahrt ist wichtig, um das Wunschauto vor dem Kauf auszuprobieren. Die ADAC Checkliste für die Probefahrt hilft, böse Überraschungen zu vermeiden.

  • Informieren Sie sich, welches Auto zu Ihnen passt

  • Ausgiebige Probefahrt: Prüfen Sie das Wunschauto auf Herz und Nieren

  • Unfall auf der Probefahrt: Selbstbeteiligung trotz Vollkaskoversicherung

Broschüre: Alles Wichtige zum Neuwagenkauf
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Checkliste Probefahrt
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Mit dem ADAC Autokatalog finden Sie heraus, welches Auto zu Ihnen passt.

E-Autos sind im Trend: Hier finden Sie Tipps, wie Sie das passende E-Auto finden und zur Förderung beim Kauf eines E-Autos.

10 Tipps für die Probefahrt

  • Machen Sie eine längere Probefahrt, eventuell auch für das Wochenende. Ist ein Autohaus nicht bereit, Sie das Auto länger als zehn Minuten Probe fahren zu lassen, sollten Sie sich den Kauf dort gut überlegen.

  • Sinn kann es auch machen, das Modell erst einmal für ein paar Tage zu mieten. Kaufen Sie das Fahrzeug anschließend, sollten Sie sich die Miete auf den Kaufpreis anrechnen lassen.

  • Machen Sie die Probefahrt mit der Motorisierung, die Sie kaufen wollen.

  • Nehmen Sie die ADAC Checkliste zur Probefahrt mit und gehen Sie die Punkte durch, die für Sie wichtig sind. Hier kann ein Mitfahrer hilfreich sein.

  • Testen Sie bei der Probefahrt nicht nur die Höchstgeschwindigkeit auf der Autobahn. Fahren Sie in der Stadt und auf dem Land. Parken Sie auch einmal ein, um die Übersichtlichkeit des Autos zu prüfen.

  • Achten Sie beim E-Auto auf die Reichweite. Passt sie zu Ihren persönlichen Bedürfnissen (Familienauto, Berufspendler, Stadtauto)?

  • Nehmen Sie Ihre Familie oder eine Begleitperson mit auf die Probefahrt, damit auch diese das Auto auf ihre Bedürfnisse testen kann.

  • Prüfen Sie den Kofferraum auf seine Größe und Beladefähigkeit.

  • Testen Sie, ob alle Kindersitze oder Ihr Hund in das Auto passen.

  • Fahren Sie auch andere Modelle Probe, um einen Eindruck verschiedener Fahrzeuge zu bekommen.

Unfall bei der Probefahrt – wie ist das Auto versichert?

Sie dürfen davon ausgehen, dass das Vorführauto vollkaskoversichert ist, wenn der Händler Sie nicht ausdrücklich darauf hinweist, dass das nicht der Fall ist. Allerdings kann der Händler eine Selbstbeteiligung verlangen, wenn Sie den Unfall selbstverschuldet verursacht haben. Auch bei Vorsatz und bei grober Fahrlässigkeit besteht kein Versicherungsschutz.

Es ist sinnvoll, vor der Probefahrt eine schriftliche Probefahrtvereinbarung zu unterschreiben, die die Haftungsfrage und Modalitäten (z. B. Rückgabe, Kilometerbegrenzung) regelt. Anhaltspunkt dafür kann die ADAC Mustervereinbarung für die Probefahrt sein.

Vereinbarung über die Probefahrt mit einem gebrauchten Fahrzeug
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Lassen Sie nach der Probefahrt sich vom Händler bestätigen, dass Sie das Auto ohne Schäden zurückgegeben haben. Schäden sollten Sie genau protokollieren und möglichst fotografieren, damit Sie etwas was in der Hand haben, wenn der Händler im Nachhinein Geld von Ihnen verlangt.

Urteil: Kunde beschädigt Auto – Streit um Probefahrt

Von der Probefahrt zum Kaufvertrag

Wenn Ihnen das Auto bei der Probefahrt gefallen hat, sollten Sie nicht sofort nach der Probefahrt einen Kaufvertrag unterschreiben.

Verhandeln Sie mit dem Händler, lassen Sie sich aber nicht unter Druck setzen. Lassen Sie sich mit Ihrer Entscheidung Zeit und schlafen Sie noch eine Nacht darüber, bevor Sie unterschreiben. Vielleicht wollen Sie auch noch ein paar andere Modelle testen, um einen Eindruck von unterschiedlichen Autos zu bekommen.

Dieses Video wird über YouTube abgespielt. Es gelten die Datenschutzbestimmungen von Google. Bild: © ADAC/Michael Kammeter

Petra Gerhäuser
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Angela Baumgarten
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